vielleicht wird das wieder so ein Tag, an dem im Nahen Osten ein weiterer Krieg ein weiteres Stück näher rückt: In der Nacht schlugen erneut Raketen im Regierungsviertel von Bagdad ein. Immerhin, die USA und der Iran hielten ihr Gleichgewicht des Abschreckens ohne weitere militärischen Angriffe aufrecht. Womöglich kann dies also ein Tag sein, an dem man mal eine Sekunde länger an die von Macht- und Rohstoffkonflikten zermürbte Bevölkerung in der Region denkt. Regelmäßig wurden in den vergangenen Jahren Proteste im Iran vom Regime blutig niedergeschlagen, hunderte Menschen starben. Gestern, am Tag nach einer tödlichen Massenpanik bei der staatlich organisierten Trauerfeier nach dem US-Drohnenangriff sowie dem iranischen Vergeltungsschlag auf US-Militärbasen in Irak, erschütterten auch noch ein Erdbeben im Süden des Landes und ein Flugzeugabsturz bei Teheran mit bislang unklarer Ursache das Volk. Auf jeden Fall ist dies so ein Tag, an dem man wieder etwas dankbarer dafür sein sollte, in einem friedlichen Europa zu leben. Und einer freien Stadt Berlin.
Dass der Berliner Alexanderplatz mehr Stein als Sein ist, sieht man in diesen Tagen schwarz auf grau. Derzeit wird die Tristesse rund um den Fernsehturm auf die Spitze getrieben, denn sämtliche hier sonst hingezimmerten Frühlings-Sommer-Ernte-Weihnachts-Bretterbuden sind wie vom Betonboden verschluckt (Beweisfoto hier). Zum Glück hat diese „budenlose Frechheit“ (via Twitternutzer „Slowtiger“) bald ein Ende – auf Nachfrage lässt das Bezirksamt Mitte wissen, was dieses Jahr hier alles hingebrettert wird:
Ostermarkt (03. – 29. April),
Firefighter-Run (8. und 9. Mai),
Feier zum DFB-Pokalfinale (23. Mai),
Afrika-Festival (16. Juni – 06. Juli),
„Berlin lacht“ (21. Juli – 11. August),
„Vegan-Fest“ (28. – 30. August),
„Oktoberfest“ (18. September – 14. Oktober) und
Weihnachtsmarkt (6. November – 31. Dezember).
120 Tage sind in diesem Jahr für Kommerzterz vorgesehen, das immerhin hält nicht jeder Platz aus. Jeder Passant allerdings auch nicht.
Hey, wann kommt der Alex? Der zentrale Budenzirkus ohne Zelt und Zauber hat nach Auskunft des Bezirks in den vergangenen Jahren 200.000 bis 300.000 Euro an Sondernutzungsgebühren eingebracht. Auf die Frage, ob diese Einnahmen den schrammeligen Eindruck an einem der wichtigsten Orte Berlins aufwiegen, antwortet Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel offen mit einem „klaren Nein“. Und verspricht ab dem kommenden Jahr „ein grundsätzlich neues Verfahren“, in dem Bezirk, Senat und Anrainer in einer Kommission alle eingereichten Veranstaltungskonzepte bewerten. „So hoffen wir, mehr Vielfalt und Qualität auf den Platz zu bekommen.“ Zudem hofft von Dassel auch noch, mittels einer so genannten Gestaltungssatzung den „Wildwuchs an Stühlen, Schildern und Schirmen einzudämmen und insgesamt die Aufenthaltsqualität auf dem Alexanderplatz zu verbessern“. Hoffentlich werden dabei nicht die Schilder entfernt, die anzeigen, wie man den Platz wieder verlassen kann.
Ach, letzter Nachtrag zum Alex noch: Neue Bäume will das Bezirksamt nicht auf dem Platz pflanzen, der in Mitte nach seiner Mitte sucht (interaktives Tagesspiegel-Dossier zum Alex hier). Dies sei durch den Denkmalschutz begrenzt, teilt Sprecher Christian Zielke mit. Außerdem: „Der Platz soll möglichst offen gehalten werden.“ Dürfen neben den Bretterbuden also keine Baumstämme in den Himmel wachsen? Wir reichen diese offene Frage gleich mal an Sie weiter, liebe Leserinnen und Leser – stimmen Sie ab in unserer neuen Checkpoint-Umfrage. Denn immerhin eines ist uns der Alex nicht: so egal, wie er manchmal wirkt.

Kommen wir zu hochfliegenderen Plänen: Die SPD in Treptow-Köpenick träumt von einer Seilbahn vom Müggelsee über die Müggelberge bis zur Straßenbahnstation Bammelecke. Ist das die echte Mobilitätswende?, fragt unser Reporter Thomas Loy – oder wollen sich wieder nur ein paar Genossen in die Privatwirtschaft abseilen, etwa zu einer neu zu gründenden Berliner Seilbahnen-Betriebsgesellschaft? Alle Nicht-Südost-Berliner fragen sich dagegen wohl eher, was bittesehr die Bammelecke sein soll. Bitteschön: ein schöner Strand an der Dahme, an dem man schön bammeln gehen kann. Eine schöne Seilbahn gibt es auch schon in Marzahn. Berlin hängt eben öfter in den Seilen.
Bald kommt die Zeit, in der man sich auch in der Hauptstadt um Schafe schert: Ab 17. Januar lädt die Grüne Woche wieder Freunde der lebendigen und gegrillten Tierwelt in die Berliner Mästehallen. Dort kann man in einer Klimakuppel des Entwicklungshilfe-Ministeriums virtuell nach Madagaskar reisen und über die vertrocknende Insel wandeln. Wärme und Gerüche werden den Besuchern während des Rundgangs mit Rundumfilm eingedampft. Ein heißer Hauch von Klimawandel weht durch Berlin – und wird manche Debatte auf der Messe hitziger machen.
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Wilhelm und Alexander von Humboldt
Das Deutsche Historische Museum zeigt die erste große Ausstellung über Wilhelm und Alexander von Humboldt in Deutschland. Sie verortet die Brüder, die heute als deutsche Kosmopoliten gefeiert werden, als Europäer im Kontext ihrer Zeit und blickt auf die damaligen gesellschaftlichen und politischen Verhandlungs- und Gestaltungsräume.
Falls Sie zur Abwechslung mal ein „abwechslungsreiches Shopping- und Freizeiterlebnis von internationalem Format“ (Eigenwerbung) durchleben wollen, kommen Sie zum Potsdamer Platz. Aber bitte erst in zwei Jahren. Derzeit herrschen in den dortigen Arcaden Schlussverkauf und Torschlusspanik gleichermaßen, denn das Einkaufszentrum wird ab jetzt umgestaltet und soll mit einer neuen Restauranthalle den Besuchern schmackhafter gemacht werden. Das allerdings schmeckt der Berlinale nicht, die im Februar hier ihre Kinotickets auf einer Baustelle mit verrammelten Läden verkaufen muss. „Natürlich ist die aktuelle Situation am Potsdamer Platz nicht ideal“, sagt Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek auf Checkpoint-Nachfrage. Das Filmfestival prüfe nun, „wie wir die Frontflächen der Geschäfte für Kommunikationsmaßnahmen nutzen können“. Offenbar wird auch über Installationen nachgedacht – allerdings keine kulinarischen. Die Foodtrucks für die Filmfans, die vor dem Kaufhaus parken, „können wir nicht einfach in die Arcaden stellen“, bedauert Rissenbeek. So werden also statt Äpfeln hier nur Läden entkernt.
Schon wieder wurde nachts auf das Gelände in Biesdorf eingedrungen – offenbar, um Buntmetall zu stehlen. Erst vor wenigen Wochen brannten auf dem unsicheren Sicherstellungsareal für Unfallfahrzeuge drei Autos aus – wohl nach Brandstiftung, um Spuren zu verwischen. Zuletzt war im hiesigen Polizeiabschnitt 62 auch noch die Heizungsanlage ausgefallen und nach der Aufstellung von Heizlüftern, wie berichtet, sogar der Strom. Trotz offizieller Entwarnung vor einigen Tagen bleibt im Abschnitt nicht nur die Küche kalt. In einem internen Schreiben, das dem Checkpoint vorliegt, schreibt der Personalrat zur Reparatur der Heizung: „Leider ist diese nur in einem eng begrenzten Umfang gelungen, sodass immer noch große Bereiche, insbesondere des A 62, nur mit Heizlüftern beheizt werden können.“ Polizeigewerkschaftler Benjamin Jendro sieht die Sicherungen des privat bewachten Geländes und des von der landeseigenen Immobiliengesellschaft BIM heruntergewirtschafteten Gebäudes längst durchgebrannt. „Beim Blick auf die Cecilienstraße wäre es besser, wenn endlich die komplette Liegenschaft geklaut wird, damit wir da einen Neubau mit funktionstüchtiger Heizungsanlage und ordentlichen Fenstern hochziehen könnten.“ So zieht’s aus.
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Tickets gewinnen für »Violetter Schnee« am 12.1.
in der Staatsoper
Beat Furrers bezwingendes Klangporträt eines endzeitlichen Szenarios: Fünf Menschen sind eingeschlossen in unaufhörlichem Schneetreiben. Martina Gedeck, Anna Prohaska, Georg Nigl u.a. in Claus Guths Inszenierung von enormer atmosphärischer Dichte. Mail mit Betreff »Schnee« bis 10.1. an social@staatsoper-berlin.de.
Lust, sich jetzt lieber noch mal im Bett umzudrehen? Dann schauen Sie erst nach, ob Ihre Matratze verwanzt ist. „Wir haben im Moment so viele Aufträge wie noch nie“, berichtet Kammerjäger Adam Tesmer und beklagt eine Berliner Bettwanzen-Plage (via „Berliner Kurier“). Selbst in Fünf-Sterne-Hotels soll in den Betten nicht nur gekeucht, sondern auch gekreucht werden – so sehr, dass zuletzt eine ganze Zimmereinrichtung über Nacht in Tüten verpackt und entsorgt worden sei. Experten fordern eine Meldepflicht, um die Viecher von der Bettkante zu stoßen – und haben dafür eine Karte mit Krabbilitätsschwerpunkten gebastelt. Noch nicht eingezeichnet: Hamburgs Wanzenviertel.
Berliner Schnuppen
Telegramm
So, erst mal eine gute Nachricht aus Berlins Verkehr: Die S-Bahn ist im vergangenen Jahr pünktlicher geworden. Sie erfüllt mit nur vier Prozent verspäteter Ankünfte über vier Minuten endlich wieder die eigenen Vorgaben. In diesem Jahr sollten nun endlich die Kurzzüge mal länger und die Taktzeiten außerhalb des Rings kürzer werden. Eine voll leere S-Bahn hat man schon lange nicht mehr gesehen.
Schlechte Nachrichten vom Berliner Verkehr: Am Mittwoch gab es gleich zwei Verkehrstote zu beklagen. In Französisch-Buchholz fuhr eine Frau mit ihrem Kleinwagen gegen das Gebäude eines Supermarkts und verstarb. In Kreuzberg kam es wieder zu einem der viel zu alltäglichen tödlichen Radunfälle: Eine Radfahrerin wurde am Kottbusser Tor von einem rechtsabbiegenden Baustellen-Lastwagen überrollt.
Das Schlimme an der schlimmen Nachricht: Der Verkehrsknoten am Kottbusser Tor ist seit Jahren lebensgefährlich für Radler; auch ein Umbau brachte keine wesentliche Entschärfung. Die Polizeistatistik erfasste an der Kreiskreuzung allein im letzten Jahr 21 Unfälle mit Radfahrern und drei mit Fußgängern. Die selbstgerecht gebaute autogerechte Stadt fordert weiterhin Menschenleben. Solange sie nicht umgebaut wird.
Eine Mischung aus 100 Jahre alter Bautradition und moderner ökologischer Stadt, ein neues Hochhaus mit Stadtplatz und ein offenes Industrieviertel mit autonomen Fahrzeugen so soll die neue Siemensstadt aussehen. Das Berliner Architekturbüro „Ortner und Ortner“ hat den städtebaulichen Wettbewerb gewonnen; nun kann sich der Weltkonzern in seiner Heimat neu erfinden. Und Spandau endlich hip werden.
Palastrevolution in England: Nach dem Brexit fällt auch das Königshaus wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Prinz Harry und seine Frau Meghan wollen ihre royale Rolle kaum mehr wahrnehmen, teilten sie am Mittwochabend mit. Sie wollen künftig selbst ihr Geld verdienen. Vielleicht sammeln sie ja Kronkorken: Gestern ein König.
Banger Blick ins brennende Australien: Hier sollen jetzt bis zu 10.000 Kamele erschossen werden, weil sie zu viel von dem immer weniger werdenden Wasser trinken und in ihrem Durst die Ureinwohner bedrohen (via „Independent“). In Somalia wird diskutiert, ob man die ursprünglich aus Afrika importierten Tiere wieder aufnehmen sollte. Die Klimaapokalypse produziert wohl bald nicht nur menschliche Flüchtlinge.
Schnell noch ein Bonmot aus Klein-Bonn, dem Bundesdorf an der Spree: Die Brandenburger CDU-Abgeordnete Saskia Ludwig hat neue Briefbögen vom Bundestag bekommen. In ihrem Briefkopf heißt sie jetzt: Dr. Saskia Esken.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Ich spreche von einem Zukunftsteam für die Zukunft, noch offen lassend, wie das aussehen kann.“
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat schon genaue Vorstellungen für eine Kabinettsumbildung.
Tweet des Tages
Deutsches Origami: Beipackzettel von Medikamenten in den Originalzustand zurückfalten.
Stadtleben
Essen & Trinken – und Konzerten lauschen: Das Prachtwerk in Neukölln, gleich neben dem Stadtbad, ist ein Ort für viele Anlässe. In der Woche tagsüber beliebter Co-Working Space, hippe Bar am Abend, Bühne und Sprungbrett für MusikerInnen immer mittwochs zur Open Stage und gute Gelegenheit zum Brunchen am Wochenende. In den letzten Wochen hat sich hier erfolgreich der „California Breakfast Slam“ etabliert und mächtige Pancakes und Eggs Benedict (gern auch zusammen) aufgetischt, in den kommenden Wochen wird die Küche in der Ganghoferstraße 2 (U-Bhf Karl-Marx-Straße) von verschiedenen Brunch-Aktivisten übernommen. Man darf also gespannt sein, was auf die Teller kommt, und die Zeit bis dahin mit leckeren Grill-Sandwiches und Salaten überbrücken. Dazu gibt es verlässlich Kaffee von Five Elephants als „Batch Brew“ oder „Iced Espresso Tonic“ mit frischer Milch vom Ökodorf Brodowin. Natürlich wird es voll, deshalb gilt der Grundsatz: first come, first serve, reservieren geht aber auch. Geöffnet täglich ab 11 Uhr.
Berlinbesuch die Stadt aus einer ungewöhnlichen Perspektive zeigen: Der Verein querstadtein organisiert Stadtführungen mit ehemaligen Wohnungslosen und Geflüchteten. Die Begegnungen sollen helfen, Vorurteile abzubauen und Menschen zusammenbringen, die im Allgemeinen aneinander vorbeileben. Wie man als Obdachloser auf der Kantstraße zurecht kommt, erzählt zum Beispiel Dieter (hier im Video) auf seinem Rundgang durch Charlottenburg. Was ihn anfangs in Berlin verwunderte und wie die Sonnenallee ihm neue Heimat geworden ist, erklärt Mohamad auf einer Tour durch Neukölln. Es gibt auch Führungen speziell für Kinder und Schulklassen, Infos und Termine finden Sie hier.
Geschenk – Guido Brunetti. Wer kennt ihn nicht? Seit 1993 schickt Donna Leon ihren Commissario auf Verbrecherjagd im Gassen- und Kanal-Gewirr Venedigs. Während die Buch-Reihe weitergeht, wurde die TV-Serie an Weihnachten nach 16 Jahren eingestellt – und mit ihr die regelmäßigen Genuss-Momente, für die im Film allerdings Brunettis Frau Paola zuständig war. Darauf verzichten muss trotzdem niemand, denn der Diogenes-Verlag hat schon vor längerem ein Kochbuch mit 91 Rezepten aus Paolas Krimi-Küche zusammengestellt. Neben „Geschmorten Artischocken“ oder „Kürbisravioli in Salbeibutter“ gibt es auch kulinarische Anekdoten von Donna Leon höchstpersönlich. So kommt ordentlich Venedig-Flair in die Berliner Altbauküche.
Noch hingehen – Achtung, letzter Aufruf für Helga Paris in der Akademie der Künste am Pariser Platz. Ihre Fotografien aus dem DDR-Alltag dokumentieren Punk und Schönheit an der Konsumkasse und sind nur noch bis Sonntag zu sehen. Di-So 11-19 Uhr, 6 Euro Eintritt
Karten sichern für Pippi Langstrumpf auf der Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ. Wer am Sonntag als Pippi oder Michel verkleidet erscheint, kann sich über eine Überraschung freuen! Zum Spielplan geht’s hier lang.
Last-Minute-Tickets – Sie pöbelt ganz gern („wenn es passt“) und träumt von einer Rolle als Animationsfigur: Schauspielerin Anna Thalbach feiert diese Woche gleich zwei Premieren. Heute im Kino als eine von vier zauberhaften Schwestern, die eine Kinderwelt retten. Seit gestern zusammen mit ihrer Mutter Katharina Thalbach und ihrer Tochter Nellie in der Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater als Tochter der Familie Hase in der wiederaufgenommenen Komödie „Hase, Hase“. Karten für die Familiensaga auf engstem Raum sind ab 18 Euro zu haben – für die Vorstellung heute Abend um 20 Uhr verlosen wir zwei Freikarten (bis 12 Uhr).
Frage an die Checkpoint-Community: Eine Leserin schrieb uns, ob wir wüssten, wo es in Berlin die Möglichkeit gibt, Kinofilme mit deutschen Untertiteln zu sehen. Der Hintergrund: Sie ist schwerhörig. Wir checken das! Setzen aber auch auf die vielen kinoaffinen Checkpoint-LeserInnen unter Ihnen: Wer was weiß, melde sich bitte unter checkpoint@tagesspiegel.de.
Mit diesem Stadtleben wünscht Stefanie Golla einen nicht ganz so trüben Donnerstag.
Berlin heute
Verkehr – Buchholzer Straße (Niederschönhausen): Nur ein gemeinsamer Fahrstreifen für beide Fahrtrichtungen steht ab heute morgen für ca. 2 Wochen zwischen Beuthstraße und Grumbkowstraße sowie zwischen Wackenbergstraße und Blankenburger Straße zur Verfügung.
Schönhauser Allee (Prenzlauer Berg): Das Abbiegen in die Eberswalder Straße ist bis Ende Februar nicht möglich, stadteinwärts kommt es im Einmündungsbereich Eberswalder Straße zu Einschränkungen.
Chausseestraße (Mitte): Von 8 Uhr an bis Montag ist in Richtung Friedrichstraße vor der Hannoverschen Straße der linke Fahrstreifen gesperrt.
Mercedes Benz-Arena: Alba geht gegen Maccabi Tel Aviv aufs Feld (Einlass: 19 Uhr), im Umkreis kann es sich stauen.
A 100 (Stadtring): In Richtung Wedding sind zwischen 22 und 5 Uhr zwischen Oberlandstraße und Tempelhofer Damm wechselweise der linke und rechte Fahrstreifen gesperrt.
Demonstration – Für die „Abschaffung des Solidaritätsbeitrags“ demonstriert von 9 bis 11 Uhr die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft mit rund 50 Teilnehmenden in der Rudi-Dutschke-Straße in Kreuzberg. Die „Beendigung der Folter gegen den unabhängigen Blogger Elvin Isayev“ fordern von 10 bis 12 Uhr ca. 15 Menschen in der Hubertusallee vor der aserbaidschanischen Botschaft. An gleicher Stelle demonstrieren von 14 bis 16 Uhr rund 30 Menschen „Freiheit für das aserbaidschanische Volk“. Vor dem islamischen Zentrum in der Reuterstraße (Imam Riza Moschee) protestieren von 17.20 Uhr bis 21 Uhr ca. 50 Demonstrierende „gegen Islamismus, Antisemitismus und für Menschenrechte im Iran“. Im Zentrum selbst ist um 18 Uhr eine „Trauerzeremonie für die heldenhaften Märtyrer General Qassem Soleimani und Abu Mahdi Al-Muhandis“ angemeldet, ca. 100 Teilnehmende werden erwartet.
Zu Gast beim Bundespräsidenten sind rund 70 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus allen Bundesländern. Zum alljährlichen Neujahresempfang in Schloss Bellevue wird auch die Bundeskanzlerin erwartet sowie Familienministerin Franziska Giffey und Bildungsministerin Anja Karliczek.
Gericht – Ein 27-Jähriger, der in einem Auto der Fahrerin aus Wut mehrfach auf den Kopf geschlagen und kurz darauf einen Mann niedergeschlagen haben soll, kommt auf die Anklagebank (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 370). Außerdem geht der seit einem Jahr laufende Prozess um den Diebstahl der 100 Kilogramm schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Bode-Museum weiter. Vier Männer sind angeklagt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 817).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Monika Grütters (58), Staatsministerin für Kultur und MdB (CDU) / Markus Hesselmann, Chef der „Leute“-Bezirksnewsletter vom Tagesspiegel – „Wir wünschen einen immer aufgepumpten Fahrradreifen, Markus! Alles Liebe, deine Leute - Judith und André“, Team Checkpoint gratuliert ebenfalls herzlich! / Volker Hoppe (80) - „Glück und Gesundheit dem besten Papa und Nonno der Welt, dem man sein Alter kaum glauben möchte. / Martin Kluger (72), Schriftsteller / Grischa Prömel (25), Mittelfeldspieler bei Union / Ralf Zacherl (49), Fernsehkoch
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Dr. Heinrich Frickel, * 6. November 1937 / Klaus Haase / Dr. Achim Hendrischk, * 2. Juni 1934 / Heidrun Reetz
Stolperstein – Bertha Isaacsohn, geb. Karpf (Jhg. 1897), wohnte zur Untermiete in der Mommsenstraße 47. Am 26. September 1942 wurde sie zunächst ins estländische Raasiku, nach knapp 2 Jahren Zwangsarbeit dann im August 1944 ins KZ Stutthof deportiert. Dort wurde sie in Heiligenbeil, einem Außenlager von Stutthof, heute vor 75 Jahren ermordet.
Encore
So, zum Schluss noch zum Wetter: Das mit dem Winter trüben wir ja noch in Berlin. Fans von regen Regenfällen und nebulösen Cloudwolken kommen auch in den nächsten Tagen voll auf ihre Kosten. Zeit, unterm seelischen Rettungsschirm die Musik hochzudrehen. Zum Beispiel von Oasis. Die beiden entzweiten Legendenbrüder aus dem Mutterland des melodischen Regens weckten kurz vor Mitternacht Hoffnungen auf ihre Versöhnung und ein gemeinsames Comeback (Tweet von Frontmann Liam Gallagher hier). Irgendwann kehrt eben immer die Sonne zurück. And after all, you're my wonderwall.
Morgen spielt hier Lorenz Maroldt die besten Hits der Checkpoint-Band. Bis dahin bleiben Sie fröhlich gestimmt. Ich grüße Sie,