das Norwegische Nobelkomitee hat entschieden, dass der Friedensnobelpreis 2012 an die Europäische Union (EU) vergeben wird und „wünscht den Blick auf das zu lenken, was es als wichtigste Errungenschaft der EU sieht: den erfolgreichen Kampf für Frieden und Versöhnung und für Demokratie sowie die Menschenrechte; die stabilisierende Rolle der EU bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens“. Mit dieser Begründung wurde der Europäischen Union am 10. Dezember 2012 der weltweit wichtigste Friedenspreis verliehen.
Knapp sechseinhalb Jahre später sind tausende Menschen an den Grenzen Europas ertrunken und der deutschen Seenotretterin Carola Rackete drohen Haft- und Geldstrafen, weil ihr Schiff, die Sea-Watch 3, unerlaubt in Lampedusa angelegt hat. Der Vorwurf: „Beihilfe zur illegalen Einwanderung“. Anders gesagt: Sie hat 42 Menschen das Leben gerettet.
Wo die Politik versagt, wird zumindest die Zivilgesellschaft aktiv. Die Fernsehmoderatoren Jan Böhmermann und Klaas Heufer-Umlauf haben zu Spenden für die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch aufgerufen. Fast 690.000 Euro sind bereits eingegangen. Eine Petition fordert die Freilassung der Kapitänin. Mehr als 90.000 haben bereits unterschrieben. In Berlin startet die „Seebrücke“ heute ab 7:30 Uhr eine (Dauer-) Mahnwache vor der italienischen Botschaft. „Wir bleiben so lange bis unsere Kapitänin, der wir aus tiefstem Herzen für ihren Akt der Humanität danken, wieder frei ist!“
„Wenn uns nicht die Gerichte freisprechen, dann die Geschichtsbücher“, hatte Carola Rackete selbst vor wenigen Tagen in einem Interview mit Spiegel Online gesagt. Die Geschichtsbücher sind ihr sicher. Noch bleibt zu hoffen, dass darin von einem Freispruch die Rede sein wird.
Auch wenn die Überleitung schwerfällt: Weiter geht es mit unseren Sommerthemen.
In Berlin um die Welt: Albanien – Wer Albanien bereits bereist hat, kann bestätigen: Gastfreundschaft, wunderschöne Gebirgslandschaften, die Strände und die hauptstädtische Barkultur hinterlassen einen viel nachhaltigeren Eindruck, als jegliche Klischees. In Berlin gibt es zugegebenermaßen nicht viele Berührungspunkte mit dem Land – mit knapp 2260 Menschen (Stand Ende 2016) ist die albanische Community auch nicht allzu groß. Für einen ersten Anhaltspunkt haben wir deshalb nach dem einfachsten Zugang gesucht: dem kulinarischen – und dafür geht’s nach Tegel, zur Bäckerei Sofra. Die albanische Küche ist als ein Potpourri aus türkischen und italienischen Speisen ganz gut charakterisiert. Pita (und Pita-Pizza!) kommen frisch aus dem Ofen, Börek gibt’s natürlich auch. Dazu üppige Torten mit viel Sahne und Zuckerguss, wie sie in der albanischen Hauptstadt Tirana an jeder zweiten Straßenecke verkauft werden. Scharnweberstraße 61, tägl. 5-22 Uhr.
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Sie haben schon alles gesehen?
Dann machen Sie Kurzurlaub in der Geheimen Welt von Turisede!
Die einmalige Parkwildnis voller skurriler Bauten und Geheimgänge kann man an einem Tag nicht erkunden. Schlafen in den Baumwipfeln, sich beim Bad im Kannibalenkessel verwöhnen und zur Geisterstunde gruseln.
Ein Ort für die Seele - nicht nur für Erwachsene! www.turisede.com
Sommerspaß: Flakensee – Der Flakensee ist der perfekte Ausflugsort für alle, die nicht so weit fahren wollen. Das Gewässer liegt direkt an der Grenze von Berlin zu Brandenburg. Der RE1 Richtung Frankfurt/Oder bringt einen in einer halben Stunde zum Bahnhof Erkner, von wo es nur noch einige Minuten Fußweg sind. Ideal fürs Picknick, Fahrradtouren und Badespaß. Wer nicht so schnell wieder weg will, kann auch auf dem Campingplatz bleiben. Zelten unterm Sternenhimmel ist zu dieser Jahreszeit sowieso die beste Art, die Nacht zu verbrigen.
Sommersport: Hula 'Ōlapa – Hula verbindet Perkussion und Gesänge mit ausdrucksstarken Gesten und erzählt durch seine sich ständig verändernde Praxis ganz nebenbei auch noch etwas über die Geschichte Hawaiis. Ein Hālau ist eine traditionell geführte Hula-Schule und genau so eine gibt es in Kreuzberg: das Hālau Hula Makahikina.Trainiert wird nach genauen Prinzipien, dem sogenannten Hālau-Protokoll. Gefördert werden Teamgeist und Naturverbundenheit.
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28. adidas Runners City Night am 3. August 2019
Auf der superschnellen Strecke über den Kudamm fallen die Bestzeiten über 10 und 5 km. Die City West wird zur rauschenden Party Zone. Hot Spots, Sambabands, internationale Läufer und das hippe Bühnenprogramm auf dem Breitscheidplatz sorgen für die Lauf-Party des Jahres. Lass dir das nicht entgehen und melde dich an unter www.berlin-citynight.de
Jottwede (Janz weit draußen): Grumsin – Gemeinsam mit vier anderen deutschen Wäldern wurde der seit mehr als 20 Jahren ungenutzte Buchenwald Grumsin 2011 zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt. Gelegen in Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin kann man dort 2,5 bis 8 Stunden wandern (je nach Tour). Start sind jeweils die Infopunkte Altkünkendorf beziehungsweise Geopark. Mit dem Auto dauert die Anreise aus Berlin ca. 1:40h über die A11 – alternativ nimmt man den RE3 nach Angermünde und dann den BiberBus.
Berlin, aber Sommerloch: Happy Birthday Kevin Kühnert! Der Juso-Chef wird heute 30 – und die BILD am Sonntag hat diesen Ehrentag bereits gestern zum Anlass genommen, um bei Kühnerts ehemaliger Grundschullehrerin nach dessen Parteivorsitzqualitäten zu fragen. Die Antwort: „Er könnte das, und er wird mal eine Führungsrolle einnehmen. Aber ich glaube, der Zeitpunkt könnte noch ein bisschen früh sein.“ Vorher müssen noch Kindergärtner und Hebamme zustimmen.
Gesine Schwan (SPD) vermutet übrigens, dass sich Kühnert (im Gegensatz zu ihr) nicht um den Parteivorsitz bewerben wird. Das ganze Tagesspiegel-Interview („Die Spitze der SPD ist immer wieder davor zurückgeschreckt, heikle Themen anzusprechen. Das war ein Teil des Problems.“) lesen Sie hier.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Es ist offiziell: Der letzte Tag des Monats hat einen neuen Hitze-Rekord aufgestellt. In Tempelhof wurden 38,3 Grad gemessen – nie war es in Berlin im Juni heißer.
Der beste Ausklang für einen Hitzetag? Der Biergarten! Unsere Leute-AutorInnen haben besondere Tipps für alle zwölf Berliner Bezirke gesammelt (hier zu lesen).
Auf einem Industriegelände in Neu-Hohenschönhausen ist am Sonntagabend ein Feuer ausgebrochen. 100 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz.
Nur etwa 1.300 (ca. 0,35 %) der rund 370.000 Berliner Bauten sind höher als 35 Meter und gelten damit per Definition als Hochhaus. Weil Berlin höher hinaus soll, bespricht der Senat am morgigen Dienstag den Entwurf für das neue Hochhausleitbild des Landes (der uns vorliegt). Die zehn Planungsgrundsätze im Überblick:
1) Die Häuser müssen eine besonders hohe städtebauliche und architektonische Qualität aufweisen. 2) Ein Wettbewerbsverfahren ist durchzuführen. 3) Das Erdgeschoss muss für die Öffentlichkeit nutzbar sein. 4) Nachteilige Auswirkungen von Hochhausvorhaben sind zu kompensieren. 5) Ein Bebauungsplanverfahren ist durchzuführen. 6) Vorzugsweise das oberste Geschoss muss eine öffentliche oder gemeinschaftliche Nutzung ermöglichen. 7) Es muss einen Mehrwert für die Allgemeinheit geben. 8) Hochhausbauvorhaben müssen sich durch besondere Nachhaltigkeit auszeichnen. 9) Frühzeitige und umfängliche Partizipation ist wesentlich – „noch vor Beginn von Wettbewerbs- und Bebauungsplanverfahren“. 10) Hochhäuser über 60 Meter sind multifunktional zu nutzen. Die entsprechende Beschlussvorlage soll (nach Abschluss aller Beteiligungsformate) Ende 2019 vorgelegt werden.
Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hält den Mietendeckel für rechtswidrig. Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) hält davon wenig. Die vom Senat vertretene Auffassung zur landesrechtlichen Umsetzbarkeit des Mietendeckels werde dadurch nicht erschüttert.
Die Grünen halten der Bundesregierung vor, im Fall Anis Amri die Rolle der Bundesbehörden kleinzureden. Der Anlass: Auf eine Kleine Anfrage, die dem Tagesspiegel vorliegt, heißt es, man sehe keinen Grund, die Chronologie zum Behördenhandeln zu aktualisieren. Letzte Aktualisierung: Februar 2017 – zwei Monate nach dem Anschlag.
Die frisch gekürte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) holt sich Verstärkung aus Berlins Landespolitik. Finanz-Staatssekretärin Margaretha Sudhof übernimmt den Posten als Staatssekretärin in ihrem Ministerium (Q: Berliner Zeitung).
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URBAN SPORTS - Berlin ist eine Stadt am Wasser. Seen, Bäder, Flüsse – urbane Sportler haben eine riesige Auswahl an Playgrounds für ihr Hobby. Lesen Sie hier über die sportlichen Sommertrends wie Schwimmen, Paddeln oder Wakeboarden. Außerdem: Alle wichtigen Triatholon Termine der Hauptstadt- Region auf einen Blick.
Neue Umfragewerte für Berlin: Grüne 25 %, CDU 17 %, Linke 17%, SPD 15 %, AfD 10%, FDP 7 % (Q: Forsa / Berliner Zeitung). Beliebtester Politiker bleibt Klaus Lederer.
„Totgesagte leben länger“, sagt SPD-Fraktionschef Raed Saleh im Interview mit dem Tagesspiegel. Er glaubt daran, dass seine Partei in Berlin wieder stärkste Kraft wird und plädiert für eine behutsame Bebauung des Tempelhofer Feldes mit Sozialwohnungen am Rand und einem großen Kinderplanschbecken in der Mitte.
Apropos Baustelle und Tempelhofer Feld: Die Toiletten am Haupteingang sind seit dem 25. März gesperrt. Eigentlich sollten die Anlagen einem Aushang zufolge bis Ostern ersetzt werden – ehrlicherweise steht darauf nicht, in welchem Jahr.
Nach dem Görli bekommen jetzt auch andere Berliner Parks Manager, die „präventiv wirken“ (also Nutzer auf ihr Fehlverhalten ansprechen) sollen. Vier Millionen Euro investiert der Senat dafür bis zum Ende des Jahres.
Andere Länder, andere Preise, heute:
Jahresgebühr für Dauerparker (Anwohner): Stockholm 872 Euro, Kopenhagen 148 Euro, Wien 90 bis 120 Euro, München 30 Euro, Berlin 10 Euro (Q: Spiegel).
Strafgebühr für eine E-Roller-Fahrt auf dem Geweg: Paris 135 Euro, Berlin böser Blick. (Q: NDR)
Der Berliner Fotograf Andreas Mühe hat Porträts von Rammstein, Helmut Kohl und Angela Merkel aufgenommen und wurde berühmt mit Serien wie „Schreibtische“, „Obersalzberg“ oder „Jagd“, die deutsche Geschichte und romantische Mythen sezieren. „Mischpoche“ lautet nun der Titel seiner aktuellen Ausstellung im Hamburger Bahnhof, in der es um die Geschichte seiner eigenen Familie geht. Zwei Jahre lang hat Mühe Modelle seiner Verwandten (lebende und verstorbene) bauen lassen, hat sie zusammengestellt und fotografiert. In großen Porträts bringt er (1979 in Ostdeutschland als Sohn von Regisseurin Annegret Hahn und dem 2007 verstorbene Schauspieler Ulrich Mühe geboren) alle Generationen zusammen. Wie die psychologisch aufgeladene Szenerie entstanden ist und was sie für ihn bedeutet erklärt der Fotograf in einer exklusiven Führung für Checkpoint-Abonnenten: Donnerstag (4.7., 17 Uhr). 20 Plätze werden vergeben. Wer teilnehmen will, schreibt eine kurze Mail (Betreff „Mischpoche“) an checkpoint@tagesspiegel.de.
Außerdem eine kleine Erinnerung: Am Mittwoch (3. Juli / 19 Uhr / Akanischer Platz 3) sprechen wir in unserer Gesprächsreihe „SportCheck“ mit Orthopädin und Sportmedizinerin Margrit Lock und dem Ernährungswissenschaftler und Buchautor Dr. Wolfgang Feil über das gesunde Laufen. Für Checkpoint-Abonnenten ist der Eintritt frei, für alle anderen kostet er fünf Euro. Da die Plätze begrenzt sind, bitte eine kurze Anmeldung (Betreff „SportCheck“) an checkpoint@tagesspiegel.de.
Und noch bis heute Mittag nimmt Tagesspiegel-Wetterfrosch Stefan Jacobs von Checkpoint-Abonnenten Berliner Bauernregeln entgegen, die er für Sie checkt. Einfach eine Mail mit dem Betreff „Bauernregel“ an checkpoint@tagesspiegel.de schicken.
Zwei Rückblicke zum Schluss:
Am 1. Juli 1979 kam der erste Walkman auf den Markt. Kollege Christian Vooren gratuliert zum 40. und erinnert an die schönste aller popkulturellen Erscheinungen: das Mixtape.
Am 1. Juli 1989 zog die erste Loveparade über den Kudamm. „Eigentlich haben wir das Grundgesetz getanzt“, sagt Mitgründer Dr. Motte heute und denkt darüber nach, elektronische Musik aus Deutschland für das immaterielle Weltkulturerbe vorzuschlagen.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Doch der Fahrstuhl am Westkreuz riecht noch immer nach Pisse. Und du weißt nicht wie doll ich dich vermisse.“
Die Band „Von wegen Lisbeth" macht aus Berliner Alltagswahrheiten Liebeslieder. Wie und warum haben sie meiner Kollegin Madlen Haarbach im Interview beim Minigolfspielen erzählt.
Tweet des Tages
Steige vorgestern in den Bus, zeige mein Handyticket, Busfahrer nickt, ich setz mich hin. Dann habe ich gesehen, dass ich nicht das Ticket gezeigt habe, sondern ein sonniges Berlin-Foto. Frage mich immer noch, wieso der Fahrer genickt hat.
Stadtleben
Essen – Im Sommer schwindet oft der Appetit. Irgendwann muss aber trotzdem was in den Magen. Am besten etwas Leichtes, das trotzdem satt macht. Asiatisch essen gehen ist da eine gute Wahl. Zum Beispiel in der dritten Dependance der Pho Noodlebar, die letzten Monat am Zoo eröffnet hat. Neben der namensgebenden Pho-Suppe gibt's am Hardenbergplatz 2 temperaturadäquate Sommerrollen, Glasnudel-, Papayasalat und erfrischende Limos. Liegt alles nicht schwer im Magen, man muss also nicht nach Hause rollen. Tägl. 12-24 Uhr
Trinken – Der Blick auf den Landwehrkanal, der Kaffee auf Eis. So kann man es sich gutgehen lassen! Im Plan Café ist obendrein auch das Gewissen befriedigt: Denn die Bohnen kommen fair gehandelt aus Nicaragua und die Schokolade, die im Affogato landet, ist vegan. Dazu noch Vanilleeis, Espresso und Erdbeeren, und fertig ist das kleine, italienische Dessert. Zur Abkühlung empfiehlt sich ansonsten einer der selbstgemachten Eistees oder Fruchtsäfte. Wer möchte, bestellt dazu ein Stück „Strawberry Crepe Cake" oder „Blueberry Cheesecake", ebenfalls selbstgemacht und verdammt lecker! Mo-Sa 8-20 Uhr, So 8.30-20 Uhr, Planufer 92b, U-Bhf Schönleinstraße
Berlinbesuch – Wenn Sport, dann morgens! Klar, im Fitnessstudio ist es auch tagsüber kühl, aber draußen macht doch mehr Spaß. Noch viel mehr Spaß macht Sport in der Gruppe. Und genau das ist das Konzept von „Sport im Park". Trainingsgruppen treffen sich bis Ende August täglich in vielen der tollen städtischen Grünoasen, um gemeinsam zu schwitzen (alle Orte hier). So kann der Berlinbesuch etwa seinen Tag mit Rumpfstabilisation, Rücken- und Dehnübungen starten und dabei den Von-der-Schulenburg-Park an der Sonnenallee (S-Bhf Köllnische Heide) erkunden. Normalerweise hätte es ihn wahrscheinlich nicht dahin verschlagen. 10-11 Uhr, Treffpunkt: Große Wiese am Märchenbrunnen
Geschenk – Auch zu dieser Fashion Week organisiert die projektgalerie ihren mittlerweile kultigen Designer Sample Sale. Diesmal in der Lobby des Hotels Amano in der Auguststraße 43 in Mitte. Bis Sonntag (tägl. 11-21 Uhr) präsentieren dort Berliner Modelabels, was sie auf Lager haben, und verkaufen ihre Avantgarde-Kreationen an „Normalsterbliche" zu ganz erschwinglichen Preisen. Eine Runde stöbern schadet jedenfalls nicht.
Last-Minute-Erfrischung – Für viele Berufstätige lohnt die Fahrt zum See nach Feierabend leider nicht mehr (ist vielleicht auch gesünder). Doch einmal schnell ins Wasser springen, abkühlen – das wäre schon was! Eine gute Alternative ist ein Besuch im Haubentaucher am RAW-Gelände. Der ist Club, Kino, Lounge, Biergarten und vor allem Swimmingpool in einem. Die gewünschte Abkühlung gibt's in der Revaler Straße 99 also allemal, dazu spielt von 12 bis 21 Uhr ein DJ (wir sind schließlich in Berlin) und ab 21.30 Uhr läuft der Film „Berlin Bouncer" auf der Open-Air-Leinwand (ja, man kann vom Pool aus gucken). Der Eintritt zum Film kostet 9 Euro. S/U-Bhf Warschauer Straße
Noch hingehen – Nicht nur die klimatisierten Räume im Gropius-Bau sind ein Argument, um noch in die Ausstellung „The Black Image Corporation" zu gehen. Sie erweitert nämlich den Horizont. Denn die Kunst- und Kulturszene in Europa ist weitestgehend von weißen Künstler*innen geprägt, diese Ausstellung lenkt den Blick auf afroamerikanische Identität. Im Mittelpunkt steht das Schaffen der Fotografen Moneta Sleet Jr. und Isaac Sutton. Sie fotografierten beim Marsch auf Washington, lichteten den ersten afroamerikanischen Astronauten ab und gaben schwarzen Models und Schauspielerinnen eine Plattform. Noch bis zum 28. Juli in der Niederkirchnerstraße 7 (S-Bhf Anhalter Bahnhof), der Eintritt kostet 15 Euro. Mo & Mi-So 10-19 Uhr
Das Stadtleben zum Wochenstart von: Maria Kotsev
Prominent verraten
Der in dieser Woche gesuchte Berliner lebt nicht nur hier, sondern auch in Düsseldorf, wo er 1959 geboren wurde.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie
Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt?
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Berlin heute
Verkehr – Auf der Mollstraße in Mitte fährt ab 7 Uhr der Autoverkehr wegen Rohrleitungsarbeiten in Richtung Friedrichshain Höhe Büschingstraße einspurig (bis Mitte August). Ebenso auf der Warschauer Brücke (Friedrichshain) – von 10-14 Uhr in beiden Richtungen. Voll gesperrt ist wiederum die Schloßbrücke in Charlottenburg zwischen Bonhoefferufer und Luisenplatz (bis vsl. 23. August). Fußgänger und Radfahrende sind davon nicht betroffen. Und auf der Indira-Ghandi-Straße in Alt-Hohenschönhausen gibt es bis Sonnabend in Richtung Weißensee zwischen Sportforum und Hansastraße ebenfalls nur eine Spur.
Demonstration – Zum „Hissen der Regenbogenflagge am Roten Rathaus" versammelt der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg von 10-11 Uhr rund 30 Teilnehmende am Platz vor dem Roten Rathaus. Etwa 150 Personen demonstrieren in der Mauerstraße in Mitte für den „Erhalt des Status als Selbstständige – Freiberufliche Pflegekräfte" (13-15 Uhr). Und von 16.30-19 Uhr läuft der Future Fashion Forward e.V. mit 300 Protestierenden ab dem Friedrichstadtpalast unter dem Motto „Nachhaltige Mode und faire Arbeitsbedingungen" bis zum Tille-Durieux-Park am Potsdamer Platz.
Gericht – Drei 17- bis 20-Jährige kommen nach einer Messerattacke gegen einen jungen Mann unter anderem wegen versuchten Mordes auf die Anklagebank. Sie sollen sich mit dem Geschädigten verabredet haben, um ihn auszurauben. Der 17-Jährige habe das Opfer durch zwei Stiche in den Rücken schwer verletzt (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 701).
Universität – Die Vorlesungszeit neigt sich dem Ende. Umso schöner, dass vorher noch der venezolanische Journalist Evan Romero für einen Gastvortrag an die FU kommt. Thema: „Venezuela, from election to election (2015-2019)". Der Eintritt ist frei. Ab 16 Uhr, Lateinamerika-Institut, Rüdesheimer Straße 54/56, Raum 201
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Stefan Aust (73), Herausgeber der Welt, ehem. Chefredakteur der Welt (2016) und des Spiegels (1994-2008) / Jochen Biedermann (40), Baustadtrat in Neukölln (Grüne) / Ludwig Hirsch, „alles Gute wünschen die 'Meyaner'" / Mainhardt Graf von Nayhauß-Cormòns (93), Journalist / Peter Plate (52), Sänger, Produzent und Komponist, Mitglied der Band Rosenstolz / Joachim Zeller (67), Mitglied des Europäischen Parlaments für die CDU/EVP, ehem. Landesvorsitzender der CDU (2003-05)
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Schauspielerin Lisa Martinek, * 11. Februar 1973 / Waltraud Beck, * 9. Juni 1934 / Vera Gramann, * 19. August 1967 / Ralf Rattunde, * 7. Februar 1957, Rechtsanwalt, Notar und Professor / Christa Seinsch, * 10. September 1938
Stolperstein – Gitschiner Straße 70, Kreuzberg: Hier lebte Martha Scharff (Jhg. 1883) bis zu ihrer Deportation nach Theresienstadt heute vor 76 Jahren. Am 12. Oktober 1944 wurde sie nach Auschwitz weiterdeportiert, wo die Nazis sie ermordeten.
Im Tagesspiegel
Lange war die arabische Minderheit vom Hightech-Boom in Israel ausgeschlossen. Wie sich das nun ändert, lesen Sie in der Reportage von Astrid Herbold heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Weil es dieser Tage so verdammt heiß ist, hat Friedrichshain-Kreuzberg ein Grillverbot in allen öffentlichen Parks erlassen. Weil BerlinerInnen Verbote nicht so gut abkönnen, trudeln bei Pressesprecherin Sarah Lühmann "unheimlich viele Nachfragen" ein. Sie verstehe die Aufregung gar nicht, meint Lühmann. „Das Beste am Grillen sind doch eh die Beilagen." Und weil doch eigentlich alle wollen, dass alle zufrieden sind, hat Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann uns ihr Lieblings-Picknickrezept verraten – ganz ohne Grillen, erfrischend und gesund. Voilà:
Wassermelonen-Schafskäsesalat mit Minze: 1kg Wassermelone in kleine Stücke schneiden. Für das Dressing einen Esslöffel Zitronensaft und zwei Esslöffel Olivenöl mit Salz und Pfeffer verrühren. Einige Stängel Pfefferminze waschen, Blätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Melone, Minze und Dressing in einer Schüssel vermengen und im Kühlschrank eine Stunde ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren mit 100 bis 200g zerbröseltem Schafskäse bestreuen. Dazu passen frisches Baguette, Brie (auf keinen Fall zu jung) und Birnencidre.
In diesem Sinne: Picknickkörbe raus und auf in die Parks! Lassen Sie es sich gut gehen. Morgen übernimmt hier in gewohnter Frische Laura Hofmann. Wir lesen uns am Mittwoch wieder.