Gorholt übernimmt BER-Aufsicht
„Rentner haben niemals Zeit“ hieß eine beliebte Serie im DDR-Fernsehen. Auf den brandenburgischen Staatssekretär Rainer Bretschneider, im Nebenberuf BER-Aufsichtsratsvorsitzender, dürfte das nach seiner Pensionierung zum 1. Juli wohl auch zutreffen. Denn der 69-Jährige scheidet dann zwar aus dem Staatsdienst aus, bleibt aber Chefaufseher der Flughafengesellschaft (für 5000 Euro pro Monat). Seinen Job als Mann für den BER in der Potsdamer Landesregierung übernimmt Martin Gorholt, bislang Leiter der brandenburgischen Landesvertretung beim Bund und neuer Chef der Staatskanzlei. Der jetzige muss gehen – in die Landesvertretung, wie Tagesspiegel-Kollege Thorsten Metzner schreibt.
Von 2005 bis 2008 war Gorholt schon mal Bundesgeschäftsführer der SPD. Er kam mit dem Kurzzeitvorsitzenden Matthias Platzeck aus Potsdam und wurde von dessen Nachfolger Kurt Beck nicht ausgetauscht. Franz Müntefering holte das dann nach. Der Spiegel schrieb damals: „Gorholt war neben (Generalsekretär) Heil einer der Hauptgründe dafür, warum die Mitarbeiter der Parteizentrale mit Sorge auf den anstehenden Wahlkampf blickten.“ Der Neue soll übrigens mithelfen, Brandenburgs SPD aus dem Umfragetief zu hieven.