und noch mal herzlich willkommen im Checkpoint-Abonnement. Wir freuen uns sehr, dass Sie dabei sind und bedanken uns für die lieben Worte und großartige Unterstützung zum Start! Die vierstellige Abonnentenzahl haben wir bereits geknackt – und sind gespannt, wie es weitergeht. Eins können wir Ihnen versprechen: Wir sind mit vollem Herzblut dabei! Newsletter-Abgabezeit heute Morgen: 5 Uhr.
Und damit zu den Meldungen des Tages:
Zerbricht R2G ausgerechnet am solidarischen Grundeinkommen? Oder besser gefragt: Will einer der Partner die Koalition daran zerbrechen lassen? Die Finanzierung von Michael Müllers Lieblingsmodellprojekt bleibt vorerst ungesichert. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hat die Gelder für das Förderprogramm am Mittwoch nicht freigegeben – die Kritik kommt auch von links, ist aber vor allem grün. Zu den klärungsbedürftigen Themen gehören: Die Finanzierung (geplante Kosten: 31 Millionen Euro jährlich), die Zielgruppe für das Beschäftigungsprogramm, die mögliche Integration in bestehende Bundesförderungen, die begleitende Qualifizierung der Geförderten und deren Perspektive nach Beendigung des fünfjährigen Programms. Am 29. Mai, in der letzten Sitzung vor den Sommerferien, erwartet der Hauptausschuss befriedigende Antworten. Notfalls muss das Thema auf die Beratungen des Landeshaushalts für 2020 und 2021 im Herbst vertagt werden.
Exklusiv für Abonnenten: Insbesondere die SPD ist schwer genervt. Aus Senatskreisen heißt es: „Das Verhalten der Grünen belastet die Koalition sehr.“ 18 Monate habe sich die Partei in die Diskussion einbringen können – passiert sei nichts. Bei anderen wichtigen Themen sei das genauso (Beispiel Kita). „Die Grünen suchen ein Ausstiegsszenario“, wird uns gesagt. „Die wollen auf der Wolke ihrer Umfragewerte deutlich machen, dass sie Führungsanspruch erheben und es ihnen zu lange dauert, bis sie den Regierenden Bürgermeister stellen könnten.“ Und wer am lautesten schreit, wird dann Spitzenkandidat.
Weiter geht’s mit dem Schrei nach Wohnungen – in den stimmen die Grünen nun auch ein. „Wer Monopoly spielt, muss sich darauf einstellen, die Ereigniskarte Vergesellschaftung zu ziehen“ – so hat es Katrin Schmidberger (MdA) am Mittwochabend auf dem kleinen Parteitag der Grünen zusammengefasst. Einstimmig wurde ein Antrag beschlossen, der die Ziele des Volksbegehrens „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ unterstützt. Eingebracht hatten ihn nicht nur die Fraktionschefs und der Landesvorstand, sondern überraschenderweise auch Wirtschaftssenatorin Ramona Pop und Justizsenator Dirk Behrendt – mitgetragen von der (immer noch) parteilosen Verkehrssenatorin Regine Günther. „Wer sich lediglich auf eine oder wenige ausgewählte Maßnahmen konzentriert, verkennt die Dramatik der aktuellen Situation. Alle uns zur Verfügung stehenden Mittel wollen wir nutzen“, heißt es. Die Linken sehen das genauso. Zum Dreiklang fehlt allein die (eigentlich führende) Regierungspartei SPD.
Außerdem wichtig zum Thema Wohnen: Die scheidende Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz, Katarina Barley, hat zwei Entwürfe zur Stärkung der Mieterrechte vorgestellt. Kernpunkt: Der Mietspiegel müsse auf eine rechtssichere Basis gestellt werden, damit Großvermieter ihn nicht mehr angreifen können. Stichwort: Deutsche Wohnen.
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Wer nur die Hälfte zahlen will, geht irgendwann leer aus.
Krankenkassen und Kliniken fordern hohe Rabatte auf versorgungskritische Arzneimittel. Damit steigt der Kostendruck. Die Anzahl der Hersteller sinkt, Versorgungsengpässe drohen. Deshalb: Schluss mit dem Rabattdruck für unverzichtbare Medikamente. Lesen Sie mehr.
Weiter mit R2G: Einigen konnten sich die Fraktionen von SPD, Linke und Grünen übrigens auf den gemeinsamen Antrag „Immobiliengeldwäsche verstärkt bekämpfen – abgeschöpfte Immobilien für das Gemeinwohl nutzen“, der dem Checkpoint vorliegt. Darin heißt es: Das Abgeordnetenhaus fordert „den Senat auf, dabei verstärkt die Verschleierungen der Eigentumsverhältnisse auf dem Immobilienmarkt in den Blick zu nehmen. (…) Der Senat wird aufgefordert zu prüfen, inwieweit rechtssicher abgeschöpfte Immobilien zukünftig für Zwecke des Gemeinwohls in Landeseigentum oder in das Eigentum der öffentlich beherrschten Landes- oder Beteiligungsunternehmen überführt werden können.“ Sprich: Beschlagnahmte Immobilien aus kriminellen Geschäften sollen nicht mehr wie bisher versteigert, sondern für das Gemeinwohl genutzt werden. Zur Einordnung heißt es in dem Papier: In den vergangenen zehn Jahren konnten Vermögenswerte von mindestens 244 Millionen Euro durch Polizei, Strafverfolgungsbehörden und das Finanzamt für Strafsachen abgeschöpft werden.
Nicht beschlagnahmt, aber kurzzeitig gesperrt hat Twitter jüngst unzählige Accounts. Der Grund: Um Wahlbeeinflussung zu verhindern, hatte der Konzern im April eine neue Richtlinie eingeführt. Seitdem können Tweets als „irreführend in Bezug auf Wahlen“ gemeldet werden. Es wurden unter anderem die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD), der netzpolitische Sprecher der SPD, Sven Kohlmeier, sowie die Accounts der „Jüdischen Allgemeinen“ und des Kreisverbands Niedersachsen der Partei „Die Partei“ kurzzeitig gesperrt. Aber wo ist in Deutschland die Grenze zwischen Wahlmanipulation, Witz und freier Meinung und wer entscheidet das eigentlich wie? Dazu wurden im Digitalausschuss im Bundestag gestern die deutsche Twitter-Repräsentantin Nina Morschhäuser und Alexander Schäfer vom Bundesamt für Justiz angehört. Auf Wunsch von Union und SPD war die Ausschusssitzung nicht öffentlich. Weil wir glauben, dass das Thema alle was angeht, hat der Checkpoint bei den digitalpolitischen Sprechern nachgehakt.
Tabea Rößner (Grüne): „Twitter hat offensichtlich noch keine Strategie, um den Missbrauch des Tools zu verhindern.“ Anke Domscheit-Berg (Linke): „Wer was gegen Wahlmanipulation tun will, muss auch darauf gucken, ob es Massenmeldungen von Accounts mit bestimmter politischer Konnotation gibt.“ Saskia Esken (SPD): „Wir sind mit mehr Fragen rausgegangen, als wir vorher hatten. Die werden wir schriftlich nachreichen.“ Hansjörg Durz (CSU): „Wir brauchen mehr Wissen, bevor wir hier eingreifen.“ Tankred Schipanski (CDU): „Bisher dachten wir, da gibt es ordentliche Prüfteams.“
Exklusiv für Abonnenten: Alle (Nicht-) Erkenntnisse im Überblick:
1. Die neue Meldefunktion wird in Deutschland zehnmal häufiger genutzt als in anderen EU-Staaten. Genaue Zahlen sind dem Konzern wohl bekannt, wurden im Ausschuss allerdings nicht genannt (weil ein Vertreter der SPD Morschhäusers Frage, ob diese Zahl im Raum bleibe, mit Nein beantwortete).
2. Alle Fälle von Sperrungen aufgrund von „Manipulation der Wahlen“ haben Twitter zufolge nichts mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz zu tun.
3. Jeder Satire-Beitrag zum Thema Wahlen soll auch weiterhin gesperrt werden. Ausnahme (und keine Checkpoint-Satire): Der Begriff „Satire-Account“ steht in der Twitter-Bio. Ausnahme von der Ausnahme: Satirische Tweets mit direktem Bezug auf den Wahlprozess. Die sind gar nicht erlaubt. Keine Ausnahme: Der Tweet selbst wird als Satire gekennzeichnet. Das zählt nicht.
4. Algorithmen sortieren vor, aber Menschen (!) entscheiden über die Kontensperrung („Dabei passieren Fehler und das tut uns leid“). Gründe, warum diese Fehler entstehen könnten: Die Prüfer sitzen weltweit verteilt. Wie viele es sind und wie sie geschult werden, ist nicht bekannt, ebenso wenig, ob es sich um Juristen oder anders qualifizierte Menschen handelt. Immerhin: Unter den Mitarbeitern sollen „auch“ Personen sein, die Deutsch sprechen.
5. Politische Accounts kann Twitter weder analysieren noch erkennen. Ob die Meldefunktion gezielt durch das rechte Spektrum instrumentalisiert wird, konnte deshalb nicht beantwortet (allerdings auch nicht ausgeschlossen) werden.
6. Gedenkt die Bundesregierung, Maßnahmen zu ergreifen und die Transparenzpflicht für Twitter zu erhöhen? „Nein, im Moment nicht.“ Immerhin: Nach der EU-Wahl will der Konzern Analysen zur Verfügung stellen.
Und: Wegen der Fehlentscheidungen seien intern „Prozesse überarbeitet und Mitarbeiter nachgeschult“ worden. Was auch immer nachgeschult in diesem Zusammenhang bedeutet.
Exklusiv für Abonnenten: Zurück zu Kreuzberg und zu autolosen Alternativen. Nach den Parklets und grünen Punkten ist vor der autofreien Zone. Zumindest forcieren diese Idee, vom Checkpoint zur Zukunft der Bergmannstraße befragt, einige Grüne. Antje Kapek, Fraktionsvorsitzende der Partei im Abgeordnetenhaus, findet das aktuelle Konzept „nicht radikal genug“. „Eine Option wäre: Man macht die Bergmannstraße zur Fußgängerzone. Damit kann ich gut leben.“ Die Kreuzberger Bundestagsabgeordnete Canan Bayram findet, eine autofreie Zone wäre „die rein grüne Lehre und kann in der Ecke durchaus zur Entlastung führen“. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann sagt: „Es ist denkbar, dass wir das im Rahmen der Begegnungszone ein paar Wochen testen. Wir müssen nur ein Konzept für den Lieferverkehr haben, beispielsweise durch höhenverstellbare Poller.“ Senatssprecher der Verkehrsverwaltung Jan Thomsen sagt, „ein entsprechender Versuch sei im Rahmen des Konzepts durchaus denkbar“. Es gehe schließlich darum, „auszuprobieren, was funktioniert“. Noch zu überwindende Hindernisse: Die anderen Parteien und der Bus 248, der aufgrund der Straßenbauarbeiten in der Friesenstraße aktuell durch die Bergmannstraße fährt. Geplant ist die Fertigstellung bis Ende Juli. Aber wir sind hier ja in Berlin. Zeit bleibt jedenfalls – sofern das Projekt „Begegnungszone“ nicht doch vorzeitig abgebrochen wird – bis Ende November.
Zuletzt noch ein Blick nach Marzahn und auf die Meldung „Diebeselstern klauen Nest“. Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch das Kunstwerk „24kt“ aus der Fuchsberg-Grundschule gestohlen – ein Nest aus purem Gold im Wert von rund 30.000 Euro. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von Clankriminalität aus. Im Visier der Ermittler stehen Mitglieder der Großfamilie R. Durchgeführte Durchsuchungen ergaben allerdings nichts. Von dem Gold fehlt jede Spur.
Exklusiv für Abonnenten: Dass der Diebstahl womöglich hätte verhindert werden können, zeigen interne Polizeiakten, die dem Tagesspiegel vorliegen. Bereits am Freitagabend hatten Fahnder der Direktion 6 drei Jugendliche aus dem Umfeld zweier polizeibekannter Großfamilien (die beiden Älteren sind als Intensivtäter bekannt) an der Fuchsberg-Grundschule beobachtet. Das steht in einem Bericht, mit dem spätestens am Freitagabend eine Warnung an den Lagedienst der Polizei herausging. Tenor: Ein Einbruch von Clan-Mitgliedern könne geplant sein. Was die Fahnder außerdem erfahren: Bereits am Donnerstagabend hatte es einen „Sabotagealarm“ gegeben (mit einem Sicherheitscode versehene Schultür verriegelt nicht). Die Anlage wird repariert. Die Direktion 6 ordnet an: Alle Streifen sollen übers Wochenende häufiger an der Schule vorbeifahren. Ob das LKA informiert wurde, ist unklar. Am Montagmorgen werden die Vorfälle in den Vortragsunterlagen zu „kriminellen Angehörigen arabischstämmiger Familienstrukturen“ für die Polizeiführung erwähnt. Ob sie der Polizeiführung vorgetragen wurde – ebenfalls unklar.
Zum Tathergang: Um 0.08 Uhr geht am Mittwochmorgen bei der Wachschutzfirma der stille Alarm ein. Ausgelöst von einem Fenster zur Straßenfront. Um 0.10 Uhr informiert ein Mitarbeiter seinen Chef. Während der Fahrt des Mitarbeiters wird ein zweiter Alarm ausgelöst – die Alarmanlage der Vitrine. Der Chef gibt an, die Polizei nicht informieren zu wollen – zu hohe Kosten. Um 0.22 Uhr ist der Wachmann da, sieht die leere Vitrine und ruft die Polizei. Um 0.32 Uhr kommt der erste Streifenwagen. Später finden Kripo und Spurensicherung: ein 13x15 Zentimeter großes Loch in der siebenfach verglasten Scheibe der Vitrine und Goldfäden in Glassplittern auf dem Boden. Zivilstreifen werden zu den Wohnorten der Verdächtigen in Lichtenberg und in Alt-Buckow geschickt – ohne Ergebnis. "Bild" gegenüber sagt Issa R.: „Der Vorwurf ist lächerlich. Jedes Mal, wenn in dieser Stadt Gold verschwindet, soll ich schuld sein.“ An die Alarmanlage angeschlossen ist eine Videoüberwachung: Das Material ist bei einer Firma in Eberswalde gespeichert.
Weitere Polizeimeldungen aus Marzahn: Verkäufer schlägt Räuber mit Dönerspieß in die Flucht. Polizei parkt Radweg zu. Ein ganz normaler Tag in Berlin.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlins Handwerksbetriebe sind bereits ein Vierteljahr im Voraus ausgebucht. Das geht aus dem Frühjahrsbericht der Handwerkskammer hervor. Der bisherige Wartezeitenspitzenwert: 11,4 Wochen im Herbst 2018. Macht für die Bürgerämter einen neuen Konkurrenten im fiktiven Berlin-Quartett.
Die Berliner Justiz nimmt die Verfolgung von Rasern auf – allein in diesem Jahr wurden 184 Verfahren eingeleitet. 601 waren es insgesamt, seitdem die Strafrechtsänderung 2017 in Kraft getreten ist. Die Bilanz: 199 Anklagen und 62 rechtskräftige Urteile.
Nachdem der Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses vor wenigen Tagen beschlossen hat, die mögliche Überbauung von Autobahnen und Gleisstrecken überprüfen zu lassen, fordert der Reinickendorfer CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen, die Machbarkeitsstudie auch für die A 111 (beziehungsweise die Gleise der S 25) in Tegel durchführen zu lassen.
Nach den Linken haben sich jetzt auch die Berliner Grünen gegen die Polizeipräsenz auf der Fusion ausgesprochen. Die Forderungen der Polizei seien kein Sicherungs-, sondern ein Verhinderungskonzept für das Festival.
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65.000 Menschen kamen vergangenes Jahr in Chemnitz zusammen, um beim Konzert #wirsindmehr gegen Rechtsextremismus einzustehen. Im neuen sächsischen Verfassungsschutzbericht wird die Veranstaltung jetzt unter „Linksextremismus“ geführt. Anlass, aus #wirsindmehr ein #wirbleibenmehr zu machen.
Radeln bis „Die Ärzte“ kommen. Heute startet die Berliner Band rund um Farin Urlaub ihre „Miles & More“-Tour. In den kommenden zwei Wochen werden sie sich quer durch Europa spielen – immer gefolgt von Daniel Pflieger aus Hannover, der alle zehn Konzerte besuchen will. Der Clou: Pflieger ist mit dem Fahrrad unterwegs und sammelt dabei Spenden für den guten Zweck. 4000 Kilometer will er zurücklegen – und so gleichzeitig 4500 Euro für SOS Méditerranée zusammenkriegen.
EU-Mittel in Höhe von 850 Millionen Euro fließen von 2014 bis 2020 nach Berlin – und fast alle werden ausgeschöpft. Die Gelder gehen unter anderem an Integrationsmaßnahmen, Alphabetisierungskurse, Inklusionsprojekte oder bürgerschaftliches Engagement. Eine Bezirksübersicht mit einzelnen Projekten finden Sie hier.
Morgen im neuen Queerspiegel-Newsletter: Welche Partei zur EU-Wahl das queerfreundlichste Programm hat (Spoiler: nicht die Grünen) und eine Vorschau auf die besten ESC-Partys in Berlin (nach dem CSD schließlich das zweite queere Hochamt im Jahr).
Christian Schulz gibt nicht auf. Der ehemalige Chef des Monbijou-Theaters will nicht hinnehmen, dass Bezirk und Humboldt-Uni ihn nicht mehr als Pächter haben wollen und hat mit seinem Team eine Online-Petition gestartet. Mehr als 5000 Menschen haben bereits unterschrieben.
Im Fall des im August 2018 in Berlin Mitte getöteten Obdachlosen hat die Staatsanwaltschaft Berlin eine Belohnung in Höhe von 5000 Euro ausgelobt. Der Mann war damals mit schweren Kopfverletzungen auf dem Gehweg gefunden worden.
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Sommerfest & Staffelspaß am 6. Juni
Sei dabei – mit Freunden, Kollegen oder Familie – alle sind herzlich eingeladen zur AOK TEAM-Staffel Brandenburg am 6. Juni. Bei diesem sportlichen Sommerfest steht das Team im Vordergrund: beim Gas geben auf der 5km-Strecke, beim Anfeuern und beim abschließenden Feiern und Picknicken.
? brandenburg-teamstaffel.de
Es folgt die tägliche Dosis Tiercontent:
Bonobo-Babyalarm im Zoo: Am 10. Mai kam ein kleiner Affe auf die Welt. Name wird noch gesucht.
Da pfeift ordentlich was vom Dach. Knapp 1900 Menschen zählten in Berlin am vergangen Wochenende 8.076 Haussperlinge, 4.063 Stare und 3.278 Amseln. (Q: Nabu)
Zahl des Tages: 55. So viele Tonnen Hundekot landen laut einer Schätzung der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt täglich auf Berlins Straßen. (Q: rbb)
In den vergangenen Tagen sind zwei Hunde, die sich am Tegeler See aufgehalten haben, kurz nach dem Kontakt mit dem Seewasser gestorben. Ein dritter Hund musste tierärztlich behandelt werden. Bis zur genauen Klärung der Ursache werden zunächst allgemeine Warnhinweise ausgehangen.
Der Blog „Aer Lingus“ hat die sieben „most instagrammable spots“ der Stadt gekürt. Eine ideenlose Auswahl vom Brandenburger Tor bis zum Dom. Berlin, da geht doch mehr? Wir sammeln unter checkpoint@tagesspiegel.de. Die schönsten Werke zeigen wir ganz instagrammable-like auf unserem Kanal. Gerne hier folgen.
Bahn aber glücklich heute von Checkpoint-Kollegin Anke Myrrhe: „Unser Zug ist außerplanmäßig zum Stehen gekommen. Aufgrund von Bauarbeiten, die eingestellt wurden, sind wir aktuell 20 min zu früh. Ich weiß nicht, wann es weitergeht. Ach, da fahren wir ja schon wieder. Nächster Halt: B-Spandau.“ Das machen die doch nur für uns.
Auch für uns: Am BER werden Mängel am Brandschutzssystem inzwischen zumindest schneller beseitigt als neue entdeckt. Diese Info wird Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup nach Tagesspiegel-Recherchen wohl am Freitag dem Aufsichtsrat präsentieren. Es bleibt spannend.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Der Checkpoint ist der einzige Newsletter, den ich abonniert habe und tatsächlich auch lese.“
Danke dafür an Christopher Lauer (früher Mitglied im Berliner Abgeordnetenhaus, jetzt Berater).
Tweet des Tages
Für alle Touris in Berlin, die da offensichtlich was missverstanden haben: Man DARF hier in der Öffentlichkeit Bier trinken, man MUSS es aber nicht. Man darf ohne Bier auf die Straße.
Stadtleben
Essen – Öffnet man die Karte mit Restauranttipps und Café-Empfehlungen auf der neuen Checkpoint-Website (zum Abo hier entlang) und sieht sich das Landfleckchen Staaken an, könnte man meinen, dort gebe es gar keine empfehlenswerte Gastronomie. Das ist CP-Leser Viktor Weber (so manchem bekannt als Hipster-Pfarrer aus Kreuzberg) aufgefallen und er dementiert diesen Eindruck – zu Recht! Er empfiehlt nämlich guten Gewissens das Nachbarschaftscafé Pi8 im Pillnitzer Weg 8. Die Ehrenamtler tischen dort von Montag bis Freitag ein frisches Mittagsangebot auf, heute auf dem Speiseplan: Gebackener Schafskäse am Gemüsebett mit Mango-Avocado-Salat. Eine selbstgemachte Torte zum Dessert und dazu ein „Pi8 Spezial Röstkaffee“ – das schmeckt nicht nur, sondern unterstützt auch lokales Engagement! Mo-Fr 10-18 Uhr
Trinken – Betritt man die Galander Haifischbar in Kreuzberg, fühlt man sich ins New York der 20er Jahre zurückversetzt. Die dunkle, holzvertäfelte Bar und das gelbliche Licht, das die beeindruckende Spirituosensammlung in Szene setzt, erinnern stark an die Speakeasy-Bars zu Zeiten der Prohibition. Dieses Motto zieht sich bis ins Glas durch: Neben raffinierten Cocktailkreationen, mixen die versierten Barkeeper nämlich „ganz klassische Prohibition-Era-Cocktails“, wie CP-Leser Martin J. uns steckte. Das bedeutet viel Rum, aromatische Kräuter und Sirup. Verstärkt wird das Flair durch den Qualm, der besonders am Wochenende zur späten Stunde im Raum steht – passend dazu hat das Haifisch immer eine kleine Auswahl an Zigarren vorrätig. Damit wäre die kleine Zeitreise perfekt! Arndtstraße 25, U-Bhf Gneisenaustraße, tägl. 18-2 Uhr
Berlinbesuch – Erst ordentlich in die Pedale treten, um dann von friedlicher Ruhe umgeben zu sein: Diesen Effekt bringt eine Radtour zum Japanischen Bonsaigarten in Schwielowsee. Startet man vom Funkturm, sind es knapp 40 Kilometer bis in die Fercher Straße 61, der Weg führt an der Havel entlang durch lauter Grün. Am Ziel angekommen, belohnt einen erst der Ausblick auf den See, beim Betreten des augenschmeichelnden Gartens fällt jeglicher Reststress ab! Eine besonders idyllische Atmosphäre kreieren außerdem die derzeit weiß-rosa blühenden Satsuki-Azaleen. Und im Pavillon finden zudem regelmäßig Meditationsabende statt (z.B. am 5. Juni). Der Eintritt kostet 6 Euro. Bus-Station Ferch, Mittelbusch, Di-So 10-18 Uhr
Geschenk – Schenkt man etwas Materielles, was Selbstgemachtes, oder doch ein Erlebnis? Ganz so einfach ist die Entscheidung oft nicht, besonders, wenn der oder die Beschenkte nicht zum engsten Freundeskreis gehört. Das Start-up PlantWorld bietet da eine schöne Kombination aus den oben genannten Varianten. In den Räumen des Eiscafés Oak & Ice in der Schönhauser Allee 52 (U-Bhf Eberswalder Straße) werden nämlich Kurse rund um Gartenschmuck und Blumendekoration angeboten. Innerhalb von zwei bis drei Stunden knüpfen die Workshop-Teilnehmer dort kunstvolle Makramees, also aus Seilen geknotete Hängevorrichtungen für Blumentöpfe. Die Materialen gibt’s vor Ort und sind im Preis (ab 39 Euro p.P.) mit dabei. Ob man selbst knüpft und knotet und das Ergebnis verschenkt, oder den Gutschein, bleibt einem selbst überlassen.
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Wenn die Seele aus dem Gleichgewicht gerät oder Erkrankungen des Gehirns oder der Nerven das gewohnte Leben aus der Bahn werfen, dann ist ein guter, schneller Rat wichtig. Das Magazin „Psyche & Nerven“ erklärt, wie Erkrankungen behandelt werden können, welche Hilfsangebote es in Berlin gibt und welche Krankenhäuser Ärzte am häufigsten empfehlen.
Karten sichern für das Performing Arts Festival, bei dem sich die darstellende Kunst vom 28. Mai bis 2. Juni eine Hommage an sich selbst liefert und dabei mit ihrer vollen Vielfalt glänzen möchte. Eingeleitet wird mit einem „Open-up“ im Weekend Club am Alexanderplatz (Eintritt frei, Anmeldung hier). In den kommenden Tagen folgen Performances wie das Familiendrama „#BerlinBerlin“, von Mauern und Menschen handelnd, im Theater Strahl (29. Mai, 19.30 Uhr) – Karten kosten 16 Euro. Vielversprechend scheint auch die Uraufführung des Live-Hörspiels „Desire: Zügellosigkeit der Leere“ am Berliner Ringtheater zu sein (31. Mai, 19 Uhr), Karten kosten 13,20 Euro.
Last-Minute-Diskussion – Historisch, hochpolitisch und außerordentlich spannend wird es um 19 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner. In der Aula der Prenzlauer Allee 227/228 soll nämlich die Aufdeckung der gefälschten Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 rekonstruiert werden. Dabei wird keineswegs bloß über die BürgerInnen gesprochen, die damals Stimmzettel auszählten und die Wahl beobachteten – nein, sie sind dabei und beantworten die Frage „Zettelfalten oder frei wählen?" Unter den vier Zeitzeugen ist etwa Britta Albrecht-Schatta. Sie war 1989 als Gemeindepädagogin im Kirchenkreis Weißensee tätig und beobachtete die Auszählung der Stimmzettel im dortigen Wahllokal. Und Conny Kirchgeorg-Berg half damals bei der Wahlorganisation und unterstützte die zwei unabhängigen Kandidaten des Wohnbezirksausschusses Nr. 56. Es moderiert Checkpointer Robert Ide. Der Eintritt ist frei. U-Bhf Senefelderplatz
Noch hingehen – Welche Bilder haben sich in unser kollektives Gedächtnis gebrannt und mittlerweile den Titel „ikonisch“ verdient? Der Fußabdruck des ersten Menschen auf dem Mond gehört wohl dazu, ebenso das in Flammen stehende World Trade Center. Sicherlich auch Jack Nicholsons manisches Grinsen aus dem Film „Shining“. Solche symbolträchtigen Bilder haben Jojakim Cortis und Adrian Sonderegger für ihre Ausstellung „Double Take" als dreidimensionale Skulpturen rekonstruiert. Ihre Werke sind noch bis zum 1. Juni in der C/O Berlin zu bestaunen. Der Eintritt kostet 10 Euro. Hardenbergstraße 22-24, S/U-Bhf Zoologischer Garten, tägl. 11-20 Uhr
Maria Kotsev wünscht einen schönen Donnerstag!
Prominent verraten
Auch nach ihrem offiziellen Eintritt in den Ruhestand ist die Berlinerin der Woche u.a. an der Spitze des Vivantes-Aufsichtsrats aktiv - als erste Frau in dieser Position. Wenn Sie mal frei hat, unternimmt sie lange Spaziergänge durch den Grunewald.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie.
Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt?
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Berlin heute
Verkehr – In Lichtenberg ist auf der Möllendorffstraße ab 5.30-7 Uhr in Richtung Friedrichshain vor der Frankfurter Allee nur eine Spur frei. Und der Tiergartentunnel ist von 21-5 Uhr in Richtung Hauptbahnhof / Moabit gesperrt.
Demonstration – Von 9-11 Uhr protestiert verdi mit rund 40 Personen am Leipziger Platz 1 für „Gerechtigkeit für die Beschäftigten der Reha-Klinik Falkenstein“. Etwa 250 Teilnehmer ziehen unter dem Motto „Health for all – WHO for Taiwan“ vom Pariser Platz zum Gendarmenmarkt, angemeldet von der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft e.V. Die Organisation Peta Deutschland steht mit etwa 10 Menschen von 11-12.30 Uhr in der Eichenstraße 4 unter dem Motto: „TUI profitiert vom Leid der Orkas“. Und in der Karl-Marx-Straße 83 findet von 15-16.30 Uhr der „Protest gegen mangelnde Schulreinigung“ mit 100 Engagierten statt.
Gericht – Der Islamist Magomed-Ali C., der einen Sprengstoffanschlag in Deutschland vorbereitet haben soll, kommt auf die Anklagebank. Bei den Planungen ab Sommer 2015 soll auch für einige Wochen der spätere Berlin-Attentäter Anis Amri beteiligt gewesen sein. Weil sich die Männer durch die Polizei gestört fühlten, hatten sie die Planungen Ende Oktober 2016 aus Angst vor Entdeckung abgebrochen (10 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 700).
Universität – An der FU gibt Prof. Dr. Burkhard Hinz vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsmedizin Rostock ein „Pharmakologisches Update zu Cannabis und Cannabinoiden“. Ab 20 Uhr im Großen Hörsaal des Botanischen Museums, Königin-Luise-Straße 6-8, zwischen U-Bhf Dahlem-Dorf und Rathaus Steglitz
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sermet Agartan (29), Musikproduzent und Komponist / Brigitte Boog (78), „Beraterin für Lebensfragen für alle, beste Mutter und Oma für viele“ / Paul Carroll (33), ehem. Volleyballspieler bei den Recycling Volleys / Bjarki Mar Elisson (29), ehem. Handballspieler bei den Füchsen / Klaus Mindrup (55), für die SPD im BT / Marion A. Paszkowiak (57), „feinste Schwester, Grüße von Bölli + dem Dicken“ / Volker Perthes (61), Direktor der Stiftung für Wissenschaft und Politik / Manfred Stolpe (83), erster Ministerpräsident von Brandenburg nach der Wende (1990-2002) und ehem. Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (2002-05)
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Gestorben – Rolf Eckrodt, * 25. Juni 1942, ehem. Präsident der Mitsubishi Motors Corporation und Gründungsmitglied des Rotary Clubs Berlin-Alexanderplatz / Clemens Kroll, Vortragender Legationsrat im Auswärtigen Amt / Dr. Helga Liebmann, * 8. August 1937 / Ruth Stache, * 1. November 1926
Stolperstein – Bamberger Straße 3, Wilmersdorf: Hier lebte Jente Schattner (Jhg. 1910) bis zu ihrer Deportation nach Theresienstadt am 22. September 1942. Heute vor 75 Jahren wurde sie nach Auschwitz weiterdeportiert und dort von den Nazis ermordet.
Im Tagesspiegel
Sie betrachtet Eisberge von unten, schwimmt mit Orcas und erkundet Höhlen in Mexiko. Anna von Boetticher ist eine der besten Taucherinnen der Welt. Die Berlinerin nimmt nichts mit in die Tiefe – und bringt doch unglaublich viel zurück. Lesen Sie das Portrait von Lars Spannagel heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Kölner gehen zum Büdchen, Hamburger zum Kiosk, Münchner in den Feinkostladen, Berliner zum Späti (sofern er offen hat). Von „Liebeskummer bis Durchfall hat der Späti die Lösung für jede Lebenslage außerhalb der regulären Ladenöffnungszeiten“, fasst es „Mitvergnügen“ richtigerweise zusammen und listet die schönsten Online-Bewertungen. „Nie offen wenn ich da bin“ (2 von 5 Sternen). „Da arbeitet dieser Rapper Luciano“ (5 von 5 Sternen). „Das beste Sterni der Stadt“ (5 von 5 Sternen). „Great Späti. Probably one oft he best. Perfect for when you crave that Süßigkeitentüte at 11.30 pm“ (5 von 5 Sternen). „Die Jungen sind in Ordnung, der Alte nervt” (2 von 5 Sternen). „Herr (…) ist ein sehr freundlicher Mitarbeiter. Er lächelt und hilft gerne den anderen bei der Alkoholsuche“ (5 von 5 Sternen).
Morgen finden Sie hier hoffentlich mit Björn Seeling all das, was Sie suchen (und auch das, was Sie nicht suchen). Bis ganz bald! Machen Sie es gut.
