jedes Jahr gehen bei der zentralen Behördennummer 115 mehr als eine Million Anrufe aus Berlin ein. Beantwortet werden Fragen zu allen möglichen Verwaltungsleistungen – ob Wohnsitzanmeldung, Ausweisverlängerung oder Bürgeramtstermin.
Doch nun steht die Nummer in ihrer derzeitigen Form vor dem Aus. Maria Borelli, Leiterin des Berliner IT-Dienstleistungszentrums (ITDZ), warnt in einem Schreiben an die Senatskanzlei, dass das Angebot nicht länger zu finanzieren sei. Der Vertrag zwischen dem ITDZ und dem Land Berlin ist vor Jahren ausgelaufen. Der IT-Dienstleister hält das Angebot bisher trotzdem aufrecht, macht damit aber einen Millionen-Verlust. Helfen könnte ein neuer Vertrag, der laut Borelli jedoch immer noch nicht vom Senat unterzeichnet wurde.
Die Senatskanzlei selbst sieht es offenbar nicht so dramatisch. Ein Großteil der Finanzierung sei bereits gesichert, sagte ein Sprecher von Chief Digital Officer Martina Klement (CSU). Es sei „wahrscheinlich, dass zumindest ein Großteil des bestehenden Leistungsangebots beibehalten werden kann“. Charmanter kann man das Eindampfen eines Angebots nicht beschreiben.
Wie es konkret weitergeht mit der 115 soll heute während eines Spitzengesprächs zwischen Senatskanzlei, Finanzverwaltung und ITDZ beraten werden. Weitere Details hat unser Kollege Robert Kiesel hier zusammengetragen.

Rund sieben Monate nach der Vorstellung des Grobkonzepts für Olympische Spiele in Berlin will es der Senat nun genau wissen: Was würde der Spaß eigentlich kosten? Über die Vergabeplattform sucht die Sportverwaltung einen Anbieter, der die „Investitionskosten zur Finanzierung von Olympischen und Paralympischen Spielen“ ermittelt.
Und nicht nur das: Wer den Zuschlag erhält, soll auch gleich Vorschläge für eine „Optimierung des Bewerbungskonzepts“ machen, konkret in den Bereichen Nachhaltigkeit, Mobilität, Energieversorgung, Kreislauffähigkeit und soziale Teilhabe erarbeiten. Die Vorschläge sollen „praktikable, technisch umsetzbare und wirtschaftlich realisierbare Konzepte umfassen“.
Klingt nach einer Mammutaufgabe – für die der Senat eine sportliche Bearbeitungszeit von rund anderthalb Monaten gewährt. Die Konkurrenz schläft immerhin nicht: In München, Sie ahnen es, gibt es eine vergleichbare Kurzstudie bereits.
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Weihnachtsferien
Wir wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr. Ab dem 22. Dezember 2025 ist unser Geschäft urlaubsbedingt geschlossen.
Wir freuen uns ab dem 6. Januar 2026 wieder auf Sie!
Ihr Harry Besserschläfer Team
in der Kantstr. 93a/Windscheidstr., 10627 Berlin
www.matratzen-berlin.de
Am Alexanderplatz kann man schon mal den Überblick verlieren: Zwei Hochhäuser wachsen dort derzeit in die Höhe. Aber was ist eigentlich mit der Bauruine des „Monarch-Towers“ direkt neben dem Einkaufszentrum Alexa? Seit Jahren geht dort nichts voran, weil das russische Unternehmen aufgrund der Sanktionen gegen das Putin-Regime nach eigenen Angaben nicht an das notwendige Geld kommt.
Die für das Land Berlin zuständige Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) fordert aufgrund des Stillstands inzwischen eine Vertragsstrafe in Höhe von zehn Millionen Euro, die die Monarch Gruppe allerdings nicht zahlen will. „Die BIM hat eine rechtmäßige Zwangsvollstreckung eingeleitet“, teilte eine Sprecherin dem Checkpoint.
Bald könnte jedoch deutlich mehr Bewegung in die Sache kommen. Nach Checkpoint-Informationen interessiert sich ein Investor für die Übernahme des Projekts. Dieser will aus dem Gebäude nicht wie ursprünglich geplant ein Wohnhaus, sondern ein Bürohochhaus machen – und dabei möglichst über die vorgesehenen 150 Meter hinausgehen. Die Bauverwaltung ist dem Vernehmen nach beim Thema Höhe sogar gesprächsbereit. Bedingung: Einige Wohnungen müssten dann doch bei rumspringen.
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STOP OVER 4 – Perspectives
8.–10. JAN 2026 | Konzerthaus Berlin
Drei renommierte Musiker*innen kuratieren je einen Konzertabend. Mit drei Perspektiven auf Jazz und Improvisierte Musik geben sie spannende Einblicke in die Wechselbeziehungen mit anderen Formen aktueller Musik. Drei außergewöhnliche Konzertabende. INFO & TICKETS:
zentrum-under-construction.berlin
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) geht mal wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung nach – und verklagt das Land Berlin. Nach einem Eilantrag gegen die Aufhebung von Tempo 30 liegt nun die nächste Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht vor: Die DUH wirft dem Senat vor, die Aktualisierung des Berliner Klimaschutzprogramms zu verschleppen. Auf knapp 300 Seiten sind dort CO₂-Einsparziele und Maßnahmen festgelegt, die der Senat in den nächsten Jahren umsetzen soll.
Das entsprechende Gesetz sieht vor, dass das Programm stets „innerhalb eines Jahres nach Konstituierung des Abgeordnetenhauses“ weiterentwickelt werden muss. Also in der Regel alle fünf Jahre. Schlau, wie die DUH ist, verweist sie nun aber auf die Wiederholungswahl 2023 und die anschließende Neuzusammensetzung des Parlaments.
„Anders als beim Bundesklimaschutzgesetz kommt es in Berlin nicht auf die Legislaturperiode an, sondern auf die Konstituierung des Abgeordnetenhauses“, sagte DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch dem Checkpoint. Die Senatsumweltverwaltung ist hörbar genervt von dieser Gesetzesklauberei. „Wir haben bereits in der Vergangenheit gegenüber der DUH unsere Argumente sowie unsere fachliche Einschätzung zu dieser Thematik umfassend dargelegt“, teilte sie auf Checkpoint-Anfrage mit. „Es ist stets bedauerlich, wenn ohne vorherigen sachorientierten Austausch unmittelbar der Rechtsweg beschritten wird.“ Man sieht sich vor Gericht.
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Fünf Ausstellungen, ein Ticket
Das Humboldt Forum-Ticket bietet Zugang zu den Ethnologischen Sammlungen, dem Museum für Asiatische Kunst, zu BERLIN GLOBAL, zum Museum Knoblauchhaus, sowie zur neuen Sonderausstellung Beziehungsweise Familie. Bis zum 04. Januar versüßt der Wintermarkt im Schlüterhof den Besuch mit gebrannten Mandeln, Feuerzangenbowle und vielem mehr. Mehr
Mit der stillen Nacht ist es in Berlin so eine Sache. Kneipenlärm zu fortgeschrittener Stunde sorgt immer wieder für Konflikte. Im Prenzlauer Berg haben das Café „Schwarzsauer“ und das Bezirksamt nun ihren prominenten Streit um die 22-Uhr-Sperrstunde beigelegt. Die Bar darf Gäste draußen künftig bis 23 Uhr bewirten, freitags und sonnabends sogar bis Mitternacht.
Das dürfte für Barbetreiber in ganz Berlin ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk sein, denn die Einigung wurde auch durch neue rechtliche Vorgaben ermöglicht, die der Senat im Sommer klammheimlich im Amtsblatt veröffentlicht hat. Demnach sollen die Bezirksämter künftig Zeiten wie beim Café Schwarzsauer als Regelfall betrachten.
Ob man Kneipenlärm nach 22 Uhr aushalten muss, hatten wir hier auch im Checkpoint gefragt (Umfrageergebnis: 47 Prozent Ja, 47 Prozent Nein). Unsere Prognose: Spätestens im Sommer wird wieder lautstark diskutiert.

Noch 12 Tage bis Weihnachten! Täglich öffnen wir ein „Erlebnistürchen Berlin“ und verlosen unvergessliche Momente zu zweit, mit der Familie oder Freunden.
Mit Türchen Nr. 12 entkommen Sie den astronomischen Glühweinpreisen: Gewinnen Sie 3x2 Tickets für den „All Inclusive Weihnachtsmarkt an der Spree“ an der Oberbaumbrücke! Am 20. Dezember ab 17 Uhr genießen Sie zum Beispiel Kartoffelpuffer, Spätzle, Crêpes, Germknödel, Glühwein und heiße Schokolade – so viel Sie wollen (oder können). Dazu: Feuertonnen, Eisstockschießen und Hau-den-Lukas.
Normalerweise kostet ein Ticket bis zu 65 Euro, Checkpoint-Abonnenten sind klar im Vorteil: Schreiben Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. Viel Glück!
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Eli Sharabis 491 Tage ist das erste Buch einer befreiten israelischen Geisel und ein »fast übermenschlicher Kraftakt« (Tagesspiegel). Sharabi gelingt es, das Überleben in den Tunneln von Gaza zu beschreiben und die Menschlichkeit dabei nicht zu verlieren – selbst gegenüber seinen Bewachern. Ein einmaliges Zeugnis und eines der wichtigsten Bücher dieses Jahres. Jetzt reinlesen und bestellen
Berliner Schnuppen
Telegramm
Nicht nur Olympische Spiele kosten Geld (siehe oben), auch eine Kampagne dagegen gibt es nicht umsonst. Das NOlympia-Bündnis überreicht am kommenden Montag der Senatsinnenverwaltung seinen Antrag auf Erstellung einer amtlichen Kostenschätzung für das geplante Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia“. Die Verwaltung würde diesen sicher gerne volley nehmen (muss ihn aber bearbeiten).
Auch die Befürworter sammeln ihre Kräfte. Der Berliner Senat stellte gestern die Mitglieder des 24-köpfigen Kuratoriums vor. Darunter prominente Namen wie Malaika Mihambo, Weitsprung-Olympiasiegerin, Dietmar Bartsch, Linken-Politiker, und Hermann Parzinger, langjähriger Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Die ganze Übersicht finden Sie hier.
Teuer, teurer, TVO: Die geschätzten Kosten für die Tangentialverbindung Ost – Berlins größtes Straßenprojekt – steigen erneut, dieses Mal um 280 Millionen Euro. Nach aktuellem Stand könnte das Vorhaben fast die Dimensionen der A100-Verlängerung erreichen und bis zu 632,5 Millionen Euro kosten. Fertiggestellt werden könnte die Straße frühestens in zehn Jahren – falls Berlin noch einen Goldtopf findet.
Ein Stück Berliner Geschichte kommt gewissermaßen vor Gericht: Der „Schabowski-Zettel“ diente dem SED-Politbüromitglied Günter Schabowski am 9. November 1989 als Sprechzettel auf jener Pressekonferenz, die schließlich zur Öffnung der Mauer führte. Das Haus der Geschichte in Bonn erwarb den Zettel später für 25.000 Euro und sicherte dem Verkäufer Anonymität zu. Dagegen klagt nun ein Journalist. Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) entscheidet am kommenden Dienstag, ob der Name veröffentlicht werden muss.
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin hat wegen des Verdachts der Untreue Anklage gegen die ehemalige Intendantin des RBB, Patricia Schlesinger, erhoben. Schlesinger und weitere ehemalige RBB-Granden stehen im Verdacht, das Vermögen des Senders geschädigt zu haben. Ihr Anwalt wies die Vorwürfe zurück.
Aufs politische Parkett wird Kevin Kühnert wohl nicht so schnell zurückkehren. Der ehemalige SPD-Generalsekretär und einflussreiche Ex-Juso-Chef arbeitet jetzt bei der Bürgerbewegung Finanzwende und leitet dort nun den Bereich Steuern, Verteilung und Lobbyismus.
Die Arbeitsagentur bekommt in Berlin eine neue Chefin. Nach Checkpoint-Informationen übernimmt Carina Knie-Nürnberg zum Jahresanfang den Vorsitz der regionalen Geschäftsführung und löst damit Ramona Schröder ab, die zum Jahresende in den Ruhestand geht. Als Seemannstochter sei die neue Chefin wettererprobt, heißt es.
Und damit zum Klima: Der Senat hat die Berliner CO₂-Bilanz veröffentlicht. Die gute Nachricht: Berlin hat 2024 weniger Treibhausgase verursacht als im Jahr davor: 13,4 Millionen Tonnen (-1,7 Prozent). Die schlechte Nachricht: Das entspricht immer noch mehr als 550.000 Lkw-Ladungen. Wenn’s so weitergeht, verpasst Berlin sein Klimaziel 2030 (70 Prozent weniger CO₂) um gut acht Jahre. Im Straßenverkehr haben die Emissionen sogar zugenommen.
Was auch daran liegen könnte: Parken ist in kaum einer anderen Stadt so günstig wie in Berlin – zumindest für Anwohner und offenbar auch in Parkhäusern. Unter den fünf größten deutschen Städten haben die Berliner Shopping-Malls die billigsten Parkplätze. Das will das Vergleichsportal Holiday Check herausgefunden haben. Mit durchschnittlich 12,98 Euro pro Tag zahlt man in Berlin nur halb so viel wie in München.
Vor einem Monat hat der queere Traditionsclub SchwuZ dichtgemacht. Jetzt gibt es schon erste Interessenten, die die Location in der ehemaligen Kindl-Brauerei übernehmen wollen. Wer selbst eine Club-Idee hat, kann sich bis Jahresende noch beim Eigentümer des Areals bewerben. News aus der queeren Welt gibt es übrigens in unserem Queerspiegel-Newsletter, kostenloses Abo hier.
Zitat
„Überall, wo ich hinkomme, ist die Begeisterung groß.“
Iris Spranger, Senatorin für Inneres, Sport und Begeisterung, spricht im Tagesspiegel-Interview über die Chancen Berlins, Olympische und Paralympische Spiele auszurichten (T+).
Stadtleben
Verlosung – Klingt so lieb, dass man auch gern ohne Kind hingehen würde: In „Ox und Esel“ essen die beiden tierischen Hauptpersonen gerade zu Abend, als sie in ihrer Krippe ein Menschenkind entdecken. Was zum Kuckuck?! In der Inszenierung für Kinder ab 6 Jahren versucht die kleine Stall-WG herauszukriegen, wo die Eltern abgeblieben sein könnten – während das Baby schreit. Irgendjemand muss sich kümmern, das steht fest, aber wer von beiden? Wir verlosen 2x2 Karten für die Vorstellung am 22.12.! Bitte beim Checkpoint-Postfach bewerben, weitere Aufführung am 27.12. (je 16 Uhr). Theater an der Parkaue, regulär 7-15 Euro, Parkaue 29, S-/U-Bhf Frankfurter Allee
Essen & Trinken – Seine imposante Weltkarriere verdankt Matcha nicht zuletzt seiner leuchtend grünen Farbe. Dass es den gemahlenen Tee auch in Schwarz gibt, ist weniger bekannt. Mal probieren? Das Feinkost-Idyll „Von und zu Tisch“ veranstaltet heute ein Tasting zum Thema. In die Schälchen kommen ein Black Matcha von der Insel Jejju in Südkorea, abgeschmeckt mit einer Prise schwarzem Hawaii-Salz. Abgerundet wird die Tea-Time mit kleinen Snacks, etwa Dolfin-Schokolade mit 88 Prozent Kakaoanteil sowie einem mit Sepiatinte gefärbtem Pita-Brot aus der Pfanne mit schwarzen Oliven und Crème fraîche. 17 Uhr, Eintritt frei, Laden Di-Sa 12-19 Uhr, Auguststraße 52, U-Bhf Weinmeisterstr.
Noch hingehen – Kontrastprogramm zum Weihnachtsmarkt: Im „Fluentum“ inszeniert Jordan Strafer eine surreale Talkshow im Jenseits. Ein Selbsthilfe-Guru in der Uniform eines amerikanischen Soldaten tritt auf und nimmt das Publikum auf eine meditative Reise mit. Die Videokünstlerin schafft – am ehemaligen Sitz der deutschen Reichsluftwaffe und späteren Hauptquartier des US-Militärs in West-Berlin – unbehagliche Szenarien über die Hinfälligkeit des Rechtssystems (noch bis morgen). Eintritt frei, Fr 12-17 Uhr, Sa 12-19 Uhr (dann mit Führung um 15 Uhr), Clayallee 174, U-Bhf Oskar-Helene-Heim
Berlinbesuch – Ab heute stellt an der Volksbühne die iranisch-stämmige Schauspielerin Maryam Palizban das politische Festival „3 Days of Liberation II“ auf die Beine. Bis Sonntag gibt es eine volle Packung aus Panels, Film-Screenings, Performances und einem Disko-Abend mit Popsongs aus dem Iran der 60er- und 70er-Jahre. Den Auftakt macht heute der Film „My Stolen Planet“ der Regisseurin Farahnaz Sharifi, der auf der Berlinale lief (18.30 Uhr). Linienstraße 227, U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz
Grübelstoff – Wie viele Bücher haben Sie dieses Jahr gelesen? Und wie viele haben Sie gekauft oder geschenkt bekommen, die sich noch in der Schutzfolie neben dem Bett stapeln?
Kiekste
Alternative Löschmethoden, erschöpflich exekutiert in Wilmersdorf. Dank an Leserin Lydia Wagner! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten Berlin-Schnappschüsse an checkpoint@tagesspiegel.de. Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Altstadt Köpenick: Ab 7 Uhr bis Montag, 12 Uhr kann es aufgrund eines Weihnachtsmarkts zu Verkehrseinschränkungen kommen.
Mitte: Bis 15 Uhr versammeln sich mehrere tausend Teilnehmende einer Großdemonstration auf der Karl-Liebknecht-Straße in Höhe Dircksenstraße. Bis ca. 18 Uhr ziehen sie über Karl-Liebknecht-Straße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Dorotheenstraße und Ebertstraße zum Brandenburger Tor. Verkehrsteilnehmende rechnen bitte mit umfangreichen Sperrungen.
Oraniendamm (B96) (Waidmannslust): Für ca. eine Woche ist die Fahrbahn in Richtung Oranienburger Straße zwischen Waidmannsluster Damm und Am Waidmannseck verengt. In der Gegenrichtung gibt es Einschränkungen im Einmündungsbereich Waidmannsluster Damm.
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 11.12., 19 Uhr), u.a. „Mahnwache für den Erhalt des SEZ“ : 20 Demonstrierende, SEZ für alle, Rathausstraße 15 (14-16 Uhr)
„10 Jahre Pariser Klimaabkommen – Zeit zu handeln“: 112 Menschen, Fridays for Future Berlin, Pariser Platz (15-17 Uhr)
„Friedensdemonstrationen im Sinne des Volkes. Ein Zeichen setzen um den Krieg zu beenden!“: 10.000 Menschen, Karl-Liebknecht-Straße/ Dircksenstraße, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Dorotheenstraße, Platz des 18. März (15-18 Uhr)
„Gedenkaktion gegen Feminizide“: 30 Teilnehmende, Nachbarschaftshaus Urbanstraße, Fraenkelufer (17-19 Uhr)
„No Business as Usual with Israel“: 60 Protestierende, Israelis für Frieden, Werderscher Markt 1 (17-18.30 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 21 Demos, u.a. „Weltweite Solidaritätskundgebung, die auf Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine aufmerksam macht (...)“: 100 Menschen, Bebelplatz (12-14.30 Uhr)
„Justice für Nelson – gegen rassistische Polizeigewalt gegen Kinder und Jugendliche!“: 100 Demonstrierende, Linksjugend Berlin, Oranienplatz, Kottbusser Tor, Spreewaldplatz (14-18 Uhr)
„28. Berlin-Christmas-Biketour, Biker für Bedürftige, gegen Armut und sozialen Abbau als Folge der Sparpolitik des Berliner Senats und der Bundesregierung“: 400 Teilnehmende, „Santa Claus on Road“, Hanna-Renate-Laurien-Platz, Steglitzer Damm, Kurfürstendamm, Straße des 17. Juni, Invalidenstraße, Lehrter Straße, Großer Stern, Hanna-Renate-Laurien-Platz (15-20 Uhr)
„Krieg dem System – ACAB“: 250 Menschen, Helsingforser Platz, Rigaer Straße, Petersburger Straße, Warschauer Straße (18-22 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind zwölf Demos, u.a. „Mahnwache für eine 85-jährige Fußgängerin, die im Berliner Straßenverkehr getötet wurde“: 15 Teilnehmende, VCD Nordost, Buschallee/Sulzfelder Straße (14-14.30 Uhr)
„Turbokapitalistisches Weihnachtssingen. Zur Erhaltung einer solidarischen Nachbarschaft singen wir gemeinsam altbekannte Weihnachtslieder mit alternativen Texten (...)“: 80 Protestierende, Liebigstraße 34 (14-18 Uhr)
„Entzündung der ersten Chanukka-Kerze und Friedenskundgebung der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin (...)“: 400 Menschen, Jüdische Gemeinde Chabad Berlin, Pariser Platz 1 (17.30-20.30 Uhr)
Gericht – Das Kammergericht befasst sich mit der umstrittenen Parole „From the river to the sea, palestine will be free“. Verhandelt wird die Revision der Staatsanwaltschaft im Fall eines 24-Jährigen. Das Amtsgericht Tiergarten hatte ihn in erster Instanz vom Vorwurf des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen freigesprochen. Die Staatsanwaltschaft geht dagegen davon aus, dass es sich um eine Parole der Terrororganisation Hamas handele (10.30 Uhr, Kammergericht Berlin, Elßholzstraße 30-33, Saal 145a).
Universität – In einer Musiktheaterwerkstatt zeigt die Hochschule für Musik Hanns Eisler in Kooperation mit der Kunsthochschule Weißensee morgen (19 Uhr) und am Sonntag (17 Uhr) Szenen aus G. F. Händels „Agrippina“. Der Eintritt ist frei, kostenlose Platzkarten gibt es eine Stunde vor Beginn (so lange der Vorrat reicht). Charlottenstraße 55, Studiosaal
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Maren Ade (49), Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin, für ihren Spielfilm „Toni Erdmann“ gewann sie den Europäischen Filmpreis 2016 / Volker Beck (65), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), war bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestags, seit 2022 Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft / „Liebe Christiane, zum 50. Geburtstag wünschen wir Dir beste Gesundheit und viele schöne Momente von ganzem Herzen. Mama und Papa“ / „Feliz cumpleaños, liebe Doro. Wir haben den Überblick verloren, wo ihr gerade seid, aber unsere Glückwünsche werden dich schon erreichen. Alles Liebe wünschen die Teltower.“ / „Liebe Renate Krohn, die Flotten Socken gratulieren dir ganz herzlich zum Geburtstag und wünschen dir für die Zukunft nur das Allerbeste. Mögen alle deine Wünsche in Erfüllung gehen.“ / „Unser Freund Christian Kühnel hat Geburtstag, es gratulieren herzlich Angelika und Klaus“ / Max Raabe (63), Sänger („Kein Schwein ruft mich an“), Mitbegründer sowie Leiter des Palast Orchesters Berlin
Nachträglich: „Lieber Hans, 50 ist nur eine Zahl, für uns bleibst du immer jung! Wir gratulieren von Herzen Greta & Astrid“
Sonnabend – „Die Malerin Annemarie Golgowski wird heute 95 Jahre alt. Herzlichen Gruß, Gesa“ / „Heute ist Axel von Levetzow 50 Jahre alt. Wir wünschen ihm von Herzen weiter eine stabile Gesundheit, ein harmonisches Familienleben und beruflich noch mehr Erfolg im Raum zwischen Anode und Kathode bei der Erzeugung von grünem Wasserstoff. (...) Es gratulieren die vom Bundes- und vom Strausberger Platz.“ / Eoin Moore (57), deutsch-irischer Regisseur, arbeitete in Berlin zunächst als Kameramann und Tontechniker, drehte etliche „Polizeiruf 110“-Krimis, v.a. die Fälle des Rostocker Teams Bukow und König
Sonntag – Bela B (63, bürgerlich: Dirk Albert Felsenheimer), Sänger, Mitbegründer und Schlagzeuger der Band Die Ärzte / Hendrikje Klein (46), Politikerin (Die Linke), MdA / „Liebe Doris L. wo auch immer du dich auf der Welt herumtreiben magst: die alten Freunde aus dem Wedding gratulieren ganz herzlich zum 75.! Roland und Monika“ / Eva Mattes (71), deutsch-österreichische Schauspielerin („Lang lebe die Königin“), verkörperte jahrelang die Konstanzer „Tatort“ -Kommissarin Klara Blum
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Ulrike Faßbender (geb. Löhr), * 5. Juni 1948, verstorben am 20. November 2025 / Horst Gemetzke, * 5. Februar 1956, verstorben am 25. November 2025, langjähriger Pförtner im Rathaus Pankow / Waltraut Ellen Keune, * 13. Juli 1941, verstorben am 12. November 2025 / Klaus Mäkelburg, * 12. Januar 1934, verstorben am 29. November 2025 / Manja-Christina Reuter, * 17. März 1971, verstorben am 25. November 2025
Stolperstein – Erich Gerth (*1886 in Berlin) war Jurist, verheiratet mit Eva Maria, verw. Gräfin von Ahlefeldt-Eschelsmark. Das Paar hatte vier Kinder. 1922 wurde Erich in den Auswärtigen Dienst einberufen und war an den deutschen Auslandsvertretungen in Kopenhagen, Genua und Paris tätig. 1933 wurde er von den Nationalsozialisten gezwungen in den Ruhestand einzutreten, da seine Frau jüdische Vorfahren hatte. Die Familie floh nach Italien. Erich Gerth starb am 12. Dezember 1943 in Rom. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Wilhelmstraße 92 in Mitte.
Encore
Beim neuen Hippo-Baby im Zoo ist die Namenssuche wie immer eine öffentliche Angelegenheit. Noch bis Sonntag nimmt der Zoo Vorschläge entgegen. Trotz hoher Anforderungen (Alliteration plus Flusspferd-Merkmal) sind schon mehr als tausend Vorschläge eingetrudelt, sogar per Post.
Die Zwischenbilanz: Benno Badegern, Tim Tauchgang, Finn Flatterohr, Bolle Badewanne, Paulchen Plansch, Bobby Boulette. Nun ja, im Zoo gelten für Namen ganz offensichtlich laxere Regeln als beim Standesamt. Eine Fachjury aus Zoopflegern und den Hippo-Paten vom Riegelkonzern Ferrero sucht dann nächste Woche den Namen aus.
Das Checkpoint-Team von heute komplettieren folgende Namen: Christoph Papenhausen (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jaqueline Frank (Produktion).
Morgen geht’s hier mit Jessica Gummersbach ins Wochenende.
Auf bald!


