Haben Sie das auch gespürt, dieses leichte Stückchen Leichtigkeit? So könnte er sich also anfühlen, dieser Frühsommer in der Spätphase der Pandemie. Mit wieder erweckter Lebendigkeit auf Bürgersteigen und Balkonen oder in Parks und Gärten, wo Menschen noch einen Snack in der Abendsonne nehmen und dabei einen Schnack mit lange nicht gesehenen Freunden halten. Wie ein verführerischer Vorgeschmack fühlten sich die letzten Tage an; und schon am Freitag vor Pfingsten könnten Berlins Frei- und Strandbäder sowie Biergärten und Gaststätten spätfrühlingshaft unter freiem Himmel öffnen (Details hier). Doch die Leichtigkeit des Scheins darf uns nicht zum Leichtsinn verführen, so lange sich wie gestern noch stundenlange Schlangen vor Berliner Impfzentren bilden und auch heute viele Corona-Intensivstationen intensiv belegt sind. Jetzt kommt es auf jede und jeden von uns an, wie leicht der Sommer nach den nächsten Regentagen wird. Oder wie schwer.
Zum Leistungstest werden die angestrebten Öffnungen vor allem für die Testerinnen und Tester, die uns durch ihre Arbeit überhaupt ermöglichen, halbwegs sicher wieder eine gemeinsame Stadtöffentlichkeit zu bilden. Meine Checkpoint-Kollegin Teresa Roelcke hat mit Denise Rossow über ihren neuen Alltag gesprochen; die 38-Jährige arbeitet in der Teststelle von „Pandemedics“ in Friedrichshagen.
Frau Rossow, seit wann sind Sie im Testzentrum tätig?
Seit einem Monat, vorher habe ich als Krankenschwester bei Vivantes gearbeitet. Aber hier habe ich die besseren Arbeitszeiten, was für mich als Mutter wichtig ist.
Wie viele Personen testen Sie denn am Tag?
Etwa 300, manchmal auch mehr. Die Leute sind in der Regel sehr nett und verstehen viel Spaß. Wenn ich die Leute frage, ob sie den Abstrich lieber im Mund oder in der Nase haben wollen und die dann zurückfragen, was unangenehmer ist, sage ich meistens: Möchten Sie lieber weinen oder würgen? Dann lachen die Leute.
Kommen auch Personen zu Ihnen, von denen Sie merken, dass sie Coronaleugner sind?
Nein, überhaupt nicht. Da bin ich positiv überrascht. Die Leute sehen alle die Notwendigkeit, sich testen zu lassen. Manche kommen jede Woche und wissen schon genau, von wem sie sich testen lassen wollen. Eine ältere Frau war so dankbar, dass alles reibungslos geklappt hat mit der Terminvereinbarung und dem Testen, dass sie geweint und uns Kuchen gebacken hat. Da merkt man schon, wie emotional das Thema ist, wie groß auch die Einsamkeit bei manchen Menschen ist, die nun wegen der Tests wieder soziale Kontakte pflegen können.
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Morgen startet das Theatertreffen seine zweite digitale Festivalausgabe und zeigt bis zum 24. Mai ein vielseitiges Programm: Zehn bemerkenswerte Inszenierungen aus dem deutschsprachigen Raum, neue Autor*innen-Stimmen im Stückemarkt, einen Showcase mit fürs Netz konzipierten Arbeiten, sowie Vorträge, Diskussionen und Filmbeiträge.
berlinerfestspiele.de
So, noch drei Neuigkeiten zur Impf-Lage der Nation, eine schlechte und zwei gute:
+ Das Impfen in Berliner Unterkünften für Obdachlose und Geflüchtete ist schnell wieder eingestellt worden. Vorbehalte vieler Betroffener gegen den Impfstoff von Johnson & Johnson sind offenbar zu groß, die vorhandenen Impfrationen für Mitarbeitende in den Heimen dagegen zu gering (via „taz“).
+ In den USA ist wie schon in Kanada der Impfstoff von Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben worden. Zumindest nach den Sommerferien könnte dies auch in Deutschland vielen Jugendlichen und ihren Familien neue Sicherheit geben.
+ In Berlin sind eineinhalb Millionen Impfdosen in die Arme gegangen – damit ist ein knappes Drittel der Stadt zumindest zum ersten Mal geimpft (Zahlen hier). Oft helfen dabei Freiwillige wie Natali Sosnizkij im Impfzentrum an der Messe. „Es tut gut, etwas zu tun in dieser schwierigen Zeit“, sagt die zweifache Mutter (mehr dazu in unserem Ehrenamts-Newsletter „Ehrensache“; kostenloses Abo hier). Die Hoffnung wächst mit jedem neuen Tag.
Welche Kunst würde Joseph Beuys heute machen in Zeiten, in denen die Kultur an den Rand geschoben wird und gleichzeitig die Suche der Gesellschaft nach Sinn und Gemeinsinn einen neuen künstlerischen Ausdruck sucht? Vielleicht würde der bedeutendste deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts, der heute 100 Jahre alt geworden wäre, etwas für die Würde von Künstlerinnen und Künstlern tun. So, wie er auch in den wilden Aufruhrzeiten anno ‘68 in West-Berlin undogmatisch nach Dissonanzen gesucht hat, „die er auszuhalten bereit war für sich selbst, für uns“, wie es sein Mitstreiter Heiner Bastian rückblickend erzählt. Auf einer ganzen Tagesspiegel-Seite oder hier digital bei Tagesspiegel Plus berichten sechs Begleiterinnen und Begleiter von Beuys von einem Leben, „das immer schon weitergezogen, wenn ein Werk vollendet ist“. Denn das soll das Leben auch nach einem Tod: weitergehen.
Querpass nach Köpenick: Der 1. FC Union muss sich mit Vorwürfen von 18 früheren Jugendspielern und ihren Eltern auseinandersetzen, im Nachwuchsleistungszentrum des jungen Fußball-Bundesligisten seien besonders Spieler mit arabischem und türkischem Migrationshintergrund aussortiert und nicht gut behandelt worden (via „Buzzfeed“ und „Märkische Allgemeine Zeitung“). Der Verein reagierte offensiv auf die Recherchen (Buzzfeed-Chefredakteur Daniel Drepper beschreibt das Vorgehen als konfrontativ). Nun darf der Klub, der sich so gern familiär gibt, bei der internen Aufklärung nicht defensiv bleiben.
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Jeder Klick ist ein Dankeschön an die Pflegekräfte. Mehr als 750 Nominierungen sind für den Wettbewerb „Deutschlands beliebteste Pflegeprofis“ des PKV-Verbandes eingegangen. Vorgeschlagen wurden Pflegekräfte und -teams aus ganz Deutschland. Nun wird es spannend, denn ab sofort können Sie online für Ihre beliebtesten Pflegeprofis abstimmen. Ganz einfach per Mausklick auf:
www.deutschlands-pflegeprofis.de
Rückpass zum Westkreuz: Hier blockiert die Deutsche Bahn weiterhin Pläne für eine große Grünfläche neben dem S-Bahnhof. Ende 2018 hatte sie Brachflächen an einen privaten Investor verkauft, obwohl längst bekannt war, dass Bezirk und Senat hier den „Westkreuzpark“ anlegen wollen. Inzwischen behauptet die Bahn, die Flächen, die laut unserem Bezirksreporter Cay Dobberke als Müllkippe verwahrlosen, jetzt doch selbst zu benötigen. Auf Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar heißt es dazu vom Bundesverkehrsministerium: „Auf der Fläche befinden sich bahnbetriebsnotwendige Anlagen, so dass eine Freistellung nicht möglich ist.“ Gelbhaar sagt dazu auf Checkpoint-Nachfrage: „Ein Register aller Bahnflächen samt deren beabsichtigter Nutzung ist überfällig." Hoffentlich kommt das nicht wie viele Bahnen am S-Bahnhof Westkreuz: zu spät.
Schnell noch rübergeschaltet zu Altkanzler und Despotenverteidiger Gerhard Schröder, der auf einem Golfplatz einen Ast von einem Baum abbrach und danach in die heimische Kamera sprach (Video hier): „Fasziniert hat mich die Struktur. Die Blüten sowieso, aber vor allen Dingen die Struktur. Schau Dir diese Flechte an! Daran siehst Du, dass nicht nur unsere Freunde, Markus Lüpertz zum Beispiel, große Kunst schaffen können, sondern die Natur selber. Ist das nicht faszinierend?“ Was wohl wird Angela Merkel in 16 Jahren so den lieben, verdammt langen Tag machen?
Berliner Schnuppen
Telegramm
Heute ist Tag der Pflege. Und Tag des chronischen Erschöpfungssyndroms. Und wahrscheinlich ist das kein Zufall.
Der Nahe Osten brennt. 130 Raketen feuerte die radikal-islamische Hamas heute Nacht allein auf Israels Hafenstadt Tel Aviv ab. Der Nahe Osten darf uns niemals fern werden.
Ähnlich dehnbar und zäh wie das Plagiatsverfahren der Freien Universität im Fall von Franziska Giffey ist auch die Verteidigungslinie der SPD-Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahlen im Herbst. Hatte die Bundesfamilienministerin zunächst noch erklärt, beim Entzug ihres Doktortitels von ihrem Amt zurückzutreten, sagte sie meiner Kollegin Ann-Kathrin Hipp in der vergangenen Woche beim Gespräch für den Checkpoint-Podcast „Eine Runde Berlin“: „Das Verfahren, in dem ich das gesagt habe, ist abgeschlossen. Das ist beendet.“ Praktisch, wenn Verfahren um die gleiche Sache gleich mehrere Enden haben. Dann können einem frühere Aussagen wurst werden.
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Moloch Berlin - ein faszinierender Anziehungspunkt voller Gefahren, der zugleich die Menschen, die er anlockt, verschlingt. Jetzt im Tagesspiegel-Shop erhältlich.
Fix das noch: Der Radschnellweg in Mitte, früher bekannt als Friedrichstraße, hat ein paar neue Sitzbänke dazubekommen (Fotos hier). Auf denen können sich Fußgängerinnen und Fußgänger von ihren Zwischenspurts über die Rennbahn erholen. Mit bestem Blick auf Berliner Beton.
Abba Hallo! Die schwedische Popband Abba will nach 40 Jahren Singpause noch in diesem Jahr fünf neue Lieder veröffentlichen (via „Mirror“). Fans finden’s super, trouper.
Der deutsche Profifußball, der nicht nur seine führenden Verbandsvertreter austauschen sollte (mein Kommentar zur internen Schlammschlacht hier), präsentierte gestern neben dem angekündigten Rückzug von DFB-Präsident Fritz Keller und Generalsekretär Friedrich Curtius den Spielball der neuen Bundesliga-Saison. Wegen der BFC-Dynamo-Dominanz des FC Bayern mit mittlerweile neun Meisterschaften hintereinander hat das Spielgerät diesmal die Form einer goldenen Ananas.
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Wo und wie hält man sich in Berlin in diesem Sommer am besten fit? Das Tagesspiegel Magazin URBAN SPORTS verrät die schönsten Orte und viele Tipps fürs Stand-up-Paddling, erklärt Parkour zum Trendsport und deckt auf, wie Wunderschuhe für Wunderzeiten sorgen. Mit großem Laufkalender und aktuellen Infos zu Veranstaltungen für einen sportlichen Sommer. Mehr erfahren
Deutlich bessere Preise loben unsere Leserinnen und Leser als mögliche Impfbelohnungen aus, nach denen wir Sie hier gestern gefragt hatten: eine Freikarte für Museen sowie Fernseh- und Funkturm, ein Los für eine Tombola, ein kostenloser Raum für Tanzstunden – und generell, „dass die Deutschen lässiger werden und der Neid verschwindet“. Das immerhin wäre eine schöne Belohnung für alle.
Ach ja, auch das noch: Gestern demonstrierten Querdenker vor dem Tagesspiegel-Gebäude gegen unsere Berichterstattung in der Corona-Krise und forderten die Redaktion zum Gespräch heraus. Was sie nicht mit-quergedacht hatten: Wir arbeiten nahezu alle seit 14 Monaten im Homeoffice.
Zitat
„Die Diskussionskultur hat sich wirklich verroht.“
Sascha Karberg, Leiter der Tagesspiegel-Wissenschaftsredaktion, am Dienstagabend beim Live-Talk zur Pandemie-Politik und zur Berichterstattung des Tagesspiegel über die Aktion #allesdichtmachen, mit der prominente Schauspielerinnen und Schauspieler die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung ins Lächerliche zu ziehen versucht haben. Auf Youtube kann man die kontroverse, von Anna Sauerbrey moderierte Debatte mit dem Berliner Arzt Paul Brandenburg, Autor Harald Martenstein und Tagesspiegel-Medienchef Joachim Huber noch einmal nachsehen. Und hier eine Zusammenfassung von Alexander Fröhlich nachlesen.
Tweet des Tages
Mein Vater parkt vor meinen Augen rückwärts aus und knallt gegen eine Mauer. Steigt aus, schimpft: 'Deine Mutter ist schuld, die hat mich mit ihrem Gerede abgelenkt!' - Ich: 'Echt, was hast‘n gesagt?' - Meine Mutter (ohne eine Miene zu verziehen): 'Achtung, hinter dir ist eine Mauer!'
Stadtleben
Auf die Hand – Dass man den Dänen in puncto gutem Geschmack vertrauen kann, hat sich herumgesprochen, gerade wenn es um Fermentiertes geht. Mit der Sofi Bakery in den Sophie-Gips-Höfen zeigt der Kopenhagener Gastronom Frederik Bille Brahe, dass Rezepturen nicht gewieft sein müssen, um sich von der Masse abzuheben. Er setzt eher auf ausgewählte Zutaten: Ob aus schwedischem Jütland-Weizen, ägyptischem Purpur-Weizen order Champagner-Roggen, ob in Form von Sauerteig-Croissants, Zitronen-Tahini-Cookies oder seinen berühmten Käsebrötchen – ein Besuch in der hölzernen Handwerksstube wird belohnt und von einer Tasse Kaffee oder einem Glas Naturwein begleitet. Sophienstr. 21, U-Bhf Weinmeisterstraße, Mi-Fr 7.30-18.30 Uhr, Sa+So 8.30-17.30 Uhr.
Anhören – Wer in Berlin wohnt, kennt die Sehnsucht nach Wochenenden an der Müritz, in der Uckermark oder all den anderen Orten, an denen Freunde von Freunden bestenfalls eine Hütte stehen haben. Dieser Landlust entgegen steht eine massive Landflucht – eine Dynamik, die für Herausforderungen sorgt: Was bedeutet das für den Wohnungsmarkt und die städtische Infrastruktur? Sind die Werte dieser neuen heterogenen Gruppen noch vereinbar und wie ist ein Dialog innerhalb ihrer führbar? Eint das Internet hierbei oder spaltet es? Heute um 19.30 Uhr machen sich die beiden Expertinnen Isabel Finkenberger und Claudia Neu im Live-Stream aus dem Literarischen Colloquium auf die Suche nach Antworten.
Helfen – Nachdem im Februar diesen Jahres das Gorilla-Baby Tilla das Licht der Berliner Zoo-Welt erblickt hat, soll das Affenhaus vergrößert werden, sodass die Tiere in naturnaher Umgebung leben und sich abends in ihre Baumnester zurückziehen und Ruhe finden können nach einem anstrengenden Tag unter stets auf sie gerichteten Menschenaugen. Und, wie bei jedem Umzug, braucht auch der Zoo Umzugshelfer:innen. Ab einer Spende von 10 Euro können Sie mit anpacken, wenn Tilla und ihre Eltern Sango und Bibi mit Hilfe des Zoo-Personals sanieren. Weitere Patenschaften mit Tieren, Bäumen und sogar Bänken finden Sie hier.
Anschauen – Die digitale Uraufführung eines antiken Klassikers feiert heute Abend um 20 Uhr Filmpremiere. Mit acht Schauspieler:innen (darunter Jella Haase), hat Regisseur Marius Schötz, ganz in Volksbühnen-Manier, den Sisyphos-Mythos neu arrangiert, nämlich als Musical: „Alte Pizzastücke lagen auf der Straße | und ich stand vor einem Bild von CY | die nervösen Spuren alter Hände | draußen schwamm ein Mann aus Bier vorbei.“ Die Handlung: Eines Morgens steht Griechenlands beliebteste Anti-Heldin Sisyphos vor den Insassinnen von Alcatrazicon, sie alle teilen das Schicksal lebenslanger Verbannung und wollen: raus aus dem Knast. Hier entlang zur digitalen Volksbühne mit der experimentellen Darbietung eines Epos, dessen Interpretation kein Falsch kennt.
Grübelstoff – Wie haben die Tiere des Berliner Zoos den Lockdown wohl erlebt? Endlich entspannt, weil keine kreischenden Kinder gegen Plexiglasscheiben bockelten? Oder gelangweilt, weil den Seelöwen ihr wohlverdienter Fisch während der Fütterungs-Shows fehlte? Oder gar gänzlich desinteressiert?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Gegenstände zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Kathrin Lettgen und der kulinarische Dienstplan.
„Durch Wegfall von Kantine und Schulessen gilt es hier täglich vier hungrige Mägen zu Mittag zu füllen. Daher wurde ‚Kantine Mama‘ mit einem Monats-Essensplan mit Magneten am Kühlschrank eröffnet. Dort informieren sich die Kinder (6+8) und fordern ihr Lieblingsessen ein. Allabendlich treffe ich als berufstätige Homeschoolingmama erste Vorbereitungen (Kartoffel schälen & Co.), um zur Mittagszeit für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen und den Wocheneinkauf zu planen. Die tägliche gesunde gemeinsame Mahlzeit ist wichtig – nach mehr als einem Jahr aber ein Pandemie-Ding, das Kraft kostet...“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – A114 (Pankow-Zubringer): Auf der Heinersdorfer Brücke steht in der Zeit von 9 bis 12 Uhr stadteinwärts nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Stadtauswärts wird der Verkehr über die Aus- und Einfahrt Pasewalker Straße geführt. Mit Stau sollte gerechnet werden.
Rhinstraße (Alt-Hohenschönhausen): In Richtung Landsberger Allee steht zwischen Gärtnerstraße und Plauener Straße ab ca. 6 Uhr bis Anfang August nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Tiergarten/Mitte: Wegen einer Demonstration, die um 10 Uhr am Platz der Republik startet, ist entlang folgender Wegstrecke mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen: Scheidemannstraße, Ebertstraße, Brandenburger Tor, Unter den Linden, Wilhelmstraße, Friedrichstraße, Karl-Liebknecht-Straße, Spandauer Straße und Rathausstraße zum Alexanderplatz, wo die Veranstaltung gegen ca. 18.30 Uhr endet.
Dorotheenstraße (Mitte): Die Straße ist von ca. 0.30 bis 6 Uhr zwischen Ebertstraße und Wilhelmstraße gesperrt.
Demonstration – Im Fokus des heutigen Demonstrationsgeschehens steht der Internationale Tag der Pflege. So findet zwischen 7 und 12 Uhr in der Rubensstraße eine „Kundgebung zum Tag der Pflege“ mit 50 angemeldeten Teilnehmenden statt. Mit derselben Teilnehmerzahl wird sich zwischen 9 und 12 Uhr am Platz der Republik unter dem Motto „Tag der Pflege: Der Pflege geht die Luft aus“ versammelt. Als „Walk of Care am Internationalen Tag der Pflegenden. Für bessere Bedingungen in der Pflege und dem Gesundheitswesen“ ziehen zwischen 10 und 18.30 Uhr rund 75 Demonstrierende vom Platz der Republik durch Mitte (s. Verkehr). Zum „Sleep-In Protest zur Situation der Pflegekräfte“ kommen zwischen 11 und 12.30 Uhr rund 100 Protestierende am Platz der Republik 1 zusammen. Am Robert-Koch-Platz findet von 12 bis 14 Uhr mit 75 angemeldeten Teilnehmenden die „Kundgebung zum Internationalen Tag der Pflegenden“ satt. Die „Aktive Mittagspause zum Welttag der Pflege“ versammelt 25 Menschen zwischen 12.30 und 14.30 Uhr in der Horstwalder Straße 15. Etwa 75 Personen treffen sich in der Friedrichstraße 108 im Zuge des „Internationalen Tag der Pflege“. Für die „Kundgebung für bessere Bedingungen in der Pflege am Internationalen Tag der Pflegenden durch die 3 Jugendorganisationen Grüne Jugend, Jusos, Solid“ melden die Veranstalter 100 Demonstrierende in der Zeit von 14.30 bis 15 Uhr der Friedrichstraße 136 an. Und zum „Tag der Pflege. Petitionsübergabe Senat Berlin“ finden sich ca. 1000 Teilnehmer:innen von 16 bis 17.30 in der Rathausstraße 15 ein. Einzig vor dem Bundeskanzleramt finden zwei Veranstaltungen mit einem anderen Thema statt: „Klimaschutz jetzt!“ von 8 bis 12 Uhr mit 30 Anmeldungen und von 8 bis 14.30 Uhr mit etwa 10 Demonstrierenden mit dem ähnlichen Motto „Zukunft sichern – Klimaschutz jetzt!“.
Gericht – Gegen acht Angeklagte beginnt der Prozess wegen Drogenhandels. Die 26- bis 45-Jährigen sollen einen Kokain-Lieferservice betrieben haben. Dabei hätten sie als Bande agiert (14 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 142).
Berliner Gesellschaft
Geburtstage – Rolf Brockschmidt (68) / Martin Buchholz (79), Kabarettist, Journalist und Autor / Klaus Doldinger (85), Jazzmusiker und Komponist / „Lieber Gerd, am 12. Mai 1953 bist Du in Berlin Neukölln geboren. Viele Jahre hast Du dort Deine Geburtstage gefeiert. Nun bist Du schon 14 Jahre auf der kleinen Insel Baltrum. Aber Dein Herz hängt immer noch an Berlin. Ich wünsche Dir von Herzen alles Liebe zu Deinem Geburtstag. Deine Barbara“ / Mareile Höppner (44), Fernsehmoderatorin / Miriam Hollstein, „Viele Grüße von Jennifer“ / „Karin Karnowski hat Geburtstag und ich freue mich immer auf Ihre fröhliche Ausstrahlung und Schlagfertigkeit – Hans-Joachim Melchior“ / Kolja Kleeberg (57), Spitzenkoch / Alex Lubawinski (71), ehem. SPD-Bezirksbürgermeister von Pankow (2001-2002) / „Nur Gutes für Snupi von Umi“ / Andreas Stephan, Leitender Oberschulrat a.D. / „Bruno Webers wird 75. Danke für die bisher 56 gemeinsamen Jahre! Weiter so! Rilu“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ekkehard Birkhahn, * 2. Februar 1944 / Heide Doblhofer, * 1. Juli 1940 / Hans Kuhn, * 8. März 1951 / Ille Nickel, * 16. November 1936 / Raymond Henry Wolff, * 20. Oktober 1946, Historiker, Musikforscher / Florian Eckardt, landespolitischer Korrespondent des RBB
Stolperstein – Der im Jahr 1883 geborene Julius Fromm kam als 10-Jähriger mit seiner Familie aus dem polnischen Konin nach Berlin. Schnell verwaist, studierte er Chemie und gründete im Prenzlauer Berg eine Manufaktur für Parfümerie und Gummiwaren. Nachdem er seine Firma an Hermann Görings Familie verkaufen musste, emigrierte er nach London, wo er heute vor 76 Jahren, kurz nach Kriegsende, starb. In Erinnerung an ihn liegt in der Friedrichshagener Straße 38 ein Stolperstein.
Encore
Zum Schluss gibt’s hier noch ein Eis – von einem Bären, den wir Ihnen nicht aufbinden. „Eisbären müssen nie weinen.“ So sang es einst Martin Eicher vom kalten Polar. Tränen haben die Tiere allerdings schon in den Augen – aber sind sie dabei wirklich traurig, gerührt, von Gefühlen aufgetaut? Ja, tatsächlich, meint jetzt die britische Regierung. Wirbeltiere seien sich ihrer Gefühle bewusst, deshalb sollen ihre Rechte jetzt gesetzlich garantiert werden. „Selbst Fische haben körperliche Voraussetzungen für Emotionen“, erzählt Norbert Sachser, Verhaltensbiologe an der Universität Münster. Schließlich sind sie nah am Wasser gebaut. Und tranig.
Genießen Sie lebhaft das lange Wochenende zu Land oder in der Luft. Das Wasser kommt dabei von oben, wo auch Christi Himmelfahrt gefeiert wird. Auf dem Boden der brandenburgischen Tatsachen sagt man dazu: Herrentachchen! Heute Nacht haben hier mit mir Teresa Roelcke (Recherche), Juliane Reichert (Stadtleben) und Cristina Marina (Produktion) durchgemacht. Am Freitag steht wieder Lorenz Maroldt früh mit Ihnen auf. Ich grüße Sie,