erst mal eine Erfrischung – mit Wasser aus Brasilien. Unser Leser Johannes Schönherr schreibt zu seinem Urlaubsbild: „Auch im Urwald ist der Checkpoint täglich präsent.“ So flüssig war Berlin schon lange nicht mehr.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Und damit willkommen in einer überhitzten Stadt voller erhitzter Debatten um Wärme und Kälte, auch soziale. Die Gasumlage, welche die von Russlands Angriffskrieg ausgelöste und von Deutschlands fataler Osteuropa-Politik begünstigte Energiekrise abmildern soll, wird eine vierköpfige Familie wohl mehr als 500 Euro kosten – erhöhte Energiekosten sind noch nicht inbegriffen (Hintergründe hier). Wie also spart man Energie, fragt sich nicht nur unser Leser Dr. Marder. Seine Sparaufgabe der Woche lautet: „Wir wohnen in einer Wohnanlage. Warmwasser kommt aus der Ferne. Ist es da besser, kleine Wassermengen mit den Schnellkocher zu erhitzen anstatt das Wasser 10 bis 20 Sekunden laufen zu lassen, bis heißes Wasser kommt?“ Was denken Sie? Wir werden auf jeden Fall Expertinnen und Experten fragen. Antworten für ein besseres Morgen gibt’s hier morgen.
Ich war gerade im Urlaub auf Menorca, wo eine ähnliche Hitze herrscht und bei laufenden Ventilatoren heiß übers Energiesparen debattiert wird. Nach einem Dekret der spanischen Regierung dürfen ab jetzt Klimaanlagen in Geschäften und Einkaufszentren nicht kühler als 27 Grad eingestellt werden, die Heizung im Winter nicht wärmer als 19 Grad. Eine nächtliche Beleuchtung geschlossener Läden ist untersagt. Der Berliner Senat will heute beschließen, die Soll-Temperatur zumindest in Büros öffentlicher Gebäude und Landesunternehmen auf 20 Grad zu reduzieren, in Fluren sollen künftig 16 Grad ausreichen (Hintergründe hier). Die Stadt macht sich winterfest.
Eine Checkpoint-Umfrage unter Berlins großen Einkaufszentren ergab dagegen vor allem Ratlosigkeit, ausgedrückt in beredtem Schweigen. Allein die Schönhauser Allee Arcaden ersparten uns keine Antwort auf unsere Einspar-Anfrage. Die Düsseldorfer Zentrale des Immobilienkonzerns Unibail-Rodamco-Westfield schickte erste Sparregeln bei ihren Centern – bei manchen fragt man sich allerdings, warum es dafür erst einer Energiekrise bedurfte:
+++ Die allgemeine Beleuchtung in den Centern wird reduziert, insbesondere während der Schließzeiten.
+++ Außenbeleuchtung und Außenwerbeanlagen werden im Sommer ausgeschaltet; ab Herbst nur noch verkürzt eingeschaltet.
+++ In Abhängigkeit von der Außentemperatur werden Lüftung, Heizung und Kühlung manuell geregelt.
+++ Absenkung der Solltemperatur im Winter.
+++ Spätestens 20 Minuten nach Ladenschluss werden die Rolltreppen außer Betrieb genommen.
Alle Räder stehen still, wenn Dein Center es mal will.
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Der Tourismus in Berlin und die Kongressindustrie haben einen starken, positiven Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Stadt.
Tourismus bringt Menschen zusammen, bildet, schafft Verständnis füreinander – und sichert Arbeitsplätze.
Erfahren Sie mehr über den wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Wert des Tourismus für Berlin.
Und gestern Abend ein kurzer Segen: längerer Regen. Ungeachtet dessen war noch kein Berliner Sommer so trocken seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 114 Jahren (Hintergründe hier). Bäume werfen Äste ab, um zu überleben, die Parks haben sich in Steppen verwandelt, in den Gärten fällt schon das Herbstlaub. Immerhin hier fangen die Berlinerinnen und Berliner an zu sparen. Statt in der prallen Sonne den Rasen zu sprengen (sollte bei der Dürre sowieso niemand versuchen), haben sich viele Bewässerungsanlagen zugelegt, mit denen sie nachts ihre Pflanzen betröpfeln. Und auch sonst spart die Stadt Wasser ein, wie die Wasserbetriebe herausgefunden haben (Hintergründe hier). Neue Hoffnung, tröpchenweise.
Ohne Spree und Havel gäbe es uns wohl nicht – zumindest nicht in Berlin. An ihren gewundenen Lebensadern hat die Stadt vor knapp 800 Jahren ihr eigenes Leben entdeckt – nun sind die Flüsse der Region in großer Gefahr. Das gesamte Ökosystem der Oder wird nach der Umweltkatastrophe, die Polen nur widerwillig aufklärt, zu einem schwimmenden Tierfriedhof (Checkpoint von gestern). Und im Spreewald werden wegen Dürre und Wasserknappheit zahlreiche Schleusen geschlossen. So soll noch genug Wasser in der Hauptspree fließen, in den vertrocknenden Nebenarmen dürften ebenfalls viele Fische verenden. Der Klimawandel bringt den Menschen um die Natur – und damit wir uns um uns selbst.
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Sie ist wieder da! Die nächste Lange Nacht der Museen findet am 27. August statt. In diesem Rahmen lädt das Kultursommerfestival und der Hamburger Bahnhof zu ART MEETS SOUND ein. Für einen entspannten Einstieg in die Nacht sorgt der Sound des Hamburger House-Labels Dial, den der Label-Gründer David Lieske an diesem Abend präsentieren wird. 19 – 22 Uhr. Eine Anmeldung für das Open Air ist nicht erforderlich.
Wir kommen zu den wichtigsten Personalien der Berliner Gegenwart:
+++ Affäre ohne Ende: Der RBB-Rundfunkrat hat Patricia Schlesinger als Intendantin fristlos abberufen. Der Verwaltungsrat muss nun die Vertragsauflösung der wegen zahlreicher Vorwürfe zurückgetretenen ARD-Vorsitzenden vollziehen. Der Schaden für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nach der Affäre um Geldverschwendung und mögliche Vetternwirtschaft wird länger anhalten als dieses Verfahren.
+++ Schrecken mit Ende: Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel ist sein Amt wohl los. Am späten Montagabend sprach sich sogar seine örtliche Grünen-Fraktion mehrheitlich für einen Rücktritt aus. Sollte von Dassel dem nicht freiwillig nachkommen, will die Fraktion ein Abwahlverfahren einleiten. Von Dassel war wegen seiner möglichen persönlichen Einflussnahme auf ein Stellenbesetzungsverfahren im Bezirksamt stark unter Druck geraten; am Montag bat er die Senatskanzlei um die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen sich selbst. Das Ende steht für viele längst fest.
+++ Was nach dem Ende bleiben wird: Der russische Maler Dmitri Wrubel liegt nach einer Corona-Erkrankung im Sterben. Nach dem Mauerfall sprühte der Künstler das Graffito „Mein Gott, hilf mir, diese tödliche Liebe zu überleben“ an die Berliner Mauer. Das inzwischen weltberühmte Bild der East Side Gallery zeigt einen Bruderkuss zwischen dem damaligen Sowjetchef Leonid Breschnew und DDR-Staatschef Erich Honecker. Es bleibt ein Mahnmal an die inszenierte Harmlosigkeit brutaler Diktatoren – und damit weiter aktuell.
So, Diggah, jetzt wird’s wyld. Wenn Bre mit dem Macher smasht, ist das schon sus. Aber wie slay er tut, voll Gommemode, das ist bodenlos. Oder doch: SIUUUU!
Ach ja, abstimmen über das neue Jugendwort des Jahres können Sie hier – cringe Dir was!
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Hier spielt die Zukunft! Noch bis Sonntag gastieren die besten Jugendorchester der Welt in Berlin. Erleben Sie in einzigartiger Festivalatmosphäre den Klassiknachwuchs: beim Konzert der Nationalen Jugendphilharmonie der Türkei unter der Leitung des charismatischen Kosmopoliten Cem Mansur! Am 16.8., mit Werken von Tschaikowski, Fauré, Schumann – und einer Uraufführung aus der Heimat. Young-Euro-Classic.de
Berliner Schnuppen
Telegramm
Fast ein halbes Jahr hält die demokratische Ukraine der Militärinvasion Russlands stand. Hier die wichtigsten Neuigkeiten aus dem Krieg inmitten von Europa:
+++ Prorussische Separatisten in der Ostukraine haben am Montag fünf Europäer vor Gericht gestellt. Ihnen könnte die Todesstrafe drohen.
+++ Russland verweigert offenbar Inspektion des AKWs in Saporischschja von Kiew aus.
+++ Russland drängt britisches Flugzeug aus Luftraum.
+++ Lettland liefert vier Militärhubschrauber an die Ukraine.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier) verfolgen. Spenden für die Ukraine in Not können Sie weiterhin hier.
Sie sind die letzten ihrer Art – halbwegs freie Journalistinnen und Journalisten, die trotz Gängelung und Gewalt sowie der geschlossenen unabhängigen Medien in Russland geblieben sind und nun auf Youtube-Kanälen aus ihrem Land berichten, das sich selbst isoliert (Reportage hier). Menschen wie Wassilij Polonskij sind nicht still bleiben wollende Helden in einem verarmenden Reich, dessen Zukunft für ihn so aussieht: „Zweifellos wird diese neue Sowjetunion wie die alte zusammenbrechen. Ob und wohin wir alle aus ihren Trümmern hervorkriechen werden, ist aber völlig unklar.“
Er ist wohl einer der integersten Gewerkschafter in Berlin – und war es schon in der DDR. Die Staatspartei SED wollte Dieter Haase als Schulpersonalrat absetzen, weil er Kinder keinen Wehrunterricht geben wollte. Inzwischen kennt kaum jemand die personelle Lage der Berliner Schulen besser als er. Nun geht der langjährige Vize des Gesamtpersonalrats in den Ruhestand und sagt im Abschiedsinterview: „Die Bildungssituation hat einen katastrophalen Tiefpunkt erreicht.“ Berlin muss noch viele Jahre nachsitzen.
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Exklusives Gewinnspiel: Testen Sie den Tagesspiegel 4 Wochen gratis und gewinnen Sie 2 Plätze auf einer luxuriösen Flusskreuzfahrt im Advent auf Rhein, Mosel und Main im Gesamtwert von 1.658 €. Zusätzlich verlosen wir unter allen Besteller:innen 50 Rewe-Gutscheine im Wert von 20 €. Zum Angebot Nur bis 31.8.
Irgendwann musste das kommen: Computer ersetzen Chefinnen und Chefs. In manchen Kreuzberger Start-ups entscheidet bereits der Algorithmus über die Strategie von Firmen. Wichtig dafür, so zeigt eine Reportage unserer Redaktion „Berliner Wirtschaft“ (E-Paper hier), sind Technikgläubigkeit und Fortschrittsoptimismus bei Mitarbeitenden wie Heinrich Tessendorf: „Ich bin 31 und möchte mich auch mit 41 oder 51 noch wie 31 fühlen.“ Kreuzberger Träume sind lang.
Und ein paar gute Nachrichten haben wir natürlich wieder noch:
Die Feuerwehr hat gestern Abend 350 Menschen aus drei S-Bahnen befreit. Der erste Zug war zwischen Friedrichstraße und Hauptbahnhof liegengeblieben und hatte den Einsatz ausgelöst. Notruf Bahnsteigkante.
Die Faxen nicht mehr dicke hat das Straßen- und Grünflächenamt Tempelhof-Schöneberg. Wegen eines durch einen Verkehrsunfall zerstörten Verteilerkastens war das Amt vergangene Woche komplett offline, also ohne Telefon, Mail und sogar Fax. Nun läuft alles wieder, drüben in Post-Berlin.
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Auf den Spuren von Heinrich Heine
In diesem Jahr wäre Heinrich Heine 225 Jahre alt geworden. Wir gedenken dem Dichter anlässlich dieses Jubiläums und Sie kommen in den Genuss literarisch-musikalischer Veranstaltungen beim Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf. Begeben Sie sich eine auf Spurensuche in seine Geburtsstadt und erleben Sie ein sommerliches Rahmenprogramm am schönen Rhein
Das immerhin können wir: eine Welle machen. Schon mehr als 1700 Kinder haben die Ferienkurse der Schwimmvereine besucht. Dabei legten 447 das Seepferdchen, 622 das Bronze- und 217 das Silber-Abzeichen ab. Nicht nur Landessportbund-Chef Thomas Härtel weiß: „Schwimmen lernen ist lebenswichtig.“ Nur rettet sich, wer’s kann.
Ach ja, auch das noch: Die Berliner SPD ist gegen ein „Recht auf Rausch“, wie es die Grünen fordern. Passend dazu präsentiere ich hier ein in der Pandemie entdecktes Lieblingsgetränk, das auch diesen Checkpoint begleitet hat: ein kaltes, alkoholfreies „Corona Zero“. Mixed by incidence.

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Freiheit, Demokratie, Selbstbestimmung: Werte verteidigen in Krisenzeiten. Die Konferenz DIVERSITY am 10./11. November 2022 will zeigen: Die Wertschätzung von Vielfalt ist in Zeiten von Populismus, Flucht, Kriegen und Krisen nicht „dekadent“. Sie ist, klug gemanagt, der Schlüssel zum Erfolg in Wirtschaft und Gesellschaft – und zu einem nachhaltigen Frieden. Infos hier
Zitat
„Im Anfang war der Wald, und der Wald wurde Kohle, und die Kohle schmolz Erz zu Eisen und Stahl, und der Wohnsitz der Herren von Eisen und Stahl war wieder tief im Wald, der am Anfang war.“
Erik Reger, Schriftsteller und Journalist, 1931 in seinem fulminant-sachlichen Industrieroman „Union der festen Hand“. Reger war 1945 Gründer des Tagesspiegel als erste freie Zeitung Berlins nach dem Krieg. Sein wichtigstes Buch wird heute neu veröffentlicht (mehr dazu hier). Ein Twitter-Account hält Regers Stimme am Leben (hier) – und zeigt Zitate aus dem Buch unter dem Hashtag #UnionDerFestenHand.
Tweet des Tages
Regen ist der neue Schnee, oder?
Stadtleben
Essen & Trinken – In der ehemaligen Kantine Kohlmann bringt neuerdings das „Kante“ Bar und Restaurant in Einklang. In Anlehnung an die vielen Kanten an den Tischen und an der Bar wurde die Lokalität auf ihren Namen getauft. Die kleine überschaubare Karte listet internationale Klassiker aus regionalen Zutaten, sowie anspruchsvolle eigen kreierte Signature-Drinks. Teilhaber Wilson Ochsenknecht empfiehlt die Burrata aus Brandenburg, die Aubergine oder den Caesar Salad. So-Do 18-3 Uhr, Fr/Sa 18-4 Uhr, Abendessen 18-23 Uhr, Skalitzer Straße 64, Kreuzberg, U-Bhf Schlesisches Tor
Berliner Highlights –Wer in den vergangenen Jahren seine Volljährigkeit oder den runden Geburtstag nicht ausgiebig genug feiern konnte, der sollte seinen Blick gen Friedrichshain richten: Der Südturm am Frankfurter Tor 9 bietet in seiner obersten Etage den „höchsten Salon Berlins“. Auf der Ebene 15 bietet der Kuppelraum mit seinem Außenring eine himmlische Aussicht über Berlin. Eine Etage tiefer ist eine üppig ausstaffierte Bar eingerichtet. Auch das gewünschte Catering ist individuell anpassbar. Wer den Ausguck für ein paar Stunden sein Eigen nennen möchte, erhält per Telefon oder Mail weitere Infos zur Miete.
Karten sichern I – Profeministisch veranstaltet das Musikmagazin „Ich brauche eine Genie“ am 18. August ein Dreierlei an Amüsement im „silent green Kulturquartier“: Neben gemischten Konzerten und einer Lesung von Julia Friese aus ihrem gerade erschienenen Roman „MTTR“ wird am Ende des Abends das Glitzer-Glitzer-Eichhörnchen an geniale Künstlerinnen verliehen. Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr. Karten gibt’s ab 8 Euro im Vorverkauf. Wir verlosen 4x2 Tickets! Gerichtstraße 35, Mitte, S/U-Bhf Wedding
Karten sichern II – Die Verfilmung des Musicals „Linie 1“ flimmert am 21. August über die Leinwand des Yorck Sommerkinos am Schloss Charlottenburg. Um 20.45 Uhr beginnt die inszenierte Fahrt mit der U1 nach Kreuzberg, auf der Suche nach dem „Märchenprinzen“. Karten für die Vorführung in Anwesenheit des Filmteams gibt’s für 10 Euro. Wir verlosen 5x2 Karten! Spandauer Damm 10-22, Charlottenburg, S-Bhf Westend
Noch hinradeln – Die Mark Brandenburg ist voll von Schlössern und Herrenhäusern. Deren Gemäuer erzählen von Raubrittern, wechselnden Adelsgeschlechtern, berühmten Architekten, von Zerstörung und Enteignung. Und in der Gegenwart sind etliche neu durchgestartet – als Ökohof, Hotel, quirliger Gedenkort etc. Tagesspiegel-Kollegin Dorothee Nolte hat sich mit dem Rad aufgemacht und Schlösser und Gutshäuser im Landkreis Oder-Spree abgeklappert. Sie nimmt Sie zum Beispiel mit nach Steinhöfel, wo ein klassizistisches Schmuckstück mit seinen Ecktürmen und Zinnen verträumt im Schlosspark steht. Hier lässt es sich romantisch spazieren gehen und Kaffee trinken kann man auch. Hier können Sie den Newsletter kostenlos abonnieren.
Tourigeflüster – Um bequem und günstig von A nach B zu kommen, fahren Touristen mit Bus, Bahn und Tram. Wo, wenn nicht hier, sprudelt die geballte Ladung Tourigeflüster in die Ohren der Hauptstädter. Zeko hat die Berliner Verkehrsbetriebe mit einem Stern bewertet. Er wünscht sich eine Klimanlage oder „ich werde geschmolzene Schokolade“, schreibt er.
Berlin heute
Verkehr – A100/A113: Die Autobahn ist Richtung AD Neukölln/Schönefeld zwischen AS Gradestraße und AS Späthstraße im Tunnel Ortsteil Britz in der Zeit von 21 Uhr bis 05 Uhr gesperrt.
Falkenseer Chaussee (Falkenhagener Feld): In Höhe Wolburgsweg steht stadtauswärts zwischen 6.30 und 14 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Mariendorfer Damm (Mariendorf): Zwischen Trabrennbahn und Kettinger Straße steht stadtauswärts an drei Abschnitten von jeweils etwa 100 Metern jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung (bis Mitte September).
Demonstration – „Restrukturierungsfonds: Keine Geschenke an die Banken“: 20 Teilnehmende, Finanzwende e.V., Platz des Volksaufstandes von 1953 (8.30-11 Uhr)
„Protect Ukrainian sky“: 50 Personen, Willy-Brandt-Straße 1 (14-16 Uhr)
„Ausstellung von Straßenfotos der Verbrechen der Islamisch Faschistischen Republik im Iran“: 50 Protestierende, Jugend im Exil, Washingtonplatz 1 (18-20 Uhr)
Gericht – Nach einem tödlichen Streit muss sich ein 43-Jähriger verantworten. Er soll seinem Mitbewohner mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen haben. Das Opfer sei verblutet (9.45 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 504).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Birgit (Bi), alles Liebe und Gute zu Deinem 70. Geburtstag, einen wunderschönen Tag heute in fröhlicher Runde mit Max und weiteren lieben Menschen wünschen Dir Gudrun und Werner!“ / Leslie Clio (36), Sängerin / Andreas Dresen (59), Filmregisseur / Melanie Kühnemann-Grunow (50), für die SPD im AGH / Lucy Reuß (25), Shooting Guard bei ALBA Berlin / Moritz Rinke (55), Dramatiker und Romanautor / Karin Schubert (78), Juristin und SPD-Politikerin / Wolfgang Tillmans (54), Fotograf und Künstler
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Lothar Brandt, * 27. Januar 1942 / Walter-Michael Haseney, * 25. März 1943 / Ewa Kiedrowski-Walaszewski, verstorben am 8. August 2022 / Dr. Hans-Joachim Koubenec, * 22. Januar 1943 / Helmut Link, * 10. Februar 1918 / Karl Marquardt, * 20. Dezember 1925 / Brunhild Petukat, * 2. August 1935, Krankenschwester, verstorben am 9. August 2022 / Dr. Hans-Jürgen Schönherr, * 16. Oktober 1936 / Dr. Siegfried Suckut, * 10. April 1945
Stolperstein – Martha Weinberg (geb. Littmann, 1875) wuchs mit sechs Geschwistern in der Stadt Neumark (Nowe Miasto Lubawskie) auf. Um die Jahrhundertwende heiratete sie den aus Jakobsdorf (heute Jakubowo Lniano) stammenden Textileinzelhändler Lesser Weinberg und bekam zwei Kinder. 1933 zogen Martha und Lesser in der Wohnung ihrer mittlerweile erwachsenen Kinder am Planufer 26 in ein Zimmer zur Untermiete. Im Spätsommer 1942 deportierten die Nationalsozialisten das Ehepaar mit dem „66. Alterstransport“ aus Berlin in das Ghetto Theresienstadt. Wenige Wochen nach der Ankunft starb Lesser mutmaßlich an einem „Hirnschlag“. Etwa zwei Jahre später – heute vor 78 Jahren – wurde Martha ermordet. Auf der Johanniterstraße 3 in Kreuzberg erinnert ein Stolperstein an sie.
Encore
An dieser Stelle gibt’s in den Sommerferien jeden Tag einen Neun-Euro-Ticket-Tipp für Kurzentschlossene. Alles, was Sie tun müssen, ist: den Checkpoint lesen, um 9 Uhr am Hauptbahnhof stehen und losfahren. Heute geht’s nach: Strausberg.
Hinfahrt: Berlin Hbf 9.13 Uhr
Ankunft: Strausberg Bhf 9.56 Uhr
Umstiege: 1
Erleben: CLIMB UP! - Bergwelt in Strausberg (4,6 Google-Sterne, letzte Bewertung „Super Bergwelt. Wir waren zum 1.Mal hier und haben uns sehr wohl und gut betreut gefühlt. 5 Sterne auch für Tommy unseren super freundlichen Guide. Gerne wieder!“)
Essen & Trinken: „KING KOI Vietnamese Cuisine“ (4,2 Google-Sterne, letzte Bewertung „Sehr leckeres Essen zu sehr guten Preisen. Preis-Leistung: Top. Bedienung freundlich! Portionsmenge war sehr angenehm, wer will müsste sich höchstens mehr Reis dazu bestellen. Wartezeit fürs Essen war 15-25min, also voll in Ordnung. Hatten die 30a und die 90e. Empfehlung ist raus. King Koi Limo war auch super, frisch und süßlich.“)
Sonstiges: „Außerdem verläuft quer über den Straussee mit der Strausseefähre die einzige elektrische Seilzugfähre Deutschlands, die insbesondere von Ausflüglern gern benutzt wird.“
Rückfahrt: Strausberg Bhf 18.35 Uhr
Ankunft: Berlin Hbf 19.33 Uhr
Umstiege: 1
Für überfüllte Züge, kurzfristige Ausfälle und Betriebsstörungen übernimmt der Checkpoint keinerlei Haftung. Wir freuen uns aber sehr, wenn Sie uns Fotos von Ihrer Reise schicken: checkpoint@tagesspiegel.de.
Und damit düsen wir von Strausberg, wo ich mir als Pionier einst die DDR-Volksarmee ansehen musste, die angeblich den Frieden verteidigte, zurück ins Herz der Stadt der Freiheit. Viel Herz gezeigt haben heute hier Thomas Lippold (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Cristina Marina (Produktion). Morgen begrüßen Sie hier Ann-Kathrin Hipp und Lotte Buschenhagen. Ich grüße Sie!
