wie sicher fühlen Sie sich eigentlich nachts in Berlin? Laut einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Civey für den Tagesspiegel durchgeführt hat, geht fast jeder zweite Hauptstädter nachts mit einem sehr oder eher unguten Gefühl durch die Straßen. Das ist zwar ein ähnliches Niveau wie in anderen Bundesländern, aber trotzdem recht finster. Tagsüber steigt das Sicherheitsgefühl dann übrigens auf 60 Prozent, hier geht’s zur Auswertung.
Und wie geht’s Ihnen?

Vorsicht ist die Mutter von Porzellankiste, Hals und Steißbein: Heute Morgen ist Ihre Sicherheit auf Berlins Straßen konkret durch mögliches Glatteis gefährdet. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor gefrierendem Regen über Nacht – starten Sie also nicht mit zu viel Elan in den neuen Tag! Lieber kurze Watschelschritte, Ihr Tier des Tages ist der Pinguin Die gute Nachricht: Ab dem Morgen soll sich die Situation langsam enteisen.
Machen Sie’s wie unser Regierender Bürgermeister: Kai Wegner (CDU) schlittert gewaltig durch seinen politischen Jahresstart, hält sich bislang aber wacker auf den Beinen. Ganz ausgestanden ist der Ärger über sein Krisenmanagement (und eine Tennispartie) zu Beginn des großen Stromausfalls im Berliner Südwesten aber immer noch nicht. Auch nicht bei seiner ihm bisher kollegial verbundenen Innensenatorin Iris Spranger (SPD), die ihn vergangene Woche mehrfach öffentlich korrigierte.
Spranger pikste gestern im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses noch mal nach – sicher nicht besänftigt durch Wegners kolportierte Aussage, er würde sie gerne gerne „raus…“ (CP von gestern). Sie habe am 3. Januar um 8.05 Uhr versucht, den Regierenden Bürgermeister anzurufen, berichtete Spranger am Montag vor den Abgeordneten: „Da war noch ausgeschaltet.“ Und dann gönnerhaft: „Samstags nicht unüblich.“ (Video: X/Alexander Fröhlich) Da schickt man einfach um 8.07 Uhr noch eine Textnachricht hinterher, so als ausgeschlafene Innensenatorin.
Zum Weiterlesen:
+ Anschlag und Stromausfall in Berlin „finaler Weckruf“: Innensenatorin will kritische Infrastruktur besser schützen und mehr Geld für Katastrophenschutz.
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Nächtliche Stimmungen: Pianistin Alice Sara Ott (Foto) widmet sich dem irischen Komponisten John Field (1782–1837), der bereits vor Chopin herrlich traumverlorene, Erinnerungen weckende Nocturnes oder „Nachtstücke“ komponiert hat – eine Entdeckung, die sie in ihrem Solo-Rezital mit Beethoven-Sonaten verbindet.
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Und Wegner? Versicherte am Montagabend: „Seit drei Jahren arbeite ich eng mit der Innensenatorin zusammen. Das war so, das ist so und das wird so bleiben.“ Es lauschten die Gäste des Neujahrsempfangs der CDU Spandau in der Zitadelle, ein Heimspiel für den Regierenden Bürgermeister. Braven Applaus gab es für die Aussage „Ich habe 60 Minuten Sport gemacht. Das ist so.“ Auch das augenzwinkernde Märtyrertum ging gut über die Bühne: „Jetzt ist die Lage noch angespannt für einen Berliner. Aber mir ist lieber, wenn die Lage für einen Berliner angespannt ist als für 100.000.“ Wegner äußerte – in Abgrenzung zu Spranger – die Ansicht: „Mit so einer Großschadenslage wäre jeder einzelne Bezirk überfordert.“ Und gelobte, Krisenstrukturen besser aufzustellen.
Eindruck unseres Landespolitik-Chefs Christian Latz vor Ort: So richtig stinkig war niemand, aber den Start ins Wahlkampfjahr hätte auch Wegners Heimpublikum sich anders gewünscht. Apropos: „Was ich mir wünschen würde, wäre, wenn ich den Markus Söder zur Eröffnungsfeier ins Olympiastadion einladen kann“ – ächz. Vor der olympischen müsste Wegner erst mal seine eigene Flamme wiederfinden.
Tagelanger Dauerfrost bringt besondere Probleme mit sich: Beerdigungen sind aktuell wegen des steinharten Bodens deutlich aufwendiger. Das zeigt eine Checkpoint-Umfrage unter den Bezirken. Und auf vielen Friedhöfen dürfte sich die Geräuschkulisse verändert haben. „Die Gräber werden derzeit mithilfe von Baggern ausgehoben, die mit einem Stemmhammer ausgestattet sind“, schreibt Spandau. In Steglitz-Zehlendorf kommt ein Schlaghammer zum Einsatz, in Tempelhof-Schöneberg der „elektrische Bohrhammer mit mobilem Aggregat“. Das funktioniert: Bislang musste offenbar keine Beerdigung verschoben werden.
Auch nach dem Aushub bleibt‘s kompliziert: In Neukölln wird zur Befüllung des Grabes „gefrorene Erde aufgetaut“. Und Mitte erklärt zum sogenannten „Verfüllen der Gruft“: „Sollte kein frostfreier Aushub vorhanden sein, werden die Gräber mit gefrorenen Erdschollenstücken verschlossen.“ Bei Tauwetter komme es dann „zu erheblichen Nachsackungen“, die mit mehr Erde kompensiert werden. Wieder was gelernt.
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Herzerwärmende Geschichten aus der Justizvollzugsanstalt Tegel sind selten. Umso bemerkenswerter ist diese, die das Team der JVA am Montag dem Checkpoint erzählte:
Ein Gefangener der Sozialtherapeutischen Anstalt war am Samstag tagsüber im Freigang und musste bis 23 Uhr zurück sein. Auf dem Rückweg zur JVA fiel ihm ein älterer, verwirrt und orientierungslos wirkender Mann auf. Es war bitterkalt, die Zeit drängte, zu spät kommen durfte er nicht. Was tun? Der Mann hakte den Senior kurzerhand unter und nahm ihn mit in die JVA. Dort bat er die Mitarbeiter, Kontakt zur Polizei aufzunehmen. Tatsächlich: Es handelte sich um einen Pflegeheimbewohner, der sich verlaufen hatte und bereits seit mehreren Stunden gesucht wurde. Happy End dank einem Helden in der Haftanstalt.
+ Eisdecke nach starkem Frost: Warum Berlin seine Seen nie freigibt
Endlich zugefrorene Seen. Doch die Gewissheit, wann man sicher Schlittschuhlaufen gehen kann, fehlt. Warum gibt es keine offiziellen Freigaben?
+ „Grüne Wohnzimmer“, Dialog-Inseln und keine Mauer: Zwölf Entwürfe für einen sicheren Görlitzer Park ohne Zaun
Studierende der Technischen Universität Berlin haben sich mit dem Görlitzer Park in Kreuzberg beschäftigt. Zwölf Entwürfe zeigen, wie die Anlage sicher werden kann – ohne Zaun und nächtliche Schließung.
+ „Am Abend kostete das Zimmer schon 269 Euro“: Haben Berliner Hotels im Stromausfall von Höchstpreisen profitiert?
Während des Berliner Stromausfalls berichtet ein Betroffener von drastischen Preissprüngen in einem Hotel. War das Abzocke in einer Notlage – oder nur der Algorithmus?
Berliner Schnuppen
Telegramm
Tief „Gunda“ verwandelt Straßen und Gehwege in Eisbahnen – und Streusalz bleibt wie berichtet trotzdem für alle außer der BSR verboten. Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) forderte das Abgeordnetenhaus am Montag auf, das Naturschutzgesetz rasch zu ändern, um bei „extremer Glätte ausnahmsweise die Verwendung von Tausalz“ zu ermöglichen. Alternativvorschlag von Checkpoint-Leser Felix Beutler: „Kaffeesatz auf vereiste Wege streuen.“ Wäre vielerorts auch olfaktorisch ein Upgrade.
Tagesspiegel sucht motivierte Klassen – 5 bis 7! Unser Projekt „Tagesspiegel macht Schule – gesund und informiert“ mit Starköchin Sarah Wiener und Sunshine Catering war so erfolgreich, dass nun die zweite Runde startet. Wir verbinden die Themen Medienkompetenz und gesunde Ernährung und bieten praktische Workshops, digitalen Unterricht, Einblicke in den journalistischen Alltag und interaktive Angebote rund um Ernährungsbildung. Projektzeitraum: 13. April bis 31. Mai 2026. Anmeldeschluss: 23. Januar 2026. Lehrkräfte bewerben sich bitte hier!
Hotelkostenerstattung für Blackout-Betroffene: Über 1000 Anträge sind beim Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf inzwischen eingegangen. Dort formiert sich jetzt ein Team, das die Anfragen sichtet. Eine Aufgabe: Posten wie Wellness, Minibar oder Bügelservice streichen.
Der Senat macht heute auf seiner Bezirkstour Halt in Charlottenburg-Wilmersdorf: Los geht’s mit einer Sitzung im Rathaus Charlottenburg, danach tauschen sich Senatorinnen und Senatoren mit Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch und ihren Mitarbeitenden aus. Nach den Klassikern (Gruppenbild, Eintrag ins Goldene Buch, Pressestatements) besucht die Regierungsmannschaft verschiedene Projekte im Bezirk.
Abends ist der Regierende Kai Wegner (CDU) übrigens beim Jahresempfang des Tagesspiegels und spricht mit Kollegin Anke Myrrhe. Wie das Match wird, lesen Sie morgen hier als allererste.
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Schicksalstag für BVG-Kundinnen und -Kunden: Heute starten die Tarifverhandlungen mit Verdi. Die Gewerkschaft fordert unter anderem mehr Urlaub, mehr Urlaubsgeld und maximal 12-Stunden-Schichten. So haarig wie Anfang 2025 (acht Streiktage) wird’s wohl nicht. Aber innerhalb der BVG glaubt niemand, dass die Runde ganz ohne Streiks abgeht, schreibt Kollege Jörn Hasselmann.
Personalie: Auch das BSW hat nun seine Spitzenkandidatur für die Berlin-Wahl festgelegt: Alexander King führt die Landesliste an. Checkpoint-Leserinnen und -Leser kennen ihn als früheren Linken-Abgeordneten und engagierten Steller parlamentarischer Anfragen.
Eine glatte 1 gibt’s für diese Entscheidung: Das Hans-Carossa-Gymnasium in Kladow wird als erste Schule deutschlandweit nach Margot Friedländer benannt. Viele hatten sich beworben, die Margot Friedländer Stiftung entschied sich schließlich für die Kladower Schule, weil deren Beziehung zu der Holocaust-Überlebenden als besonders eng, vertraut und engagiert galt. Spandau-Experte André Görke hat mit dem Schulleiter gesprochen.
28.000 Unterschriften, verpackt in drei großen Umzugskartons, hat die Volksinitiative für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele am Montag im Abgeordnetenhaus abgegeben. Jetzt muss sich das Parlament mit dem Thema beschäftigen. Parallel sammeln auch die Gegner von „NOlympia“ Unterschriften.
Zumindest an einer Stelle macht Glatteis richtig Spaß: Nach baubedingter Zwangspause hat die Open-Air-Eislauffläche im Erika-Hess-Stadion in Wedding wieder geöffnet (Öffnungszeiten und Preise). Drei Jahre lang war das Pirouettendrehen hier auf Eis gelegt.
Sind Ihre guten Vorsätze schon wieder Schnee von gestern? Zum Durchhalten bietet die Volkshochschule Pankow aktuell Kurse wie „Der Männerweg zur Gesundheit“ und „Happy Food“ an. Servicehinweis für den Politbetrieb: Für die kostenlosen Online-Seminare „Emotionale Selbstregulation“ und „Gewaltfreie Kommunikation“ sind noch Plätze frei.
Apropos Drama: Im Zoo Palast am Hardenbergplatz ist heute Berlin-Premiere der neuen Serie aus dem „Game of Thrones“-Universum (Drachen, Intrigen und Eismenschen): „A Knight of the Seven Kingdoms“. Unter anderem wird Westeros-Schöpfer George R.R. Martin höchstselbst auf dem roten Teppich erwartet.
Zitat
„Wir wünschen uns, dass dieser Vulkan mit viel Wasser gelöscht wird. Dieser Vulkan muss trockengelegt werden.“
Heiko Melzer, Kreischef der CDU Spandau, parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, Freund der eleganten Metapher. Es geht um die linksextreme „Vulkangruppe“, die den Stromausfall im Berliner Südwesten verursacht haben soll.
Stadtleben
Verlosung – Wenn Sie sich schwer entscheiden können, hätten wir was für Sie: Acht professionelle Tenöre, die Opern-Arien mit Pop- und Rock-Hits mischen, plus Band. Als THE X TENORS gastiert die internationale Truppe demnächst in Berlin, geboten werden in der Wundertüte u.a. „I Did It My Way“ und „Bella Ciao“. Wir verlosen 2x2 Karten für die Premiere am 27. Januar (20 Uhr)! Bewerben kann man sich beim Checkpoint-Postfach, Auftritte bis August im Estrel Showtheater, Karten 59-99 Euro, Sonnenallee 225, S-Bhf Sonnenallee
Essen & Trinken – Bamnat heißt auf Koreanisch „Abend“ und „Tag“. Und so heißt auch ein neues Bistro in Kreuzberg, mit ebendiesen Öffnungszeiten. Ein Ort für viele Gelegenheiten, der sich auf kokette Weise kleinmacht: Auf der Karte stehen etwa „Ugly Rice Balls“, Reiskugeln mit geröstetem Seegras und Sesamöl, simpel, aber gut, und auch gar nicht hässlich, im Gegenteil. Tatsächlich bekommt man hier handgemachtes koreanisches Soulfood: Kimchi, einen imposanten Berg Caesar Salad mit Dashi und Nori-Algen, die Saucen zum superknusprigen KFC – Korean fried chicken – sind hausgemacht. Am Wochenende gibt es Brunch, immer in guter Atmosphäre – ob mittags oder abends. Mo-Do 16-22 Uhr, Fr/Sa 12-23 Uhr, Paul-Lincke-Ufer 40, U-Bhf Kottbusser Tor
Noch hingehen – Mit der Fotografin Helga Paris starb am 5. Februar 2024 die Chronistin des Prenzlauer Bergs, wie es ihn schon lange nicht mehr gibt. Ob Arbeiterinnen 1984 aus dem VEB Bekleidungswerk „Treffmodelle Berlin“, Müllfahrer aus der Nachbarschaft oder sensible Punks: In ihren Bildern begegnete Helga Paris ihnen mit großem Respekt und Vertrautheit. Mit „für uns“ zeigt das Fotografiska die erste Retrospektive nach ihrem Tod (noch bis 25.1.), tägl. 10-23 Uhr, 15/10 Euro, Oranienburger Straße 54, S-Bhf Oranienburger Straße
Last-Minute-Karten – Strafrechtsverteidigerin Tessa Ensler liebt ihren Job, und sie glaubt an das Gesetz. Opfer nimmt sie ins Kreuzverhör und sucht akribisch nach Lücken in ihren Aussagen. Bis Tessa eines Tages selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs wird und sich fragt: Kann das System, an das sie glaubt, sie wirklich schützen? Suzie Millers Monolog „Prima Facie“ wurde 2019 in Sydney uraufgeführt und kam dann an den Broadway. Die erste deutsche Inszenierung am Deutschen Theater fand Kollege Rüdiger Schaper gelungen. Heute 20 Uhr (nächster Termin: 24.1.), Karten 12-24 Euro, Schumannstraße 13 a, S-/U-Bhf Friedrichstraße
Grübelstoff – Haben Sie schon einen Schneemann gebaut? Oder wenigstens ein paar Schneebälle geworfen? Nein? Dann schnell, es wird wärmer.
Kiekste
Eisig und teilweise zugefroren präsentierte sich die Spree gestern Morgen, eingefangen von Checkpoint-Leser Johann-Friedrich Brockdorff von der Jannowitzbrücke aus. Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Tiergarten: Der Tiergartentunnel ist von 21.30-5.45 Uhr in beiden Richtungen gesperrt.
Seestraße (Wedding): Bis Anfang Februar ist täglich von 7 bis 17 Uhr in Richtung Osloer Straße zwischen Groninger Straße und Reinickendorfer Straße der linke Fahrstreifen gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S1: Von 20.45-0.30 Uhr ist der Verkehr zwischen Zehlendorf und Schöneberg unterbrochen. Zwischen Friedenau und Schöneberg fährt die Linie im 20-Minutentakt.
S41/S42: Von 20.45-0.30 Uhr ist der Zugverkehr zwischen Greifswalder Straße und Schönhauser Allee eingestellt. Es fahren Busse als Ersatz.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 12.1., 16.30 Uhr), u.a. „Solidarität mit dem heroischen Aufstand des iranischen Volkes und Protest gegen die gewaltsame Niederschlagung sowie die Hinrichtungen im Iran“: fünf Menschen, Straße des 17. Juni 135 (11-19 Uhr)
„Für den Frieden in der Welt und das Ende aller Kriege – Frieden schaffen ohne Waffen“: 15 Demonstrierende, „Omas gegen rechts“, Alexanderplatz 1 (11.30-13.30 Uhr)
„Demonstration OMAS GEGEN RECHTS Süd/West gegen Querdenker, Verschwörungstheoretiker und rechte Populisten (...)“: 20 Protestierende, „Omas gegen rechts“, Schloßstraße (17-18.30 Uhr)
„Menschen mit Schildern stehen wegen der aktuellen Lage, der Gesundheitsdiktatur, der Berichterstattungen der Medien, der Kriegstreiberei (...)“: 15 Teilnehmende, „Menschen mit Schildern“, Schloßstraße 90 (17-18.30 Uhr)
„Friedliche Demonstration um die aktuellen Geschehnisse Kurdistan/Iran sichtbar zu machen (...)“: 150 Menschen, Werderscher Markt 1 (18-20 Uhr)
Gericht – Gegen einen mutmaßlichen Hisbollah-Anhänger kommt es zum Prozess. Der 30-Jährige soll 2023 in den Libanon ausgereist sein, um sich dort von der Miliz an Schuss- und Kriegswaffen ausbilden zu lassen. Auch an Gefechten im Grenzgebiet zu Israel und Syrien soll er teilgenommen haben. Nach seiner Rückkehr habe er von Berlin aus in sozialen Netzwerken Propagandabeiträge veröffentlicht, die die Hisbollah verherrlichten und deren Ziele unterstützten (9.30 Uhr, Kammergericht Berlin, Elßholzstraße 30-33, Saal 145a).
Universität – In der kleinen Reihe „Encounters in Motion“ lässt die Hochschule Ernst Busch Künstler:innen mit verschiedenen Hintergründen aufeinandertreffen, morgen Abend sind das Jörg Lukas Matthaei und Elisabete Finger (18-21 Uhr). Ladenlokal Zinnowitzer Straße 11, keine Anmeldung, Eintritt frei
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Anne, hoch sollst du leben!!! Ich wünsche dir einen wundervollen Tag und ein tolles neues Lebensjahr, Britta“ / Inga Humpe (70), Sängerin und Komponistin, eine der bekanntesten Vertreterinnen der „Neuen Deutschen Welle“, Teil der Band 2raumwohnung („36grad“) / Laura Ludwig (40), Beachvolleyballerin, Olympiasiegerin (2016) und Weltmeisterin (2017), begann beim Köpenicker SC / „Lieber NIKI, das schönste und größte Geschenk habt ihr Euch am 22.11. selbst gemacht und heute gratuliert die große Familie Dir vielstimmig zum 30.🎶“ / Josefine Preuß (40), Schauspielerin (u.a. „Türkisch für Anfänger“ und „Dr. Nice“)
Nachträglich: „Liebster Sören, nachträglich einen herzlichen Geburtstagsgruß. Dir alles Liebe vor allem Gesundheit. Deine Susanne🫶🎂“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Eberhard Engel, * 19. Juli 1929, verstorben am 2. Januar 2026 / Prof. Dr. Ulrich Freitag, * 9. Dezember 1931, verstorben am 19. Dezember 2025 / Dagmar Knoll, verstorben am 2. Januar 2026 / Adelheid Kremer, * 28. Juli 1938, verstorben am 1. Januar 2026
Stolperstein – Ilse Sophie Gérard (*1885 in Berlin) litt unter psychischen Erkrankungen und befand sich seit ihrem 18. Lebensjahr in Behandlung. Nach Klinikaufenthalten im Ausland wurde sie 1935 in die Kuranstalt Westend verlegt. Im Mai 1943 brachten die Nazis sie ohne Wissen ihrer Familie in eine Klinik nach Ilten. Dort starb Ilse Sophie Gérard am 13. Januar 1945 infolge systematischer Unterernährung und Verdursten. An sie erinnert ein Stolperstein in der Heydenstraße 21 in Schmargendorf.
Encore
Wenn’s kalt wird, rückt Berlin zusammen: Checkpoint-Leserin Marion Hütter möchte sich auf diesem Wege bei einer unbekannten Lebensretterin bedanken. Die Dame habe am vergangenen Donnerstag den Notruf gewählt, als sie einen offenbar hilflosen Mann reglos auf einer Mauer am Innsbrucker Platz sitzen sah. „Dem Eingreifen der Passantin ist es zu verdanken, dass mein Mann rechtzeitig Hilfe erhielt und ich ihn nicht verloren habe“, schreibt sie uns und möchte sich zusätzlich gern persönlich bedanken. Falls Sie die Gesuchte sind oder sie kennen, schreiben Sie an checkpoint@tagesspiegel.de.
Wir lieben Berliner! Anne Roggensack hat heute recherchiert über das beste Völkchen der Republik, Sönke Matschurek war Hinweisgeber. Antje Scherer hat für das Stadtleben zusammengetragen, wo Sie den Menschen heute begegnen können, Jasmine Dellé hat diesen Liebesbrief an Sie ausgeliefert. Morgen zücken hier Robert Ide und Valentin Petri die Federn.
Es grüßen Sie herzlich
