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PR-Magazin: „Wegner nimmt jeden Fettnapf mit“ Exklusiv: Senat hat Entscheidung über Zukunft der Waldbühne getroffen BER: „Die letzten Tage sind nicht glücklich gelaufen“

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der große Stromausfall hat offenbar auch Kai Wegner lahmgelegt – seine Amtsvorgängerin und heutige Stellvertreterin hüpft derweil wie ein Duracell-Häschen durch die Stadt (auch hier wieder zu sehen). Weiteres Beispiel: Als der Regierende Bürgermeister gestern früh im „Table-Briefings“-Podcast verkündete, er habe den Finanzsenator angewiesen, die Übernahme der Kosten für Ausweichhotels zu prüfen(!), meldet Franziska Giffey bereits Vollzug: Um 7:41 Uhr versichert sie bei Radioeins, die Ausweichhotels würden vom Bezirk bezahlt.

Das Fachmagazin „Politik & Kommunikation“ hat die Äußerungen des Regierenden Bürgermeisters seit dem Anschlag der „Vulkangruppe“ Zitat für Zitat analysiert – das Fazit: „Wegner bemüht sich redlich, jeden Fettnapf mitzunehmen.“ (Hier nachzulesen). Seinen Home-Office-Dienst am ersten Stromausfalltag („Ich war zu Hause und habe mich in meinem Büro eingeschlossen“) erklärte Wegner gestern damit, dass er in den betroffenen Gebieten nicht hätte telefonieren können. Unterstützung bekam er ausgerechnet von einer Grünen: Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg erklärte, sie haben den Regierenden Bürgermeister „als sehr verbindlich und gesprächsbereit wahrgenommen.“

Als eher unverbindlich hat der Senat dagegen offenbar das 2021 in Kraft getretene Katastrophenschutzgesetz betrachtet – der Rechnungshof stellt dazu fest: „Die Berliner Katastrophenschutzbehörden sind organisatorisch und personell nicht ausreichend auf Katastrophen und Großschadensereignisse vorbereitet, zentrale Vorgaben des Gesetzes werden nicht erfüllt. Der für Inneres zuständigen Senatsverwaltung ist es im Rahmen der ihr obliegenden übergreifenden Koordinierung der Maßnahmen der Katastrophenvorsorge nicht gelungen, erforderliche Strukturen und Abläufe sicherzustellen. Statt gemeinschaftlicher Anstrengungen, Berlin gegenüber den Auswirkungen von Katastrophen widerstandsfähiger zu machen, streiten die Katastrophenschutzbehörden vielfach um Verantwortlichkeiten und Ressourcen.“ (Quelle: Jahresbericht 2025, S.