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Michael Müller ist jetzt Chefredakteur Wegner sucht neuen Redenschreiber Planung zur Schulwegsicherheit ausgebremst

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haben Sie’s schon bemerkt? Am kommenden Sonntag ist wieder Bundestagswahl – jedenfalls in jenen 455 Wahlbezirken, in denen es beim letzten Mal Dank der ortstypischen organisierten Unzuständigkeit so zuging wie damals in der Buchhaltung der Berliner Bankgesellschaft.

Prominentester Kandidat ist Michael Müller, der zur Wiederholungswahl auf den Stimmzetteln nicht nur unter seinem Funktionstitel von 2021 antritt („Regierender Bürgermeister“, Sie erinnern sich?), sondern im „Bezirksjournal“ ausweislich des Impressums jetzt auch als „Chefredakteur“ für Furore sorgt: Auf den lediglich 8 Seiten des Blättchens hat Müller, ausgewiesen als „V.i.S.d.P.“ (Verantwortlich im Sinne des Presserechts) sensationelle 14-mal sein eigenes Gesicht platziert. Dagegen sieht selbst sein Nachfolger als Regiermeister und bisherige Rekordhalter Kai Wegner blass aus (11 Fotos auf 16 Seitenin der aktuellen Ausgabe der CDU-Postille „Berliner Rundschau“).

Chefredakteur Müller hat laut „Bezirksjournal“ während der vergangenen Monate dank seiner Besonnenheit nicht nur diplomatisch die Welt gerettet, sondern vom Auswärtigen Ausschuss aus quasi im Alleingang 16,9 Millionen Euro für vier Projekte in seiner politischen Heimat Charlottenburg-Wilmersdorf losgeeist: Stadtbad, Preußenpark, Synagoge und Kuppelsaal im Haus des Deutschen Sports („In der bisherigen Legislaturperiode im Bundestag konnte Michael Müller viel für den Bezirk erreichen“). Tja, so einen wünschte man sich doch als Bürgermeister!

Riesenwirbel um die Berlinale: Zur Eröffnung eingeladen wurden u.a.

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