wir starten heute gleich mal mit unserer neuen Wahlkampfrubrik „Faktencheck“. Heute: Können Linke rechnen?
„Berlin verdient mehr als Kai Wegner“, meint die Bundesvorsitzende der Linken Ines Schwerdtner (hat sie gestern Abend gesagt beim Neujahrsempfang der Berliner Linken). Na, das checken wir doch mal: Berlin verdient laut Amt für Statistik im Durchschnitt etwa 4000 Euro im Monat, der Regierende Bürgermeister dagegen laut Landesbesoldungsrecht inkl. Zulagen fast 20.000 Euro. Berlin verdient also weniger als Wegner! Check: Da haben sich die Linken wohl verrechnet.
Berlin, Berlin… wir bleiben in Berlin (und bei Kai Wegner). Aber Hertha darf schon wieder nicht beim Pokalfinale ins Olympiastadion – im Viertelfinale gab‘s ein 4:5 gegen Freiburg nach Elfmeterschießen. Und, woran hat’s gelegen? Hertha-Trainer Stefan Leitl meint: an der fehlenden Unterstützung des Regierenden Bürgermeisters! (Q: Sky) Wegner war mit frisch erworbener Glatteisexpertise zu den Olympischen Winterspielen nach Mailand gereist (CP v. 9.2.), statt in Berlin kraft seiner Richtlinienkompetenz den Ball ins Tor zu regieren. „Sein Support wäre heute auch wichtig gewesen“, sagte Leitl nach dem Spiel enttäuscht, „da kritisiere ich ihn schon.“ Also wir vermuten mal, dass die Innensenatorin um kurz nach acht bei Wegner angerufen hat, um ihm zu sagen, dass sie alles im Griff hat und er sich nicht weiter kümmern muss. Nach Checkpoint-Informationen war sein Telefon aber die ganze Zeit an!
Iris Spranger fliegt übrigens nächste Woche nach Mailand, und das in Begleitung: Ihre Verwaltung hat die sportpolitischen Sprecher eingeladen, mit ihr dort im Deutschen Haus die „Berliner Nacht“ zu feiern. Mit Winterspielen kennen wir uns ja jetzt auch gut genug aus, um dort Gespräche auf Augenhöhe zu führen.
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Demografie-Vorsorge erneut stark ausgebaut. Die PKV-Alterungsrückstellungen sind 2025 um 3,8 Prozent auf 355,4 Milliarden Euro angewachsen. Damit ist die Versorgung der Privatversicherten auch im Alter gewährleistet, wenn der Bedarf an Gesundheitsleistungen deutlich ansteigt. Anders ausgedrückt: Jeder Privatversicherte verringert das Problem des demografischen Wandels. Mehr auf pkv.de
Zwar auf Augenhöhe, dafür aber oft nur einen halben Meter über dem Fußboden, sind sich mehr als tausend Berlinerinnen und Berliner nach unfreiwilligen Rutschpartien in Krankenhausbetten liegend begegnet. Allein die Charité nahm in der zweiten Januar-Hälfte rund 630 Sturz-Patienten auf. Am 30. Januar wurden am Campus Mitte 30 Knochenbrüche versorgt, sagt Charité-Sprecherin Anne Rediger: „Wir haben zeitweise in drei Räumen parallel eingegipst.“ Das Unfallkrankenhaus Marzahn registrierte im Januar rund 450 Glätte-Opfer, davon etliche mit Gesichtsverletzungen. Besonders auffällig laut UKB-Sprecher Hans-Christian Bustorf: „Es hat den 20-Jährigen genauso getroffen wie den 80-Jährigen.“
Ok, damit ist immerhin ein zentrales Ziel aus dem Koalitionsvertrag erreicht – auf Seite 6 heißt es da: „Jung und Alt in einem Miteinander der Generationen zusammenbringen.“
Ansonsten entfernen sich die Koalitionspartner vor der Wahl gerade Zug um Zug voneinander – neuestes Beispiel: die Magnetschwebebahn (Sie erinnern sich: der vermeintlich verspätete Aprilscherz vom 9. Februar). Denn bei der Sitzung der Staatssekretärskommission Anfang der Woche gab jetzt tatsächlich auch die Senatskanzlei ihre Haltung bekannt:
„Die Planungen für eine stufenweise Entwicklung einer Magnetschwebebahn von der Urban Tech Republicüber die Insel Gartenfeld bis zum Rathaus Spandau werden unterstützt“ – und sollten, als zusätzliches leistungsfähiges Verkehrssystem zur Erschließung des Berliner Westraums, „zügig konkretisiert“ werden.
Tino Schopf, verkehrspolitischer Sprecher der SPD, spricht dagegen von „soufflierten Phantastereien und Luftschlössern“, „amateurhaften und sinnfreien“ Äußerungen der Verkehrssenatorin sowie „fetischhaftem Magnetschwebebahn-Gefasel“. Aber hallo! Da darf sich jetzt dann auch der Stadtchef persönlich beleidigt… pardon: angesprochen fühlen.
Und wie würden Sie entscheiden?

Mit korrekten Wahlen zum richtigen Zeitpunkt haben wir es bekanntlich nicht so – ein latenter Fall: Die fünfjährige Amtszeit des Medienrats ist längst abgelaufen, eine Neubesetzung aber nicht in Sicht. Dabei harren einige Mitglieder des neunköpfigen Aufsichtsgremiums der Medienanstalt Berlin-Brandenburg nur noch widerwillig aus. Hm, was ist da los? Wir haben mal nachgefragt bei Senats- und Staatskanzlei sowie den Parlamenten. Die Antwort auf den Punkt gebracht: Man möchte erstmal einen neuen Medienstaatsvertrag verhandeln und musste dann noch das Ende der Regierungskrise in Brandenburg abwarten. Aber jetzt! Ähm… könnte nur noch eine Abgeordnetenhauswahl dazwischenfunken.
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Apropos Funk: Was macht eigentlich Patrizia Schlesinger (außer vor Gericht um ihre Altersversorgung zu kämpfen)? Mal schauen… Also, gestern früh um 8:30 Uhr hat die frühere rbb-Intendantin bei Facebook ihr Profilbild geändert. Der letzte erkennbar Beitrag davor ist von 2018, da hatte sie einen Text von ihrem Partner Gerhard Spörl geteilt, der Titel: „Ans Werk! Und groß gedacht!“
Tja, schlecht gealtert…
… aber da wir schon mal dabei sind, schauen wir auch gleich, was Claudia Nothelle gerade so macht – die frühere rbb-Programmdirektorin, die den Sender 2017 im Alter von 53 nach sieben Jahren im Amt verlassen hatte, erhält seitdem monatlich ein lebenslanges Ruhegeld in Höhe von 8400 Euro. Die neue Leitung des rbb war im April 2024 vom Arbeitsgericht zur Weiterzahlung verurteilt worden und hatte dagegen keine Berufung eingelegt. Wir schauen mal nach… und finden Claudia Nothelle im Vorlesungsverzeichnis der Hochschule Magdeburg-Stendal, wo sie als Professorin etwa 7000 Euro im Monat verdient. Hier gibt sie u. a. das Blockseminar „Schreiben für die Medien 1“. Na, da wären doch vielleicht die Recherchen von Jan C. Wehmeyer und Lars Petersen für den „Business Insider“ über die frühere Selbstbedienungsmentalität der rbb-Spitzenleute ein gutes Thema!
Und weil Nothelle auch Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken ist, überlassen wir für heute das letzte Wort dazu Papst Franziskus – denn der wusste: „Geben macht glücklicher als nehmen.“
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Täglich begleitet Naomi Fearn hier im Checkpoint mit ihren „Berliner Schnuppen“ herrlich heiter das Leben in unserer schönen Stadt – und am Sonnabend erscheint schon die 2000. Folge! Zum Jubiläum laden wir Sie ein, hinter die Kulissen zu schauen und zu fragen, was Sie schon immer von der Künstlerin wissen wollten. Die Antworten von Naomi Fearn finden Sie in dieser Woche jeden Tag hier im Checkpoint und anschließend auch in einem großen Jubiläumsartikel im Tagesspiegel. Weiter geht’s mit Teil 3:
Auguste fragt: „Haben Sie ein paar allerbeste Lieblingsschnuppen, ein ganz privates Ranking sozusagen? Und falls ja, gibt es die Möglichkeit, diese mal irgendwie und irgendwo zusammenzustellen für uns, die wir sie einfach lieben!“
Naomi: „Ich freue mich so, dass Sie sie so gern haben! Ein paar meiner Lieblingsstrips haben wir vor einiger Zeit in einem Kalender gesammelt herausgegeben. Wenn ich es schaffe, meine Website mal zu updaten, werde ich da gerne meine Lieblinge reinstellen, aber man kommt ja zu nichts!“
Silke Hartman möchte wissen: „Warum gibt es diese Comics nicht als Büchlein oder mehrere Büchlein? So dass man sie noch einmal durchblättern könnte.“
Naomi: „Schnuppen-Büchlein wären natürlich großartig. Viele der Schnuppen-Strips beziehen sich aber so spezifisch auf eine Nachricht, dass man ohne den Kontext schon ein paar Tage später nicht mehr weiß, um was es ging. Es bräuchte also umfassende Fußnoten, die, fairerweise, auch eine schöne Chronologie eines Jahres in Berlin wären, aber die Erklärung wäre in vielen Fällen um einiges länger als der Comic.“
Morgen gibt’s hier noch mehr Antworten von Naomi Fearn zu ihren Fragen.
Die Berliner Schnuppen erscheinen täglich exklusiv in der ungekürzten Checkpoint-Originalausgabe (nur mit T-Plus-Abo).
Aber zur Feier der 2000. Folge schenken wir Ihnen als Leserinnen und Leser der Checkpoint-Kurzstrecke eine Woche lang jeden Morgen hier die kompletten „Berliner Schnuppen“. Zum Schmunzeln und Lachen – in, mit und über Berlin.

Viele Leserinnen und Leser wollen zum Schnuppen-Jubiläum auch einfach nur gratulieren. Hier ein paar Stimmen aus den Mails, die Sie uns geschickt haben:
„Bitte nie aufhören!“,„Vielen herzlichen Dank für die herrlichen Schnuppen, die mir täglich ein Kichern, ein Lächeln oder auch Schmunzeln schenken!“, „Eine wahre Freude“, „Ich bin allmorgendlich begeistert!“, „Deine Schnuppen sind zuckersüß“, „Ich sitze oft hingerissen davor und möchte dir spontanen Jubel zurufen“.
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Telegramm
Kleiner Blick vorab in den Entwurf des SPD-Wahlprogramms – und was stellen wir fest? In Sachen Tempelhofer Feld haben die Sozialdemokraten einen Rückflug gebucht: Waren sie zur Wahl 2023 noch beim Beton gelandet („Die SPD steht dem Wohnungsbau auf ausgewählten Randflächen des Tempelhofer Feldes offen gegenüber“), fliegen sie jetzt aufs Gegenteil: „Wohnungen am Feldrand kommen nicht in Frage, solange die bisherigen Flächen in Berlin ungenutzt sind.“
„Richter sind unabhängig“, heißt es im Grundgesetz (Art. 97, Abs. 1) – für Berlin ist zu ergänzen: „… aber leider manchmal betrunken“. Die Justiz musste jetzt einen wegen mehrfacher Vergewaltigung und schwerer Misshandlung seiner Partnerin zu fast acht Jahren Haft verurteilten Mann wieder freilassen, weil der Richter infolge einer Suchterkrankung kein Protokoll verfasst hatte. Die Frau steht jetzt unter Polizeischutz.
Aus Niederlagen lässt sich lernen. Das gilt nicht nur für Olympia, sondern auch für Olympia-Bewerbungen. Der Sport-Experte Stefan Chatrath hat elf gescheiterte Olympia-Versuche ausgewertet und verrät im Gespräch mit Inga Hofmann, wie Berlin es noch schaffen kann.
Bei der BVG wurde vergangene Woche mitten im Eischaos gestreikt, heute zieht der öffentliche Dienst nach. Neben Kitas und Schulen sind auch Bezirksämter, Senatsverwaltungen, Feuerwehr und Polizei vom Ausstand betroffen. Auf vielen Amtsfluren dürfte es heute gespenstisch leer sein.
Da haben wir ja Zeit, um unsere Karten vom Checkpoint-Geisterhaus-Quartett rauszuholen – denn eine davon könnte bald zum Trumpf werden: das Eckhaus an der Bamberger Straße, in dem noch mehr als die Hälfteder 47 Wohn- und Gewerbeeinheiten leer stehen oder zweckentfremdet werden. Nach Zwangsgeldern und einem Gerichtsverfahren hat die Eigentümerin jetzt nur noch bis Ende September Zeit, um das asbestverseuchte Gebäude zu sanieren. (Q: Antwort zur Anfrage von Sebastian Walter, Grüne)
Gruselig wird’s den Checkpoint-Lesern offenbar auch beim Blick über den Atlantik: Mehr als 90 Prozent haben in unserer Umfrage von gestern angegeben, dass ihnen ein Urlaub in Trumps USA zu riskant ist.
„Im Lebenwäre ich heute nicht laufen gegangen: zu kalt, zu dunkel, zu spät … aber so macht das riesengroßen Spaß“, sagte Natalie aus Charlottenburg nach dem ersten Treffen der neuen Tagesspiegel-Laufgruppe „Women Who Run In The Dark“. Heute geht’s vergnügt weiter: Ohne Leistungsdruck und Tempozwang läuft die Gruppe mit erfahrenen Trainerinnen fünf Kilometer durchs Regierungsviertel. 18 Uhr geht’s los, Mitlaufen ist kostenlos, es gibt noch Plätze. Hier geht’s zur Anmeldung.
Neue Folge unserer Serie „Reihenhaus of Cards“: Nachdem die bisherige Fraktionschefin der Reinickendorfer CDU (Sylvia Schmidt) von den eigenen Leuten zur FDP gemobbt wurde (Ja, die gibt’s noch!), ist die neue Fraktionschefin (Cassandra Hoffmann) als tragische Heldin gestartet: 15 von 25 Stimmen im zweiten Versuch sind für CDU-Verhältnisse (und die Neurebellen an der Spitze) knapp vor Katastrophe.
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Wir suchen Berlins Beste Steuerberater. Teilnehmen können Steuerexperten von in Berlin ansässigen Steuerberatersozietäten, Wirtschaftsprüfern und Lohnsteuerhilfevereinen sowie Finanzverantwortliche von Berliner Unternehmen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse findet im April statt.
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Seit bekannt ist, dass das Charlottenburger Wald-Gymnasium zur Sekundarschule umgewandelt werden soll, ist die ohnehin ätzende Schulsuche der Siebtklässler um eine Unbekannte reicher (resp. ärmer) geworden. Alles, was Familien in der City-West zur großen Schulwahl im März wissen müssen, hat Tagesspiegel-Schulexpertin Susanne Vieth-Entus hier zusammengetragen. Und sie kennt auch den neuesten Geheimtipp.
Tipps hat auch Margarethe Gallersdörfer parat, und zwar für die Vorbereitung auf den nächsten Zugangstest fürs Gymnasium am 20. Februar – mit den Aufgaben aus dem vergangenen Jahr zum Runterladen! Aber machen Sie Ihrem Kind klar, dass es kaum eine Chance hat – 2025 lag die Erfolgsquote bei weniger als 3 Prozent.
Die BVG kann die Fähre F11 in Treptow-Köpenick nach gut 2 Wochen frostiger Zwangspause wieder über die Spree schicken (Q: VIZ). Weiter auf Eis liegen die Wannseefähre F10 und die Köpenicker Dahme-Querung F12.
Korrektur: Das Austarieren der richtigen Dosis Koffein ist knifflig. Gestern lagen wir leider knapp daneben: Reinickendorf hat zwar wie berichtet die Kaffeewette gewonnen, allerdings mit 5822 Paketen. Damit ergibt auch der Zweitplatzierte Spandau mit 4224 Paketen Sinn. Wir danken für die aufmerksamen Hinweise.
Nachtrag zur Meldung Totalstromausfall an der Bettina-von-Arnim-Schule (CP v. 9.2.) – Ursel Wagenfeldt schreibt: „Ich bin zwar schon seit zehn Jahren pensioniert, aber bereits 1991 mussten Lehrer und Schüler von der asbestbelasteten BvA in das ‚Provisorium‘ ziehen. Es fielen schon damals Platten aus den Decken heraus, die dünnen Wände bekamen schnell Löcher, die Toiletten waren marode. Ich habe von 1978 bis 2015 immer sehr gern in der Schule gearbeitet, aber die Schulpolitik hat versagt, und das tut sie auch heute noch. Das ist schon sehr bitter.“
Zitat
„Ich glaube, dass es nicht Aufgabe eines Kanzlers ist, das Bild vom faulen Bürger zu strapazieren.“
Christian Gräff, Vorsitzenderder Mittelstandsunionin Berlin, verliert mit seinem Parteikollegen im Bundeskanzleramt langsam die Geduld. Im Tagesspiegel-Gespräch erklärt er, warum er die wirtschaftspolitischen Vorschläge der jüngsten Zeit für „brandgefährlich“ hält.
Kiekste
Ob das schon eine Olympia-Kampagne der BVG mit schmalem Budget ist, bleibt offen. Fest steht: Ganz Berlin drückt seinen Sportlerinnen und Sportlern bei den Olympischen Winterspielen in Italien die Daumen. Die Schnappschuss-Credits gehen an Checkpoint-Leser Ulf Bergmann– vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Canan Bayram (60), Grünen-Politikerin (früher SPD), bis 2025 Mitglied des Bundestags, zuvor Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses / Cara Bösl (29), Torhüterin bei Union Berlin / „Happy Birthday, liebe Nina Breher vom Checkpoint-Team!“ / „Meine liebste Freundin Katrine, alle guten Wünsche zu 50+. Du bist wunderbar, DANKE! Deine B.v.S.“ / Alexandra Neldel (50), Schauspielerin, spielte von 2005 bis 2007 die „Lisa Plenske“ in der Telenovela „Verliebt in Berlin“ / „89 Jahre, 11. Februar, Glückwünsche dem ersten Lieblings-Freund Helmut P. nach 70 Jahren Freundschaft. Deine Flucht als Schüler aus der Hauptstadt Berlin führte Dich und Deine Musik zu uns, ins Rothaargebirge.“ / „Lieber Tom, Du bist einer der fleißigsten und ehrgeizigsten Menschen, die ich kenne – einfach außergewöhnlich. Behalte das bei – ABER – denke auch an Dich und nimm Dir auch mal eine Auszeit! Deine Familie und auch wir im Büro wollen Dich noch lange an unserer Seite wissen. Wir wünschen Dir einen fantastischen Tag!“
Nachträglich: „Lieber WILLI B., Deine Herzschrittmacher singen heute in allen Tonlagen ein Ständchen für Dich🎶und danken für Dein großes Herz und die guten Worte zum Weihnachtskonzert“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Prof. Dr. Henning Bock, * 1. Dezember 1931, verstorben am 5. Januar 2026 / Erika Burau, * 7. Februar 1942, verstorben am 9. Februar 2026 / Rolf Herrmann, * 17. Dezember 1944, verstorben am 19. Januar 2026 / Albrecht Iseler, * 13. Dezember 1939, verstorben am 20. Januar 2026 / Hermes Spiegel, * 16. Mai 1946, verstorben am 21. Januar 2026
Stolperstein – Dr. Franz Simon Selten (*1881 in Berlin) war Rechtsanwalt und Notar. Gleich nach der Machtübernahme entzogen ihm die Nazis die Zulassung, als „gedienter Frontkämpfer“ konnte er aber noch einige Zeit als Anwalt arbeiten. Seine Frau emigrierte in die USA, warum er nicht mitkam, ist unbekannt. Dr. Franz Simon Selten wurde im August 1942 nach Theresienstadt deportiert, wo er am 11. Februar 1943 starb. An ihn erinnert ein Stolperstein in der Traunsteiner Str. 10 in Schöneberg.
Encore
Im Mai 2024 bekam ich Post von einem 12 Jahre alten Jungen mit dem Namen Tim, der sich meine Tagesspiegel-Anschrift von seiner Schwester hatte heraussuchen lassen (wie er sagte). Handschriftlich fragte er, ob ich gerne „Chef“ sei und was passiere, wenn jemand einen Fehler macht. Wie immer hatte ich keine Zeit, antwortete dann aber doch, zwar Wochen später, dafür ziemlich ausführlich.
Dass ich damit unwissentlich (und unfreiwillig) Teil eines Projekts geworden war, bekam ich erst ein gutes Jahr später mit – per Einladung zur Buchvorstellung. 103 mehr oder weniger Prominente waren von Kinderhand mit unterschiedlichsten Fragen angeschrieben worden, 74 haben mal mehr, mal weniger bemüht geantwortet (oder antworten lassen).
Hinter der Idee steckt Marion Uhrig-Lammersen. Sie hat die Fragen und Antworten in dem Buch „Warum ist der rote Teppich rot?“ versammelt – eine kurzweilige und lehrreiche Lektüre, die so manche überraschende, zuweilen auch enttäuschende Erkenntnis über die Haltung bekannter Persönlichkeiten gegenüber scheinbar naiven, oft aber doch sehr klugen Kinderfragen bereithält.
Wie Ludwig Wittgenstein auf Kinderfragen reagiert hat, wissen wir nicht – dafür aber, dass er vor seiner Beschäftigung mit der Philosophie von 1906 an zwei Jahre in Berlin Maschinenbau studiert hat. Er weiß also doppelt gut, wie die Dinge zusammenwirken – zum Beispiel so: „Wer Kindern einen Zugang zur Welt öffnen will, muss ihnen den passenden Schlüssel dafür in die Hand geben. Dieser Schlüssel ist die Sprache.“
In diesem Sinne ist „Warum ist der rote Teppich rot“ ein in vielfacher Hinsicht aufschlussreiches Buch (Selbstverlag, zu bestellen bei Amazon). Marion Uhrig-Lammersen hat dem Checkpoint zwei Exemplare zur Verfügung gestellt. Wir verlosen sie unter denjenigen von Ihnen, die uns unter checkpoint@tagesspiegel.de eine richtig schöne Kinderfrage stellen.
Keine Fragen offen ließen wieder mal die Hinweise und Recherchen von Anne Roggensack, Christian Latz und Felix Hackenbruch. Vor, neben und auf dem roten Stadtlebenteppich war Antje Scherer für Sie unterwegs, und Jaqueline Frank hat im Maschinenraum der Frühproduktion alles zusammengeschraubt. Morgen schließen hier Robert Ide und Sönke Matschurek für Sie die Türen zum Verständnis unserer rätselhaft-schönen Stadt auf – einschließlich der zur Berlinale. Bis dahin
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JETZT GRATISMONAT STARTENSeit 2014 berichten wir exklusiv aus Berlins Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Wir stellten Berlins marode Schulen vor, bis die Politik reagierte. Wir standen vor dem Bürgeramt, bis es wieder Termine gab. Wir recherchieren hartnäckig und gründlich.
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