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Vor der Berlin-Wahl: Bettina Jarasch fordert radikale Verwaltungsreform Nach dem Aus für den Schönefelder Airport: Unklare Zukunft des ehemaligen DDR-Zentralflughafens Geflügelpest in Berlin: Zoo muss wochenlang schließen

beginnen wir den Tag mit den aktuellen Nachrichten aus Berlin:

+++ „Um ein erneutes Desaster zu verhindern, brauchen wir eine radikale Verwaltungsreform“, sagt Bettina Jarasch vor den kommenden Neuwahlen in Berlin. Die Grünen-Spitzenkandidatin spricht im Interview über Koalitions-Präferenzen, organisierte Verantwortungslosigkeit – und Konzerne, die über Enteignungen froh wären.

+++ BER-Aufsichtsrat beschließt endgültiges Aus für Schönefelder Airport. Bis 2030 wäre das Terminal T5 in Schönefeld noch nutzbar gewesen – doch das wäre völlig unwirtschaftlich. Unklar ist, was jetzt mit dem Gebäude  des ehemaligen DDR-Zentralflughafen passiert.

+++ Geflügelpest-Alarm: Berliner Zoo muss wochenlang schließen – erster Vogel tot. Im Zoologischen Garten in Berlin ist die Geflügelpest ausgebrochen. Er muss daher für mehrere Wochen für Besucher schließen. Am Freitag wurde das Gelände geräumt.

Unser Berlin-Ressort informiert Sie fortlaufend und verlässlich über alle Entwicklungen in der Hauptstadt.

Winterlich kalt wird es, da hilft nur Musik aus Griechenland, wie sie das Berlin Atonal Festival zurzeit täglich in abendfüllendem Programm im Kraftwerk (Köpenicker Straße 70) liefert. Dem griechisch-französischen Komponisten der Klangwolken und -Schwärme, Iannis Xenakis, der dieses Jahr 100 geworden wäre, ist das Programm gewidmet. Oder ist Ihnen eher danach, sich den Boden unter den Füßen wegsägen zu lassen? Meine Kollegin Lena Schneider beschreibt die vielleicht radikalste Schau der Villa Schöningen seit Eröffnung im Jahr 2009.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Hach, ich lege wirklich keinerlei Wert darauf, als ewig die Nase rümpfender feiner Pinkel zu erscheinen. Sie wissen doch, dass ich mich durchaus auch auf, sagen wir, bodenständige bis bodenumwühlende, um nicht zu sagen, im Dreck wühlende Tätigkeiten einzulassen vermag, und das mit Freuden. Aber wenn ich sehe, womit da in Klein Glienicke wieder um meine Aufmerksamkeit gebuhlt wird, kann ich nicht anders als eine Ode auf diese einst aus politischen Gründen so schwierig zu bewohnende Exklave zu grunzen. Wen interessiert denn bitteschön noch Sanssouci, der hier das älteste Schloss Potsdams vor Augen hat – ein Jagdschloss, das erhaben über dem Havelwasser schwebt. Oder die Schweizerhäuser, mit dem für diese Gefilde überraschend alpinen Flair. Oder – mein Favorit – die Loggia Alexandra, die an die Gattin des Zaren Nikolaus I. erinnert und heute zum Unesco Weltkulturerbe zählt. Erbauen ließ sie zum Andenken der Zarin der Bruder, Prinz Carl von Preußen, anno 1869/70. Das Land Berlin entschloss sich im Rahmen einer Restaurierung des Baus Ende der Neunzigerjahre zu einer Sicherheitsverglasung, durch die man hineinschauen, durch die man aber nicht hineingehen kann. Und ich muss sagen, ich fühle mich dort in der Tat außerordentlich sicher. Gehen Sie doch da mal spazieren, mit oder ohne Betreuung. Das empfehle ich. Und mich empfehle ich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Ent-tourage – Wer hält sich schon gerne auf, wo nur Touris unterwegs sind? Eben. Die Folge: Manche Stadtteile will man einfach gar nicht mehr aufsuchen. Wie VisitBerlin touristische Ballungsgebiete in Zukunft entzerren will, weiß Joana Nietfeld (T+).

Digital ist besser – Nur Bildung kann die Jugend bekanntlich auf die immer digitaler werdende Zukunft vorbereiten. Dumm nur, wenn die, die Bildung vermitteln, selbst in puncto Digitalisierung von gestern sind. Ein Schul-Digi-Check von Susanne Vieth-Entus (T+).

Gleiche Rechte für alle – Wenn die Natur etwas gegen die Veränderungen hat, die ihr der Mensch zufügt, warum wehrt sie sich dann nicht? Nun, sie tut es. Und in Spanien mittlerweile sogar auf dem Rechtsweg, denn die Salzwasserlagune „Mar Menorwurde vom spanischen Senat zur juristischen Person erklärt, die somit Rechte hat. Zum Beispiel das Recht, nicht weiter durch Landwirtschaft und Tourismus zerstört zu werden? Die Hintergründe kennt Sandro Paul Heidenreich (T+).

Wochen­rätsel

Gewonnen! Mathe mit der GASAG: Wenn der Gasversorger den Gaspreis, wie angekündigt, zum Januar 2023 um 85% erhöht, steigt der monatliche Abschlag einer durchschnittlichen Berliner Wohnung unter Berücksichtigung aller Einsparungen und der Gaspreisbremse (ab März) von derzeit 114 Euro auf…

a) …210 Euro
b) …124 Euro
c) …164 Euro

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil.

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Die Butter aufs Brot hat Ihnen heute früh Lionel Kreglinger (Produktion) geschmiert, am Montag schenkt Ihnen Lorenz Maroldt an dieser Stelle wieder reinen Wein ein.

Ihr Thomas Wochnik