Weniger Wagen als geplant: Spart die BVG beim Kauf neuer U-Bahnen?
1000 neue U-Bahnen waren für Berlin geplant – jetzt könnten es deutlich weniger werden. Aus Kostengründen setzt CDU-Verkehrssenatorin Ute Bonde lieber auf die Reparatur alter Bahnen. Von Christian Latz.
Bleibt nur die Frage, wie viele U-Bahnwagen Berlin künftig überhaupt haben wird. Einiges deutet darauf hin, dass Berlin aus Spargründen in den kommenden Jahren deutlich weniger neue Fahrzeuge als die fest geplanten 1000 Stück kaufen könnte. BVG und der Hersteller Stadler haben im Rahmenvertrag der Bestellung nur „eine garantierte Abnahmemenge von 606 Wagen vereinbart“, teilt die Verkehrsverwaltung auf eine unveröffentlichte Anfrage von Antje Kapek mit, die dem Checkpoint vorab vorliegt. Die Frage, ob man nicht sogar die vereinbarte Kaufoption für bis zu insgesamt 1500 Wagen ziehen müsse, „stellt sich aus Sicht des Senats nicht“.
Statt teurer Neuwagen hofft Verkehrssenatorin Ute Bonde aus Kostengründen einen Teil der Berliner Uralt-U-Bahnen weiter reparieren zu können. Dabei will die BVG bis 2030 eigentlich 332 Wagen ausmustern. „Die U-Bahn-Politik der CDU gleicht einer Fata Morgana“, kommentiert Kapek. „Es wird riesig viel versprochen, aber je näher man hinguckt, desto weniger bleibt davon übrig.“