Sehr heiß und sonnig mit Höchsttemperaturen bis 33°C

Berliner SPD-Fraktion fordert eine finanzielle Entlastung für BürgerStart in den Kultursommer mit kostenlosen Open-AirsDie Wochenendtipps mit einem unendlichen Gedicht beim Poesiefestival

beginnen wir den Samstag mit einer Auswahl des aktuellen Geschehens aus Berlin:

+++ Niedrigere Umsatzsteuer, mehr Hartz IV, Energiegeld: Die Berliner SPD-Fraktion fordert eine finanzielle Entlastung für Bürger, denn Energiekrise und Preissteigerungen seien „ein regelrechtes Armutsrisiko“. 

+++ Zurück zum „Berlin-Gefühl“: Die Hauptstadt startet in den Kultursommer. Nach zwei Jahren Stagnation soll es für die Kulturszene wieder losgehen: 90 Tage lang finden in der ganzen Stadt kostenlose Open-Air-Veranstaltungen statt.

+++ BVG-Busse in Tramlänge: Der Bushof hat zur E-Bus-Schau nach Berlin-Spandau geladen. Dort haben die Verkehrsbetriebe erklärt, wie sie ihre Busflotte bis 2030 komplett auf elektrische Fahrzeuge umstellen. Und: Es soll zwei zusätzliche Betriebshöfe geben.

Selbstverständlich war das längst nicht alles. Der Rest steht wie immer verlässlich hier auf tagesspiegel.de.

Die Stadtmagazine Tip und Exberliner feiern heute ihren 50., respektive 20. Geburtstag im Haus Zenner – um 14 Uhr geht es los mit Jim AvignonLie NingWallis BirdDJ Hell und anderen. Wer dabei genau heute Geburtstag hat, ist der ehemalige Reeperbahnarbeiter, vegetarische Bauer und Ex-Beatle Paul McCartney: Mit 80 ist er zehn Jahre älter als beide Magazine zusammen. Aber Achtung: Was auch immer Sie an diesem Wochenende feiern: Es wird sehr, sehr heiß.

Hitzige Debatten auf dem SPD-Landesparteitag sind eigentlich nur bei der Diskussion über den A100-Ausbau zu erwarten. Kritik an den Landesvorsitzenden (oder schlechten Umfragewerten) gibt's derzeit nur anonym: Man brauche neue Ideen und Ansätze statt „oller Kamellen“ sagt ein langjähriges SPD-Mitglied, das seinen (nicht unbekannten) Namen ungern im Checkpoint lesen will.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Neulich traf ich mich bei Feldberg mit einer Studierendengruppe. Die Klasse sollte etwas über Wühltechnik, Entscheidungsfindung und den ganzen künstlerischen Prozess erfahren, den ich bei meiner Arbeit durchlaufe. Nun gut, dachte ich, das werde ich, sprachgewandt und reflektiert, wie ich bin, ja wohl noch vermitteln können. Nach kurzer Einleitung stieß ich auch direkt meine Hauer in den Grund und begann zu gestalten – was soll man lange reden, wenn man doch vor Ort ist und es demonstrieren kann. Das gehe doch nicht, das sehe nicht aus, rief man mir zu. Und was denn das für eine unsensible Art sei, solchen Anblick könne man diesen sensiblen Studierwesen doch nicht zumuten. Was soll ich sagen, ich bin nun mal kein Vorbild. Ich bin Künstler. Und da wir bei Feldberg sind: Hans Fallada war bekanntlich auch hier, mit Stift und Papier statt mit Hauern. Und der war ja wohl auch Künstler – aber doch sicher kein Vorbild, bei der Lebensführung. Fallada hat die Landschaft übrigens sehr eindrucksvoll beschrieben, die ich umgewühlt habe. Und Aquarellmaler Hans-Jürgen Gaudeck aus Kladow hat über die Jahre vieles gemalt, was Fallada beschrieb. Wie es vor meinem Eingriff aussah, sehen Sie ab Samstag in Herrn Gaudecks Bildern, 15 Uhr, in der Sommergalerie in Feldberg, Fürstenberger Strasse 1. Da eröffnet der Maler seine Ausstellung. Ich empfehle mich, mit freundlichem Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Heiß wird es dieser Tage, sehr heiß. Was das heißt und was es uns abfordert, hat Henning Onken (Abo) aufgeschrieben.

Was noch unternehmen kann, wer unter dieser Hitze sonst gar nichts kann, hat die Redaktion hier (Abo) in 34 Tipps zusammengetragen – das ist etwa einer pro Grad Celsius.

Noch Anfang 2020 hätte niemand gedacht, dass er einmal als „mächtigster Mann der Berliner SPD“ gelabelt werden würde: Wer Raed Saleh damals in Kurt Krömers Satireshow sah, sagte ihm wohl eher den Abstieg voraus. Warum das Gegenteil eingetreten ist, beschreibt Julius Betschka (Abo).

Eine wunderbare Geschichte für inneres Verreisen – oder auch als Inspiration für den eigenen Surfurlaub: Wo Jimi Hendrix sein letztes, Ton Steine Scherben ihr erstes Konzert spielten und das Windsurfen auf das Engste mit Kaffe und Kuchen verbunden ist: Martin Kaluza (Abo) über zwei Fehmarner Surfpioniere Jahrgang 1939 und ihre Insel im Wandel der Zeit.

Wochen­rätsel

Gewonnen! Was muss eine Gastwirtschaft in Mitte mitbringen, wenn sie die Außenfläche vor dem Lokal auf Parkbuchten erweitern möchte?

a) Betonschrammborde mit Spritzschutz
b) Betonspritzborde mit Schrammschutz
c) Betonschrammschutz mit Spritzborde

Tip: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, weiß Bescheid.

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

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Den Wochenend-Frühdienst hat heute heldinnenhaft Kathrin Maurer verrichtet, am Montag lesen Sie an dieser Stelle Lorenz Maroldt. Bewahren Sie bis dahin einen kühlen Kopf!

Ihr Thomas Wochnik