„Eltern mutieren zu Lehrern“ – Schulstadträtin fehlt System

Der heutige Beitrag zur Schulserie „Berlins kreativsten KrisenlehrerInnen“ kommt von Cornelia Flader (CDU), selbst Schulleiterin und aktuell Schulstadträtin in Treptow-Köpenick. Sie hat diverse Einrichtungen im Bezirk besucht und zieht ihren „Hut vor der Arbeit vor Ort“. Was es aber noch bräuchte: „Ein System für alle Schüler. (…) Dadurch, dass jede Schule oder auch jeder Lehrer mit den Eltern bzw. den Schülern eine Art der Aufgabenerledigung ‚verabredet‘ hat und Eltern hier oft zu Lehrern mutieren, die Unterrichtsstoff so nebenbei ihren Schützlingen beibringen oder auch nicht, wird die Leistungsschere derart auseinandergehen, dass mir als Lehrerin Angst und Bange wird, wenn ich nur an die Bewertung denke. Wie kann ich den enormen Wissensverlust wieder kompensieren? Dies alles wird Schulen und Lehrkräfte enorm belasten. Und das Schlimmste ist, jede Schule kann ‚eigenverantwortlich‘ selbst entscheiden, wie und was bewertet wird. Ich behaupte: So viel Eigenverantwortung überfordert die Schulen.“ Und die Kinder erst recht.