it’s the final Countdown (düdüdüüdüm)! Und zwar auf mehreren Ebenen. Heute Nacht (ab 3 Uhr) rollen U-Bahnen und Busse wieder, morgen Abend wird der Goldene Bär verliehen, am Sonntag wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Es kommentieren die Musiker von „Europe“: „Will things ever be the same again?“ Na, schauen wir mal.
Weil Musik bekanntlich die beste (& schönste) Art der Kommunikation ist, haben wir die Spitzen- und Kanzlerkandidaten der Parteien kurz vor der Wahl gefragt, welches Lied ihre Vision für Deutschland am besten beschreibt. Von AFD und BSW gab’s keine Rückmeldung (ob Musik, Zeit oder Vision fehlten, bleibt offen). Und sonst?
Christian Lindner (FDP) wählt „Wind of Change“ von den Scorpions: „Take me to the magic of the moment / On a glory night / Where the children of tomorrow dream away / In the wind of change“
Heidi Reichinnek (Linke) wählt „Für immer Frühling“ von Soffie: „In das Land, in dem für immer Frühling ist / Darf jeder komm'n und jeder geh'n, denn es gibt immer ein'n Platz am Tisch / Rot karierter Stoff, keine weißen Flaggen mehr / Alle sind willkomm'n, kein Boot, das sinkt im Mittelmeer“
Robert Habeck (Grüne) wählt „Reise“ von WIM: „Diese Reise, willst du dabei sein / Denn irgendwann steigen unsere Kinder ein / In das Weite, Unbereiste / Denn irgendwann steigen unsere Kinder ein“
Olaf Scholz (SPD) wählt „Anstand und Respekt“ von Roland Kaiser: „In Krisenzeiten sind sie manchmal gut versteckt / Wenn wir zusammenstehen, bleiben sie nicht unentdeckt / Öffne Herz und Augen, schau nicht weg / Es geht um Achtung und Respekt“
„Team Merz“ (CDU) wählt „Hoch“ von Tim Bendzko: „Auch wenn wir schon weit gekommen sind / Wir gehen immer weiter hoch hinaus / Egal, wie hoch die Hürden auch sind / Sie sehen so viel kleiner von hier oben aus“
Und wen wählen Sie? Unentschlossenen sei hier nochmal der Wahlomat ans Herz gelegt. Kollege Christian Latz hat außerdem zusammengestellt, in welchen Bezirken das Rennen um Bundestags-Direktmandate besonders eng wird. Seine Analyse lesen Sie hier.
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Friedrich Merz geht, um Bundeskanzler zu werden, auch dahin, wo es weh tut – am Donnerstagabend zum Beispiel zur Berliner CDU (und seinem ziemlich besten Parteifeind Kai Wegner). Doch so kurz vor der Wahl fand selbst Berlins Regierender verhältnismäßig nette Worte: „Einen Politikwechsel gibt es nur mit Friedrich Merz“, sagte Wegner, schwärmte dann aber doch lieber nochmal von seiner eigenen erfolgreichen 18-Uhr-Prognose („Als um 18 Uhr die Prognose kam, war es ziemlich warm, liebe Freunde und es wurde immer wärmer“). Mehr Merz-Wärme zeigte da CDU-Spitzenkandidat Jan-Marco Luczak. „Wir wollen, dass du dich hier in Berlin wohlfühlst“, sagte er und überreichte dem CDU-Kanzlerkandidaten einen Berliner Bären. Er solle daran erinnern, dass der bayrische Löwe „immer etwas kleiner und leichter ist“. Gegen Markus Söder ist man geeint.
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An der Stelle der wichtige Hinweis: Sollten Sie Ihre Briefwahlunterlagen noch nicht abgeschickt haben, lassen Sie es lieber – und geben Sie sie direkt beim zuständigen Wahlamt ab. Die Deutsche Post hat zwar Sonderleerungen angekündigt, kann aber nicht garantieren, dass Stimmzettel jetzt noch rechtzeitig ankommen. Sollten Sie die Briefwahl beantragt und Ihre Unterlagen noch nicht erhalten haben, können Sie bis Samstag, 12 Uhr, einen Ersatzwahlschein im Bezirkswahlamt beantragen (und am besten gleich vor Ort ausfüllen!). Antworten auf alle weiteren Fragen (Wahlbenachrichtung verloren? Ausweis abgelaufen?) finden Sie hier.
Für Deutsche, die im Ausland noch auf Briefwahlunterlagen warten, dürfte es nun zu spät sein. Der Checkpoint hatte in den vergangenen Tagen mit diversen frustrierten Ex-Berlinern Kontakt, auch dem Landeswahlleiter liegen „Beschwerden und Eingaben von Auslandsdeutschen“ vor. „Wir gehen dem nach und konnten in allen Fällen klären, dass die Briefwahlunterlagen tatsächlich an die Deutsche Post AG oder an das Auswärtige Amt zur Zustellung über den internen Kurierweg übergeben wurden“, sagte Stephan Bröchler dem Checkpoint. Die Zustellung sei jeweils spätestens am 7. Februar erfolgt. Ping! Ab da „endet die Einflussmöglichkeit der Berliner Bezirkswahlämter oder des Landeswahlamtes“. Pong! Wie viele betroffen sind, ist unklar. Aktuell gibt es „keine Statistik“.
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„Habt ihr Themen und Anliegen, die ihr mit Kai Wegner besprechen wollt? Dann meldet euch jetzt bis zum 25.02. für die nächste Bürgersprechstunde an!“, schreibt die Senatskanzlei via Twitter. Gesagt, getan, dachte sich offenbar Julia Neuhaus, Präsidentin der Berliner Hochschule für Technik und Vorstandsmitglied der Landeskonferenz der Rektoren und Präsidenten der Berliner Hochschulen. Jegliche Gesprächsanfragen zu Etatkürzungen (sowie drei Briefe der Landeskonferenz) hatte Berlins Regierender offenbar ignoriert. „Auf keinen kam eine Antwort, lediglich auf einen eine formale Eingangsbestätigung.“
Für die Kultur hat sich der Regierende indes Zeit genommen. Am Donnerstagmorgen traf er die Intendantinnen und Leiter der großen Bühnen im Roten Rathaus. Die Begegnung dauerte dem Vernehmen nach mehr als zwei Stunden und fand in offener, freundlicher Atmosphäre statt. Schließungen will Wegner keine, die Qualität der Bühnen will er erhalten und gemeinsam mit der Kultur eine „Strategie 2035“ entwickeln. Wie allerdings die massiven Einsparungen (anders als gestern geschrieben sind es zusätzlich rund 39 Millionen Euro in 2026 und 21 Millionen in 2027) umgesetzt werden können, bleibt völlig unklar.
Klare Worte gegen die Sparpläne der Bildungsverwaltung (CP von gestern) hat die SPD gefunden. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe zeigte sich „verärgert“. MdA Alexander Freier-Winterwerb sprach mit Blick auf die Kürzungen im Bereich der Antisemitismusprävention von einem „Frontalangriff auf das soziale Herz Berlins“. Die bildungspolitische Sprecherin Maja Lasić missbilligte die „politische Agenda“ der CDU. Checkpoint-Kollegin Anke Myrrhe kommentiert derweil: „Wenn die SPD die Kostenfreiheit in allen Bereichen der Bildung beibehalten möchte – von der Kita bis zum Hort, vom Schulessen bis zum BVG-Ticket – dann sollte sie vielleicht nicht ganz so laut schreien.“

Unbehelligt schreien dürfen an dieser Stelle die Kinder, Eltern und Lehrer der Anna-Lindh-Grundschule. Nachdem die Schule 2022 schimmelbedingt umgesiedelt werden musste, gibt’s seit dem 10. Februar einen neuen Standort – und ein neues Problem. Weil Tonnen fehlen, türmt sich der Müll. „Zum Einzug haben wir nur eine Restmülltonne gestellt bekommen“, sagt Tobias Weber von der Gesamtelternvertretung. „Die reicht aber weder für den Umzugsmüll noch für den Abfall von knapp 500 Schülern“. Die Folge: Der Abfall werde in gelben Säcken gesammelt, in ungenutzten Räumlichkeiten aufbewahrt und von der Schulleitung zum alten Schulstandort transportiert. „Wenn sich diese Woche nichts ändert, steht eine Schulschließung im Raum“, sagt Weber. Dem Bezirksamt Mitte ist der Fall bekannt. „Die Elternschaft hat die Situation vor Ort tatsachengerecht dargestellt“, teilt ein Sprecher auf Anfrage mit und begründet die Verzögerung mit dem noch fehlenden „Mülltonnenplatz“. Immerhin: Eine zweite Tonne (1.100 Liter) soll in der kommenden Woche „zur Verfügung stehen“ und das Problem lösen.
Interessenkollision bei Mittelvergabe? Kirstin Bauch, Bezirksbürgermeisterin in Charlottenburg-Wilmersdorf (Grüne), hat eine rechtliche Prüfung gegen Jugendstadtrat Detlef Wagner (CDU) eingeleitet. Konkret geht es um Fördergelder für das Projekt „Kawod“ des Trägers „JehiʼOr“ Jüdisches Bildungswerk für Demokratie – gegen Antisemitismus gUG – bei dem Wagner Geschäftsführer ist. Wagner selbst betonte am Donnerstagabend, dass Bezirksamtsmitglieder nicht an Abstimmungen teilnehmen, „wenn Verflechtungen mit einem zur Abstimmung stehenden Projekt vorhanden waren oder sind“. Bauch zufolge lagen der Personalstelle des Hauses keine Informationen zu einer Tätigkeit des Jugendstadtrats beim Träger vor. Fortsetzung folgt.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Dass die meisten Kandidaten für den Bundestag Berufspolitiker sind (CP von gestern), hält Politikprofessor Jens Borchert für unproblematisch. Problematisch sei hingegen eine Tendenz, die er insbesondere bei Berliner Nachwuchspolitikern von SPD, Grünen und Linken beobachtet. Hier dominierten reine Parteikarrieren. Borchert spricht von einem „spezifischen Berliner Biotop“. Wie das entstehen konnte, lesen Sie hier.
Chaos in drei, zwei, eins… Der Berliner Senat will, dass E-Scooter künftig „vorzugsweise auf für den Kraftfahrzeugverkehr ausgewiesenen Parkflächen“ (aka Autoparkplätzen) abgestellt werden. Und zwar kostenlos. So steht es in einem Entwurf der Verkehrsverwaltung für die neue, ab April gültige, Sondernutzungserlaubnis.
Hilfsbereitschaft in drei, zwei, eins… 276 Millionen Euro haben Menschen in Berlin und Brandenburg im vergangenen Jahr gespendet. Das geht aus einer Bilanz des Deutschen Spendenrates hervor. Durchschnittlicher Betrag pro Spende: 38 Euro.
Gleichzeitig wird alles teurer: Von Januar 2020 bis Dezember 2024 sind die Lebenshaltungskosten in Berlin um 19,8 Prozent gestiegen (Q: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg). Pommes Schranke scheint nun offiziell ein Luxusgut: Die Preise für Mayonnaise sind jedenfalls um knapp 83 Prozent gestiegen.
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Dazu diese Hiobs-Botschaft: In diesem Jahr wird es kein frisches „Stella-Maris-Öl“ von Farin Urlaub geben. Das hat der „Die Ärzte“-Frontmann, der seit einigenJahren auf Sardinien Bio-Olivenöl herstellt, mitgeteilt. Die Ernte sei „äußerst bescheiden“ gewesen, auch geschmacklich „kein Volltreffer“. Weitergemacht werde trotzdem: „Es wird auch wieder gute Jahre geben!“
Verschlimmbessert haben wir gestern die Tourismusbilanz. Anders als hier im Checkpoint geschrieben, zählte Berlin 2024 nicht 30,6 Millionen Besucher, sondern Hotelübernachtungen (für die 12,7 Millionen Touristen verantwortlich waren). Mathe mit dem Checkpoint: Ein Besucher blieb im Schnitt 2,4 Nächte. Aber die sind hier ja bekanntlich lang!
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Während der Frühling auf sich warten lässt, sind die Pollen längst da. Karl-Christian Bergmann vom Institut für Allergieforschung der Berliner Charité dachte zuletzt laut darüber nach, in Städten auf Bäume wie Birken, Erlen und Eschen zu verzichten (aus Rücksicht auf Allergiker). Eine gute Idee? Jein. Obwohl versucht werde, „Bäume mit geringer Pollenbelastung im Stadtgebiet zu pflanzen“, hielten nicht alle die Stressfaktoren einer Großstadt gleich gut aus, erklärt die Umweltverwaltung auf Anfrage. Und: Mit dem Klimawandel werde sich die Auswahl vermutlich „eher noch verringern“ und auf „pollenerzeugende“ Bäume und Sträucher zurückgegriffen werden.
Für alle Nicht-Allergiker: Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf sucht zum 1. August 2025 fünf Auszubildende aka „Pflanzenflüsterer, grüne Daumen und Flowerpowers“. Motto: „Wenn dir das Leben einen Korb gibt, stell 'ne Pflanze rein!“ Berliner Jobausschreibung, aber poetisch!
Apropos Jobs: Wie prekär die Lage für die meisten Menschen in der Filmbranche ist, wird oft unter den Roten Teppich gekehrt. „Denn sie sind die Universal Tellerwäscher“, schreibt Kollege Robert Ide. Zu seiner Berlinale-Kolumne geht’s hier.
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Straßenbahn M10: Brückenschlag zur Warschauer Straße
Die Erweiterung der M10 von der Warschauer Straße bis zum Hermannplatz wird Berlins Stadtverkehr weiter verbessern. Wie das innovative Konzept für den Ausbau aussieht und welche Rolle nachhaltige Verkehrsplanung dabei spielt, erfahren Sie hier: Jetzt weiterlesen.
Schuss gehört? Sportschießen liegt in Berlin & Brandenburg offenbar im Trend. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Schützenverein einen Mitgliederzuwachs von 13 Prozent. Jacob Lindemann, Geschäftsführer des Deutschen Schützenbunds, schreibt das den Olympischen Spielen zu. Der Türke Yusuf Dikec und die Koreanerin Kim Yeji hätten auf Social Media für viel Aufmerksamkeit gesorgt und gezeigt, „dass Schießsport cool und attraktiv sein kann“. Häufiger geteilt wurde vermutlich nur das Marathon-Foto von Franziska Giffey.
Zu guter Letzt noch ein Blick ins Geschichtsbuch: Heute vor genau 26 Jahren fragte der Tagesspiegel drei Wahrsager nach ihren Prognosen für die Berlin-Wahl 1999. Alle behaupteten, noch nie gravierende Fehleinschätzungen abgegeben zu haben, zwei prophezeiten einen Sieg Diepgens, einer setzte auf Momper (und lag damit offensichtlich zum ersten Mal im Leben falsch).
Zitat
„Vermeide Alkohol beim Schreiben von Beiträgen und halte dich von Zynismus fern. Beide Faktoren wirken sich negativ auf die Qualität und das Image deiner Kommunikation aus.“
Social-Media-Hinweis aus dem Wahlkampfhandbuch der SPD (durchaus sinnvoll für jedermann!)
Stadtleben
Roter Teppich – Promis am Freitag: Als „Berlinale Special“ feiert der Film „Lurker“ um 18.30 Uhr im Berlinale Palast Premiere. Dafür angekündigt haben sich, neben dem Regisseur Alex Russell, die Hauptdarsteller Théodore Pellerin und Archie Madekwe. Außerdem werden in der Volksbühne die Teddy-Awards vergeben (s. unten). Dafür kommen u.a. Musikerin Ebow, Todd Haynes, der den „Special Teddy“ für herausragende Leistungen bekommt, und Berlinale-Chefin Tricia Tuttle. Hier finden Sie noch mehr Blitzlicht-News.
Verlosung – Ein Leben wie ein Film: George Gershwins Aufstieg vom rauflustigen, hyperaktiven Schulschwänzer zum gefeierten Broadwaystar. Schauspielerin Martina Gedeck schlüpft am Donnerstag (27.2., 20 Uhr) im Berliner Dom in die Rolle von Georges Schwester Frances und erzählt aus deren Sicht die Geschichte des Schöpfers der „Rhapsody in Blue“. Die und weitere Kompositionen werden vom Pianisten Sebastian Knauer interpretiert. Wir verlosen 2x2 Karten für „American Dream – Erinnerungen an George Gershwin“! Regulär gibt es die ab 45 Euro, Am Lustgarten, U-Bhf Museumsinsel
Essen & Trinken – Endspurt bei der Berlinale – wer jetzt keine Erkältung hat, muss Abwehrkräfte wie Stahlseile haben. Wer im Festivaltrubel eine Stärkung braucht, für den könnte das „Saravanaa Bhavan“ genau das Richtige sein. Kurios ist schon die Speisekarte, falls man sie überhaupt so nennen kann. In dem gebundenen Buch sind 308 Gerichte gelistet, darunter allein 70 Dosas, fermentierte, gebratene Reismehl-Crêpes mit allen erdenklichen Füllungen. Fast allen. Fleisch fehlt, denn das Restaurant ist ein Ableger einer vegetarischen Restaurantkette aus Südindien. Serviert werden die Gerichte auf Tabletts, in den Einbuchtungen stecken begleitende Chutneys und eine scharfe Linsensuppe. Jede Menge Currys, Biryanis und Idlis stehen auch auf der Karte. Di-Fr 12-22, Sa/So 11-22.30 Uhr, Potsdamer Platz 5, S-/U-Bhf Potsdamer Platz
Noch hingehen – Hier Glanz und Glamour, da Schweiß – die Artistik-Revue „20 Years Later, Still Here!“ schickt die Zuschauer:innen auf eine Reise. Mit viel Humor und Akrobatik erzählt das Stück von einem Leben im Showgeschäft. Es ist Teil des Potsdamer Winterzirkus, der aktuell zum fünften Mal die Schiffbauergasse Potsdam übernimmt (noch dieses und das nächste Wochenende). In „20 Years Later, Still Here!“ erzählen Lotta Paavilainen und Stina Kopra, bevölkert von zwielichtigen Zirkusdirektoren und betrunkenen Clowns, nicht nur die wilde Spritztour zweier Frauen durch die Welt der Zirkuskunst, sondern auch die Geschichte einer Freundschaft. Sie haben bereits den renommiertesten Künstlerpreis der finnischen Regierung gewonnen (Fr/Sa, je 20 Uhr). Karten 21/14 Euro, T-Werk, Schiffbauergasse 4E, Potsdam
Last-Minute-Bär – Der Teddy Award ist nicht nur der älteste queere Filmpreis der Welt, auch die After-Show-Party ist immer eine der besten der Berlinale. Ab 23 Uhr geht es in den Salons und Foyers der Volksbühne rund. Die Preisverleihung startet um 20.30 Uhr, etwas günstiger (und mit mehr Beinfreiheit) sind die Tickets für die Screening-Lounges plus Zutritt zur Party. Es gibt noch Karten (25-150 Euro), Rosa-Luxemburg-Platz, U-Bhf Rosa-Luxemburg-Platz
Grübelstoff – Aufregung, Sorge, Neugier – mit welchen Gefühlen gleiten Sie in dieses Wochenende? Und zerrt mehr die Wahl oder der Kampf um die Bären an Ihren Nerven?
Kiekste
Diesen subtilen Charlottenburger Kommentar zum BVG-Streik verdanken wir Leserin Susanne Schmidt. Merci! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Stresemannstraße (Kreuzberg): Die Straße ist bis Sonntag, ca. 24 Uhr, in beiden Richtungen zwischen Wilhelmstraße und Großbeerenstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Eine Umleitung über die Wilhelmstraße und Hedemannstraße ist eingerichtet.
Mühlenstraße (Pankow): Ab 18 Uhr bis Sonnabend, ca. 22 Uhr, ist die Straße stadtauswärts zwischen Florastraße und Schulstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – Wegen des Warnstreiks bei der BVG fahren noch bis Sonnabend (3 Uhr) keine U-Bahnen, Straßenbahnen sowie die meisten Busse der BVG. Auch nach Streikende ist voraussichtlich noch mehrere Stunden mit Ausfällen und Verspätungen zu rechnen. Die S-Bahn ist von dem Streik nicht betroffen.
S-Bahn – S2: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn fahren keine Züge zwischen Pankow und Karow.
S8: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn fahren keine Züge zwischen Pankow und Birkenwerder.
S41, S42, S8 und S85: Ab 22 Uhr bis Montag Betriebsbeginn fahren keine Züge zwischen Ostkreuz und Greifswalder Straße.
Regionalverkehr – RE1: Von 21.30 Uhr bis 24.2. (3 Uhr) entfallen alle Züge zwischen Erkner und Fürstenwalde (Spree).
Demonstration – Für heute sind 24 Demos angemeldet (Stand 20.2., 13.30 Uhr), u.a. „Streikaktion der kommunalen Berliner Betriebe im Bereich Verkehr, Ver- und Entsorgung (Stromnetz Berlin GmbH, SNB), Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW), BVG, BSR und BWB im Rahmen der Tarifauseinandersetzungen“: 10.000 Menschen, Verdi, mehrere Aufzüge ab Neue Grünstraße 16, Mühlenstraße 4-5, Holzmarktstraße 15-17 und Neue Jüdenstraße 1, gemeinsames Ziel Platz am Neptunbrunnen/Spandauer Straße (8-14 Uhr)
„Recht auf Asyl verteidigen!“:15 Demonstrierende, RAV, Alt-Moabit 140 (14-14.30 Uhr)
„Mit Zuversicht gemeinsam in die Zukunft!“: 50 Teilnehmende, Bündnis 90/Grüne, Spandauer Damm 65, Otto-Suhr-Allee 93, Wilmersdorfer Straße 148 (15-17 Uhr)
„Kunstschaffende gegen rechts“: 50 Protestierende, Berliner Ensemble, Bertolt-Brecht-Platz (16-17 Uhr)
„Egal wer regiert, uns gehts trotzdem scheiße – Neuwahlen werden uns nicht retten“: 30 Menschen, Oranienplatz (17-19 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 48 Demos, u.a. „Gedenkmarsch in Erinnerung an die Held*innen und Opfer von Maafa (Versklavung, Kolonialismus, Nazi-Zeit, Neo-Kolonialismus, Rassismus) 140 Jahre Berliner Kongo-Konferenz. 2. UN Dekade für Menschen mit afrikanischen Vorfahren“: 200 Teilnehmende, African Black Community, Wilhelmstraße 9, Schloßplatz 1 (11-15 Uhr)
„Alle zusammen gegen den Faschismus!“: 500 Demonstrierende, Frankfurter Tor 1, Warschauer Straße, Sonntagstraße (11-19.30 Uhr)
„Berlin ist unkürzbar – Umverteilung jetzt! Demonstration gegen die Kürzungspolitik des Berliner Senats“: 10.000 Menschen, Verdi, Rathausstraße, Karl-Liebknecht-Brücke, Pariser Platz (14-17 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 13 Demos, u.a. „Kundgebung zu Lohnforderung gegen das Café Superfoods“: 50 Menschen, Freie Arbeiter:innen-Union Berlin, Schlüterstraße 37 (12.30-14.30 Uhr)
„Gemeinsam und solidarisch gegen Rechts“: 750 Teilnehmende, Klingelhöferstraße (18-22 Uhr)
„Unsere Wahl ist Widerstand – Gegen den Faschismus in den Kampf!“: 150 Demonstrierende, Oranienplatz, Mariannenstraße, Hermannplatz (18-22 Uhr)
Gericht – Ein Polizeianwärter muss sich wegen sexueller Nötigung verantworten. Dem 38-Jährigen wird ein Übergriff auf eine Kommilitonin im Treppenhaus einer Polizeidienststelle zur Last gelegt (11 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 1101).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Anne Bein, nach Deinen vielfältigen internationalen Geschäftskontakten bist Du nun in Kladow gelandet (...) Ob im Vorstand des Kladower Forums oder im Koch-Club Chez Nous, Ihr bereichert Kladow. Zu Deinem 75. Geburtstag gratulieren Dir herzlichst aus Kreuzberg Kira und Ulrich“ / Blaine Byron (30), kanadischer Eishockeyprofi, spielt für die Eisbären Berlin / „Sieglind Dürr wird heute 90 Jahre jung – immer noch aktiv in Ihrer Familie, Kirche, Bürgerinitiative, mit Ihrer Musik uva. – bewundernswert!“ / „Die allerbesten Glückwünsche an meine Bridgepartnerin und Freundin Hannelore. Allzeit gute Karten! Deine Marion“ / „Rainer Pfau zum 65. einen gesunden (Un)Ruhestand und herzliche Grüße aus Erlangen von Conny&Albrecht“ / Clemens Rostock (41), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), war bis 2024 Abgeordneter im Landtag Brandenburg / Margarethe von Trotta (83), Schauspielerin, Filmregisseurin und Drehbuchautorin, ihr Film „Ingeborg Bachmann – Reise in die Wüste“ lief 2023 im Wettbewerb der Berlinale, Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
Nachträglich: „Die stärkste Frau des Weddings wurde noch ein Jahr besser: alles Gute, Frieda Wüterich!“
Sonnabend – „Happy Birthday, liebe Maria Kotsev“ / Claudia Pechstein (53), Eisschnellläuferin, fünf Olympiasiege sowie vier weitere olympische Medaillen, bei der Bundestagswahl 2021 kandidierte sie für die CDU Berlin als Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis Berlin-Treptow–Köpenick / „Liebe ULLA, für Dein neues Lebensjahr wünsche ich Dir GESUNDHEIT, GESUNDHEIT, GESUNDHEIT – alles Schöne wird sich dann ergeben … Viel Kraft wünscht Dir Brigitte“
Sonntag – Paula Beer (30), Schauspielerin („Poll“, „Roter Himmel“), für „Undine“ wurde sie 2020 mit dem Silbernen Bären der Berlinale ausgezeichnet / „Liebe Heike, dein Ehemann, deine beiden Kinder und deine beiden Enkelkinder gratulieren dir ganz herzlich zu diesem besonderen Geburtstag und wünschen dir weiterhin Glück und Zufriedenheit, vor allem Gesundheit. Vielen Dank dafür, dass du immer für uns da bist.“ / Pascal Klemens (20) Fußballprofi, spielt bei Hertha BSC / „Lieber Lasse, deine Homies denken sowieso dauernd an dich, aber heute pausenlos! ❤️ Du bist unser Prinz (wir halten es aber geheim wegen der Oliver-Twist-Legende) und wir haben dich lieb. A+F“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Hans-Dieter Sherry Bertram, * 20. Mai 1936, verstorben am 24. Januar 2025 / Dr. Sabine Bohle-Heintzenberg, * 17. Juli 1942, verstorben am 22. Januar 2025 / Christiane Finkel (geb. Fitzner), * 20. Dezember 1939, verstorben am 8. Januar 2025 / Prof. Markus Nyikos, * 9. Dezember 1948, verstorben am 20. Januar 2025 / Prof. Dr. Renate Rott, verstorben am 31. Januar 2025
Stolperstein – Erich Marcuse wurde 1905 in Berlin geboren. Er war verheiratet und hatte mit seiner Frau Johanna einen Sohn. Zuletzt war er als Platzanweiser in einem Kino/Theater tätig. Die Familie wurde am 16. Juni 1943 nach Theresienstadt und von dort aus nach Auschwitz deportiert. Erich starb am 21. Februar 1945 in Dachau, das Schicksal seiner Frau und des Sohns ist unbekannt. An Erich Marcuse erinnert ein Stolperstein in der Gipsstraße 3 in Mitte.
Encore
Auch heute schauen wir wieder ins Berlinale-Programm: In „Lesbian Space Princess“ muss die introvertierte Weltraumprinzessin Saira ihren Heimatplaneten Clitopolis verlassen, um ihre entführte Ex-Freundin Kiki aus den Fängen der Straight White Maliens zu befreien. Bei dieser Befreiungsaktions begibt sich Saira auf eine inter-gay-laktische Selbstfindungsreise.
Das humorvolle, queere Sci-Fi-Abenteuer gibt es heute um 10 Uhr im Cubix und um 14 Uhr im Kino im Zeiss-Großplanetarium zu sehen.
Für Ihr Checkpoint-Abenteuer haben heute gesorgt: Daniel Böldt (Co-Autor), Christian Latz (CDU-Korrespondent) und Christoph Papenhausen (Recherche). Antje Scherer hat das Stadtleben geschrieben, Jasmine Dellé die Produktion übernommen. Alles Wissenswerte zum Wochenende erfahren Sie hier morgen von Jessica Gummersbach.
