In der Berliner CDU stehen die Zeichen auf Kampfkandidatur: Kai Wegner, Bundestagsabgeordneter und CDU-Kreisvorsitzender in Spandau, will sich nach Checkpoint-Informationen im Mai um den Posten des Berliner Landesvorsitzenden bewerben. Wegner fordert damit offensiv die derzeitige Landeschefin und Kulturstaatsministerin Monika Grütters heraus. Seine Chancen auf Erfolg stehen gut, Unruhen in den Kreisverbänden spielen ihm in die Hände. In Reinickendorf musste Frank Steffel seinen Posten aufgrund von Plagiatsvorwürfen abgegeben, in Charlottenburg-Wilmersdorf, dem Kreisverband von Generalssekretär Stefan Evers (enger Vertrauter von Grütters), wurde Christoph Brzezinski (ebenfalls) abgewählt. Eine Spitzenkandidatur, so heißt es, soll Wegner bereits ausgeschlossen haben. Er selbst wollte sich am Abend noch nicht äußern. Auf dem Tisch liegen die Karten trotzdem. Spiel ab!
Anders als bei der CDU ist die SPD-Revolution abgesagt. Vorerst jedenfalls. Raed Saleh wird aller Voraussicht nach am Dienstag als SPD-Fraktionschef im Amt bestätigt. Wer will schon spontane Kampfabstimmungen mit unkalkulierbarem Ausgang, wenn man auch ein „Weiter so“ haben kann.
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Mietendeckel, kein Mietendeckel oder einfach erstmal eine Arbeitsgruppe – das ist die große Frage in der heutigen Senatssitzung. Vorab hat die SPD-Fraktion ein Experten-Gutachten vorgelegt (zusätzlich zu den bereits vier existierenden Gutachten im Auftrag von Linken-Bausenatorin Katrin Lompscher). Dr. Franz Mayer und Prof. Dr. Markus Artz, laut den Sozis „zwei der anerkanntesten Mietrechts- und Verfassungsexperten Deutschlands“, verkünden jetzt offiziell: „Berlin darf Mieten deckeln!“ SPD-Fraktionschef Raed Saleh folgert kurz vor seiner (Wieder-)Wahl: „Der Mietendeckel kann kommen.“
Sagen wir mal, er kann fast kommen. Zu klären wäre da mindestens noch der Konflikt zwischen Kultursenator Klaus Lederer (Linke) und der Kartoffel. Und damit kommen wir zu „Metaphern leicht gemacht mit R2G“ und der Frage: Was hat Lederer auf der Fraktionsklausur der Linken wirklich gesagt?
A) „Die Sozis werfen uns eine heiße Kartoffel hin. Der Mietendeckel ist eine schwierige Geschichte, man betritt dünnes Eis.“ („B.Z.“)
B) Am Beispiel Mietendeckel entspinne sich eine „Hegemoniedebatte“, ein „Spiel mit der heißen Kartoffel“. (Tagesspiegel)
C) „Statt sie 10 Minuten liegenzulassen, schmeißen wir sie weiter.“ (Martin Kröger, „Neues Deutschland“)
D) Er warnte davor, die „heiße Kartoffel der SPD einfach aufzuschnappen“. (Checkpoint)
E) „Klaus Lederer hat gesagt, wir sollten die heiße Kartoffel nicht zurückschmeißen, sondern sie 10 Minuten abkühlen lassen und dann was draus machen.“ (Reaktion auf den Checkpoint von Niklas Schrader / MdA Linke)
Wir lösen: „Die Kartoffel-Metapher fiel zwar bei mir, aber ich habe dazu geraten, sie nicht ‚weiterzuwerfen‘, sondern aufzunehmen und zuzubereiten.“ (Klaus Lederer) Entscheiden wird sich heute, ob Festes oder Brei rauskommt.
Kurzer Blick in den Kalender der Bausenatorin: Die hat ihre Teilnahme für den gestern stattfindenden Berliner Abend „Politik trifft Immobilie“ (Rücker Consult/Engel & Völkers) abgesagt. Kurzfristig. Inoffizielle Ansage: „Die Hütte brennt“. Offizielle Begründung: „Wichtiger anderer offizieller Termin.“ Ob da vielleicht die Baugenehmigungszahlen für Dezember 2018 vorliegen?
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Stichwort Neubauten: Am Westkreuz wird es keine geben. Der Senat will in seiner heutigen Sitzung auf Vorschlag der Bausenatorin eine Änderung des Berliner Flächenplans beschließen. Die Freiraumpotenziale der alten Bahn-Brache sollen „für die Erholung“ erschlossen werden. Heißt: Grünflächen statt Wohnungen.
Die FDP hat am Montag ihr Modell für ein digitales Baulückenkataster präsentiert. 1049 Flächen wurden demnach identifiziert, auf denen bis 2030 162.436 Wohnungen entstehen könnten (allerdings auf Datengrundlage von 2013/14). Die Liste mit „den kumulierten Potenzialen“ der Bezirke: Pankow (44.864 Wohneinheiten auf 201 Flächen), Treptow-Köpenick (19.528 auf 90), Lichtenberg (15.682 auf 67), Mitte (15.130 auf 297), Spandau (14.370 auf 49), Friedrichshain-Kreuzberg (11.693 auf 113), Reinickendorf (8435 auf 36), Neukölln (7996 auf 47), Marzahn-Hellersdorf (7189 auf 54), Charlottenburg-Wilmersdorf (7114 auf 45), Tempelhof-Schöneberg (5359 auf 27), (Steglitz-Zehlendorf (5076 auf 23). Ein entsprechender Antrag zur Umsetzung des Katasters wird am Mittwoch im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wohnen diskutiert.
Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverbands Berlin / Brandenburg, schreibt in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel: „Eine neue Mauer entsteht in Berlin, seit gut zwei Jahren (…) Sie steht zwischen denen, die in einer Wohnung leben, und denen, die eine Wohnung suchen.“ Wann muss sie weg?
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Johannes-Passion
für Tenor, Cembalo, Orgel und Schlagwerk
Sonntag, 24. März 2019, 18 Uhr
Radialsystem V, Berlin
Ein Spannungsfeld zwischen tradierten Hörgewohnheiten und ungewöhnlichen Bearbeitungen: Johann Sebastian Bachs "Johannes-Passion" wird an diesem Sonntag in der Passionszeit zu einem eindringlichen und fesselnden Kammermusikabend verdichtet. Infos und Tickets unter www.radialsystem.de
„Alles läuft in Berlin“, titelt die „B.Z.“ „Tschüss Autos“, der „Berliner Kurier“. „Langsam fahren, teuer parken“, schreibt der Tagesspiegel. Grund ist der Luftreinhalteplan, den die Berliner Verkehrsverwaltung am Montag vorgestellt hat. Und der besagt Folgendes: Die Parkraumbewirtschaftung wird in der Innenstadt ausgeweitet und die Parkgebühr auf 3 Euro die Stunde erhöht. Auf 85 zusätzlichen Hauptstraßenabschnitten soll Tempo 30 gelten. Auf den Straßenabschnitten, für die das Verwaltungsgericht Fahrverbote erlassen hat, werden die Verbote bis Ende Juni für alle Diesel-Fahrzeuge (bis zur Euronorm 5) angeordnet. Alles für die bessere Luft!
Zu guter Letzt noch eine Runde im Personalienkarussell der Berliner Kultur: Chefwechsel im Monbijoutheater. Nach Checkpoint-Informationen ist beschlossen, dass Leiter Christian Schulz von seinem ehemaligen Partner, dem Bühnenbilder David Regehr, abgelöst wird. Drama herrscht hinter den Kulissen bereits seit Monaten. Protokolle von Mitarbeiterversammlungen und interne Mails, die uns vorliegen, zeigen: Gehälter wurden nicht pünktlich gezahlt, Schulz „als cholerisch und streitsüchtig“ wahrgenommen. Abgang ohne Applaus.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Lieber Tierpark, die Checkpoint-Leser hätten da ein paar Namensvorschläge für das Eisbärchen. Und zwar: Lilo, Lucia, Frieda, Rosa („sieht mutig aus wie Rosa Luxemburg“), Herta, Bella, Schneeflocke, Polly, Juhnke, („Ehrung für einen ganz großen Berliner“), Saba, Mercedes, Hope („wegen der verzweifelten Situation der Eisbären“), Pola, Tiffy, Flocke, Shiya („bedeutet Schnee in der Inuit-Sprache“), Berli, Coco („Hommage an Coco Chanel“), Hilde („Hildegard Knef!“), Eis-BER. Meistgenannt wurde übrigen der Name Greta. Aus Gründen.
Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg, die weltweit „Fridays-for-Future“-Demonstrationen ausgelöst hat, kommt übrigens nach Berlin. Am 29. März wird sie zum Klimastreik im Invalidenpark erwartet. Es soll „groß, bunt und unbequem“ werden.
Alle dreieinhalb Minuten kracht es irgendwo auf Berlins Straßen so heftig, dass die Polizei geholt wird. Genau genommen kracht es allerdings nicht irgendwo, sondern überwiegend in der City. Ganz genau und in absoluten Zahlen am häufigsten in Mitte (Q: Anfrage MdA Harald Moritz, Grüne).
Die CDU Berlin kann auch fahrradfreundlich: Oliver Friederici (MdA) fordert Fahrradstellplätze an jeder Bushaltestelle und zentrale Stellen zur Beseitigung von Schrottfahrrädern. (Q: „Berliner Zeitung“)
Die erste Versteigerung von Fahrzeugen ohne gültige amtliche Kennzeichen im Jahr 2019 hat 214.410 Euro eingebracht. Von 260 angebotenen Fahrzeugen wurden 253 verkauft. Den höchsten Zuschlag bekam ein „MB Viano“: 14.000 Euro. Die nächste Runde gibt’s am 24. Mai.
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Auch Medien wie das Fernsehen sind daran beteiligt, wie die Musik unserer Zeit überliefert wird. Im Rahmen von MaerzMusik können Sie über 250 Fernsehfilme über neue Musik sehen, die für das Projekt „Tele-Visions. A Critical Media History of New Music on TV (1950s–1990s)“ aus über 20 Archiven weltweit zusammengetragen wurden.
Der Eintritt ist frei
23.–31.3.2019, 14:00 – 24:00,
silent green, Betonhalle
Was in einer Minute Internet passiert: 347.222 Leute sind auf Instagram unterwegs. 87.500 twittern. 188 Millionen Mails und 18,1 Millionen SMS werden versendet. Auf YouTube werden 4,5 Millionen Videos geschaut, auf Netflix 694.444 Stunden. 996.956 Dollar werden online ausgegeben. 3,8 Millionen Suchanfragen laufen über Google und 1,4 Millionen Menschen wischen auf Tinder nach links oder rechts – ebenfalls suchend.
Die „Berliner Zeitung“ meldet in Sachen Digitalhauptstadt: „Der Einsatz von KI in der Berliner Verwaltung befindet sich noch in der Anfangsphase“ (Q: Anfrage MdA Stafan Förster).
Anmerkung von einem Mann zu „Männer sterben früher“ (CP von gestern): „Leider halten die Aussagen von Inge dem Faktencheck nicht stand. Laut dem Statistischen Bundesamt gibt es keine signifikanten Unterschiede zwischen dem Alkohol- oder Tabakkonsum von Frauen oder Männern. Bei den lebensmittelbedingten Erkrankungen kommt Fleisch oder die Currywurst nicht vor. Diese Gründe scheiden damit als Begründung dafür aus, weshalb Männer früher sterben.“ Muss der Senat wohl nach einer anderen Lösung suchen.
Nachtrag zum Equal-Pay-Day: Die BVG hat es mit dem Frauenticket in die „New York Times“ geschafft. Bodenständig bleiben die Gelben trotzdem: „Uns interessiert nur die Abendschau und der Checkpoint.“
Nachtrag zum Equal-Pay-Day II: Nein, die BVG hat ihren Mitarbeiterinnen am Montag nicht 21 Prozent mehr bezahlt.
Ordnen Sie bitte folgende Meldungen den Bezirken Spandau, Tempelhof-Schöneberg und Marzahn-Hellersdorf zu: „HipHop und Breakdance: Imagefilm für den Bezirk“ – „Platzmangel: Zweitklässler sollen täglich acht Kilometer mit dem Bus pendeln“ – „Rammstein und Klassik-Festival“. Die Auflösung gibt’s in unseren Leute-Newslettern. Anmeldung hier.
Stichwort Spandau: Das Planungsrecht für den Siemens-Campus bleibt beim Land. Dafür hat sich jetzt auch der Rat der Bürgermeister ausgesprochen (Q: „Berliner Woche“).
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Sportlich geht’s auch fürs Team Checkpoint weiter. Diese Woche treffen wir uns am Sonntag (Achtung: Sonntag!) um 11 Uhr am Eingang zum Volkspark Rehberge (an der Afrikanischen Straße). Ich übernehme die kleine Runde. Felix Hackenbruch läuft mit den Ambitionierteren zwei. Wechselklamotten-Twingo, SCC-Lauftrainer Ivo und Getränke bringen wir mit. Kommen Sie gerne vorbei. Ich würde mich freuen.
Zur Feier des Tages heute noch mal richtig: Wer morgen gemeinsam mit Checkpoint-Chef Lorenz Maroldt bei der Verleihung der „German Paralympic Media Awards“ dabei sein will, meldet sich bitte unter theresa.hartlieb@dguv.de an.
Betriebsstörungsbingo heute mal vom Flughafen: Checkpoint-Leser Dirk Popp stand ganze 20 Minuten im Bus direkt vor dem Easyjet-Flieger. Erst hieß es: „Die Maschine wird gerade hochgefahren.“ Später dann: „Das Kommunikationssystem ist gestört.“
Wenn auch sonst nix funktioniert, dann zumindest schon mal die Durchsage für den Brandschutz am BER. Beweisvideo hier.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„In derselben Zeitspanne, in der es immer noch nicht gelungen ist, den Berliner Flughafen BER fertigzustellen, sind alleine in Indien hundert hochmoderne Flughäfen entstanden. Und in den meisten davon geht die Abfertigung ruckzuck.“
Markus Spieker war vier Jahre lang der Südostasien-Korrespondent der ARD. Über seine Erfahrungen ist soeben sein neues Buch erschienen: „Übermorgenland. Eine Weltvorhersage“. (Via „Focus Online“)
Tweet des Tages
'Neuschöpfung ist um so notwendiger, als die vernünftige Kommunalverwaltung die erste Voraussetzung dafür ist, daß der Staatsbürger, der hier dem Staat unmittelbar begegnet, Zugang zur lebendigen politischen Ordnung findet und sich für sie interessiert.' @tagesspiegel #OTD 1949
Tweet des Tages
Na, wie weit sind wir damit, 70 Jahre später? Alles gut geworden?
Stadtleben
Essen, welches man selbst zubereitet hat, hat den prinzipiellen Vorteil, dass es die eigenen Vorlieben genauestens berücksichtigen kann und den Nachteil, dass es mit den eigenen Kochkünsten steht und fällt (…„Stehen und Fallen“, das sogenannte Soufflé-Antitheton). Genau aus diesem Grund erfreut sich das betreute Kochen, auch Koch-Workshop genannt, so hoher Beliebtheit. Eine Gelegenheit dazu gibt es heute in der Daheim-Manufaktur, Dieffenbachstraße 68 um 19 Uhr: Kimchi, Kraut und Pickles stehen auf dem Do-It-Yourself-Menü. Die Teilnahmegebühr beträgt prima 3877 Cent (eine Primzahl) beziehungsweise 38,77 Euro. Dieffenbachstraße 68, U-Bhf Schönleinstraße
Trinken Einen sitzen habend im Kreis rennen und beim Fallen nicht auffallen (Fall…auffallen, eine Fall-Diaphora) geht wunderbar im Humboldthain Club: Um 20 Uhr stehen zwei Tischtennisplatten bereit, günstiges Bier, Ballnachschub und Kellenvorrat sollen für alle reichen. An den „Open Decks“ wird die Kreisbewegung aus ästhetischen Gründen mit Plattenvinyl gedoppelt und über eine fulminante Sound-Anlage verklanglicht – 16 halbe-Stunden-Slots stehen jenen offen, die genug Platten dabeihaben. Eine insgesamt runde Sache also, für alle, die sich nicht an den Tischecken stoßen. Hochstraße 46, S-Bhf Humboldthain
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Jetzt Tickets sichern und beim Future Mobility Summit 2019 dabei sein! Hören Sie, was u.a. Andreas Scheuer, Ronald Pofalla und Nico Rosberg zur Mobilitätswende zu sagen haben: futuremobilitysummit.de
2 Tage, 20 Foren, 1200 Teilnehmer, alle Leitthemen, Testfahrten, Ausstellung: Future Mobility 2019 ist der zentrale Kongress der Mobilitätsentscheider aus Politik, Wirtschaft, und Gesellschaft.
Berlinbesuch Integrations-Diskurse werden selten von konstruktivem Denken dominiert. Anderes lässt die Lesung der Psychologin und Psychotherapeutin Esther Kleefeldt heute Abend erwarten: Im Vordergrund ihres Buches stehen stärkeorientierte Ansätze zum Aufbau von Resilienz und Selbstorganisation in der Arbeit mit geflüchteten Menschen. Wie viel Empowerment ist angemessen und wie kann es so gestaltet werden, dass dabei Hilfe zur Selbsthilfe herauskommt? Und welche potenziellen Gefahren gilt es dabei im Auge zu behalten? Nicht nur für Helfer*innen interessant. Im Verein Südost Europa Kultur, Großbeerenstraße 88, U-Bhf Möckernbrücke
Geschenk Was schenkt man denen, die schon alles haben – oder keinen Platz für Krempel? Wie wäre es mit Abstand zum Lärm des Alltags, den Pflichten und Terminen? Weit weg muss dafür niemand – schon mittelalterliche Burgarchitekten wussten um den Nutzen eines Grabens. Und anstelle einer Burg genügt hierfür auch ein Floß, mitten auf dem Müggelsee platziert. Während alles anlassbezogene Gedöns an Land zurückbleibt, kann man sich und eine andere Person auf dem Finnfloat Saunafloß, je nachdem: mit Wacholder bedampfen, fußseitig einlegen, aromatherapeutisch benebeln, torfmaskieren und mineralienpeelen lassen. Abends wird das Floß zum exklusiven Wasserrestaurant mit 4-Gänge-Menü, nachts zum Hotelzimmer für zwei unter Sternen. Hier entlang zu den Gutscheinen.
Last-Minute-Tickets Die menschliche Stimme ist sicher nach wie vor das beliebteste Musikinstrument. Kein Wunder, bietet sie doch eine Exit-Strategie: Wer mit der Musik nicht viel anfangen kann, macht sich einfach Gedanken zu den Texten. Bei Mirna Bogdanovic und Band dürfte das allerdings nicht nötig sein. In hervorragender Besetzung singt die vielfach ausgezeichnete und mit allerlei bekannten Kollaborationen in ihrer Laufbahn glänzende Jazz-Virtuosin ab 21 Uhr im A-Trane, Bleibtreustraße 1, S-Bhf Savignyplatz. Einlass ist um 20 Uhr, eine Platzreservierung über die Homepage wird dringend empfohlen. 15/ 10 Euro
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Neues vom Tagesspiegel
Jetzt am großen Ernährungs-Quiz teilnehmen und 1 von 40 Tickets für die VeggieWorld Berlin gewinnen! Zusätzlich könnt ihr den Tagesspiegel vier Wochen gratis am Wochenende oder täglich als E-Paper lesen. Nur so lange der Vorrat reicht. Zum Quiz.
Verlosung I Im Fußballsalon in der Bar des Deutschen Theaters gibt es diesmal eine Buchvorstellung: "Optimist aus Leidenschaft" von Lutz Lindemann erzählt die Geschichte des ehemaligen DDR-Nationalspielers (FC Carl Zeiss Jena), die auch eine Wendegeschichte ist. Zu Gast ist Frank Willmann, der die Erzählungen Lindemanns aufgeschrieben hat. Um 21 Uhr, Schumannstraße 13a, U-Bhf Oranienburger Tor. Wir verlosen unter allen, die bis 12 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de schreiben, zwei Karten.
Verlosung II „Sankofa“ (übersetzt „Zurückgehen und es holen“) kommt aus der ghanaischen Twi-Sprache und ist ein Konzept aus der afrikanischen Diaspora, um verborgen und unsichtbar gemachten Erinnerungen nachzugehen. Im Rahmen der Ausstellung „How to talk with birds, trees, fish, shells, snakes, bulls and lions“ findet am Mittwoch, 20. März um 16.30 Uhr eine Performance der Künstlerin Carolina Caycedo statt, die das Wiedererinnern thematisiert. Wir verlosen 3x2 Eintrittskarten unter allen, die bis 12 Uhr an checkpoint@tagesspiegel.de schreiben.
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Thomas Wochnik einen schönen Tag.
Prominent verraten
Seinen Billard Queue packt der gesuchte Berliner der Woche leider viel zu selten aus, wie er sagt. Man kennt ihn auch eher mit Schlagzeug-Sticks in der Hand.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr Die Wilhelmstraße in Mitte ist zwischen Zimmerstraße/Niederkirchnerstraße und Leipziger Straße auf einen Fahrstreifen verengt. Ab 7 Uhr ist die Stralauer Allee (Friedrichshain) Richtung Mühlenstraße zwischen Elsenbrücke/Markgrafendamm und Bossestraße gesperrt. In der Persiusstraße, Rochowstraße und auf dem Markgrafendamm (Friedrichshain) kommt es ebenfalls zu Einschränkungen – nähere Informationen finden Sie bei der VIZ. Um 19 Uhr trifft Alba Berlin in der Mercedes-Benz Arena auf Morabanc Andorra, daher ist mit Staus rund um Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee zu rechnen.
Demonstration Unter dem Motto „Presseerklärung als Aufruf zur Unterstützung für die in der Türkei politisch verfolgte und jüngst mit einer Haftstrafe belegte Professorin Füsun Üstel“ veranstalten die „Wissenschaftler_innen für den Frieden Deutschlands“ von 9 bis 10 Uhr eine Kundgebung mit ca. 100 Personen am Bebelplatz (Mitte). In der Alten Schönhauser Straße 2 (Mitte) versammeln sich von 16 bis 18 Uhr etwa 40 Menschen unter dem Motto „Abwehr der Ausgliederung des Reinigungspersonals in der Hotelkette Wombats“.
Gericht Ein 23-Jähriger, der einen Mann aus nichtigem Anlass zu Boden gestoßen und mit „Stampftritten“ gegen den Kopf schwer verletzt haben soll, muss sich wegen versuchten Totschlags verantworten (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 537).
Im Prozess gegen zwei Raser um den tödlichen Unfall bei einem illegalen Autorennen am Ku’damm werden die Plädoyers der Verteidiger erwartet. Die Ankläger haben lebenslange Freiheitsstrafen wegen Mordes gefordert (10.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 501).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Nadja Auermann (48), Model / Isabella Benz (29), Schriftstellerin (Pseudonym) / Irene Besler (55) / Flynn Hennig (18) / Detlef Krüger (66), "Meinem liebsten Bruder die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag" / Barbara Morgenstern (48), Musikerin / Maik Penn (38), für die CDU im AGH / Joachim Sartorius (73), ehem. Intendant der Berliner Festspiele (2001-2011) / Ines Schmidt (60), für Die Linke im AGH / Josephine Viernickel (30), Grundschullehrerin, "Schön, dass es dich gibt, Josi!"
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Gestorben - Margret Bergen-Koke / Walter Ederer, * 3. August 1955 / Harald Fromme, * 15. November 1938, Architekt / Constantin Freiherr von Mirbach, Bundesgeschäftsführer des bdia / Werner Nickel, * 28. Juni 1942 / Hartmut Strebelow
Stolperstein - Cäsar Horn (Jhg. 1914) war Kommunist und kämpfte im Untergrund gegen das Naziregime. Um Soldaten für den Widerstand zu gewinnen, trat er der Wehrmacht bei. Als seine Tätigkeiten aufflogen, wurde er am Tag seiner Hochzeit verhaftet und heute vor 74 Jahren, weniger als zwei Monate vor Kriegsende, in Brandenburg-Görden ermordet. Er lebte in der Jasmunder Straße 13 in Gesundbrunnen.
Im Tagesspiegel
Der Schauspieler Ulrich Matthes ist neuer Präsident der Deutschen Filmakademie. Christiane Peitz, Leiterin des Kultur-Ressorts beim Tagesspiegel, hat mit ihm ein Streitgespräch über den Filmpreis, Steuergelder als Prämie und Neugier als Notwendigkeit geführt. Lesen Sie das Gespräch heute auf Seite 23 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Sie erinnern sich noch an den Plan des Senats, Tourismus in den Außenbezirken zu stärken? Nun, in Treptow Köpenick hat sich was getan, wie Kollege Thomas Loy in seinem Leute-Newsletter berichtet. Für alle, die mal Urlaub im Berliner Süden machen wollen, gibt es ab sofort die Buchungsplattform des Tourismusvereins TreKö. Gleich mal nachgeschaut: Das günstigste Angebot für den Zeitraum 30. März bis 6. April (für zwei Erwachsene) bietet das Gästehaus „Welt der Böden“ (nur 3 km zum Strand!): 319 Euro. Dafür hat es bei den vier bewertenden Gästen in der Kategorie „Empfehlenswert“ allerdings auch nur für zwei von sechs Punkten gereicht. Witziges Detail: Aufgeführt wird in den Ausstattungsdetails auch das Merkmal „Meerblick“. Wer kennt es nicht – das berlinberühmte Müggelmeer!
Den großen Berlin-Blick liefert Ihnen hier morgen Laura Hofmann. Wird gut! Bis ganz bald!