Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. In diesen Zeiten bleibt er jedoch lieber im heimischen Bau und kocht, aus Gründen der Selbsterhaltung, feine vegetarische Gerichte.
„Die Trüffelsaison ist vorbei und wer sich nicht, wie ich, längst einen Vorrat erschnüffelt hat, bekommt hier noch fremderschnüffelten Stoff. Sie können sich denken, welche Sauereien ich in der Küche zu hinterlassen pflege, Näheres möchte ich sensiblen Gemütern an dieser Stelle ersparen. Um den Exzess im Rahmen zu halten, etwa wenn Chantal, die Sau von Nebenan zum Essen kommt, beschränke ich gerne den Aufwand. Das Herz des heutigen Rezepts ist eine bescheiden klingende, sämige Soße aus Butter, Nudelwasser und Käse wie Pecorino oder Parmesan, der Kai Röger (der statt Trüffeln Salbei nimmt) eine vor Umami strotzende Qualität zuschreibt.
So geht's (für zwei): Man koche seine Pasta, wie es sich gehört, in Salzwasser, rette kurz vor dem Abgießen eine halbe Tasse Nudelwasser und erhitze gleichzeitig schon mal 100 Gramm Butter (gerne auch Trüffelbutter) in einer tiefen Pfanne. Ist die Butter zerlaufen, das Nudelwasser hinzugeben und emulgieren lassen. Etwa 60 Gramm Käse dazugeben, einmal durchwühlen, die Nudeln dazu und alles fertigkochen lassen, sofort servieren. Käse und Pfeffer drüberreiben und Trüffelperle drüber hobeln.“