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Corona-Inzidenzen zählen nicht mehrDiskobetreiber klagt erfolgreich fürs Tanzen – bietet es aber nicht anMitte verhängt Sperrstunde für Außengastronomie

so, jetzt aber raus aus den Federn! Denn unter Federwolken lauern heute und morgen noch mal die womöglich letzten Ausläufer des Sommers – und eines Trubeltreibens unter freiem Himmel. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Erleuchtung im Freiluftkino? Im von Verdrängung bedrohten „Pompeji“-Schrammelkino am Ostkreuz läuft etwa die Sex-und-Gesellschaftssatire „Bad Luck Banging or Loony Porn“, die den Wettbewerb der Berlinale gewann, als noch richtig Sommer war (Erinnerung hier). In der Augustdämmerung wird auch Musike gespielt. So singt Dota mit ihrer Gitarre vorm Festsaal Kreuzberg ihre traurigschönsten Sommer-Erinnerungen – wie diese hier: „Ich trag die Sonne auf den Schultern / und den Sommer unter den Nägeln mit nach Haus / Im letzten Licht geh’n die andern schon voraus.“ Also raus an die Luft, in der sich der Sommer mit Abstand am gesündesten ausatmen lässt. Bevor er mit herbstlichen Grüßen in Quarantäne geht.

Das Einmaleins der Bezirkspolitik ist ja manchmal zum Weinen. Zum Beispiel beim Kreuzberger Wein: Der sollte 01001011 heißen, also nach dem Binärcode für den Buchstaben K, was einerseits für Kreuzberg stehen sollte und andererseits für Konrad Zuses ersten Computer der Welt, der am Kreuzberg entwickelt wurde. Doch dann zeigten sich die Städte Wiesbaden und Ingelheim am Rhein, Stifter des Weins und Partner des Bezirks, irritiert darüber, dass der neue Wein aus alten Schläuchen nicht mehr „Kreuz-Neroberger“ oder „Kreuz-Ingelberger“ heißen sollte. Dann fielen Zuses Verstrickungen mit dem NS-Regime nachträglich auf.

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