Mein Wochenende mit
Max Andrzejewski spielt mit allen Kleinen und Großen in der Mitte der Berliner Jazzwelt Schlagzeug und komponiert Musik für die Randgebiete dessen, was Traditionalisten so Jazz, zeitgenössische Musik, Minimal oder experimentellen Rock nennen.
„Am Samstag arbeite ich an einer Partitur. Das Festival „Podium Esslingen“ hat eine ziemlich umfangreiche Komposition bei mir in Auftrag gegeben, ein Nonett von einer Stunde Dauer, das sich aus vielen kleinen Stücken für Teile des Ensembles zusammensetzt, die wiederum räumlich arrangiert sind. Im April beginnen die Proben, Anfang Mai wird es in Esslingen uraufgeführt. Zwischendrin werde ich in mein absolutes Lieblingscafe in Berlin gehen, nämlich im „Café Motte“ (Nazarethkirchstraße 40, Wedding) – mein erstes Stammcafé überhaupt – ein Familienlokal, geführt von zwei Geschwistern und ihrer Mutter, die großartige Spinatknödel kocht, fantastische Suppen und Salate anrichtet. Die beiden Geschwister schmeißen den Laden, nebenan hat der Sohn außerdem ein Tattoo-Studio. Abends werde ich zum Konzert vom „Ensemble Adapter“ im Ex-Rotaprint gehen. Auf dem Programm stehen „Adoptions“, bei dem Ensemble in Auftrag gegebene Stücke, teils Uraufführungen. Sonntag fahre ich nach München und spiele mit dem Ensemble Resonanz aus Hamburg. Wäre ich in Berlin würde ich im Rehberge Park spazieren gehen, dann um 18 Uhr im Citykino Wedding (Müllerstraße 74) „Les Miserables“ schauen, diesen Film über Sarkozys Politik des ‚Wegkärcherns‘ unliebsamer Wutbürger. Zum Wochenendenende würde ich bei Saint Bess im Sprengelkiez (Sprengelstraße 41) eine sensationelle neapolitanische Pizza speisen.“