vor dem zweiten Triell (Sonntag, 20.15 Uhr, ARD und ZDF) ist das Willy-Brandt-Haus in Partystimmung: Per Mail fordert „Sara“ vom Parteivorstand die Mitglieder auf, „Verwandte, Freund*innen und Nachbar*innen zum gemeinsamen Gucken“ einzuladen – und verlost „50 exklusive SPD-Popcorntüten“. Dazu der wichtige Hinweis: „inklusive Popcorn“ – es soll wohl auch um Inhalte gehen. Weitere Anleitungen zum Festverlauf: „Zeig auch am Sonntagabend während des Triells, dass Du Olaf anfeuerst. Lass uns dazu gemeinsam Bilder aus unseren Wohnzimmern in die sozialen Netzwerke hochladen. Mach ein Selfie von Dir beim Triell-Gucken und markiere dabei unsere SPD Accounts, damit wir zeigen können, dass überall im Land Olaf angefeuert wird.“ Es kommentiert Olaf himself: „Es muss ja nicht gleich eine große Party sein.“
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Im ersten Tagesspiegel-Talk zur Berlinwahl war gestern Abend Bettina Jarasch zu Gast – moderiert von Robert Ide, wurde die Spitzenkandidatin der Grünen befragt von Intensivpfleger Ricardo Lange, der Busfahrerin und Autorin Susanne Schmidt, dem Unternehmer Jan Ijspeert und der Schülerin Carla Siepmann. Mit Blick auf eine mögliche andere Koalition sagte Jarasch: „SPD, CDU und FDP passen nicht zu Berlin.“ Was in der Kombination (so war es gemeint) als akzeptable Wahlkampfattacke durchgeht, wirkt in der Addition auf die einzelnen Teile durchaus provozierend – aber so oder so: Wer oder was zu Berlin passt, entscheiden am Ende die Wählerinnen und Wähler.
Zum Thema Verkehr sagte Jarasch: „Ich habe nichts gegen Autofahrer“ – aber sie möchte ihnen „das Umsteigen ermöglichen“, denn: „Ich will Verbrenner verbieten.“
Zum Thema Bauen: „Die Traufhöhe ist nicht heilig“, und: 200.000 Wohnungen könnten durch eine weitere Verdichtung der Stadt entstehen, ohne weitere Flächen zu versiegeln.
Jaraschs Fazit nach der 80-minütigen Tour durch die Themen: „Wenn ich ein Kotelett wäre, wäre ich ziemlich durch inzwischen.“ Das bezog sich auf den ursprünglichen Titel des Talks: „Tagesspiegel-Wahl-Barbecue – wir grillen die Kandidierenden“. Davon haben wir dann aus Umweltschutzgründen abgesehen (aber um Kohle ging es zwischendurch auch). Den Bericht unseres landespolitischen Korrespondenten Christian Latz über Jaraschs Auftritt finden Sie hier (Abo).
Das stärkste Statement des Abends kam am Ende von Carla Siepmann – ihren Wunsch an die Spitzenkandidatin der Grünen formulierte die Schülerin so:
„Ich wünsche mir, dass Jugend und Schule nicht immer nur Wahlkampfthema sind, sondern auch tatsächlich angepackt werden, wenn denn jemand in der Verantwortung ist. Sie sprechen immer von der nächsten Legislatur und was man in fünf Jahren alles erreichen kann, aber Sie müssen sehen: Fünf Jahre sind ein Drittel der Jugend, und bei der Jugend gibt es einfach keine Zeit zu verschwenden, weil wir diese Zeit nicht haben. Und wenn ich immer höre, ja, das können wir nächstes Jahr machen und übernächstes Jahr, dann macht mich das echt wütend. Diese Störrigkeit und Langsamkeit, die wir in den letzten Jahren gesehen haben beim Thema Bildung, die können wir uns nicht leisten. Ich möchte nicht mehr, dass Berlin Platz 13 im Länderbildungsvergleich ist, sondern dass wir als Berliner Schülerinnen die gleichen Chancen haben wie jemand aus Baden-Württemberg oder Bayern, und dass unsere Jugend an erster Stelle steht.“
Alle Wahl-Talks können Sie sich auch noch nach den Live-Veranstaltungen ansehen - den mit Bettina Jarasch finden Sie in ganzer Länge bei Facebook und bei Youtube.
Die weiteren Termine (jeweils ab 18 Uhr):
Klaus Lederer am 9. September
Franziska Giffey am 10. September
Sebastian Czaja am 20. September
Kai Wegner am 22. September
Unsere Gastmoderatorinnen sind bei allen Runden dabei – und auch Sie können sich mit Fragen beteiligen: ganz bequem von zu Hause aus.
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Gutshaus am Falkenberg: Führungen und Hoffest
Wir laden Sie herzlich ein zum Tag des offenen Denkmals am 11.09.2021, 10 - 16 Uhr, Richterstr. 6, 12524 Berlin-Grünau. Es erwarten Sie spannende Aussteller rund um den „sinnlich&sinnvollen“ Werkstoff Holz! Nähere Infos auf unserer Webseite. Wir freuen uns auf Sie!
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Staatssekretär Steffen Krach (CP-Titel: „Der beste Senator, den Berlin nie hatte“) besitzt gute Chancen, Regionspräsident von Hannover zu werden (mit Dauerkarte bei 96): Nach einer Fora-Umfrage liegt der Sozialdemokrat mit 36% vor Christine Karasch (CDU, 29%) und Frauke Patzke (Grüne, 22%). Auch die politische Stimmung spricht für Krach (SPD 29, CDU 21, Grüne 20), zudem ist die Unzufriedenheit mit der bisherigen Politik in der Region hoch – gut für den heimkehrenden Hannoveraner, der seit 2002 in Berlin lebt. Der erste Wahlgang ist am kommenden Sonntag, nach Lage der Dinge kommt es am 26. September zur Stichwahl.
Wer meint, es sei klar, wofür die eine Partei steht und wofür eine andere, bekommt hier jetzt erstmal einen Moment Zeit, um tief Durchzuatmen (ein… und aus) – denn es ist alles ganz anders: Die Positionen ein und derselben Partei unterscheiden sich von Bezirk zu Bezirk und von Ebene zu Ebene teils so krass, dass selbst die eigenen Funktionäre schon an der ersten Programmrätselrunde scheitern würden. Das ergibt die Datenanalyse des „Berlin-O-Mats“, den der Tagesspiegel gemeinsam mit der HU Berlin entwickelt hat. So sind sich die Grünen verschiedener Bezirke nicht einig, ob sie mehr Tourismus haben wollen; die Linken nicht, ob Projekte gegen Linksextremismus gefördert werden sollen; und gleich zwei Parteien nicht, ob sie stärker gegen Obdachlosigkeit vorgehen wollen.
Die Programmdiskrepanzen innerhalb einzelner Parteien lassen sich anhand konkreter Punkte hier erstmals detailliert berechnen und darstellen. Auf interaktiven Karten können Sie selbst die verschiedenen Themen mit den Bezirken und den Parteien kombinieren – und werden teils verblüffende Abweichungen bis hin zu eklatanten Widersprüchen erkennen. Die programmatische Inkonsistenz einzelner Parteien lässt sich auch tabellarisch darstellen. Demnach variieren unter den etablierten Parteien die Positionen der SPD je nach Ort und Verwaltungsebene am meisten, gefolgt von CDU, Linken und FDP. Die Grünen dagegen vertreten bezirksübergreifend und im Vergleich von Bundes-, Landes- und Bezirksebene die meisten identischen Positionen. Was Ihnen davon am ehesten entspricht (Stichwort Stimmensplitting), müssen Sie schon selbst herausfinden. Aber der Berlin-O-Mat kann Ihnen dabei helfen.

Also, das ist mal deutlich: Mehr als 90% der Befragten einer Civey-Umfrage im Auftrag des „Creative Bureaucracy Festivals“ sind genervt vom Tempo bürokratischer Prozesse – deutschlandweit. Und die Pandemie hat das Vertrauen ins Funktionieren zusätzlich erschüttert. Aber es gibt auch regionale Unterschiede bei der Beurteilung der Verwaltung, und Berlin schneidet nicht mal am schlechtesten ab (was allerdings auch am ausgeprägten hiesigen Fatalismus liegen kann). Interessant: Der FDP wird am ehestens zugetraut, die Verwaltungsstrukturen zu modernisieren – sie liegt hier mit weitem Abstand vor den Grünen, der CDU und der SPD. Und zwei Drittel der Befragten geben an, das Thema Modernisierung sei für ihre Wahlentscheidung wichtig. (Das „Creative Bureaucracy Festival“ beschäftigt sich vom 13. bis 17. September in mehr als 150 digitalen Sessions mit dem Thema Verwaltungserneuerung – die Registrierung ist kostenlos unter www.creativebureaucracy.org möglich, das Programm gibt‘s hier).
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlin steht vor einem klassischen Interessenskonflikt – Licht an oder Licht aus, das ist hier die Frage: Die Initiative „Earth Night“ ruft dazu auf, heute ab 22 Uhr das Licht zu reduzieren oder abzuschalten – aber was machen wir dann mit dem „Festival of Lights“? Hm, vielleicht nochmal eine Nacht drüber schlafen.
Die Ausnahme ist der Normalzustand am BER: Wer hier aus einem Corona-Hochrisikogebiet einreist, wird nicht kontrolliert. Zuständig ist übrigens nicht der Flughafen, sondern die Bundespolizei – und die hat offenbar eine entscheidende Bemerkung von Christian Drosten falsch verstanden („Ich habe Besseres zu tun“).
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Ferdinand Hodlers (1853-1918) ausdrucksstarke Figurenbilder, Berglandschaften und Porträts sind Ikonen der Moderne. Bereits zu Lebzeiten fand sein Werk international große Beachtung. Kaum bekannt ist, dass Hodlers Weg zum Ruhm über Berlin führte. Die Ausstellung (10.9.21-17.1.22) zeichnet erstmals den Erfolg des Schweizer Malers an der Spree nach.
Im Augustiner am Gendarmenmarkt gilt jetzt die 4G-Regel – so steht‘s jedenfalls auf einem Schild davor: „Gebraut, gezapft, getrunken, gezahlt“. Aber das klingt eher wie ein Witz von Til Schweiger („Honig im Kopf“). Tatsächlich plant der Senat die Einführung der G2-Regel, und das bedeutet: weitgehende Lockerungen für Geimpfte und Genesene – auch im Augustiner.
Zwei Polizeimeldungen:
+ Am vergangenen Donnerstag raste ein 22-Jähriger mit 0,7 Promille in seinem Audi kreuz & quer durch Neukölln, u.a. durch Tempo-30-Zonen, über Zebrastreifen und durch Seitenstraßen – und das mit bis zu 130 km/h. Eine Zivilstreife stoppte ihn.
+ Am vergangenen Sonntag raste ein 22-Jähriger in seinem Audi kreuz & quer durch Neukölln, u.a. durch Tempo-30-Zonen, über Zebrastreifen und durch Seitenstraßen – und das mit bis zu 130 km/h. Eine Zivilstreife stoppte ihn.
Na, haben Sie den Unterschied erkannt? Nein, der Fahrer war derselbe (wenn auch diesmal nüchtern) – aber die offene Frage ist, warum solche Leute nicht gleich gründlicher aus dem Verkehr gezogen werden (oder ihre Autos; das ist erst jetzt geschehen).
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Zwei Klassen? Einfach Klasse!
Bis 09.10. Abo holen und vom Ferien-Vorteil profitieren. Das heißt, in den Herbstferien, vom 09. bis 24.10., ganztägig Freunde mitnehmen. Danach geht es natürlich grandios weiter – wie immer: Geld sparen, übertragen und wochenends und ab
20 Uhr jemanden mitnehmen. BVG.de/Abo“
Und hier die Suchmeldung einer Checkpoint-Leserin aus Potsdam („verzweifelt, Berlin-liebend“): Vermisst wird seit vergangenem Freitag das Kfz-Kennzeichen P-IQ 150 (Verlustort vermutlich Pestalozzistraße, Goethestraße, Savignyplatz). Finderlohn: Einladung zu Kaffee & Kuchen in einem Charlottenburger Café nach Wahl. Hinweise bitte an checkpont@tagesspiegel.de.
Unser Betriebsstörungsbingo wird ihnen heute ausnahmsweise nicht präsentiert von CDU-Mitglied Claus Weselsky, sondern von Checkpoint-Leserin Barbara Pieroth (aus dem ICE von Köln nach Berlin): „Der Zugführer versucht ein Reset der Batterie“; Zwischenstand nach ca. 20 Minuten: „Er versucht es weiter, deswegen geht jetzt mal das Licht aus und die Toiletten funktionieren nicht“; nach weiterer Wartezeit: „Ditt wird nüscht mehr mit uns hier... Bitte alle aussteigen!“. CP-Prognose: Nächster Halt ist Grünheide.
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Nachtrag I zur Meldung „Lösegeldforderung“ (CP vom 06.09.): Die Sache mit den abgeschleppten Autos vom Supermarktparkplatz ist trotz des zitierten BGH-Urteils offenbar nicht ganz so eindeutig – die Berliner Rechtsanwältin Meike Franzkowiak hält jedenfalls die Höhe der Kosten, die Art der Forderung und die Zurückbehaltung des Wagens für rechtlich fragwürdig. Nicht jeder Abschleppvorgang sollte ungeprüft für zulässig erklärt werden – zumal dann, wenn die Umstände verschieden sind.
Nachtrag II zur Meldung „Bahnhof Zoo, mein Zug fährt ein“ (CP vom 06.09.): Checkpoint-Leserin Elisabeth Schmidt bedankt sich „für den hartnäckigen Ohrwurm“, weist aber auf einen schweren kontextualen Fehler im weiteren Verlauf des „Berlin“-Songs von Ideal hin („Ich habe den Song immer sehr gemocht. Wenn da nicht diese eine Zeile wäre…“). Darin heißt es: „Kottbusser Tor, ich spring vom Zug / Zwei Kontrolleure ahnen Betrug / Im Affenzahn die Rolltreppe rauf / Zwei Türken halten die Beamten auf“. Und, erkennen Sie es auch? Na klar: Da es sich im Song um die alte U1 vom Zoo nach Kreuzberg handelt, hält sie oben – es geht also, wenn schon, denn schon, im Affenzahn die Rolltreppe runter. Aber was reimt sich schon auf runter? Bunter? Munter? Nein, so waren die Achtziger nicht.
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Der lang erwartete zweite Band mit den besten Karikaturen von Klaus Stuttmann ist da: (fast) zwei Jahrzehnte mit dem Weltgeschehen im Großen und Kleinen auf der Meinungsseite des Tagesspiegels.
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Nachtrag III zur Meldung „E-Mobility“ (CP vom 06.09.): Eine redaktionelle Ermittlungsgruppe war gestern den ganzen Tag damit beschäftigt, herauszufinden, wie der Name des Berliner CDU-Abgeordneten Adrian Grasse als Autor des verlinkten Textes erscheinen konnte – Grasse ist zwar forschungspolitischer Sprecher seiner Fraktion, hatte mit der ganzen Sache aber nachweislich nichts zu tun. Einzige Erklärung: Wir hatten ihn offenbar irgendwo „auf Taste“. Wir bitten alle passiv Beteiligten um Entschuldigung – und möchten hier nochmal auf den wirklich guten Text von (und so heißen sie jetzt wirklich) Roman Tyborski und Kathrin Witsch hinweisen: „Wie klimafreundlich sind Elektroautos wirklich?“ (Abo).
Nachtrag IV zum Nachtrag vom 06.09. zur Meldung „Pilotbezirk im Blindflug“ (CP vom 03.09.): Nachdem IT-Staatssekretärin Sabine Smentek hier dargelegt hat, dass eine Laptop-Großbestellung des Landes Berlin schneller ist als die Einzelbestellung von 20 Verwaltungen (es fehlen insgesamt 11.000 Laptops), veröffentlichte die Bildungsverwaltung eine Ausschreibung zur Beschaffung von 20 Laptops (SenBJF_01B02_10082021). Es kommentiert Bürokratie-Experte Max Weber: „Das Selbstverständliche wird am wenigsten gedacht.“
Zitat
„Da drückt sich Misstrauen gegenüber Schulleitungen aus.“
Gunilla Neukirchen von der GEW-Schulleitervereinigung zur Schulreform, die von der Koalition noch kurz vor der Wahl durchgezogen wird. Künftig sollen die Schulleitungen ihre Haushaltshoheit an die Schulkonferenz abtreten – wo dann auch Erstklässler stimmberechtigt sind und mitentscheiden können (auch, wenn sie vor lauter Reformen noch nicht dazu gekommen sind, schreiben und rechnen zu lernen).
Tweet des Tages
Jetzt muss man sich wieder jeden Abend draußen betrinken, weil alle sagen: Das ist bestimmt DER LETZTE WARME ABEND DES JAHRES!
Stadtleben
Bierverkostung im Menü – Hoch die Gläser! Heute feiern Amerikaner:innen den National Beer Lover’s Day. Auch in Berlin zelebrieren Hopfenfreunde bis zum 12. September das größte Craft Beer Festival Deutschlands, heute Abend nach Art „Bistro français“: Die Brauerei Schneeeule richtet die Teller um 18 Uhr mit Dry-aged-Entrecôte an, das für drei Stunden sous-vide gedünstet und mit dreifach gegarten Pommes, Brokkolini und Brandy-Pfeffer Sauce serviert wird. Berliner-Weisse-Dressing toppt zusätzlich ein Schälchen Salat. Spektakel des Abends ist zudem die Enthüllung einer neuen Biersorte. Ab 21 Uhr startet der normale Barbetrieb, damit alle Genießer das neue Bier verkosten können. Ofener Straße 1, Wedding, U-Bhf Rehberge
Last Minute – Im Rahmen seiner Sonderausstellung im Willy-Brandt-Haus bringt der Künstler Roland Borchers seine Kunstwerke ins Gespräch und führt um 18 Uhr durch die unterschiedlichen Schaffensperioden – von 1984 bis 2014. Neben großformatigen, farbstarken Leinwänden und kleinen, skizzenhaften Werken, finden Kunstinteressierte auch Grafiken, die während des Studiums des gebürtigen Leipzigers in der DDR entstanden sind oder in Pinselstrichen versteckte Sehnsuchts-Orte enthüllen. Bis 3. Oktober. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich. Di-So 12-18 Uhr, Stresemannstraße 28, Kreuzberg, U-Bhf Hallesches Tor
Noch hingehen – Die komische Oper bringt die beiden Musik und Theater als künstlerisches Ensemble auf die Bühne: Das Opernstück „Oedipe“ inszeniert um 18 Uhr das düstere Schicksal Ödipus‘ in vier Akten und sechs Bildern. Begleitet wird das Musiktheater durch ein in voller Besetzung spielendes Orchester und den (Kinder)chor. 1936 in der Pariser Oper uraufgeführt, ist das Stück nach über 20 Jahren nun wieder in Berlin zu belauschen: Weitere Aufführungen am 11. und 26. September. Tickets ergattern Sie ab 44 Euro. Behrenstraße 55-57, Mitte, S-/U-Bhf Friedrichstraße
Geschenk – Der Herbst hat begonnen – zumindest aus meteorologischer Sicht. Wer sich der Saison entsprechend ernähren möchte, muss deshalb aber nicht monatelang Kürbis essen. Der zeitlose Saisonkalender (35 Euro) verrät allen Hobbyköchen, wie auch in der goldenen Jahreszeit Abwechslung in die Küche kommt – mit Kraut und Rüben aus der Region.
Grübelstoff – Nirgendwo sonst in Europa werden so viele Kartoffeln angebaut wie in Deutschland und die Vielfalt, mit der sich die Grundbirne zubereiten lässt, ist immens – ob Pell- und Bratkartoffel, als Brei, gewürfelt oder in Streifen. Ist der Erdapfel an Ihrem heimischen Herd auch so beliebt und wenn ja, wie wird er bei Ihnen am häufigsten serviert?
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Zehn Wochen lang haben wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD eine Frage gestellt, die sie mit nur einem Foto beantworten durften. Unsere letzte Frage zum Abschluss: Wo sehen Sie sich im Jahr 2026? Heute antwortet Sebastian Czaja (FDP).
Foto: FDP Berlin
Berlin heute
Verkehr – S-Bahn: Bitte rechnen Sie – auch nach dem Ende des Lokführerstreiks um 2 Uhr – noch bis in die Mittagstunden mit Verzögerungen im Betriebsablauf.
Turmstraße (Moabit): Die Fahrbahn ist in beiden Richtungen zwischen Wilhelmshavener Straße und Bremer Straße bis Mitte September auf einen Fahrstreifen verengt.
Spandauer Damm (Charlottenburg): Die Fahrbahn ist in Richtung Otto-Suhr-Allee zwischen Klausener Platz und Schloßstraße bis Anfang Oktober auf einen Fahrstreifen verengt.
Rummelsburger Landstraße (Oberschöneweide): Stadtauswärts bleibt zwischen Schwarzer Weg und Fritz-König-Weg die Fahrbahn bis Anfang 2022 auf einen Fahrstreifen verengt.
Buckower Damm (Buckow): Ab dem Morgen steht zwischen An den Achterhöfen und Möllnerweg nur ein gemeinsamer Fahrstreifen für beide Richtungen zur Verfügung. Eine Baustellenampel regelt den Verkehr bis Anfang Oktober.
Wannsee – Mitte: Ein Fahrradkorso startet um 11.20 Uhr an der Glienicker Brücke und fährt bis ca. 14 Uhr über Königstraße, Ernst-Reuter-Platz, Straße des 17. Juni über Unter den Linden zum Pariser Platz.
Gallwitzallee (Lankwitz): Ab dem Mittag regelt eine Baustellenampel in Höhe des St.-Marien-Krankenhauses bis Ende September den Verkehr.
A114 (Pankow-Zubringer): Sperrung der Autobahn stadteinwärts zwischen 21 und 5 Uhr zwischen AS Schönerlinder Straße und AS Pasewalker Straße.
Regionalverkehr: Mehrere Züge der Linie RE5 werden zwischen 10 und 17.30 Uhr von Oranienburg bis Berlin Hbf. umgeleitet. Der Halt in Gesundbrunnen entfällt.Von 23 bis 5.15 Uhr halten die Linien FEX und RE7 nicht in Flughafen BER – Terminal 1-2 und Berlin Ostkreuz. Ein zusätzlicher Halt Terminal 5 ist eingerichtet.
Demonstration – Von 9.30 bis 11 Uhr findet ein „Protest gegen die Agrarpolitik der Bundesregierung und des Parlaments anlässlich der Bundestagswahlen“, angemeldet vom Bündnis Meine Landwirtschaft, mit ca. 50 Teilnehmenden auf dem Platz der Republik 1 statt.Unter dem Motto „Mit Eurer Klimapolitik gehen wir baden! Berlin liegt bald am Meer“, angemeldet von der Klimaliste Berlin, demonstrieren ca. 30 Menschen von 11 bis 12 Uhr auf der Müllerstraße 163. Am Pariser Platz versammeln sich von 11 bis 14 Uhr ca. 20 Demonstrierende, um die Politik „auf die schlimmen Auswirkungen von Zigaretten und dem Rauchen aufmerksam zu machen und Lösungswege durch das Konzept der Schadensminimierung durch E-Zigaretten aufzuzeigen“, angemeldet von der World Vapers Alliance.Von 11.20 bis 14 Uhr findet ein Fahrradprotest für Klimagerechtigkeit mit dem Motto „Ohne Kerosin nach Berlin“, angemeldet von Students for Future, mit etwa 400 Radler:innen statt: gestartet wird an der Glienicker Brücke, Richtung Kronprinzessinnenweg über den Großen Stern zum Pariser Platz. Auf der Konrad-Adenauer-Straße 1 übergeben ca. sechs Personen, angemeldet von Kompakt e.V. von 12 bis 14 Uhr eine „Petition zu Long Covid von Patient:innen an Karl Lauterbach“. Von 16 bis 18 Uhr sprechen „Annalena Baerbock, Bettina Jarasch, Cordelia Koch, Stefan Gelbhaar, Stefanie Remlinger, Julia Schneider und Nora Tschirner zum Thema Bildung“ auf dem Minna-Flake-Platz mit ca. 200 Teilnehmenden, angemeldet durch die Grünen. Von 18 bis 21.30 Uhr zeigen ca. 50 Menschen „Solidarität mit den Beschäftigten von Charité und Vivantes“ auf dem Karl-Marx-Platz, angemeldet durch die Linke Neukölln.
Gericht – Der Mordprozess gegen einen 41-jährigen Lehrer geht weiter. Er soll einen 43 Jahre alten Mann in seiner Wohnung in Pankow getötet, das Opfer zerteilt und Leichenteile an verschiedenen Orten in Berlin abgelegt haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag –„Liebste Angela, es gratuliert Dir von Herzen Dein allergrößter Fan, Freund und Ehegatte Olli – es ist wahnsinnig schön, dass es Dich gibt!!!“ / Christine Bergmann (82), Politikerin (SPD), seit 2016 Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs / Birgit Breuel (84), Politikerin (CDU), ehem. Präsidentin der Treuhandanstalt, Generalkommissarin der Expo 2000 / Emine Demirbüken-Wegner (60), für die CDU im AGH, ehem. Staatssekretärin für Gesundheit / Hannah Herzsprung (40), Schauspielerin / „Meine wunderbare und liebenswerte Enkelin Jana wird heute volljährig. 18 Jahre darf ich dich schon begleiten. Von der ersten Minute an bis heute. Umarmung von deiner Mimi“ / Irmela Körner, „Journalistin, Autorin, wertgeschätzte Freundin. Liebe Irmela, möge Dir Dein Olivenhain ein steter Quell der Freude sein! Dein Blitz-Team.“ / Dagmar Pohle (68), Bezirksbürgermeisterin in MaHe (Linke) und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal und Finanzen / Caroline Peters (50), Schauspielerin / Carsten Spallek (50), Bezirksstadtrat in Mitte, „Greta an Carsten: Alles Liebe zum 50. Geburtstag von Deiner Liebsten“ / Maximilian Steinbeis (51), Schriftsteller und Journalist
Geboren – „Am 6. September wurde Ludwig Alvin Martinsons geboren, herzlichen Glückwunsch von Uroma Ruth Alwine!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Anneliese Gabel, * 12. Dezember 1927 / René Linke, * 19. Juni 1972, langjähriger Mitarbeiter des Instituts für Festkörperphysik der TU / Christian Schwarz, * 19. August 1959 / Franz Wiest, * 14. Juni 1948
Stolperstein – Richard Bernhard wurde am 23. Juli 1867 in Tessin bei Rostock geboren. 1937 musste er das Familiengeschäft aufgeben, da der Handel von jüdischen Betrieben durch die Nationalsozialisten untersagt wurde. Er zog er nach Pankow in ein Haus seines Bruders in der Kavalierstraße 15a. Heute vor 79 Jahren wurde Richard Bernhard nach Theresienstadt deportiert und dort zwei Wochen später, am 21. September 1942, ermordet.
Encore
Mit den Wahlempfehlungen der verschiedenen Parlaments- und Senats-Chatbots sind wir hier ja gestern nicht so richtig vorangekommen. Checkpoint-Leserin Marion Uhrig-Lammersen hat es deshalb mal mit Siri probiert – hier das Ergebnis:
Hey Siri, wen soll ich wählen?
„Die Wahl zum Deutschen Bundestag findet am Sonntag, den 26. September statt.“
Ich weiß nicht, wen ich wählen soll.
„Man kann ja nicht alles wissen – oder?“
Wen würdest du wählen?
„Virtuelle Wesen können nicht wählen. Aber ich hoffe, dass du wählen gehst.“
Soll ich die CDU wählen?
„Gib deine Stimme für diejenigen ab, die deiner Meinung nach am besten geeignet sind. Das Wichtigste ist, dass du wählen gehst.“
Soll ich die SPD wählen?
„Gib deine Stimme für diejenigen ab, die deiner Meinung nach am besten…“
Ok, soll ich die Grünen wählen?
„Gib deine Stimme für diejenigen ab…“
Wie findest du Franziska Giffey?
„Darauf habe ich keine Antwort. Gibt es etwas anderes, bei dem ich dir helfen kann?“
Wie findest du Kai Wegner?
„Drauf habe ich keine Antwort. Gibt es etwas anderes, bei dem ich dir…“
Wie findest du Bettina Jarasch?
„Drauf habe ich keine…“
Soll ich Briefwahl machen?
„Das übersteigt möglicherweise meine Fähigkeiten.“
Stelle ich dir zu viele Fragen?
„Genau!“
Liebst du mich?
„Du hast meine tiefste Bewunderung.“
Bewunderst du mich wirklich?
„Guck mal – ein Eichhörnchen!“
Tierisch reingehauen haben heute mal wieder Matthieu Praun (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion). Morgen früh schüttelt hier Julius Betschka die Nachrichtennüsschen vom Baum. Bis dahin,
