so, jetzt aber raus aus den Federn! Denn unter Federwolken lauern heute und morgen noch mal die womöglich letzten Ausläufer des Sommers – und eines Trubeltreibens unter freiem Himmel. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Erleuchtung im Freiluftkino? Im von Verdrängung bedrohten „Pompeji“-Schrammelkino am Ostkreuz läuft etwa die Sex-und-Gesellschaftssatire „Bad Luck Banging or Loony Porn“, die den Wettbewerb der Berlinale gewann, als noch richtig Sommer war (Erinnerung hier). In der Augustdämmerung wird auch Musike gespielt. So singt Dota mit ihrer Gitarre vorm Festsaal Kreuzberg ihre traurigschönsten Sommer-Erinnerungen – wie diese hier: „Ich trag die Sonne auf den Schultern / und den Sommer unter den Nägeln mit nach Haus / Im letzten Licht geh’n die andern schon voraus.“ Also raus an die Luft, in der sich der Sommer mit Abstand am gesündesten ausatmen lässt. Bevor er mit herbstlichen Grüßen in Quarantäne geht.
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Das Einmaleins der Bezirkspolitik ist ja manchmal zum Weinen. Zum Beispiel beim Kreuzberger Wein: Der sollte 01001011 heißen, also nach dem Binärcode für den Buchstaben K, was einerseits für Kreuzberg stehen sollte und andererseits für Konrad Zuses ersten Computer der Welt, der am Kreuzberg entwickelt wurde. Doch dann zeigten sich die Städte Wiesbaden und Ingelheim am Rhein, Stifter des Weins und Partner des Bezirks, irritiert darüber, dass der neue Wein aus alten Schläuchen nicht mehr „Kreuz-Neroberger“ oder „Kreuz-Ingelberger“ heißen sollte. Dann fielen Zuses Verstrickungen mit dem NS-Regime nachträglich auf. Also wurden die Jahrgänge 2020 und 2021 erneut umetikettiert: berlinisch trocken in „Wein ohne Namen“. Der CDU-Verordnete Timur Husein wollte nun vom Bezirksamt wissen, wer bei dieser Posse eigentlich zu tief ins Glas geguckt hatte. Werfen wir ganz nüchtern einen Blick in die Anfrage:
Frage: „Welche weiteren Namen wurden in der Sitzung des Bezirksamts am 13.04.2021 diskutiert?“
Antwort von Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann: „Keine.“
Frage: „Gab es eine Abstimmung über den Namen in der Sitzung des Bezirksamts am 13.04.2021?“
Antwort „Ja.“
Frage: „Wurden die Namensvorschläge vor dem 13.04.2021 mit den zuständigen Vertretern der Städtepartnerschaften diskutiert?“
Antwort: „Nein.“
Nachfrage: „Wenn nein, warum nicht?“
Antwort: „Dies wurde pandemiebedingt versäumt.“
Nachfrage: „Wenn ja, mit welchem Ergebnis?“
Antwort: „Entfällt.“
Zeit für die Rechnung: Zahlen, bitte – für den Wein ohne Buchstaben.
Zahlen zum Vergessen liefern auch die steigenden Corona-Inzidenzen. Das Corona-Kabinett unter Leitung von Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will sie deshalb jetzt als Richtwert der Pandemiepolitik abschaffen. Für den Kampf gegen die „Pandemie der Ungeimpften“, die die Bundesregierung heraufziehen sieht, soll allein die Belegung von Krankenhausbetten ausschlaggebend sein. Intensivpfleger Ricardo Lange, der im Tagesspiegel seit mehr als einem Jahr aus dem schweren Alltag auf den Krankenstationen berichtet, warnt davor, die Inzidenzen aus den Augen zu verlieren. Am meisten regt er sich aber über die Aussage des Gesundheitsministeriums von Jens Spahn (CDU) auf, das Gesundheitssystem sei bisher zu keiner Zeit überlastet gewesen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht aller Pflegekräfte“, sagt Lange am Checkpoint-Telefon.
„Jens Spahn hat entweder nicht zugehört oder in der Corona-Zeit nichts dazugelernt. Viele Intensivstationen waren schon vor der Pandemie überlastet“, berichtet Lange. So sei es kein Wunder, dass Berlins Pflegekräfte derzeit auf der Straße statt auf den Stationen seien und Berlins Politik in den Panikmodus versetzten (aktueller Report hier). Kurz vor der Wahl könnte in den Krankenhäusern das Limit des Menschenmöglichen wieder ausgereizt sein. Oder, wie Ricardo Lange sagt: „Überlastung und Kollaps sind zwei unterschiedliche Dinge.“
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Die Inzidenz singt – zumindest aus dem Mund des in Berlin weltberühmten Comedy-Liedermacher-Karikaturisten Fil (zum Mitsingen hier). Und sogar Tanzlustbarkeiten sind wieder erlaubt – zumindest in der Edel-Diskothek „The Pearl“ in der Fasanenstraße. Die hatte erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht für das Tänzchen einer Gimpften mit einem Genesenen geklagt – und ist davon jetzt selber überrascht. Für die nächsten Diskoabende müsse man sich jetzt erst mal ein Konzept überlegen, lassen die Betreiber aus der westlichen Innenstadt auf Checkpoint-Nachfrage wissen. „Das funktioniert ja nicht so, dass wir einfach die Tür aufmachen und die Leute reinlassen.“
Zumal die Betreiber des „Pearl“, die im Lockdown eine üppige Förderung bekamen, jetzt aber in ihrem Club nur ein Restaurant betreiben, ihre Gäste im Herbst über die damals gültige Sperrstunde hinaus feiern ließen, was andere Clubs mit weniger Förderung ärgerte. Jetzt verspricht man lediglich „einen entspannten Drink nach der Arbeit“. In Berlins mildem Westen.
Wenigstens ist auch im Osten nix mehr los. Die Flaniermeile Friedrichstraße dämmert schon tagsüber vor sich hin – und an der einst belebten Tucholskystraße nahe der vor Jahrzehnten mal spannenden Oranienburger Straße klappt das Bezirksamt Mitte pünktlich die Bürgersteige hoch (via Jan-Philipp Hein). In einem Bescheid an Gaststättenbetreiber wird jetzt „der Beginn der Sperrzeit für den zur Schankwirtschaft gehörigen Schankvorgarten im Bereich der Tucholskystraße auf 22 Uhr vorverlegt“. Berlin legt sich immer früher zur Ruhe – und wacht bald auf als Bonn.
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Musik jetzt! - Der Pierre Boulez Saal Berlin startet in seine fünfte Spielzeit. Schon die ersten beiden Monate der neuen Saison, die am 5. September startet, präsentieren einen faszinierenden Querschnitt durch das künstlerische Profil von Berlins jüngstem Konzertsaal. Karten für alle Veranstaltungen im September und Oktober sind ab heute 14 Uhr auf der Website des Pierre Boulez Saals erhältlich.
Infos & Tickets: boulezsaal.de
Und was ist im Berliner Wahlkampf los?
- SPD-Kandidatin Franziska Giffey muss sich nun auch von ihrer Doktormutter Betrug vorwerfen lassen (in der OSI-Zeitung der Studierenden, wo die heutigen Chefredakteure genau so viel Spaß an Politik haben wie wir damals – Hintergrund hier).
- CDU-Kandidat Kai Wegner wird schon als Berlins Regierender Bürgermeister geführt (allerdings nur vom wieder mal über sich selbst stolpernden Kanzlerkandidaten Armin Laschet – Video hier).
- Und die Grünen sind zumindest auf ihren Plakaten „bereit, weil Ihr es seid“. Obwohl Kollegin Constanze Nauhaus zurecht anmerkt, dass „breit, weil Ihr es seid“ besser zur geforderten Cannabis-Legalisierung passen würde.
Ach ja, das mit den Breitseiten geht jetzt noch fünf Wochen. Dann müssen alle füreinander bereit sein. Immer bereit für die nächsten fünf Jahre.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Berlins Polizei steht auf dem Schlauch. Deshalb sucht sie jetzt 60 Fahrradschläuche und -mäntel (Ausschreibung hier). Für den Reifendienst.
Heute starten die Paralympics in Tokio. Bei den Spielen von Menschen mit Behinderungen ist der Tagesspiegel wieder mit jungen Redakteurinnen und Redakteuren dabei. Die Paralympics-Zeitung liegt heute der Zeitung bei (E-Paper hier), es gibt täglich digitale Texte (hier) und Videos (hier). So bewegend kann Bewegung sein.
Deutschland streikt: In der Bahn (Service hier). In den Kliniken (Fragen und Antworten hier). Selbst im Bett (Essay hier). „Die Corona-Maßnahmen und deren Lockerung haben sich nicht unmittelbar auf die Familienplanung ausgewirkt", sagt Olga Pötzsch vom Statistischen Bundesamt. Selbst nach dem ersten Lockdown wurden kaum mehr Babys geboren als ein Jahr zuvor. Tinder, wie die Zeit vergeht.
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Nur eine Nummer?
RANGA YOGESHWAR & THOMAS DE PADOVA
Zahlen bestimmen unseren Alltag mehr, als den meisten Menschen bewusst ist. Auch unsere digitalen Aktivitäten sind voller Algorithmen – und das alles wäre nicht denkbar ohne die Sprache der Zahlen. Live vor Ort im Futurium am 28. August, 20:00 Uhr oder im Livestream.
Mehr Infos unter futurium.de
Ich seee was, was Du nicht siehst und das ist meer. Vielleicht ist Usedom bald von Berlin aus in zwei Stunden mit dem Zug zu erreichen. Eine dafür nötige Brücke könnte wieder aufgebaut werden, berichtet Klaus Kurpjuweit. Damit Berlin ein paar Brückentage in den Sand setzen kann.
Querpass ins Olympiastadion: Hier will der 1. FC Union übermorgen im Europapokal mal richtig rot sehen. Hertha BSC hat derweil wieder den Saisonstart verballert und verkauft mit Cunha gerade den besten Spieler. Kabarettist und Fan Frank Lüdecke kommentiert am Spielfeldrand: „Experten behaupten, es sei immer gefährlich, am Ende der Saison in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Insofern sieht es bei Hertha gar nicht so schlecht aus. Wir sind jetzt schon Letzter.“
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Neun Personen hausen in einem dunklen Zimmer, drei Kinder im Quergebäude im Soldiner Kiez müssen gemeinsam in einem Bett schlafen. Die Mutter sitzt an der Nähmaschine, der Vater ist bereits an Tuberkulose gestorben. So lebte Berlin vor sich hin vor 100 Jahren. Die Allgemeine Ortskrankenkasse besichtigte die ausgemergelte Hauptstadt der Zwanziger Jahre – mein Kollege Henning Onken hat Berichte und Fotos von damals zusammengetragen und eindringlich aufbereitet. Weil das Leben in Berlin nie golden war.
Reden bleibt Gold. Ältere Menschen ab 70 bekommen künftig Besuch zum Quatschen, wenn sie wollen. Zunächst läuft das Pilotprojekt der Malteser in Charlottenburg-Nord und Neu-Hohenschönhausen (via RBB). Schon ein „Guten Tag!“ ist oft eine gute Tat.
Jetzt bitte wacker bleiben. Das Gitarrenrock-Festival Wacken fällt auch in kleinerer Form aus. So schlägt der Sommer auch diese Saite um.
Tweet des Tages
Hätte ich ein Lastenrad, ich würde mir damit fünf Kisten Bier holen, um das unterirdische Niveau dieses Wahlkampfs zu ertragen.
Stadtleben
Verkosten – Wenn die Milch sauer wird und sich die festen Bestandteile von der flüssigen Molke trennen, entsteht Käse. Mit dem fertigen Produkt befasst sich Käsemeister Matthias Becker an seinem Stand Alte Milch in der Markhalle Neun. Aus bäuerlicher Landwirtschaft hat er momentan drei Sorten im Schlepptau: einen zweieinhalb Jahre gereiften Bauerngouda, einen Salzwiesen-Bergkäse in Weißwein gewaschen und einen handselektierten Comté aus dem französischen Jura. Vielleicht Ihr neuer Lieblingskäse? Vorbeischauen lohnt sich dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags bis 18 Uhr. Eisenbahnstraße 42, Kreuzberg, U-Bhf Görlitzer Bahnhof
DIY – Als umweltfreundliche Inkarnation der Frischhaltefolie macht sich das Bienenwachstuch nicht nur bei den Öko-Hippies beliebt – Zero Waste ist in aller Munde. Größere Baumwoll-Stoffreste eignen sich für den Selbstversuch besonders gut. Zusätzlich benötigen Sie Bienenwachsdrops und ein paar Schwenker Ihres Lieblingsöls – ob Jojoba-, Speise- oder Kokosöl. Für die ganze Werkzeugliste hier klicken.
Last Minute – Die Berliner Philharmoniker warten auf ihren Einsatz. Bevor es mit der Konzertsaison so richtig losgeht, bitten die Musiker:innen vorab zur „welcome back week“. Heute Abend spielen Bratschistin und„Artist in Residence“ Tabea Zimmermann, die Philharmoniker sowie ausgewählte Gäste Werke von Schumann, Brahms, Debussy und Hindemith. Um 20 Uhr gewährt Ihnen der Kammermusiksaal, der „kleine Bruder“ der Philharmonie, Einlass. Tickets für den Abend mit „Tabea Zimmermann & Friends“ gibt’s ab 19 Euro. Heute Abend noch nichts vor? Wir verlosen 2x2 Karten.
Noch hingehen – In Hohenschönhausen ziert die Ausstellung „Bone Music“ die Innenräume der Villa Heike. Der Fokus der Exposition liegt auf der Art und Weise, wie Menschen in der ehemaligen Sowjetunion trotz Zensur Musik verbreiteten. Um westliche Jazz-Musik, Rock ’n’ Roll oder russische Lieder unters Volk zu bringen, wurden Musikbegeisterte kreativ, entwickelten eigene Aufnahmegeräte und stellten Schallplatten selber her. Der Eintritt ist frei. Nach dem Besuch lässt sich der Ausflug mit einem Rundgang durch die naheliegende Gedenkstätte Hohenschönhausen fortführen. Bis 5. September, Do-So 14-20 Uhr, Freienwalder Straße 17
Grübelstoff – Für die Resteküche lädt der Verein Restlos glücklich zum Schnippeln an den Tisch. Was ist Ihrer Meinung nach– auch abseits der Küche – zu gut für die Tonne und landet in Ihrer „Box zum Verschenken“?
Berlins Spitzenkandidat:innen-Check
5 x 1: Bis zur Abgeordnetenhauswahl stellen wir den Spitzenkandidat:innen von CDU, FDP, Grüne, Linke und SPD jede Woche eine Frage, die sie mit nur einem Foto beantworten dürfen. Diesmal: Was darf in keinem Klassenzimmer fehlen? Das heutige Bild kommt von Klaus Lederer (Linke).
Foto: DIE LINKE. Berlin
Berlin heute
Verkehr – Bitte planen Sie auch am zweiten Tag des Lokführerstreiks bei der Deutschen Bahn/S-Bahn mehr Zeit ein, da immer noch mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen ist.
Eichborndamm (Reinickendorf): Sperrung in Richtung A111 zwischen Pannwitzstraße und Miraustraße für mehrere Wochen.
Nikolassee: Sperrung auf dem Straßenzug Kronprinzessinnenweg-Havelchaussee von 7 bis 12.30 Uhr.
Provinzstraße (Reinickendorf): Sperrung der Schwartzstraße in beiden Richtungen ab morgens bis Ende des Jahres.
Köpenicker Straße (Mitte): Verkehrsbeeinträchtigung von 11 bis 13 Uhr zwischen Engeldamm, Heinrich-Heine-Platz und Kommandantenstraße.
Riesaer Straße (Hellersdorf): Ab dem Mittag ist die Fahrbahn in beiden Richtungen zwischen Mark-Twain-Straße und Lichtenhainer Straße auf einen Fahrstreifen je Richtung bis Mitte September verengt.
S-Bahn: Betrieb aufgrund des laufenden Lokführerstreiks nach einem Notfahrplan. Weitere Informationen finden Sie hier.
Demonstration – Für eine „Tarifrunde Private Banken“, angemeldet durch Ver.di, versammeln sich von 9 bis 10 Uhr ca. 50 Personen auf der Otto-Suhr-Allee 6-16. Von 14 bis 20 Uhr fordern ca. 10 Protestierende die „Verurteilung der massiven Menschenrechtsverletzungen und den Stopp von Hinrichtungen im Iran“ auf dem Pariser Platz. Unter dem Motto „TVöD – für alle an der Spree“ streiken die Vivantes Tochtergesellschaften und ca. 400 Unterstützer:innen von 15.30 bis 18 Uhr für gleiche Bezahlung bei gleicher Arbeit in einem Aufzug von der Köpenicker Straße 30 über Heinrich-Heine-Platz zur Kommandantenstraße 80, angemeldet durch Ver.di. Für „Mehr sicheren Raum für spielende Kinder und öffentliche Begegnungsorte in der Wohnstadt“ setzen sich von 15 bis 19 Uhr ca. 40 Demonstrierende auf der Sodtkestraße 19 ein. Von 17 bis 20 Uhr findet eine „Mahnwache gegen die Entakademisierung Berlins, insbesondere Reinickendorfs“, angemeldet durch „Die Partei“ auf dem Ludolfingerplatz 1 mit ca. 6 Teilnehmenden statt.
Gericht – Ein mutmaßlicher Raser muss sich wegen fahrlässiger Tötung eines 26-jährigen Fußgängers verantworten. Der Angeklagte (25) soll mit einem Auto mit bis zu 82 Stundenkilometern die Chausseestraße in Mitte entlanggerast sein und den Mann erfasst haben. Das Opfer erlag eine Woche später seinen schweren Verletzungen (9.15 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 2108).
Universität –2009 erklärte die UNESCO den Tango zum immateriellen Kulturgut der Menschheit. Im Rahmen des internationalen Musik- und Theaterprojekts Piazzolla widmet sich die Humboldt Universität dem feurigen Standardtanz: Um 18 Uhr führt die musikalische Lesung „Von Buenos Aires um die Welt – eine Migrationsgeschichte“ in den Abend. Ein anschließendes Gala-Konzert bringt die musikalische Bandbreite vom traditionellen Tango über Tango Nuevo bis zum Elektro-Tango auf die Bühne. Danach ist das Publikum eingeladen, selbst unter freiem Himmel zu tanzen. Eintritt frei, Anmeldung erforderlich.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Alexander „Sascha“ Anderson (68), Schriftsteller / Anna Carlsson (48), deutsch-schwedische Schauspielerin und Synchronsprecherin / Dorle Döpping (73) „Psychoanalytikerin, gute Laune und beste Wünsche von Micha“ / Martin Grütter (38), Komponist und Pianist / Michael Kleeberg (62), Schriftsteller und Übersetzer / Helga Korthaase (83), ehem. Politikerin und Staatssekretärin (SPD) / Salomé, bürgerlich: Wolfgang Ludwig Cihlarz (67), Künstler / Stefan Schlede (81), Politiker (CDU), bis 2016 im AGH / Dirk Stettner (52), für die CDU im AGH
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Prof. Dr. Peter Gummert, * 30. März 1938 / Bodo Lohmann, * 1. Februar 1940, Arzt / Dieter Rosenkranz, * 1. November 1925, Stiftung Zukunft Berlin
Stolperstein – Charlotte Lilly Koltun lebte bei der Volkszählung am 17. Mai 1939 zur Untermiete in der Markgraf-Albrecht-Straße 4 in Halensee.Heute vor 78 Jahren wurde sie in einem Waggon mit 50 Menschen vom Bahnhof Grunewald nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Encore
So, jetzt noch einmal durchwischen und dann rutschen wir rein in den Tag. Am besten mit einem Saugroboter, der automatisch Staub zu Staub wirft. Für viel Asche wurden allein im ersten Halbjahr mehr als 324.000 surrende Bodenpfleger hierzulande verkauft. Autorin Sonja Stummerer hat allerdings herausgefunden: „Roboter können nicht so gut putzen wie Menschen.“ Wischen impossible.
Heute bin ich gemeinsam mit Matthieu Praun (Recherche), Sophie Rosenfeld (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion) durch die Nacht gefegt. Morgen schwingt hier Julius Betschka den Besen mit Stil. Ich staube ab und grüße Sie,
