sonnige Grüße schickt Checkpoint-Leser Michael Lorrain aus Massa Marittima (Italien), wo er jeden Morgen den Checkpoint mit großem Interesse liest.
Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Knallhart ausgebremst wurde gestern Verkehrssenatorin Ute Bonde: CDU und SPD stoppten im Senat die angekündigte Rückkehr zu Tempo 50 auf 23 Hauptstraßen (CP v. gestern) – und zwar wegen Sicherheitsbedenken. Tatsächlich zeigt ein Checkpoint-Abgleich der genannten Straßen mit Bezirksunterlagen und dem Kita-Navigator des Landes, dass etliche der für Tempo 50 vorgesehene Strecken an Kindertagesstätten und Kinderläden entlangführen (allein an der Kaiser-Friedrich-Straße sind es fünf).
SPD-Fraktionschef Raed Saleh sagte dem Checkpoint am Abend, er erwarte, „dass die Senatorin und ihre Verkehrsverwaltung solche Überprüfungen akkurat und vor allem vollständig durchführen. Die vorgelegte Untersuchung war fehlerhaft, und es ist nicht nachvollziehbar, wie bei einem so wichtigen Thema wie der Verkehrssicherheit so unsauber gearbeitet werden konnte.“
Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Stettner stellte gestern klar: „Vor Kitas und vor Schulen möchten wir Tempo 30 erhalten.“ Dem Tagesspiegel sagte er: „Sollte es so sein, dass das in der jetzigen Vorlage an auch nur einer Stelle nicht sichergestellt ist, dann muss das geändert werden.“
Saleh hatte bereits vor einem Jahr im Checkpoint gefordert, dass es vor Kitas, Krankenhäuser, Seniorenzentren und Werkstätten für Menschen mit Behinderung keine Rückkehr zu Tempo 50 geben dürfe – im Gegenteil: „Wir brauchen nicht weniger Tempo-30-Zonen, sondern mehr.“ Der SPD-Fraktionschef sieht sich damit im Einklang mit dem Koalitionsvertrag – dort heißt es auf Seite 55:
Es soll grundsätzlich Tempo 50 auf Hauptstraßen gelten und Tempo 30 auf Nebenstraßen und dort, wo es sinnvoll ist. In Berlin soll Tempo 30 dort gelten, wo die gesundheitsgefährdenden Grenzwerte von Lärm- und Stickoxiden überschritten sind und dort, wo es die Verkehrssicherheit gebietet, wie beispielsweise vor Kitas, Schulen, Senioren- oder Betreuungseinrichtungen.“
Die Verkehrssenatorin möchte davon offenbar abweichen – ihre Sprecherin sagte gestern, die Liste der Straßen sei zwar auf die Nähe zu vielgenutzten Schulwegen überprüft worden, aber: „In die Kita gehen die Kinder nicht allein. Die Eltern sind dazu verpflichtet, sie dorthin zu bringen. Ein Schulweg ist etwas anderes.“
Und bei noch einem weiteren Manöver fiel Ute Bonde gestern im Senat mit überhöhtem Tempo unangenehm auf: Einen Nachfolger für ihre ins Bundeskanzleramt wechselnde Staatssekretärin Britta Behrend präsentierte die Verkehrssenatorin unabgestimmt per Tischvorlage – nicht nur zum Ärger der SPD.
Kein Wunder wäre es da, wenn die Verkehrssenatorin ihren vielen Probleme (weiter unten kommt noch eins angerauscht) am liebsten davonschweben würde. Doch auch ihre Idee, aus dem ICC ein vorgezogenes BER-Terminal für Check-in und Kofferaufgabe mit Magnetbahnanschluss zum Flughafen zu machen, stößt weitgehend auf Ablehnung (Ergebnis der Checkpoint-Umfrage: 78% dagegen) – zum Beispiel auch bei Gisbert Dreyer. Der renommierte Städteplaner hatte bereits vor zehn Jahren an einem ähnlichen Projekt für das ICC gearbeitet (hier nachzulesen) - allerdings mit einem Bahntunnelanschluss.
Der Checkpoint hat ihn gestern gefragt, was er von Bondes Idee hält – die Antwort in einem Wort: Nichts. Eine Magnetschwebebahn biete auf kurzen Strecken keinen Vorteil, und die Vorstellung, sie über die Flughafenautobahn zu führen, scheitere am Eigentümer (Bund), den vielen Tunneln („da geht’s nicht drunter und nicht drüber“) und an den aufwendigen Planungsverfahren („dauern 15 Jahre und scheitern dann“).
Seine eigene ICC-BER-Idee, erzählt Dreyer, der damals noch von der Möglichkeit eines zweiten, internationalen Flughafens für Berlin ausging, sei vor zehn Jahren an Michael Müller gescheitert: Als er bei einem Treffen mit Bundesstaatssekretär Werner Gatzer („war sehr interessiert“) und dem Regierenden Bürgermeister seine Projektpläne präsentierte, sei Müller plötzlich aufgestanden und habe gesagt: „Das will ich nicht.“ Bleibt für heute mit Blick auf das Remake von Ute Bonde noch zu klären: Was will Kai Wegner (nicht)?
Servicehinweis: Bis 22 Uhr können Sie sich auch draußen noch lautstark über den Kneipenlärm Berlins oder auch über dessen Untersagung aufregen (CP von gestern) – oder sich in aller Ruhe ein paar der vielen Mails unserer Leserinnen und Leser dazu anschauen (gekürzte Auszüge).
Jürgen Schwarz: „Vielleicht sollte man es bei der 22-Uhr-Regelung belassen und darüberhinausgehende Geräuschentwicklungen tolerieren, bis sich 10% der betroffenen Anwohner beschweren, um die Willkür Einzelner ausschließen.“
Volker Schlickum: „Ich feiere auch gerne. Schon vor vielen Jahren wurde ab 22 Uhr im Außenbereich der Kneipen kommuniziert, dass ‚man‘ bitte etwas leiser sein soll. Das hat meistens gut funktioniert und könnte auch heutzutage so gemacht werden.“
Dieter Galle: „Wieso lautet die Frage ‚Wird Berlin langsam spießig?‘ Warum nicht ‚die Berliner‘? Die rennen doch zum Verwaltungsgericht, wenn nach 21.59 Uhr irgendwo ein Bierglas zu laut auf den Tisch gestellt wird.“
Chris Stürmer: „Dass Berlin ‚langsam spießig‘ wird, wenn sich jemand über nächtlichen Lärm nachts um 23 Uhr beschwert, kann nur jemand schreiben, der selbst nicht betroffen ist. Ich bin vor 20 Jahren in den Wrangelkiez gezogen und bestehe darauf, dass sich meine Situation nicht verschlechtert. Und ich will mich hier ausdrücklich bei den Gastronomen bedanken, die vorbildlich zwischen 22 und 23 Uhr ihre Gäste nach drinnen bitten.“
Regine Strelow: „Wer in die Nähe einer Kneipe zieht, muss mit Geräuschen rechnen, wer neben einen existierenden Tennisplatz zieht, muss mit Klack-klack rechnen.
Helmut Hamm: „Dass es immer nur der eine Zugezogene ist, der sich beschwert, ist ja eine beliebte Taktik der Feier-Freunde. In der Praxis sieht es leider so aus: Das eigentlich zuständige Ordnungsamt macht um 22 Uhr Feierabend, man muss also die Polizei rufen. Die kommt irgendwann und verweist auf die Zuständigkeit des Ordnungsamts. Auch die Pücklerstrasse in Kreuzberg hat sich von einer ruhigen Wohnstraße in eine Partymeile verwandelt.“
Simone Michaelis: „Ich wohne absichtlich im grünen, ruhigen Norden, fahre jedoch gerne zum Essen oder Ausgehen nach Mitte oder City West. Dort ist es aber oft so ruhig wie im Außenbezirk.“
Sabine Wette: „Der Knüppel ‚spießig‘ wird ja gerne hervorgezogen, wenn es um Einschränkungen und Rücksichtnahme geht. Was ist spießig daran, wenn man arbeitet, die Kinder zur Schule müssen und alle ruhig schlafen möchten? Sogenannte Ausgehviertel entstehen immer mehr. Wegziehen wird immer schwieriger.“
Joachim Seinfeld: „Mich wundert die Debatte um den Kneipenlärmpegel ab 22 Uhr. Das war doch schon immer so, dass die Gäste dann rein gehen mussten. Aber jetzt, wenn sich arbeitende Anwohner über den Lärm beschweren, werden sie als Spießer dargestellt. Ich verstehe das Dilemma der Kneipen, das Problem auf die Anwohner abzuwälzen, ist aber keine Lösung.“
Bernd Lang: „Berlin habe ich im zeitlichen Umfeld des Songs ‚Kreuzberger Nächte sind lang‘ kennengelernt. Das ist Stadt! Das ist Leben! Aber Berlin verliert das zusehends. Wenn ruhebedürftigen Zugezogene es schaffen, dass alteingesessene Kneipen schließen, dann wird das Berlin in die Belanglosigkeit führen.“
Gaby Brandt: Es sei jedem eine laue Sommernacht gegönnt, aber bei 30 Grad am Tag ist gewöhnlich nachts das Fenster geöffnet. Die alten Regeln waren Basis eines friedlichen Miteinanders und sollten beibehalten bleiben.“
Ingo Schrader: „Es ist doch seltsam, dass über ein paar Bierbänke, die nach 22 Uhr in Betrieb sind, von Amts wegen immer wieder diskutiert wird, aber gegen nächtliche Autorennen, extralaute übermotorisierte Sportwagen oder Motorräder kaum etwas unternommen wird.“
M. Lübben: „Wir sind also Spießer und sollten am besten aus der Gegend wegziehen, damit andere mit ihrer ungeregelten Arbeitszeit abends noch einen draufmachen können. Ich finde das ignorant und ziemlich asozial.“
Da geht’s also hoch her. Und das zeigt sich auch mit einem Blick auf unsere Opinary-Umfrage – hier das Ergebnis: 48% sagen Ja zum Kneipenlärm nach 22 Uhr – und 48% sagen Nein (Stand heute früh, 6 Uhr). Patt! Unterschiede sind allenfalls im Promillebereich feststellbar.
Dementsprechend haben wir unsere thematische Sommerplaylist heute gleich um zwei Stücke erweitert: um das absolut geräuschlose „4‘33“ von John Cage und um das krachende „Cum On Feel The Noize“ von Slade. Ich nehme übrigens c): beides!
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Das erste Septemberwochenende wird prickelnd: Beim Frizzante Food & Wine Festival verwandelt sich der Garten von St. Elisabeth in Mitte in ein Fest italienischer Lebensfreude mit Köstlichkeiten von über 50 Produzent:innen, Workshops, Talks – und die besten italienischen Restaurants der Stadt tischen auf! Buon appetito wünschen tipBerlin und Viani!
Auf die Checkpoint-Band können sich bei allem Zwist aber sicher alle verständigen – textlich-musikalisch sowieso, und auch was den Lärm betrifft: Bei unserem Auftritt am 6. September im Luftschloss auf dem Tempelhofer Feld fühlt sich garantiert niemand gestört – es gibt hier ja auch keine randbebauten Anwohner. Aber es gibt noch ein paar Karten! Wenn Sie dabei sein wollen: Hier unter diesem Link können Sie lesen, was Sie erwartet – und auch gleich Ihre Ticktes bestellen.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute eine Leseempfehlung von „WERK 116 – Buchhandlung am Königsplatz“ aus Oberschöneweide, u.a. auch vorgeschlagen von Checkpoint-Leserin Barbara Richter.
Inhaber Dirk Sarnoch empfiehlt von Victoria Müller „Be a Rebel – Ermutigung zum Ungehorsam“: „Die Autorin beschreibt ihren eigenen Weg und macht Mut, dass Veränderung machbar ist. Durch jeden von uns. Geeignet für alle, die manchmal doch ans Aufgeben denken und für Leute, die einen kleinen Anschubser wollen, um nach der Erholung sich wirklich einzumischen. Victoria Müller schreibt angenehm lebendig und kurzweilig, untermauert mit Ausflügen in die Soziologie und Geschichte.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Unsere heutigen Leseempfehlungen aus dem Tagesspiegel:
+ Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler verrät, wie er die Wohnungskrise lösen will.
+ „Senioren, lasst das Auto stehen“! Der Tod eines Zweijährigen erschüttert die Stadt.
+ Kida Ramadan über seine Zeit im Knast: „Vor vier Jahren hätte ich das Interview abgebrochen“.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Falls Sie zuletzt einen Termin oder einen Mailaustausch mit Felor Badenberg hatten, dann wissen jetzt auch andere davon: Der Computer der Justizsenatorin wurde gehackt – und die Spur der Täter führt in den Iran.
Rauchen wird noch teurer! Jedenfalls dann, wenn Sie Ihre Kippe einfach auf den Boden fallen lassen – der Senat will das Bußgeld dafür auf 250 Euro erhöhen (falls Sie erwischt werden). Auch Ihr alter Kühlschrank, den Sie gerade so liebevoll mit einem „Zu verschenken“-Schild auf der Straße ausgesetzt haben, kann Sie teuer zu stehen kommen. Die Preisliste finden sie hier, und dann wüssten wir auch noch gerne, was Sie davon halten:

Achtung: Sie können sich hier jetzt wie jedes Jahr darüber erregen, dass sich der Regierende Bürgermeister und die Innensenatorin immer noch mit schlimmen Dreckschleudern durch die Gegend kutschieren lassen – oder Sie akzeptieren einfach mal, dass es schwerwiegende Gründe für verbrauchsstarke Sicherheitskarossen von Kai Wegner und Iris Spranger gibt und freuen sich darüber, dass der Senat trotzdem insgesamt die klimafreundlichste Dienstwagenflotte der 16 Bundesländer fährt. (Q: Deutscher Umwelthilfe)
Zu unserem beliebten Betriebsstörungsbingo, heute: Ordnen Sie die folgenden sieben S-Bahn-Meldungen der vergangenen sieben Tage den richtigen Wochentagen zu (Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Sonnabend, Sonntag):
a) „Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
b) „Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
c)„Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
d) „Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
e) „Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
f) „Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
g) „Viele Ausfälle und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen.“
Zusatzfrage für Berlinkenner: Wie geht es heute weiter? Na klar, mit vielen Ausfällen und Verspätungen wegen Signal- und Stellwerksstörungen – und mit einem „Krisengipfel“, zu dem die Verkehrssenatorin Ute Bonde (bisheriger Leitspruch: „Krise? Welche Krise?“) das Management von DB und S-Bahn einberufen hat.
Dass die S-Bahn auch kommunikativ aus dem Takt gerät, zeigte eine ihrer Verkehrsmeldungen vom Montag, in der mit „Stand 18.10.2025, 10:30 Uhr“ die tagesaktuellen Ausfälle und Verspätungen verkündet wurden – Motto: Zurück in die Zukunft. Aber so wissen Sie jedenfalls jetzt schon mal, dass auch dieser Oktober mit der S-Bahn kein goldener wird.
Während zwar ein Treffen Putin-Selenskyj in Aussicht steht, Russland aber weiter Ziele in der Ukraine angreift, ist bereits zum fünften Mal ein Lkw mit Hilfsgütern von Pankow aus in die Partnerstadt Riwne gefahren. Neben Generatoren, Kleidung und medizinischem Gerät waren auch Musikinstrumente aus der Musikschule Béla Bartók an Bord des 40-Tonners. Um einen sechsten Lkw beladen zu können, bittet das Bezirksamt um Spenden. Weitere Informationen gibt es hier.
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Entdecken Sie den Secret Champagne Garden im The Ritz-Carlton, Berlin und genießen Sie in dieser Oase inmitten den Großstadtdschungels eine luxuriöse Etagere mit feinen Petit Fours und frischen Früchten, begleitet vom sommerlichen Cocktail „Golden King Kong“. Jetzt buchen!
Checkpoint-Leser Detlef Schmidt ärgert sich über die langen Schlangen bei der Passkontrolle nach einem London-Flug („Die Hälfte der sechs automatisierten Durchgänge war defekt“). Sein Urteil: „Der BER ist als Hauptstadt-Flughafen ein Witz!“ Hm, zuletzt hatten wir allerdings den Eindruck, dass die Hauptstädter weitgehend ihren Frieden mit dem BER gemacht haben - zumal andere Flughäfen ja auch ihre Macken haben (aktueller Sommersong des Betroffenenchors: „Ich hab‘ noch einen Koffer in München“). Wie sind Ihre Erfahrungen, fünf Jahre nach der Eröffnung des BER? Schreiben Sie uns gerne an chckpoint@tagesspiegel.de.
Was hat Felix Lobrecht mit Harry Styles, Taylor Swift und Roland Kaiser gemeinsam? Na klar - es gibt ihn jetzt auch als Wachsfigur bei „Madame Tussauds“. Alle anderen wachsen an ihren Aufgaben.
Zitat
„Die Gewerbeordnung kennt den Terminus ‚Späti‘ nicht.“
Mittes Ordnungsstadtrat Christopher Schriner in seiner Antwort auf eine Anfrage der SPD-Verordneten Dorothea Riedel zur Zahl der Spätis im Bezirk.
Stadtleben
Verlosung – Weil das mit dem Stück „Flying Dreams“ im Jahr 2022 schon so gut geklappt hat, hat sich das Wintergarten-Varieté erneut mit den Breakdancern der Flying Steps zusammengetan, und bringt jetzt das Stück „Flying Lights“ auf die Bühne. Gezeigt wird eine ungewöhnliche Mischung aus Streetstyle, Breakdance und Varieté, wobei – der Titel verrät es – das Thema Licht den verbindenden roten Faden bildet. Die Tänzer und Artisten werden die Bühne des Wintergartens einerseits zu hämmernden Beats mit Feuer und neuester LED-Technik bespielen – und andererseits zu live Celloklängen poetische Momente mit Licht und Schatten kreieren. Für die Aufführung am kommenden Sonntag (24.8.), um 18 Uhr, verlosen wir 2x2 Tickets. Potsdamer Straße 96, U-Bhf. Kurfürstenstraße
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – Einen ausführlichen Spaziergang über das Tempelhofer Feld startet man am besten auf der Kreuzberger Seite. Einerseits sind die geschwungenen Straßen des Bergmannkiez, rund um den Chamissoplatz, selbst einen Ausflug wert, andererseits kann man seinen Picknickkorbam Marheinekeplatz beziehungsweise an den vielen Ständen der Marheineke Markthalle füllen. Im Café „Le Bretagne“ etwa gibt es Galette und Crêpe, bei „Dogan Fisch“ Matjesbrötchen und Thunfischsteak oder beim Imbiss „Berliner Spezialitäten“ Currywurst und hausgemachte Eier in Senfsoße. Zum Beispiel. Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 8-18 Uhr, Marheinekeplatz 15, U-Bhf Gneisenaustraße
Für umme – Die Hill-Orgel der Kirche St. Afra im Brunnenviertel ist die größte historische englische Orgel in Deutschland. Einmal im Jahr lädt das Institut Philipp Neri alle Orgelmusikfans zu einem Musikfest ein, bei dem Organisten aus aller Welt das Instrument spielen. In diesem Jahr finden die Hill-Orgel-Tage vom 20. bis 23. August statt. Nicht nur der Auftakt am Mittwoch um 20 Uhr mit einem Konzert von Thomas Trotter aus Birmingham ist kostenlos. Graunstraße 31, U-Bhf. Voltastraße
Mit Anhang – Noch bis Freitag organisiert der Hamburger Bahnhof ein kostenloses Schulferien-Sommeratelier. Jeweils zwischen 11 und 15 Uhr können im Garten des Museums individuelle Postkarten gestaltet werden. Jede Karte soll zu einem kleinen Kunstwerk werden, das die Gedanken und die Atmosphäre des Museums einfängt. Die Karten können verschickt werden oder im Museum hinterlassen werden, damit andere darauf antworten können. Inspiration finden die Nachwuchskünstler mindestens in der Dauerausstellung. Invalidenstraße 50, S-Bhf. Hauptbahnhof
Sommerhappen – Der Frozen Rosé, auch Frosé genannt, ist der Klassiker unter hippen sommerlichen Erfrischungsgetränken. Das Rezept ist einfach, braucht aber etwas Zeit. Zunächst müssen Sie nämlichEiswürfel aus Roséwein herstellen. Die mixen Sie dann zusammen mit gefrorenen Erdbeeren und etwas Zitronensaft zu einem cremigen Slushi. Voilà!
Kiekste
Da sage noch einer, Berlin lebe nur in einer Bubble. Leserin Sabine Skott hält dagegen. Danke! Weitere „uplifting“ Photos gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A113 (Schönefeld-Zubringer): In der Zeit von 21 bis 5 Uhr ist die A113 stadteinwärts zwischen Stubenrauchstraße und Späthstraße gesperrt.
Buschkrugallee/Blaschkoallee (Britz): Bis voraussichtlich Ende September stehen auf der Kreuzung in allen Richtungen weniger Fahrstreifen zur Verfügung. Einige Abbiegebeziehungen sind unterbrochen.
Argentinischen Allee (Zehlendorf): Bis zum Frühjahr 2026 ist die Fahrbahn an der Kreuzung Fischerhüttenstraße auf einen Fahrstreifen je Richtung verengt und verschwenkt. Einige Abbiegebeziehungen sind unterbrochen.
Nahverkehr – S7: In den Nächten 20./21.8. (Mi/Do) und 21./22.8. (Do/Fr), jeweils zwischen 22 und 1.30 Uhr, besteht zwischen Ahrensfelde und Springpfuhl der S-Bahnverkehr nur im 20-Minutentakt.
Demonstration – Für heute sind 18 Demos angemeldet (Stand 19.8., 13 Uhr), u.a. „Freiheit für politische Gefangene in Aserbaidschan und ein Ende der politischen Repressionen“: Zehn Demonstrierende, „DAS (Wähle das demokratische Aserbaidschan)“, Werderscher Markt 1 (10.30-12.30 Uhr)
„Grausame Tötung von Straßentieren in der Türkei“: Zehn Protestierende, „PETA Deutschland e.V.“, Tiergartenstraße 19-21 (11-12 Uhr)
„Weltfrieden durch Offenlegung der Alien-Präsenz“: Fünf Teilnehmende, Pariser Platz (14-16 Uhr)
„Stoppt die Abschiebung von Mehmet Cakas, Solidarität mit Geflüchteten, für ein Bleiberecht und gegen Abschiebungen“: 50 Menschen, Platz der Republik (15-18 Uhr)
„Solidarität mit Palästina Stoppt den Gaza-Genozid. Keine Waffenlieferungen an Israel“: 150 Personen, Leopoldplatz (18-20 Uhr)
Gericht – Ein 38-Jähriger, der kiloweise mit Ecstasy-Tabletten gehandelt haben soll, kommt auf die Anklagebank. Er soll vor fünf Monaten sieben Kilogramm synthetische Drogen verkauft haben. In einem von ihm genutzten Fahrzeug habe sich ein Koffer mit weiteren rund 17 Kilogramm befunden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Henryk M. Broder (79), Publizist, Schriftsteller und Journalist / Zsá Zsá Inci Bürkle (30), Schauspielerin und Sängerin, „Die Wilden Hühner“ / Jamie Cullum (46), britischer Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist / Max Hegewald (34), Schauspieler und Regisseur, spielte in der Jugendtheatergruppe der Volksbühne Berlin / Jürgen Heinrich (80), Schauspieler, wurde durch die SAT.1-Krimiserie „Wolffs Revier“ bekannt, in der er die Hauptrolle spielte / Marc Hosemann (55), Schauspieler („Sophia, der Tod und ich“, Serie „Lauchhammer – Tod in der Lausitz“), war im Ensemble der Volksbühne unter Frank Castorf und spielte beim Berliner Ensemble / Antonia Krause (21), Handballprofi, spielt bei den Füchsen Berlin / „Bon anniversaire, Lena! Super, dass wir den Tag gemeinsam in Südfrankreich, fernab von V6, gemeinsam verbringen können“ / „Martin Schrader (34), er lenkt BVG-Schlenkis und die Geschicke unseres Vereins. Beides um viele Kurven, aber mit Erfolg. Und nun hat er auch noch Geburtstag! Einen tollen FEIERtag wünschen Dir Dein Nachbar Michi und auch der Rest der Kolonie Karlshofer Wiese/Lehmannshof“ / Denis Milan Špoljarić (46), ehemaliger kroatischer Handballprofi, 2010-2016 bei den Füchsen Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Rosemarie Dawid, * 4. Juni 1934, verstorben am 11. Juli 2025 / Gisela Wittstock-Gorn (geb. Wittstock), * 7. Januar 1944, verstorben am 1. August 2025
Stolperstein – Rudolf Adler wurde am 22. Januar 1918 in Berlin geboren. Er stammte aus einer weitverzweigten Familie deutscher Sinti. Es ist nicht bekannt, ob er noch einen Beruf ergreifen konnte, bevor die NS-Verfolgung jegliche Berufsausübung verhinderte. Nach der Deportation aus Berlin wurde der Eingang von Rudolf Adler in das „Zigeunerlager“ in Auschwitz für den 31. März 1943 dokumentiert. An Rudolf Adler wurden durch das sogenannte SS-Hygieneinstitut in Auschwitz Menschenversuche durchgeführt. Am 20. August 1943 wurde Rudolf Adler in Auschwitz ermordet, nachdem er zuvor einen Fluchtversuch wagte und daraufhin unter Bunkerarrest gestellt wurde. Er ist 25 Jahre alt geworden. Heute erinnert ein Stolperstein in der Großen Hamburger Straße 40 in Mitte an Rudolf Adler.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: planschen im Badeschiff.
In der Spree baden? Nirgends kommen Berliner diesem Traum näher als im Badeschiff. Während Sie in einem umgebauten Rumpf eines Frachtschiffes planschen, genießen Sie einen Panoramablick auf die Spree, die Oberbaumbrücke und den Fernsehturm. Angst vor Überfüllung? Unbegründet. Nach 120 Minuten fegen die Mitarbeiter des Badeschiffs durch und schmeißen selbst die hartnäckigsten Badenixen raus. Checkpoint-Geheimtipp: Am äußersten Ende des Geländes steht ein abgeschiedener Strandkorb. Für zwei Stunden zahlen Sie acht Euro. Lohnt sich!
Tief eingetaucht ins Berliner Sommerloch ist heute Christoph Papenhausen (Recherche). Rechtzeitig aufgetaucht ist Fabian Schridde (Frühproduktion). Und bevor Sie heute Baden gehen, sucht Jessica Gummersbach für Sie die heißesten Nachrichten aus. Bis dahin,
