heute gibt‘s Wetter, und zwar intensiver als sonst: Sturmtief „Elli“ bringt starken Schneefall und kräftigen Wind – und könnte damit weite Teile der Stadt in den kommenden Tagen lahmlegen. Für Berlin gilt eine amtliche Wetterwarnung. Wer kann, sollte zu Hause bleiben.
Die Bildungsverwaltung hat die Präsenzpflicht an allen Berliner Schulen aufgehoben. „Eltern entscheiden unter Berücksichtigung der örtlichen Witterungsbedingungen, ob sie ihre Kinder am Unterricht teilnehmen lassen“, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) gestern im Bildungsausschuss.
Der Bezirk Neukölln hat vorsorglich alle Sportanlagen und -hallen geschlossen. In mehreren Bezirken öffnen zudem zahlreiche Senioren- und Jugendeinrichtungen heute nicht. Auch Zoo und Tierpark bleiben geschlossen. Der Bezirk Mitte empfiehlt, Bäumen nicht zu nahezukommen, falls Äste unter dem Schneegewicht nachgeben.
Bei aller Gefahr erwartet Berlin aber auch ein Naturschauspiel. Falls Sie rausgehen (müssen), freuen wir uns auf Ihre eindrucksvollen Fotos an berlin@tagesspiegel.de.
Was folgt nach dem Doppelfehler? Richtig: der mutige Netzangriff. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ging gestern in die Offensive: Es gebe für seinen Tennisausflug zu Beginn des größten Stromausfalls in Berlin seit dem Zweiten Weltkrieg keinen Grund zur Entschuldigung, sagte er. Zuvor hatte es in einer Schalte der CDU-Fraktion nur leichte Kritik, vor allem aber viel Rückendeckung für Wegner gegeben.
Die SPD-Granden in der schwarz-roten Koalition distanzierten sich dagegen gestern deutlich. „Ich kann es nicht ganz nachvollziehen“, sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey. SPD-Fraktionschef Raed Saleh sprach von einem „unverständlichen Umgang des Regierenden Bürgermeisters mit dieser Krise“.
An einen Bruch der Koalition denkt in der SPD freilich niemand – es wäre auch vermessen. Wegner hat einen Fehler gemacht, als er zu einem Zeitpunkt, an dem für viele das Ausmaß der Katastrophe längst klar war, auf den Tennisplatz ging. Ein Grund für einen Rücktritt ist das nicht. Den größeren Fehler beging Wegner danach, als er die Öffentlichkeit mehrmals über seinen Tagesablauf täuschte (T+).
Problematisch ist zudem, dass auch Wegners jetzige Rechtfertigung nicht glaubhaft wirkt. Dass ein Regierender Bürgermeister nach wenigen Stunden Krisenmanagement Tennis spielen muss, um den Kopf frei zu kriegen, wie er sagt, ist entweder verstörend oder gelogen. Wahrscheinlicher ist Letzteres. Wegner war zu Beginn der Krise schlecht informiert oder hat sie unterschätzt. Dafür muss man nicht zurücktreten – eine Entschuldigung darf man aber erwarten.
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Themenwechsel, es muss ja nicht immer Tennis sein: Eisschwimmen ist gerade hoch im Kurs. Ihr 40. Winterbaden wollen etwa die „Berliner Seehunde“ morgen im Orankesee feiern (Wassertemperatur: etwa 1 Grad). „Wir haben keine Sorgen wegen der strengen Kälte“, erzählt Organisatorin Peggy Müller. „Wir gehen ja nicht nackt! Jeder hat ein Kostüm an.“ Ach so, na dann!
Als bunte Faschingstruppe rücken die eiskalten Schwimmer dann mit Äxten und Kettensägen an, um die dicke Eisdecke zu zertrümmern. Die Schollen werden vorsichtig weggeschoben, damit sich niemand verletzt. Erwartet werden 150 Eisbader, einige sogar aus Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern (wenn sie es hierher schaffen). Für Anfänger sei gerade nicht der perfekte Zeitpunkt, räumt Müller ein. „Lieber im Herbst“, empfiehlt er.
Wir zitieren an dieser Stelle vorsichtshalber den Mediziner Hanns-Christian Gunga, den die Kollegen der „Zeit“ kürzlich interviewt haben: „Wenn Sie den Unsinn machen, dann langsam.“
Trotz Kälte und Schnee startet die Initiative „Berlin autofrei“ heute mit ihrer Unterschriftensammlung für einen Volksentscheid. Rund 175.000 Berlinerinnen und Berliner müssten dafür in den kommenden vier Monaten unterzeichnen. Ziel der Initiative: Jede Berlinerin und jeder Berliner soll innerhalb des S-Bahnrings nur noch an maximal zwölf Tagen im Jahr den privaten Pkw nutzen können – eine vierköpfige Familie hätte demnach 48 „Auto-Tage“. Ausnahmen sind für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie für den Wirtschafts- und Lieferverkehr vorgesehen.
Praktisch: Sollten sich die Berliner an den Rat der Wetter-Experten halten („Zu Hause bleiben, wer kann!“), könnte man schon mal ahnen, wie sich ein autofreies Berlin so anfühlt und anhört. Die Initiative selbst möchte sich vom erwarteten Schneechaos allerdings nicht von der Straße vertreiben lassen. Am Samstag ist eine Bustour für die Unterschriftensammlung quer durch Berlin geplant. „Wir bleiben dabei“, sagte eine Sprecherin dem Checkpoint. Unterschriften fallen im Gegensatz zu Schneeflocken schließlich nicht vom Himmel.

Nächster Halt: BER. Ab Montag gibt es dort endlich, endlich eine neue Langstreckenverbindung. Und zwar zwischen Berlin und… Friedrichshafen. Schließlich hat niemand behauptet, dass nicht auch innerdeutsche Langstrecken gemeint sind. Um 13 Uhr soll die erste Maschine von Air Uniqon in Berlin landen. Flugzeit: 1,5 Stunden.
„Die Bodenseeregion zählt zu den besonders starken Wirtschaftsstandorten in Deutschland“, freut sich das BER-Presseteam in der Ankündigung. „Entsprechend groß ist der Bedarf an direkten Verbindungen in die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.“ Der erste Flug von Berlin Richtung Friedrichshafen (Montag, 15 Uhr) ist allerdings noch nicht ausgelastet. Tickets gibt’s ab 149 Euro (ohne Aufgabegepäck). Mit der Deutschen Bahn zahlen Sie rund 80 Euro, brauchen allerdings mindestens 6,5 Stunden.
Was der Checkpoint bereits im Dezember prophezeite (Checkpoint vom 10.12.), ist nun offiziell: Die SPD ist nicht mehr die Partei mit den meisten Mitgliedern in Berlin. Aktuell sind es 17.673, wie Parteisprecher Matthias Kuder dem Checkpoint mitteilte. Für die Sozialdemokraten, die die Hauptstadt seit Jahrzehnten politisch prägen, ist es eine Zäsur. Der schleichende politische Bedeutungsverlust äußert sich nicht nur in weniger Wählerstimmen, sondern auch in der Anzahl der bekennenden Sozialdemokraten.
Vom Platz der Sonne grüßen nun die Grünen mit derzeit 17.852 Mitgliedern. Die beiden Landesvorsitzenden deuten die Wachablösung wenig überraschend als „Ausdruck der Wechselstimmung“ in Berlin. „Immer mehr Menschen wollen dem schwarz-roten Rückschritt nicht länger zuschauen, sondern selbst Verantwortung für eine gerechte, ökologische und weltoffene Gesellschaft übernehmen“, teilten Nina Stahr und Philmon Ghirmai dem Checkpoint mit.
Blöd für die Grünen: Geld schießt keine Tore – und viele Mitglieder bedeuten nicht zwingend viele Wählerstimmen. 2023 übertrumpfte die CDU trotz deutlich weniger Mitglieder die SPD und die Grünen locker. Es kommentiert Sepp Herberger: „Die nächste Wahl ist immer die schwerste.“
Und hier noch ein einige Leseempfehlungen:
+ Tennis-Affäre des Regierenden: Merz verweigert Wegner die Rückendeckung
+ Neue Panne mit dem Staubsaugerzug: Die Gleise der S-Bahn in Berlin bleiben vermüllt
+ Ab Montag gesperrt: Nur die U2 kann am Nollendorfplatz noch fahren
Berliner Schnuppen
Telegramm
Droht ein erneuter Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin? Eine der sogenannten Vulkangruppen hat genau das angekündigt. Sie hätten „die Stromzufuhr zum Bezirk Marzahn-Hellersdorf mit einem Zeitzünder versehen“, heißt es in dem Schreiben. Ob es authentisch ist, blieb zunächst unklar.
Trotz der Brandanschläge auf die Kältebusse, ist die Stadtmission in den bitterkalten Nächten unterwegs, um Obdachlose vor dem Erfrieren zu retten. Mehrere Unternehmen und Träger haben der Einrichtung Ersatzbusse geliehen. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft einen 43-Jährigen in Verdacht, alle drei Kältebusse abgefackelt zu haben.
„Wir können unser Angebot aufrechterhalten, was an ein Wunder grenzt“, sagte eine Stadtmission-Sprecherin dem Checkpoint. Sie betont: Wer Menschen auf der Straße in der Kälte helfen will, sollte unbedingt erst fragen, ob sie Hilfe wollen, und erst dann den Kältebus anrufen (030 690 333 690).
Auf Schneemassen können selbst die Eisernsten nicht spielen. In der Alten Försterei sollen nun die Fans beim Schneeschippen helfen, damit Union am Sonnabend beim ersten Heimspiel des Jahres gegen Mainz (und Ex-Union-Trainer Urs Fischer) auflaufen. „Auf Grund der sehr schwierigen Witterungsverhältnisse können die Mitarbeiter unseres Vereins eure Unterstützung gebrauchen“, schreibt der Klub in einer internen Mitteilung (Quelle: B.Z.).
Selbst Berlins umstrittensten Verkehrsteilnehmern wird es langsam zu kalt: Der prominente Absenk-Poller an der Zufahrt zum Lausitzer Platz in Kreuzberg ist vereist und kann nicht mehr hochfahren. Der Bezirk müsste ihn freiföhnen, winkt angesichts der anhaltenden Kälte aber ab.
Nächste Woche drohen an Schulen und Kitas erneut Ausfälle. Dieses Mal weder strom- noch wetterbedingt: Die Tarifverhandlungen für Angestellte im öffentlichen Dienst gehen in die nächste Runde. Verdi, GEW, IG Bau und Polizeigewerkschaft rufen am Mittwoch und Donnerstag zum Warnstreik auf.
Neuer Name im Tram-Netz der BVG: Aus der Haltestelle „Herzbergstraße / Industriegebiet“ wurde gestern „Herzbergstraße / Dong-Xuan“. Um die Umbenennung wurde lange gerungen. Ein CDU-Abgeordneter setzte sich ursprünglich für das nahegelegene „Doan Xuan Center“ als Namensgeber ein. Das steht jedoch auch als Kriminalitätshotspot in der Kritik. Nun wurde ein Kompromiss gefunden.
In Berlin sind erstmals lokal erworbene Mpox-Fälle mit dem Virus der Klade Ib festgestellt worden, teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales gestern mit. Das spreche dafür, dass Mpox-Viren der Klade Ib inzwischen in Berlin zirkulieren und es zu weiteren Infektionen kommen kann. Wichtigste Präventionsmaßnahme gegen eine Erkrankung und schwere Verläufe sei die Impfung.
Sie vermissen noch eine Horrormeldung vom Berliner Mietenmarkt? Bitteschön: Die Angebotsmieten für Neubauwohnungen lagen im vierten Quartal 2025 laut dem Portal ImmoScout24 bei 21 Euro pro Quadratmeter (plus 1,7 Prozent im Vergleich zum Quartal davor). Für Bestandswohnungen werden mittlerweile im Schnitt 13,13 Euro pro Quadratmeter aufgerufen.
Sommer, Liebe und ein bisschen 2010er-Feeling können wir gerade gut vertragen. R&B-Star Bruno Mars kommt nach Berlin. Mit seinem neuen Album „The Romantic“ tritt er am 26. Juni im Olympiastadion auf. Der Kartenvorverkauf startet nächste Woche Donnerstag.
Zitat
„Heute mal was ganz Verrücktes gemacht. Sport. Habe Tennis gespielt...und jetzt tut mir alles weh. Das soll nun gesund sein?“
Ein eher schlecht gealterter Tweet des damaligen CDU-Bundestagsabgeordneten Kai Wegner aus dem Jahr 2014. Zu einem Freund des Tennissports wurde der jetzige Regierende Bürgermeister offenbar erst später.
Stadtleben
Verlosung – Ihre Augen sind schon kreisrund vor Vorfreude auf das NBA Berlin Game? Einstimmen kann man sich mit Basketball-Literatur: Im Edge Tower veranstaltet Amazon zwei Buchlesungen. Am Dienstag (19 Uhr) liest Thomas Pletzinger aus seiner Biografie „The Great Nowitzki“ (auf Englisch) über Basketball-Legende Dirk Nowitzki. Am Mittwoch (19 Uhr) folgt Beate Wagner, Mutter von Moritz und Franz Wagner, mit einer Lesung aus ihrem Buch „Glanz in ihren Augen“, über den Weg ihrer Söhne von Berlin in die NBA und zum Weltmeistertitel. Wir verlosen dafür je 20 Plätze! Dafür reicht eine Mail (Einsendeschluss ist morgen, 23.59 Uhr). Tamara-Danz-Straße 13, Kiezlab (2. Stock), S/U-Bhf Warschauer Str.
Essen & Trinken – Oma-Küche, aber zeitgemäß, in Mitte: Im „Norms“ kommt auf den Tisch, was als Antidot gegen Krisenstimmung heiß gehandelt wird: deutsche Küche „aka cucina della Omi“, wie sie auf der Karte des kürzlich eröffneten Ladens heißt. Rund um die Rinderroulade will Küchenchef David Schmidt „german childhood food – a bit different“ servieren. Es gibt selbstgebackenes Sauerteigbrot in dicken Scheiben, begleitet von scharf gepickeltem Rettich und aufgeschlagener Butter. Es folgen süchtig machende Senfeier mit Saiblingskaviar, marinierter Kopfsalat, ein Grillhuhn aus der Henkeltasse (mit Buchstabennudeln) und eben wunderbare Rindsroulade. Zum Abschluss Arme Ritter aus Brioche mit Zimt-Pflaume und Vanilleeis. Di-Sa 18-23.30 Uhr, Elisabethkirchstraße 3, U-Bhf Rosenthaler Platz
Noch hingehen – Ob und wie man sich an diesem Wochenende aus dem Haus traut, muss man wahrscheinlich situativ entscheiden. Ein lohnendes Ziel wäre die Werkschau der Fotografin Vera Mercer (*1936) (verlängert bis 25.1.). Sie porträtierte ab den frühen 60er-Jahren die Kunstavantgarde, unter anderem Niki de Saint Phalle, Samuel Beckett und Andy Warhol. Heute ist sie besonders für ihre neobarocken Vanitas-Stillleben bekannt. Falls Sie doch lieber drinbleiben: Auf der Homepage der gebürtigen Berlinerin gibt es, vor allem unter den Reitern „Portraits“ und „Still Life“, einen eindrucksvollen Einstieg. ZAK, Fr-Mi 10-17 Uhr, Do 13-20 Uhr, 4,50/2,50 Euro, Zitadelle Spandau, U-Bhf Zitadelle
Potsdam-Ausflug – Und falls es auch in diesem Fall wegen des Wetters nüscht wird – der Winterzirkus läuft noch eine Weile. Bereits zum sechsten Mal dreht sich in der Potsdamer Schiffbauergasse alles um den zeitgenössischen Zirkus. Eröffnet werden die sechs Wochenenden mit einer Premiere des neuen Varietéabends von WOW, eine Wundertüte, in der unter anderem eine preisgekrönte Einrad-Performance, Handstandartistik, Musik, Magie und Comedy stecken; Kinder ab drei Jahren nimmt das Künstlerduo Cia. Zirkuss mit auf eine Reise durchs Weltall. Bis 21.2., heute 19.30 Uhr, Waschhaus, ab 21/14 Euro, Schiffbauergasse 6, Potsdam
Grübelstoff – Sehen Sie in der Bahn auch öfter mal Menschen, die sehr intime Dinge tun? Wir verzichten jetzt mal auf eine detaillierte Beschreibung, es geht in Richtung Körperpflege. Und sind Sie dann auch sehr erleichtert, wenn die Prozedur endlich erledigt ist und alle Pickel bekämpft sind?
Kiekste
Ein Schneeherz, die Wintersonne, das Heizkraftwerk Mitte und der Fernsehturm, fotografiert von Leserin Sabine Skott aus der Panoramabar am Strausberger Platz. Dankeschön! Schicken Sie uns auch Ihre Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen mit Ihrer Zusendung aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Wartenberger Weg (Neu-Hohenschönhausen): Sperrung in Richtung Dorfstraße bis Ende März zwischen Hagenower Ring und An der Margaretenhöhe für den Kfz- und Radverkehr.
Storkower Straße (Prenzlauer Berg): Die Straße ist in beiden Richtungen zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S3, S7, S9: Von 21 Uhr bis Montagmorgen, ca. 0.30 Uhr, kommt es zu folgenden Verkehrseinschränkungen:
* Zwischen Charlottenburg und Olympiastadion fahren Busse als Ersatz für die Linien S3 und S9.
* Zwischen Charlottenburg und Grunewald fahren Busse als Ersatz für die Linie S7.
* Zwischen Charlottenburg und Westkreuz fährt nur die S7 im 20-Minutentakt.
* Zwischen Olympiastadion und Spandau fährt nur die S9 im 20-Minutentakt.
* Die Linie S7 ist zwischen Westkreuz und Grunewald unterbrochen.
S46, S47, S8, S85, S9: Von 21 Uhr bis Montagmorgen, ca. 0.30 Uhr, kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* Zwischen Schöneweide und Neukölln fahren Busse als Ersatz für die Linien S46 und S47.
* Zwischen Schöneweide und Treptower Park fahren Busse als Ersatz für die Linien S8, S85 und S9.
* Zwischen Grünau und Adlershof fährt nur die S46 im 20-Minutentakt.
* Der Verkehr der S9 zwischen Treptower Park und Warschauer Straße ist unterbrochen.
Demonstration – Für heute sind 14 Demos angemeldet (Stand 8.1., 16 Uhr), u.a. „Volksbegehren Berlin Werbefrei – Werbemonitore abschalten“: 30 Menschen, Public Space, Karl-Liebknecht-Straße 3 (9.30-12.30 Uhr)
„Mahnwache gegen rechtsextremistische Tendenzen in Politik und Gesellschaft“: 15 Demonstrierende, Omas gegen rechts, Alexanderplatz (15-16 Uhr)
„Informations- und Solidaritätskundgebung zur aktuellen Situation im Iran (...): 150 Teilnehmende, Werderscher Markt 1 (15.30-18.30 Uhr)
„Uneingeschränkter Zugang humanitärer Hilfe für die Menschen in Gaza (...)“: 40 Protestierende, Friends of Standing Together, Blücherplatz 1 (17-18 Uhr)
„Mahnwache zum Schutz jüdischen Lebens“: 20 Menschen, Fraenkelufer 10 (17.30-19 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 22 Demos, u.a. „Unterstützung der Iranrevolution“: 500 Menschen, Kurfürstendamm/Joachimsthaler Straße, Adenauerplatz (14-16.30 Uhr)
„Wir protestieren gegen die militärischen Angriffe der Interimsregierung in den kurdischen Stadtteilen von Aleppo (...)“: 150 Demonstrierende, Neptunbrunnen, Unter den Linden, Pariser Platz (14-17 Uhr)
„Der Verkehrsentscheid kommt – Start der Unterschriften-Sammelphase für eine echte Verkehrswende“: 60 Teilnehmende, Initiative „Volksentscheid Berlin autofrei“, Pestalozzistraße 85 (15-15.30 Uhr)
Sonntag –Angemeldet sind 14 Demos, u.a. „Stilles Gedenken an Karl und Rosa“: 10.000 Teilnehmende, Die Linke, Gudrunstraße 20 (8-16 Uhr)
„Luxemburg-Liebknecht-Ehrung 2026“: 10.000 Menschen, LL-Bündnis, Frankfurter Tor, Frankfurter Allee, Gudrunstraße (10-12.30 Uhr)
„Gerechtigkeit für Osman Hadi: Vom Opfer zur Verantwortung. Eine Nation in Trauer, eine Nation fordert Gerechtigkeit für Osman Hadi“: 50 Demonstrierende, Pariser Platz 4 (11.30-14 Uhr)
Gericht – Wegen Volksverhetzung muss sich ein 33-Jähriger verantworten. Er soll im Juni 2024 auf einer Internetplattform ein Video hochgeladen haben, in dem er minutenlang zu Hass gegenüber Menschen mit Migrationsgeschichte aufgestachelt habe (14 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B136).
Universität – Am Sonntag findet im Berliner Konzerthaus das Konzert der Preisträger:innen des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Hochschulwettbewerbs statt (19 Uhr), es geht um die Fächer Klavier und Kammermusik mit Blasinstrumenten. Karten kosten 14/10 Euro, Gendarmenmarkt
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Herzliche Glückwünsche meiner lieben Ehefrau Julia Binner von ihrem Ehemann und Hund Hans-Norbert: 40 % der 100 sind geschafft!“ / Monika Grütters (64), Politikerin (CDU), u.a. bis 2025 MdB, bis 2021 Staatsministerin für Kultur und Medien / Benjamin Lebert (44), Schriftsteller, sein Debütroman „Crazy“ (1999) wurde in 33 Sprachen übersetzt / Rüdiger Myrrhe, „dem besten Papa & Opa alles Gute zum Geburtstag!“
Sonnabend – „Liebe WILLI B., Deine Herzschrittmacher singen heute in allen Tonlagen ein Ständchen für Dich🎶und danken für Dein großes Herz und die guten Worte zum Weihnachtskonzert“ / „Liebe Emma, das Checkpoint-Team lässt dich hochleben!“ / „Meine liebste Uta Henze wird heute 91(...) Ich bin immer wieder dankbar, dass ein glücklicher Zufall sie damals wie Mary Poppins in meinen Laden geweht hat! Ich wünsche uns noch viele gemeinsame Jahre voller Gesundheit, Glück und guter Gespräche! Deine SusKa“ / „Alles Gute zum Halbrunden, liebes Jo-chen! In Liebe, Dein Maniko“ / Carsten Schatz (56), Politiker (parteilos, bis 2024 Die Linke), Mitglied des Abgeordnetenhauses
Sonntag – John Emerson (72), ehemaliger Botschafter der Vereinigten Staaten in Deutschland (2013-2017) / Katharina Hacker (59), Schriftstellerin, ihr Roman „Die Gäste“ spielt in einem Café in Berlin / Anja Kofbinger (66), Politikerin (Grüne), von 2006 bis 2021 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses / „60 Jahre Pink Baxter: Lieber Sebastian, die besten Geburtstagswünsche sendet Dir Dein Freund Carlos Mega“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Udo Hasse, * 20. August 1938, verstorben am 24. Dezember 2025 / Erika Offermann (geb. Schleu), * 2. Februar 1941, verstorben am 8. Dezember 2025
Stolperstein – Fanny Elkan geb. Loebell (*4. Juni 1877 in Berlin) war verheiratet mit Edmund Elkan, das Paar hatte zwei Kinder. Edmund war Kaufmann. Um 1937 verließ das Paar Berlin und wohnte zeitweise in Mannheim und Heidelberg; im Mai 1939 lebte Fanny wieder in Berlin. Was mit ihrem Mann geschah, ist nicht bekannt. Den Kindern gelang die Emigration nach Argentinien. Fanny nahm sich am 9. Januar 1940 das Leben, an sie erinnert ein Stolperstein in der Wielandstraße 30 in Charlottenburg.
Encore
Gutes Timing beim NABU: Pünktlich zum Wintereinbruch ruft dieser zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Die Naturschützer starten ihre jährliche Vogelzählaktion. Vom 9. bis 11. Januar können die Strichlisten gefüllt werden. In Gefahr begeben sollte sich deswegen niemand: Piepmatze kann man auch vom Fenster aus beobachten.
Die weitere Checkpoint-Vogelschar bestand heute aus Anne Roggensack (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Jennifer Katona (Produktion).
Morgen können Sie hier mit Jessica Gummersbach ins Wochenende flattern.
Auf bald!

