Ärztlicher Bereitschaftsdienst oft nicht erreichbar

An welchen Krankheiten auch unser zu sehr auf Gewinn getrimmtes Gesundheitssystem leidet, wird dann deutlich, wenn es in Kontakt mit denen kommt, die es brauchen: Patientinnen und Patienten.
Wer sich jetzt zum Beispiel bei einem Sturz oder Unfall die Knochen bricht und die (wegen der Corona-Pandemie vollen) Krankenhäuser meiden und einen womöglich noch nicht nötigen Notruf vermeiden will, aber auch keinen Arzt aufsuchen kann (entweder, weil er längst geschlossenen hat oder das Wartezimmer voller möglicher Virenträger ist), dem bleibt nur noch der Anruf beim ärztlichen Bereitschaftsdienst.
Doch hier erreicht man unter der Nummer 116 117 oft nur minutenlange Bandansagen, bevor man aus der Leitung fliegt. Die Kassenärztliche Vereinigung scheinen jedenfalls die nach eigenen Angaben 2.000 Anrufe pro Tag in der Berliner Leitstelle zu überfordern. Doch solange man keinen Arzt rufen kann, kann auch keiner vorbeikommen, um zu helfen. Dabei wäre dies die beste Hilfe dafür, dass auch das Gesundheitssystem gesund bleibt.