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Berlins mobile Bürgerämter sind eher immobilEx-Bürgermeister Benn beklagt fehlende Verantwortung in der VerwaltungSPD-Stadträte solidarisieren sich mit Ex-Stadtrat Hönicke

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Husten, wir haben ein Problem! Gefühlt die halbe Stadt schnieft aus der Nase oder hat einen ziemlichen Hals. Aber ein bisschen Trost halten wir im Taschentuch bereit. „Es gibt keine Hinweise auf eine akute Grippewelle“, sagt Susanne Glasmacher vom Robert-Koch-Institut (RKI) am Checkpoint-Telefon. Allerdings zeigen die Wochenberichte des Instituts eine „relativ hohe Zahl an Covid-19-Erkrankungen und den für die Jahreszeit typischen Erkältungen nach Rhinovirusinfektion“.

Etwa 8,5 Prozent der Bevölkerung sind laut der erhobenen Daten (etwa durch qualifizierte Umfragen und Arztstatistiken) derzeit jahreszeittypisch erkrankt. Dies ist nicht wenig und in diesem Jahr ein paar Wochen früher der Fall als sonst üblich, aber auch nicht unverhältnismäßig viel. Im Dezember vergangenen Jahres etwa waren es noch elf Prozent. Auch die Zahl schwerer Atemwegserkrankungen durch das Corona-Virus bleibt laut RKI „weiterhin im Verhältnis niedriger als letztes Jahr im gleichen Zeitraum“. Allerdings zeigen Studien, dass die neue, um sich greifende Variante der Infektion insbesondere die Bronchien angreift.

Corona schlägt also nicht mehr so heftig, aber dennoch spürbar durch – zumal man angesichts der abgebauten Testzentren „von einer hohen Untererfassung ausgehen muss“, wie Glasmacher sagt. Außerdem schlagen die Schnelltests nur bei höherer Viruslast an – ansteckend kann man unter Umständen trotzdem schon sein.