erst mal was Gutes – am besten, man tut es. Wenn Sie nach einem nicht gerade guten Jahresstart frohen Mutes gleich was Gutes tun wollen, dann melden Sie sich als Wahlhelferin oder Wahlhelfer im Herbst. Für einen Tag wahlweises Auszählen bekommen Sie 60 Euro Erfrischungsgeld und eine erfrischende Corona-Impfung in der Prioritätsgruppe 3, also schon im Frühsommer – vorausgesetzt natürlich, dass die deutsche Impfstrategie vorher noch zu einer Strategie wird. „Die Vergabe von Impfterminen liegt nicht in der Zuständigkeit des Bundeswahlleiters“, betont der Bundeswahlleiter schon mal vorsorglich vorab.
Doch auch, wenn man nicht die freie Wahl eines Impfstoffs hat, so kommt man doch schneller in die spitze Auswahl für die Spritze. „Die Änderung der Impfverordnung hilft uns bei der Werbung von Wahlhelfenden sehr“, bestätigt Geert Baasen von der Berliner Landeswahlleitung. Aber mehr helfende Hände mit geimpften Armen sind noch lange nicht genug (Meldungen gerne hier). Berlin braucht für die Bundestags-Abgeordnetenhaus-Bezirks-und-womöglich-noch-Tempelhof-Abstimmung mindestens 34.000 Hilfsbereite. Gerade in dieser Zeit muss sich die Demokratie auch selbst helfen. Sie besteht, zu unserem Glück, aus uns selbst.
Anzeige
Holländischer Griff schützt Radfahrerinnen und Radfahrer
Unachtsam geöffnete Autotüren sorgen für schwere Unfälle mit Radfahrenden. Richtig gemacht: Die Fahrertür wird von innen mit der rechten Hand geöffnet, der Blick geht nach hinten. So werden Radfahrende schneller gesehen. Ein Tipp von der Unfallkasse Berlin – der gesetzlichen Unfallversicherung für das Land Berlin.
www.unfallkasse-berlin.de
Die Verwaltung der Demokratie besteht zwar auch aus Menschen, versteht sich aber zuweilen nur selbst. Gerade in der Pandemie zeigen sich Berlins kaputtgesparte Ämter am Limit, aber doch belastungsfähiger als gedacht. „Die Berliner Verwaltung schlägt sich in der Krise beim genauen Hinsehen recht gut, gerade wo Mitarbeitende Pragmatismus und Improvisationskunst an den Tag legen“, sagt Basanta Thapa vom Zentrum D64, das sich um die Digitalisierung des öffentlichen Sektors kümmert. Corona habe hier „vieles erzwungen, was sonst noch Jahre gedauert hätte“.
Doch der unbürokratischere Weg durch die Instanzen der Büroklammern ist noch weit, gerade, wenn sich Mitarbeitende an Gewohntes klammern. Aber auch hierfür sehen Verwaltungswissenschaftler auf Checkpoint-Nachfrage gute Gründe. „Trotz allem Gerede von flachen Hierarchien und agilem Management bietet die bürokratische Organisation nach wie vor das Rückgrat verlässlichen Verwaltungshandelns“, sagt Organisationsexperte Jörg Sydow von der Freien Universität. Bleibt nur noch eine Herausforderung: die Entdeckung der Schnelligkeit.
In die Katholische Kirche haben spätestens gestern viele Menschen ihren Glauben verloren. Das erst nach massivem Druck veröffentlichte Gutachten zu sexualisierter Gewalt von Geistlichen gegenüber Minderjährigen ist so erschütternd, dass es nicht nur das Erzbistum Köln erschüttern dürfte. Neben schweren Vorwürfen von Pflichtverletzungen etwa des verstorbenen Kardinals Joachim Meisner sowie des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße, der früher in Köln tätig war, gilt es nun, die Strukturen aufzuklären und zu zerschlagen, die den Missbrauch überhaupt erst ermöglicht und dann jahrzehntelang vertuscht haben.
Nach Auswertung von 236 Aktenvorgängen muss man laut Gutachten derzeit von 202 Beschuldigten und mindestens 314 individualisierbaren Betroffenen ausgehen. Mehr als die Hälfte der Betroffenen seien Kinder unter 14 Jahren gewesen.
Auch im Erzbistum Berlin muss und will man nun die Aufklärung aktiver vorantreiben. Nach anfänglichen Verzögerungen (berichtet im Checkpoint vom 25. Februar) ist nun immerhin die Gutachten-Kommission arbeitsfähig, die über die Veröffentlichung der im hiesigen Bistum recherchierten Vorwürfe und Vorfälle entscheiden soll. Der Stralsunder Pfarrer Johannes Schaan wird ab sofort bei der Aufklärung helfen, die bis zur Sommerpause zumindest in einem Zwischenbericht münden soll. „Allen ist klar, dass die Kommission zügig arbeiten muss“, sagt Stefan Förner vom Erzbistum.
Zügigkeit ist dringend nötig, denn noch sind 400 von 600 Seiten des Gutachtens zu sexualisiertem Missbrauch seit 1946 im hiesigen Erzbistum von der Veröffentlichung ausgenommen. Aber Aufklärung in eigener Sache nach eigenem Gusto der Kirche wird nicht reichen, um den Schmerz der Opfer wenigstens sichtbar zu machen. Und ohne neues Vertrauen in die Aufklärung wird bald niemand mehr an die Integrität der Kirche glauben können.
Wenigstens mit Immobilien kennt sich Corona-Bekämpfungs-Ankündigungsminister Jens Spahn (CDU) offenbar aus. Seine Villa in Dahlem hat er für 4,125 Millionen Euro erworben – gegen die Veröffentlichung der Kaufsumme unter anderem im Checkpoint war der Bundesgesundheitsminister vor Gericht gezogen, sah aber nun doch ein, dass das gegenüber einer im Lockdown wirtschaftlich gebeutelten Öffentlichkeit keine Privatsache sein kann.
Spahn hat nach Tagesspiegel-Recherchen auch schon in Schöneberg eine Wohnung für 980.000 Euro gekauft – vom früheren Pharma-Manager Markus Leyck Dieken, mit dem Spahn seit vielen Jahren bekannt ist und den er nach dem Immobiliengeschäft zum Chef-Digitalisierer im Gesundheitswesen machte – zu einem Gehalt, das Medienberichten zufolge einschließlich Zulagen nahezu doppelt so hoch liegen soll wie das seines Vorgängers. Da bestand aber kein Zusammenhang – sagt die Pressestelle des Ministers. Von Jens Spahn ist übrigens auch der Satz überliefert: „Hartz IV bedeutet keine Armut.“ Und das ist dann doch ganz schön arm.
Hey, wir woll’n den Eisbär seh’n: So sang Berlin vor gerade erst, naja, doch inzwischen schon zehn Jahren und verfiel in eine heiße Liebe zum eiskalten Eisbären Knut (Rückblick hier). Am 19. März 2011 verstarb der Fellfreund der Stadt im Zoo – und Berlin fiel in Trauer, die fast die Katastrophe von Fukushima zu überdröhnen drohte. Tagesspiegel-Karikaturist Klaus Stuttmann zeichnete damals den Tod, der Überstunden macht (siehe unten) – und löste damit einen der heftigsten Karikaturenstreits beim Tagesspiegel aus.
Denn viele Leserinnen und Leser waren nicht amüsiert über den vom Tode gezeichneten Kuschel-Eisbären. „Ich fand den Hype um Knut übertrieben“, erinnert sich Klaus Stuttmann heute. „Deshalb hab‘ ich ihn wohl auch in den Zusammenhang mit dem Sterben in Fukushima, Jemen und Syrien gesetzt, um durch eine ironische Gleichsetzung auf das Unvergleichliche hinzuweisen.“ Karikaturen sind kritische Kommentare zur Zeit – und gerade deshalb oft zeitlos. So, jetzt ist mal Knut.

Vorsicht, kalt und fettig! Das Museum für Naturkunde sucht eine Entfettungsanlage für Knochen. „In den Sammlungen der Ornithologie, Mammalogie und Herpetologie lagern große Skelettsammlungen“, heißt es in der Ausschreibung. „Diese sind oft in einem schlechten Zustand, da bis jetzt nur sehr geringe Mengen dieser Knochen ordnungsgemäß entfettet wurden.“ Nun nagen Säuren an den Knochen, deshalb soll in den nächsten acht Jahren jedes Tierskelett entfettet und neu konserviert werden. Hinzu kommen immer neue Präparate aus Zoo und Tierpark, die ebenfalls knochentrocken gesaugt werden müssen. „Bei der Masse an zu entfettendem Knochenmaterial benötigen wir eine Entfettungsanlage, die schnell, effektiv, kostengünstig und sicher arbeitet.“ Und wegen vieler großer Knochen müsse „die Entfettungskammer eine gewisse Größe haben“. Wenn das mal kein fetter Auftrag ist.
So, und was war gestern Abend in Neukölln los? Draußen wenig, dafür drinnen ‘ne Menge; im Kommentarraum der ersten digital gestreamten Bezirksverordnetenversammlung. Da vergessen worden war, die Live-Kommentarfunktion bei Youtube zu deaktivieren, kam auf der virtuellen Zuschauertribüne die Straße auch ohne Mikrofon zu Wort. Ausschnitte: „Was labert der Opa da?“ – „Gott, das ist große Politik, was da gemacht wird.“ – „Herr Morsbach kann sehr gut Dinge ablesen... Dennoch solider Auftritt: 5 von 10 Punkten.“ – „Bestenauslese für die Redner hats hier ja nicht gegeben.“ – „Suche irgendeine w hier um die 20, die Bock hat zu chatten". Video kills the politics star.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ernüchternd: Die Infektionszahlen in der CDU/CSU steigen sprunghaft. Mit dem CSU-Parlamentarier Tobias Zech legt der nächste Unionspolitiker sein Mandat und die Parteiämter in der Korruptionsaffäre nieder. Bestechender Kommentar der Lichtenberger Linken-Abgeordneten Gesine Lötzsch: „Löbel, Hauptmann, Zech – warum habe ich die nie im Bundestag gesehen? Ach so, die waren beschäftigt.“
Erschütternd: Wieder ist in Berlin eine Radfahrerin von einem rechtsabbiegenden Lkw getötet worden. Die 56-Jährige starb nach dem Unfall an einer gefährlichen Stelle in der Neuköllner Oderstraße. Schon am Mittwoch hatte es in Neukölln einen schweren Unfall mit einer Radfahrerin gegeben. Die 35-Jährige erlitt schwerste innere Verletzungen, als sie an der Weserstraße von einem Auto angefahren wurde. Laut Polizei besaß der 23-jährige Autofahrer keinen Führerschein und war bereits in der Vergangenheit ohne Fahrerlaubnis unterwegs.
Anzeige
Reisen Sie mit uns zu den schönsten Kultur- und Naturzielen in Deutschland und Europa. Entdecken Sie jetzt unsere komfortablen Busreisen z.B. nach Rügen, Krakau oder in den Harz auf Tagesspiegel-Reisen.
Erbaulich: Leoni Baßiner ist 15 Jahre jung und bloß 1,63 Meter groß. Dennoch spielt die Schülerin bei den Profis der Spreefüxxen in der zweiten Handball-Bundesliga groß auf. Mit Schnelligkeit wirft Baßiner schon viele Tore, selbst, wenn sie sich selbst manchmal noch „hektisch und unkonzentriert“ findet. Auch Selbstkritik lässt einen wachsen.
Und wie geht’s jetzt weiter mit Astrazeneca? Der Corona-Impfstoff ist ab heute wieder in Berlin zu haben – natürlich wie jede rettende Dosis streng rationiert. Termine haben wir hier auch nicht zu bieten, dafür alle Infos. Und ein leises Aufatmen der Hoffnung.
Ach, falls Sie es nicht mitbekommen haben: Heute Nacht hat es Regen geschneit.
Anzeige
Für die neue Podcast-Folge „Eine Runde Berlin“ hat Checkpoint-Redakteurin Ann-Kathrin Hipp den Berliner Rechtsanwalt Stefan Conen getroffen, der unter anderem bereits Bushido, Arafat Abou-Chaker und den Wettbetrüger Ante Sapina verteidigte. Ein Gespräch über Moral, Vorurteile und die kaputtgesparte Berliner Justiz.
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Fallende Bäume sind in Pankow keine Einzelfälle. Der Bezirk hat in den letzten vier Jahren 3784 Bäume in öffentlichen Anlagen gefällt, also in Parks oder Schulen, auf Sportplätzen oder Friedhöfen. Das ergab eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark. Berlins Stadtgrün ergraut von Fall zu Fall.
Rasch noch raus zu einem Ausflug nach Kladow: Auf dem ehemaligen britischen Flugfeld ist Mary Poppins gelandet – als Namensgeberin einer Grundschule, was gestern bei Twitter ein kleines Freudengewitter auslöste. Schulleiter Stefan Meisel schwärmt auf Nachfrage „von der Verbindung von britischem Ursprung, dem Fliegen und der Erziehung“, mit der die Roman- und Filmfigur als Kindermädchen mit aufgespanntem Regenschirm vom Himmel schwebte. Täglich versuche man auch in der Schule „die Balance zwischen der Realität und der zauberhaften Traumwelt zu finden“. Frei nach dem Mary-Poppins-Motto: „Anything can happen if you let it.“ Genauso schwebt sie vielleicht irgendwann zauberhaft vom Berliner Himmel: die moderne Schule von morgen, in der alles Unmögliche möglich gemacht wird. Ob es je möglich wird?
Zitat
„Als Führungskraft ist es das A und O, dass man sich korrekt verhält.“
Bettina Jahnke, Regisseurin und Intendantin des Potsdamer Hans-Otto-Theaters über die #MeToo-Vorwürfe an der Volksbühne, das Patriarchat in der Kultur und die Führungskultur in Deutschland.
Tweet des Tages
Wohnungssuche in Berlin. Zumindest ist man auch mal an der frischen Luft.
Stadtleben
Ansehen – Der Jurist Fred Stein wurde 1933 aus dem Staatsdienst entlassen, weil die Nationalsozialisten sich daran störten, dass er Jude und Sozialist war. Er floh zunächst nach Paris, später nach New York, und wurde ein Pionier der Porträtfotografie – mit einer Leica-Kamera, die er und seine Frau sich gegenseitig zur Hochzeit geschenkt hatten. Das Deutsche Historische Museum präsentiert seine Fotografien in der Ausstellung „Reports from Exile“ im historischen Kontext. Zeitfenster zum analogen Museumsbesuch sollten eine Woche im voraus gebucht werden (8/4 Euro). Wer sich nicht mit so einer langen Wartezeit begnügen mag und darüberhinaus noch des Arabischen mächtig ist, kann schon vorher an einer der Multaka-Sessions teilnehmen – Online-Führungen von syrisch-stämmigen Guides, mit thematischem Schwerpunkt Flucht und Exil.
Verköstigen – Das mit Sicherheit beste Marzipan Berlins gibt es in der Charlottenburger Pestalozzistraße 54a. Hier hat der kleine Familienbetrieb Original Wald Königsberger Marzipan sein Ladengeschäft, hier bekommt man etwa das traditionelle Teekonfekt. Das Geheimrezept für die aromatische Mandelmasse befindet sich seit über 100 Jahren in Familienbesitz. Nicht geheim ist die Tatsache, dass die kleinen Marzipangebilde vor der Fertigstellung alle „abgeflämmt“ werden und dadurch eine kleine Kruste erhalten. Auch die Osterhasen aus dem Sortiment sind geflämmt – und warten schon ganz ungeduldig darauf, durch Berlin zu hoppeln. Mo-Fr 10-18.30 Uhr, Sa 10-15.30 Uhr, U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz
Träumen und gewinnen – Wo man seine kreative Energie sonst gerade an so wenigen Stellen loswerden kann, entwerfen Sie doch mal eine neue Brücke. Das Stadtmuseum Berlin ruft zu einem digitalen Wettbewerb auf, um eine neue Fußgänger:innen- und Fahrrad-Querung über die Spree zu entwickeln, gemeinsam mit dem Computerspiele-Entwickler Paradox Interactive. Standort soll die alte Waisenbrücke sein, die ab 1960 von der Ostberliner Verwaltung abgerissen wurde. Noch bis zum 30. April, 18 Uhr haben Sie die Chance, sich als Brückenbauer:in der Zukunft zu bewerben!
Anhören – Die, deren kreative Energie die Energie ist, von der sie leben, bangen seit Monaten um ihre Zukunft. 18 Bands und Songwriter aus Berlin haben nun eine Art Lockdown-Sampler aufgenommen: „Ghost City Berlin“. Der Sänger und Komponist Johannes Tibursky hat es mit seinem Label Kitchen Records produziert. Heute kommt das Album auf den Markt – und wir verlosen unter unseren Abonent:innen ein Exemplar der CD.
Grübelstoff – Haben Sie auch Geheimrezepte? Wenn nicht für Marzipan, wofür dann?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Rebecca Böde und ‚alles Glück dieser Erde‘.
„‚Was ist denn ein Pandemie-Ding?‘, habe ich mich gefragt. Mein Pandemieglück sind diese Pferde, mit denen ich als Reittherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie Therapie mit pandemiemüden Kindern und Erwachsenen machen darf. Immer an der frischen Luft.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Alt-Treptow/Mitte: Zwischen 16 und 18.30 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen entlang der Wegstrecke Kiefholzstraße, Elsenbrücke, Alt-Stralau, Kynaststraße, Marktstraße, Boxhagener Straße, Neue Bahnhofstraße, Gürtelstraße, Frankfurter Allee, Warschauer Straße, Mühlenstraße, Holzmarktstraße, Stralauer Straße, Molkenmarkt, Mühlendamm, Leipziger Straße, Friedrichsstraße, Hannoversche Straße und Invalidenstraße.
Oberbaumbrücke (Kreuzberg/Friedrichshain): Größere Verkehrseinschränkungen von 8 bis 17 Uhr. Verkehrsteilnehmer sollten den Bereich möglichst umfahren.
Wendenschloßstraße (Köpenick): Ab 10 Uhr ist in beiden Richtungen zwischen Charlottenstraße und Dregerhoffstraße zunächst bis Ende März gesperrt. Eine Umleitung für den Autoverkehr ist eingerichtet, der Rad- und Fußverkehr kann passieren.
Marzahn/Friedrichsfelde: Zwischen 19 und 22 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen entlang der Wegstrecke Böhlener Straße, Louis-Lewin-Straße, Quedlinburger Straße, Tangermünder Straße, Janusz-Korczak-Straße, Hellersdorfer Straße, Gülzower Straße, Altentreptower Straße, Blumberger Damm, Alt-Biesdorf, Alt-Friedrichsfelde, Am Tierpark, Alfred-Kowalke-Straße, Rummelsburger Straße, Volkradstraße, Rummelsburger Straße, Sewanstraße, Lückstraße, Weitlingstraße, Volkradstraße, Rummelsburger Straße, Robert-Uhrig-Straße, Alt-Friedrichsfelde, Märkische Allee und Allee der Kosmonauten.
Mitte/Charlottenburg: Zwischen 14.30 und 16 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen entlang der Wegstrecke Platz des 18. März, Straße des 17 Juni, Großer Stern, Hofjägerallee, Klingelhöfer Straße, Lützowplatz, An der Urania, Kleiststraße, Wittenbergplatz, Tauentzienstraße, Kurfürstendamm, Adenauerplatz, Lewishamstraße, Kantstraße, Budapester Straße, Hardenbergstraße, Ernst-Reuter-Platz und Otto-Suhr-Allee.
Mitte/Kreuzberg: Zwischen 10.30 und 17 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen entlang der Wegstrecke Alexanderplatz, Karl-Marx-Allee, Andreasstraße, An der Schillingbrücke, Engeldamm, Adalbertstraße, Kottbusser Tor, Reichenberger Straße, Mariannenstraße, Kottbusser Brücke, Urbanstraße, Blücherstraße, Mehringdamm, Wilhelmstraße, Leipziger Straße und Potsdamer Platz.
Moabit: Zwischen 17.30 und 21 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen entlang der Wegstrecke Turmstraße, Beusselstraße, Wiclefstraße, Waldstraße, Waldenser Straße, Oldenburger Straße, Bremer Straße, Birkenstraße, Lübecker Straße, Turmstraße, Rathenower Straße und Alt-Moabit.
Neukölln/Kreuzberg: Zwischen 16:30 und 19 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen ab Hermannplatz über Kottbusser Damm, Kottbusser Brücke, Kottbusser Straße zum Kottbusser Tor.
Spandau: Zwischen 16 und 17.45 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen ab Rathaus Spandau über Altstädter Ring, Klosterstraße, Seeburger Straße, Schmidt-Knobelsdorf-Straße, Pichelsdorfer Straße, Schulenburgstraße, Freiheit, Wiesendamm, Rohrdamm, Nonnendammallee, Am Juliusturm, Neuendorfer Straße, Falkenhagener Straße, Askanierring, Falkenseer Damm und Altstädter Ring zurück zum Rathausplatz Spandau.
Steglitz/Mitte: Zwischen 13 und 17 Uhr kommt es zu Verkehrseinschränkungen entlang der Wegstrecke Hermann-Ehlers-Platz, Schloßstraße, Rheinstraße, Hauptstraße, Martin-Luther-Straße, Dominicusstraße, Kolonnenstraße, Dudenstraße, Platz der Luftbrücke, Columbiadamm, Flughafenstraße, Karl-Marx-Straße, Erkstraße, Wildenbruchstraße, Karl-Kunger-Straße, Elsenstraße, Stralauer Allee, Mühlenstraße, Holzmarktstraße, Stralauer Straße, Spandauer Straße und Rathausstraße.
Waidmannsluster Damm (Tegel): Die Straße ist dem Nachmittag in beiden Richtungen zwischen Egidystraße und Talsandweg auf einen Fahrstreifen verengt. Die Arbeiten sind in mehreren Phasen bis Ende Juni geplant.
S-Bahn: Ab 22 Uhr bis 12.04.2021 fahren die Linien S41/S42 und S46 nicht zwischen Halensee und Beusselstraße. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet.
Ab 22 Uhr bis Freitag, den 26.03.2021 fährt die S8 nicht zwischen Blankenburg und Birkenwerder. Zwischen Pankow-Heinersdorf und Birkenwerder besteht Ersatzverkehr mit Bussen – ohne Halt am S-Bahnhof Blankenburg. Bitte steigen Sie zwischen der S8 und dem Ersatzverkehr mit Bussen in beiden Fahrtrichtungen in Pankow-Heinersdorf um.
Demonstration – Von 12 bis 16.30 Uhr zieht vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz eine Demonstration mit etwa 200 Teilnehmenden zum Thema „Klimagerechtigkeit und Antikapitalismus“. Zum Internationalen Tag gegen Rassismus gibt es eine Mahnwache des Verbands für interkulturelle Arbeit e.V. mit etwa 80 Personen von 12 bis 15 Uhr am Frankfurter Tor. Am Samstag fährt ein „Autokorso: Die Welt schaut auf Berlin. Wir kommen nach Berlin“ mit etwa 500 Teilnehmenden von 7 bis 11 Uhr von der Seestraße zum Platz des 18. März. Ein Aufzug unter dem Motto „Die Commune lebt. Proletarier aller Länder vereinigt euch“ zieht am Sonntag mit etwa 100 Personen von 10.30 bis 14 Uhr von der Karl-Liebknecht-Straße zum Sowjetischen Ehrenmal in der Straße des 17. Juni. Vom Hermannplatz bis zum Schlesischen Tor hat das Museum der Farben e.V. eine „Demonstration in Solidarität mit den Systemunrelevanten“ angemeldet. Erwartet werden etwa 500 Personen (14-18 Uhr).
Gericht – Der Prozess gegen eine 55-Jährige, die ihren ehemaligen Lebensgefährten mit Thallium vergiftet haben soll, wird fortgesetzt. Zuletzt soll die Frau dem Mann eine potentiell tödliche Dosis in ein Getränk gemixt haben. Er habe knapp überlebt. Die Anklage lautet auf versuchten Mord (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Saal 537).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Nadja Auermann (50), Model und Schauspielerin / Isabella Benz (31), Schriftstellerin (Pseudonym) / „Lieber Eike, alles Gute zum Geburtstag und immer genug Bar auf den Reifen! Deine Karina“ / Barbara Morgenstern (50), Musikerin / Maik Penn (40), für die CDU im AGH / „Liebe Sabine, meine Glückwünsche habe ich mir extra für den Tag nach Deinem Geburtstag aufgespart, dami Du länger feiern kannst! Nachträglich alles Liebe für Dein neues Lebensjahr wünscht Dir Brigitte von Berlin-Schöneberg nach Flensburg“ / Joachim Sartorius (75), ehem. Intendant der Berliner Festspiele (2001-2011) / Ines Schmidt (62), für Die Linke im AGH / Heike Strehl, „Rektorin in Spandau, Alles Gute und weiterhin viel Kraft und Humor für das kommende Jahr!“ / „Lieber Walter, Gesundheit und viel Liebe zu diesem runden Geburtstag und so schön, dass es dich gibt! Deine M&B“
Sonnabend – Mike Adler (43), Schauspieler und Rapper / Susanne Berckhemer (43), Schauspielerin / Cedric Enard (45), Volleyballtrainer bei den Recycling Volleys / Vincent Hessler (23), Eishockeyspieler bei den Eisbären / Ann-Kathrin Hipp, verantwortliche Redakteurin Checkpoint – Hipp, Hipp, Hurra!!! Ein Jahr voller Glanz, Gloria & Gesundheit wünscht das ganze Team! / Daniela Hunger (49), ehem. Schwimmerin / Doris Lepper, Unternehmerin, „Das TechniSat Hauptstadtbüro wünscht das Allerbeste!“ / Julia Lieberwirth (29), „Liebe Julia, alles Gute und gemeinsam mit Dir hoffen wir, dass Du Dich bald wieder mit Freunden im Café treffen kannst! Deine Eltern Kerstin und Ulf“ / Helmut Recknagel (84), Skispringer in der DDR / Christoph Schwennicke (55), Journalist und ehem. Cicero-Chefredakteur / Werner Spangenberg (81),„Unserem Bergkameraden und Skatbruder alles Gute zum Geburtstag (Grattis på födelsedagen)von Saffi, Micha und Werner“ / Julian F. M. Stoeckel (34), Schauspieler, Designer und Model / „Hüt am zwänzigschte März Zweitusigeinezwänzg hat dä Old-Berliner, Original-Schwizer und bekännende 100% Hertaner Rolf Vaterlaus Geburi (75), ganz härzlichi Gratulation vom Saxonia-Suisse“
Sonntag – Anna Adam (58), Malerin, Bühnenbildnerin und Diplompädagogin / Manfred Erhardt (82), ehem. Wissenschaftssenator (1991-96) / „Liebes Hildi, beste Freundin seit Jahrzehnten, Willkommen im Club der 70er und herzliche Glückwünsche! Deine Angie“ / Klaus Lederer (47), Kultursenator (Linke) / Philipp David Lengsfeld (49), ehem. für die CDU im BT (2013-17) / Fritz Pleitgen (83), ehem. WDR-Intendant (1995-2007) / „Meiner besten Freundin Regina die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag von Ingrid“ / Oliver Rohrbeck (56), Schauspieler und Synchronsprecher / Gabriele Sunkel (63), „Wir wünschen Dir einen wunderschönen Geburtstag, bleib wie Du bist, Deine Verwandtschaft!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Dieter Gummelt, * 10. April 1932 / Christian Petsch, * 19. September 1950 / Dr. med. Heinz Schultka, * 23. Februar 1920, Medizinaldirektor a.D. / Curt Schuster, * 15. Januar 1940 / Dr. Wolfram Singendonk, * 7. August 1941, Arzt für Kinder- und Jugendmedizin
Stolperstein – Max Rosenbaum (Jg. 1872) lebte am Ludwigkirchplatz 7 in Wilmersdorf. Am 25. Juni 1942 deportierten die Nationalsozialisten ihn nach Theresienstadt, wo sie ihn am 19. März 1944 umbrachten.
Encore
So, am Schluss wühlen wir noch auf einem Dachboden in Köpenick. Hier finden sich in einer ollen Strumpftasche noch die stillstehenden Geschichten aus einem Leben der Anderen, das doch das eigene war und bleibt. Mit einem ganz eigenen Lost and Sound (tolles Video einer rasanten Fahrt durch Ost-Berlin 1987 hier) und einem verspäteten Lost and Found – zu finden jetzt bei Ebay für 40 Euro. Zum Stöbern in dollen Erinnerungen gibt’s hier ein paar Stofffetzen und einen braunen Seidenstrumpf, alte Tabletten und Zäpfchen („nur zu Deko-Zwecken“) sowie sachdienliche Hinweise zur Benutzung von Herrenbekleidung: „Pflegen Sie diesen Anzug gut und lassen Sie ihn öfter von einem Fachmann aufbügeln.“ Ganz glatt kriegt man die zerknitterten Seiten von damals nicht. Und die zerknitterten Zeiten. Aber welches Leben ist schon glatt? Keines, das man leben will.
Verleben Sie heute einen guten Tag mit mindestens einer guten Tat! Durch die Nacht gewühlt haben sich für Sie auch Thomas Lippold (Recherche), Teresa Roelcke (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion). Morgen weckt Sie hier Lorenz Maroldt. Ich mach erst mal Pause – und ich grüße Sie,
