Zaun oder nicht Zaun – das ist hier offenbar gar nicht die Frage. Mit der Genauigkeit hat es die CDU dieser Tage nicht so sehr: Das galt für die Zahnfantasien ihres Bundesvorsitzenden Friedrich Merz, denen eine Behandlung an der Wurzel ganz gutgetan hätte. Und das gilt für die Zaunfantasien ihres Berliner Vorsitzenden und Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner, die bei näherer Betrachtung auf ganz schön wackeligem Grund stehen.
Denn den Zaun um den Central Park in New York, auf den sich Wegner als Vorbild für den Görlitzer Park bezog, hat es nie gegeben. Die „Central Park Conservancy“, die den Park im Auftrag der Stadt New York betreibt, bestätigt: „Die Umfassungsmauer, die heute den Central Park umgibt, ist die einzige Grenze, die der Park jemals hatte. Die Steinmauer hatte nie Schlösser oder Tore, um Menschen drinnen oder draußen zu halten.“
Die Mauer ist etwa 1,50 Meter hoch, etwa halb so hoch also wie die am Görli, die Wegner nun zugunsten eines Zauns abreißen lassen will, der dann die Situation wie einst in New York befrieden … ach, lassen wir das. Und danken lieber dem Kriminologen Thomas Feltes, der Wegner im Tagesspiegel-Interview die Verbreitung von Fake-News vorgeworfen und damit den Anstoß zur weiteren Recherche geliefert hatte.
Diesen Vorwurf will Kai Wegner natürlich so nicht stehen lassen, denn Fake News stehen keinem Regierenden gut, egal, auf welcher Seite des Atlantiks: Er sei „leider falsch informiert worden“, teilte Senatssprecherin Christine Richter auf Tagesspiegel-Anfrage mit. Und richtig sei: Die Eingänge zum Central Park werden nachts geschlossen – was wiederum die Central Park Conservancy bestätigt.
Warum denn nicht gleich so? Na, weil es dann eben keine Begründung für einen Zaun wäre, die Wegner dringend braucht. Aber offenbar ist in diesem Land inzwischen normal geworden, einfach etwas zu behaupten, was zumindest ein bisschen richtig ist. Irgendwie.
Wie Kai Wegner das eigentlich gemeint hat, weiß ohnehin nur Naomi Fearn – und hat es unten im Comic „Berliner Schnuppen“ für zahlende Kunden gezeichnet.
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Claus Kleber ist zu Gast bei Let’s talk about … im Futurium. Der ehemalige heute journal-Moderator und Journalist verteidigte im Buch Rettet die Wahrheit! seinen Berufsstand gegen den Vorwurf, „Lügenpresse“ zu sein. Mit Futurium-Direktor Stefan Brandt spricht er über die Bedeutung des Journalismus für die Demokratie.
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Dass es bei der SPD auch nicht besser zugeht, können Sie jetzt tröstlich oder traurig finden: Jedenfalls startet da gerade die zweite Staffel House of Reinickendorf – mit einigen starken Szenen in der Klosterstraße 47, Mitte, Innenverwaltung. Hier versucht die Lieblings-SPD-Senatorin des Regierenden Bürgermeisters, „die liebe Iris“ Spranger, offenbar eine ihr gar nicht liebe Staatssekretärin loszuwerden – und gerät dabei selbst ins Zentrum der Vorwürfe.
Sport-Staatssekretärin Nicola Böcker-Giannini soll sich im Streit mit Spranger nach CP-Informationen darauf berufen haben, „auf dem Ticket von Giffey und Saleh“ in der Behörde zu sein, was offenbar nicht half: Ein „klärendes Gespräch“ endete am Freitag damit, dass Spranger Böcker-Giannini die Amtsgeschäfte untersagte und Hausverbot erteilte.
Und weil in der SPD ja bekanntlich jeder jeden kennt, ist es sicher nur Zufall, dass Böcker-Giannini im Kreisvorstand Reinickendorf gemeinsam mit dem Vorsitzenden Jörg Stroedter sitzt, besser bekannt als Ehemann der Innensenatorin. Der sich dem Vernehmen nach häufig und gerne in der Klosterstraße aufhält, aber so gar nicht mit Böcker-Giannini kann. Fehlt nur noch, dass sein Stellvertreter Torsten Einstmann neuer Staatssekretär wird …
Fun Fact zum Schluss der heutigen Folge: In der Innenverwaltung beginnt heute Torsten Hofer, der es bei der Wiederholungswahl im Februar nicht wieder ins Parlament geschafft hatte. Woher Sie den nun wieder kennen? Na, von den Eichhörnchen! (Beweise hier und hier). Hofer musste untergebracht werden (wegen der verlorenen Wahl, nicht wegen der Eichhörnchen), heißt es aus der Partei. Hofers Arbeitsgebiet: Grundsatzabteilung. Sieht so aus, als hätte die SPD da ganz grundsätzlich mal etwas aufzuarbeiten.
Übrigens: Auch Böcker-Giannini landet weich, dafür, dass sie nicht mal zwei Jahre im Dienst als politische Beamte war. Zumindest finanziell: Ihr steht ein Übergangsgeld von 71,75 Prozent ihrer jetzigen Bezüge zu, Mathe mit dem Checkpoint: 7755,80 Euro pro Monat – und das für mindestens sechs Monate und bis zu drei Jahre. Fortsetzung folgt.
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Secessionen.
Klimt, Stuck, Liebermann
Die Ausstellung vergleicht erstmals in über 200 Gemälden, Skulpturen und Grafiken von über 80 Künstler:innen die Secessionen der Kunstmetropolen Wien, München und Berlin. Das Œuvre von Klimt steht dabei mit über 50 Werken im Mittelpunkt. Alte Nationalgalerie, Museumsinsel Berlin. 23.06.–22.10.2023
Mehr Infos hier
Aber gut, dass die Serien wieder besser werden: Gestern, Punkt 18 Uhr, war der Sommer beendet: Regen, Gewitter, Temperaturabfall. Die Zeit der Übergangsjacken bricht an – und die Freibäder sind dicht. Alle Freibäder? Nein, ein unbeugsames Bad hört nicht auf, dem Herbstwind zu trotzen: Bis zum 30. Oktober bleibt das Sommerbad Kreuzberg geöffnet, allerdings ohne Beckenheizung. Wem da schon beim Lesen die Zähne klappern, macht sich lieber auf zu Berlins Hallenbädern: Die sind ab sofort wieder geöffnet – wenn sie nicht gerade saniert werden.
Die gute Nachricht, vor allem für Familien und andere Frostbeulen: Das Badewasser darf laut Senat wieder geheizt werden wie früher, die Sparmaßnahmen fallen weg. Noch wärmer wird es nur in den Saunen der Bäderbetriebe, die nach dreieinhalb Jahren Pandemie-/Energie-/Polykrisen-Pause endlich wieder öffnen. Seit Sonntag darf wieder geplant geschwitzt werden. Nur die Öffnungszeiten sind noch etwas überkomplex: Große Saunen öffnen laut Bäderbetriebe nur parallel zu den zugehörigen Schwimmbädern, kleine nur am Wochenende und „zumeist einen weiteren Tag unter der Woche“. Dafür ganz ohne Ausweiskontrolle.
Wenn die Schwimmbäder wieder normal geheizt werden dürfen, wie sieht es dann im zweiten Winter ohne Putins Gas eigentlich bei den anderen Energiesparmaßnahmen aus? Siehe da, laut Senatsbeschluss bleibt die Beleuchtung repräsentativer öffentlicher Gebäude auch in diesem Winter ausgeschaltet („sofern keine Sicherheitsgründe dagegensprechen“) – praktisch, dann sieht man die Beschmierung nicht. Laut rbb wurden dadurch bereits 40.000 Euro gespart. Ausgenommen ist, natürlich, das Festival of Lights, das am Wochenende beginnt. Weil so ein Festival of Darkness vermutlich kaum jemanden interessieren würde (außer vielleicht ein paar Metal-Fans).
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Am 6. und 7. sowie am 13. und 14. Oktober präsentiert das DRIVE. Volkswagen Group Forum von 19 bis 22 Uhr eine spannende Live-Video-Performance. Genießen Sie die abendliche Atmosphäre und besuchen Sie unsere Ausstellung „Driven by Dreams – 75 Jahre Porsche Sportwagen“. Friedrichstr. 84 / Ecke Unter den Linden, 10117 Berlin.
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Reisen bildet bekanntlich – das gilt auch für die Bildungsverwaltung. Nach unserer Dienstreisen-Liste (CP vom Montag) erreichte uns die Nachricht, dass eine Staatssekretärin aus dem Hause Günther-Wünsch (CDU) eine siebentägige Dienstreise nach Kanada plane, Kosten: fünfstellig.
Das ist insofern falsch, als sich die Staatssekretärin für Bildung, Christina Henke, bereits in Alberta, Kanada befindet: gemeinsam mit Vertreterinnen von sieben Bildungsministerien, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Kultusministerkonferenz (KMK) sowie Mitarbeitern der Wübben Stiftung Bildung, die das Ganze organisiert.
Abgerechnet werde wie üblich erst nach der Reise, teilte ein Sprecher der Bildungsverwaltung mit. „Das Bildungssystem der Provinz Alberta, die im Westen des Landes liegt, zählt Experten zufolge als eines des leistungsstärksten weltweit. Ziel der Reise ist es daher, Anregungen und Impulse für die datengestützte Schulentwicklung zu bekommen, die sich auch auf Schulen in Deutschland übertragen lassen.“ Falls jemand das Faxgerät findet.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Für rund 200.000 Studenten geht es dieser Tage zurück an die Unis, für die Erstsemester wird der Schock der Riesenunis schon lange nicht mehr durch herrschaftliche Riesenwohnungen kompensiert. Wer irgendwo noch eine Kammer unter der Treppe findet, fühlt sich häufig gut aufgehoben in Berlin. Für unseren Checkpoint-Podcast wollen wir deswegen wissen: Wie kommt man gut an in dieser Stadt? Welche Ideen haben Sie für die Wohnungssuche, Bürgeramt, Fortbewegung, für den Umgang mit der Berliner Schnauze und gegen die Einsamkeit? Wir freuen uns auf Ihre Tipps bis Freitag an checkpoint@tagesspiegel.de.
Apropos Wohnungssuche: Weil die Berliner Europa-Abgeordnete Hildegard Bentele (CDU) mehr in Brüssel und Straßburg als in Berlin ist, hat sie Teile ihrer Wohnung untervermietet (freut sich jemand). Weil ein Journalist des neuen rechtspopulistischen Reichelt-Portals Nius nach Benteles Aussage nicht aufhörte, ihr unangenehme Fragen zu ihrer Wohnsituation zu stellen, schrieb Bentele ihm: „Ich fordere Sie daher zu Ihrem eigenen Schutz in aller Form auf, Ihre falschen Darlegungen nicht zu wiederholen und Ihre Spekulationen über mein Privatleben sofort zu beenden.“
Bentele gibt sich auf Checkpoint-Nachfrage zerknischt: Die Aussage sei nicht als Drohung zu verstehen. „Sollte dieser Eindruck aufgrund der missverständlichen Formulierung jedoch entstanden sein, bedauere ich dies sehr“, sagte Bentele dem Checkpoint. „Ich würde diese Aussage so nicht erneut treffen.“ Wollen wir mal hoffen.
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Überraschende Wende im Polizeigesetz: Zwar plant Schwarz-Rot eine Verlängerung des sogenannten Präventivgewahrsams (Stichwort Minority Report), allerdings nur für schwere Straftaten und nicht, das ist die eigentliche Nachricht dahinter: für Menschen, die vorhaben, sich auf die Straße zu kleben.
Ein Blick in die internationalen Meldungen des Abends:
+ Tragödie in Venedig: Mindestens 21 Menschen sind gestorben, als ein Bus von einer Brücke stürzte. Der Bürgermeister sprach von einer Tragödie. Es sind auch Minderjährige unter den Opfern.
+ Revolte in Washington: Zum ersten Mal in der US-Geschichte ist der Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses durch ein Parlamentsvotum abgesetzt worden: Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte gegen den Republikaner Kevin McCarthy – angezettelt von einem Ultrarechten.
Weniger weit weg liegt München, und doa is mal wieder Rekordzeit! 7,2 Millionen Menschen haben das Oktoberfest besucht, so viele wie seit 1985 nicht mehr. 6,5 Millionen Liter Bier wurden getrunken – ganz schön viel, denken Sie jetzt vielleicht, aber mal ehrlich: Weniger als ein Liter pro Besucher? Und siehe da: Die Nachfrage nach nichtalkoholischen Getränken sei um 50 Prozent gestiegen, sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner der SZ. Besonders beliebt: Wasser. In einigen Zelten sei das Wasser kurzfristig sogar ausgegangen. Herrgottsakra!
Wie kommen wir jetzt zum nächsten Thema, hm ... egal:
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Besser für das Klima, weniger Lärm und Unfälle: Sind Sie für Tempo 30 in der Berliner Innenstadt? Sagen Sie uns Ihre Meinung und lesen Sie als Dankeschön den Tagesspiegel als digitale Zeitung 2 Monate für insgesamt nur 2 €. Inklusive Tagesspiegel Plus und dem „Checkpoint” in der Vollversion. Zur Umfrage
Kotzen kann so schön sein, warb das Land Brandenburg derweil auf der Wiesn. Da im Berliner Umland offenbar Touri-Mangel herrscht, wird jetzt für die weltbekannten Wallfahrtsorte Motzen, Kotzen und Protzen geworben, ganz nach dem Motto „jwd – jeder will da hin“. Na, schau’n mer mal. Am berüchtigten Kotzhügel des Wiesn-Festgeländes ließ der offizielle Instagram-Account „Unser Brandenburg“ jedenfalls Playboy-Sternchen Steffi Landerer Kotztüten verteilen und Bierleichen befragen. Jeder will da weg.
Ebenfalls vertreten war Kotzen gestern beim Einheitsfest in Hamburg – ob da auch Bierleichen rumlagen, ist allerdings nicht bekannt. Dafür kam es am Abend zum Hubschrauber-Einsatz der CDU-Nachwuchs-Prominenz Daniel Günther, Hendrik Wüst und Kai Wegner, gefilmt vom Pioneer-Kollegen Michael Bröcker, bitteschön.
Zum Kotzen ist es auch, 2:3 zu verlieren – besonders, wenn es vor 73.000 Zuschauern im Olympiastadion schon 2:0 für Union Berlin, Gäste in der eigenen Stadt, stand. Dass es bei den Bayern gestern in Kopenhagen genau umgekehrt lief, hilft da vermutlich auch nicht.
Ach, halt. Eine Hafenrundfahrt in Hamburg müssen wir noch drehen. Dort wurde gestern das größte deutsche Container-Frachtschiff aller Zeiten getauft – auf den Namen „Berlin Express“. Klarer Fall von Größenwahn.
Anderswo hat die Hauptstadt den Feiertag mit kreativen Demos zelebriert: „Wir nageln die Mauer ans Kreuz!“, hieß es am Görli. „Und tragen sie symbolisch zu Grabe mit einer Prozession vom Görlitzer Bahnhof zum DDR-Wachturm im Schlesischen Busch.“ Am Pariser Platz wurde per Demo Geburtstag gefeiert, nur nicht der von Einheitsdeutschland: „Der 3.10.23 ist für alle ein sehr wichtiger Tag. Dienstag. An einem Dienstag wurden Elvis, Martin Luther King, Charlie Chaplin, Marilyn Monroe, John F. Kennedy und Sigmund Freud geboren. Historisch! Und Karl Marx, aber der hat seinen eigenen Feiertag.“ Heute ist Mittwoch.
… und wir setzen den Feiertag fort. Ab 11 Uhr lädt der Tagesspiegel heute zur Veranstaltung „Der Osten – Chancen und Talente für Deutschland“. Mit dabei sind unter anderen Joachim Gauck, Manuela Schwesig, Carsten Schneider, Antje Rávik Strubel und Jessy Wellmer. Zur kostenlosen Anmeldung (Präsenz oder digital) geht es hier.
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Sind Männer schlechtere Ärzte (für Frauen)?
Lassen sich Frauen operieren, sollten sie besser zu einer Ärztin gehen. Denn Statistiken zeigen: Werden sie von Männern behandelt, riskieren sie ein höheres Sterberisiko. Warum ist das so? Eine Antwort gibt der Gender Health Gap. Mit Gast Suzann Kirschner-Brouns.
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Wenn Ihnen diese Lektüre nun lang vorkam, sollten Sie vielleicht in die Teilchenforschung gehen: Den diesjährigen Nobelpreisträgern der Physik ist es gelungen, Laserpulse zu erzeugen, die nur wenige Attosekunden lang sind, oder genauer gesagt: 0,000000000000000001 Sekunden. „Die extrem kurzen Pulse sind in der Lage, die Bewegung in den Elektronenhüllen von Atomen und Molekülen aufzulösen und ‚filmisch‘ darzustellen.“ Und meine Kollegin Sabrina Patsch erklärt es so, dass Sie es vielleicht auch verstehen. Schnell noch was gelernt.
Zitat
„Irgendwie ist der Flughafen wie Berlin. Nie wirklich fertig.“
Der Berliner CDU-Politiker Christian Gräff beklagt in einem Tagesspiegel-Gastbeitrag die Missstände am Flughafen BER. Seine Lösung: privatisieren. Nachzulesen hier.
Tweet des Tages
Ich denke, X kann weg
Stadtleben
Essen & Trinken – Die Küche der Basilicata steht diese Woche erstmals im Fokus der Berliner Gastro-Szene. Vom 4. bis zum 8. Oktober werden in diversen Restaurants süditalienische Gerichte mit einem Glas Wein und eine Olivenölverkostung für nur 15 Euro angeboten. In Anbetracht ihrer gastronomischen Vielfalt zählt die Region am Ionischen Meer zu den kulinarisch reichsten Italiens. Alle teilnehmenden Lokale finden Sie hier. Buon appetito!
Berlinbesuch – Auf dem Manifesto Market wird der erste Stock zur japanischen Getränkeinsel: Zum örtlichen Sake Matsuri Festival wurden renommierte japanische Sake Brauer geladen, die mit 50 unterschiedlichen Sorten des Trendgetränkes die Sinne der Gäste ins Delirium transportiert. Am Einlass erhalten alle Teilnehmenden einen kleinen Kikichoko-Becher, mit dem das alkoholische Getränk aus Reis und Wasser an verschiedenen Ständen verkostet werden kann. Interessierte können zudem ihr Wissen über die lange Geschichte des Reis-Schnaps erweitern. Der Eintritt kostet 30 Euro. Alte Potsdamer Straße 7 (1.Stock), Mitte, S/U-Bhf Potsdamer Platz
Noch hingehen – In der afrikanischen Geschichte spielen die vier Elemente der Natur eine zentrale Rolle. Zum Repertoire gehört die kulturelle Praktik des Regenmachers. Im Ballhaus Ost vereint das Tanzstück „Songs & Dances about the Weather“ um Choreograf Christoph Winkler afrikanische Rainmaking Rituale mit der poetischen Darstellung von Klimadaten der abschmelzenden Gletscher in Europa. Mittels dreidimensionaler Projektionen wird erfahrbar gemacht, wie die Klimakrise die Wasserversorgung verändert. Die Premiere startet heute um 20 Uhr. Weitere Vorstellungen finden bis zum 8. Oktober statt. Der Eintritt kostet 15/erm. 10 Euro. Pappelallee 15a, Prenzlauer Berg, U-Bhf Eberswalder Straße
Karten sichern – Wird Wasser in Zukunft kostbarer als Gold? Für einen zukunftsfähigen Umgang mit Wasser ist Teamgeist gefordert. Das Game-Theater-Kollektiv „machina eX“ hat sich mit dem Stück „Wenn der Regen kommt“ ein fiktives Near-Future-Szenario ausgedacht, bei dem die Gäste zu Forschenden werden und im Stadtraum Moabit Wasserstände, Bodenqualität sowie Versickerungspotenziale untersuchen – und das Wetter beeinflussen. Wir verlosen 1x2 Karten für den 10. Oktober. Die Stadtrallye findet unter freiem Himmel statt. Bis 11. Oktober. Hebbel am Ufer – HAU1 (Stresemannstraße 29), Kreuzberg, U-Bhf Hallesches Tor
Grübelstoff – Ein Mittwoch, gekleidet im Gewand eines Montages: Für alle, die klug geplant haben, beginnt eine sehr kurze Arbeitswoche, dem Brückentag sei Dank. Auch im kommenden Jahr gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, mit nur wenigen Urlaubstagen viel Freizeit zu generieren. Haben Sie sich schon einen pfiffgen Urlaubsplan für 2024 zurechtgelegt oder nehmen Sie immer erst auf den letzten Drücker frei?
Kiekste
Das hätte Caspar David Friedrich nicht besser hinbekommen: Malerische Morgenstimmung auf dem Tempelhofer Feld, festgehalten von Checkpoint-Leserin Margit Fruböse, einer „Wanderin über dem Nebelmeer“. Vielen Dank! Wir freuen uns auf Ihre Berlin-Fotos checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – A111: Sperrung von 21 bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen (AS) Holzhauser Straße und Antonienstraße. Außerdem ist auf der Autobahn in Richtung Oranienburg ab 22 Uhr der linke Fahrstreifen zwischen den Tunneln Forstamt Tegel und Beyschlagsiedlung gesperrt.
Kurfürstendamm (Halensee): In Höhe Georg-Wilhelm-Straße (Henriettenplatz) steht nur ein Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung. Die Georg-Wilhelm-Straße ist bis Mitte November vom Kurüfrstendamm abgehängt.
Gneisenaustraße (Kreuzberg): In Richtung Mehringdamm ist die Fahrbahn im Kreuzungsbereich Baerwaldstraße auf einen Fahrstreifen verengt. Die Anbindung der nördlichen Baerwaldstraße (Richtung Urbanstraße) ist unterbrochen (bis Mitte Dezember).
Karl-Marx-Straße (Neukölln): Ab dem Morgen ist die Flughafenstraße in beiden Richtungen von der Karl-Marx-Straße abgehängt (bis Mitte November).
Ebertystraße (Friedrichshain): Die Anbindung der Eberlingstraße ist gesperrt (bis Mitte November).
Prenzlauer Berg: Erhöhtes Verkehrsaufkommen von 17.30 bis 21.30 Uhr ab Am Falkplatz über Gleimstraße – Alexanderstraße – Märkisches Ufer – Sonnenallee – Schlesisches Tor – Warschauer Straße – Oderberger Straße – Bernauer Straße.
Heinersdorfer Straße (Blankenburg): Sperrung des Geh- und Radwegs (bis Ende Dezember 2023).
Demonstration – Für heute sind 14 Demonstrationen (Stand 3.10., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „Gegen Mobbing und Gewalt, gegen Diskriminierung und Rassismus, gegen sexuellen Missbrauch“: 20 Teilnehmende, Pariser Platz (10-17 Uhr)
„Übergabe eines Forderungspapier zum Thema Lebensmittelverschwendung an die Staatssekretärin des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Silvia Bender durch das Bündnis Lebensmittelrettung“: 20 Protestierende, WWF Deutschland, Wilhelmstraße 54 (11-12.30 Uhr)
„Mahnwache: Tiertransporte in Drittländer stoppen!“: 15 Demonstrierende, Tierschutznetzwerk „Kräfte bündeln“, Wilhelmstraße 54 (12-14 Uhr)
„Berlin, lass dir das Fahrrad nicht verbieten. Das Mobilitätsgesetz gilt: Wir demonstrieren für sichere und moderne Radverkehrswege als Bestandteil einer sozialökologischen Verkehrs- und Mobilitätswende!“: 100 Fahrradfahrende, Respect Cyclists, Falkplatz – Moritzplatz – Oberbaumbrücke – Torstraße – Bernauer Straße (17.30-21.30 Uhr)
„Frieden schaffen ohne Waffen! – Mahnwache für den Frieden“: 15 Menschen, Bölschestraße (19-19.30 Uhr)
Gericht – Wegen Bandendiebstahls kommt ein 34-Jähriger auf die Anklagebank. Er soll Ende 2021 mit Komplizen in drei Fällen in Geschäftsräume eingebrochen sein. Bei einer Tat seien aus Schließfächern einer Bank in Charlottenburg Bargeld, Luxusuhren und Gold im Wert von über 800.000 Euro erbeutet worden (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 142).
Universität – Die Humboldt-Universität veranstaltet heute ab 14 Uhr sowie Freitag eine Internationale wissenschaftliche Tagung zum 100. Geburtstag von Otfried Preußler. Die Werke des Autors werden aus der Perspektive der kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung, der Traumatologie, der Age Studies, der Medienwissenschaft, der Raumtheorie sowie der Translationswissenschaft beleuchtet. Die Teilnahme ist kostenfrei Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum (Raum: Auditorium), Mitte, S/U-Bhf Friedrichstraße
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Dennis Gansel (50), Filmregisseur und Drehbuchautor, inszenierte 1999 den RAF-Politthriller „Das Phantom“ / „Dr. Christoph Godefroid (75), Rechtsanwalt in Düsseldorf, aber noch immer sehr mit Berlin verbunden.“ / „Liebe Inge, wir gratulieren herzlich zum Geburtstag, Alles Gute von Peter und Gudrun!“ / Horst Janson (88), Schauspieler, u.a. als „Horst“ in der Sesamstraße / Vicky Krieps (40), luxemburgisch-deutsche Schauspielerin und Wahlberlinerin, spielte u.a. in der ersten Folge des Frankfurter Tatorts / Torsten Mattuschka (43), ehem. Fußballer, derzeit Co-Trainer beim VSG Altglienicke / Cheyenne Pahde (29), Sängerin und Schauspielerin, bekannt aus der Daily-Soap „Alles was zählt“ / Valentina Pahde (29), Sängerin und Schauspielerin, bekannt aus der Soap-Opera „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ / Viktoria Rebensburg (34), ehem. Skirennläuferin und Olympiasiegerin / Rezzo Schlauch (76), Jurist und ehem. Fraktionsvorsitzender der Grünen (1998-2002) / Willi Schulz (85), ehem. deutscher Fußball-Nationalspieler / „Liebste Schwesta und Tante in EF, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag aus Berlin, Franken und dem Ländle“ / „Unserer lieben Freundin ?Susanne, die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag, lass Dich von deiner Familie feiern und verwöhnen! Wir drei ☘️freuen uns auf Dich ?! M&C&T“ / Christoph Waltz (67), Schauspieler und Regisseur
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Sabine Brandt, geb. Kempin, * 19. Mai 1947 / Erika Huss, * 13. April 1947 / Heide Kasimir, * 21. September 1943 / DPPr a.D. Prof. Michael Knape, * 15. November 1951 / Kurt A. Raaflaub, * 15. Februar 1941, u.a. Assistenzprofessor für Alte Geschichte an der FU Berlin
Stolperstein – Susanne Ellstaetter (geb. Kreis, 1918) arbeitete von 1936 bis 1939 als Bürofachfrau beim Carl-Duncker-Verlag. 1939 heiratete sie Hans Ellstaetter, den sie im Sportverein Sportkameraden (SK) kennenlernte. Ein Treffpunkt für den anonymen Widerstand gegen die Nationalsozialisten. Nach dem Tod ihres Mannes traf Susanne Ellstaetter sich am 4. Oktober 1943 mit Kurt Hansen (ebenfalls im anonymen Widerstand aktiv) in der Schöppinger Straße 2 – vermutlich um dem Leben gemeinsam ein Ende zu setzen. Kurt Hansen erschoss heute vor 80 Jahren zunächst Susanne Ellstaetter und dann sich selbst.
Encore
Zum Schluss noch ein Blick ins Spam-Fach: Nur einer kann Berlins Next Top-Bezirk werden. Die Immobilienplattform „Rentola“ hat sich ungefragt in die Bezirksrivalitäten eingemischt und ein wildes Ranking veröffentlicht. Nach Auswertung von neun hochwissenschaftlichen Kriterien klettert Pankow an die Spitze der Bezirksliste – samt Bestnoten in den Kategorien Familienleben, Arbeit, Ausbildung und Kriminalität. Platz zwei und drei belegen Mitte und Treptow-Köpenick. Auf den letzten Plätzen finden sich Friedrichshain-Kreuzberg, trotz Höchstpunktzahl in der Kategorie „Verkehr“ (?!) und Schlusslicht Neukölln, das gleich in drei Kriterien die schlechteste Note erhält (Gesundheit, Arbeit, Natur). Dafür sind hier angeblich die Immobilienpreise bombastisch – Beweise zu, äh, Recherchezwecken sowie Einspruchsgesuche bitte an checkpoint@tagesspiegel.de.
Bombastisch recherchiert für diesen Checkpoint haben Julius Betschka, Daniel Böldt, Alexander Fröhlich, Felix Hackenbruch und Susanne Vieth-Entus. Sophie Rosenfeld hat das Stadtleben serviert, Kathrin Maurer hat in der Früh alles appetitlich angerichtet. Morgen begrüßt Sie hier Daniel Böldt.
Bis bald!
