Als Bürger mit, als Politiker ohne: Bezirks-CDU-Fraktionschef zieht gegen Maskenpflicht im Bezirksamt vors Gericht – und darf nun ohne kommen, aber nicht immer
Torsten Hippe, Fraktionschef der CDU in Steglitz-Zehlendorf, will die Maskenpflicht im Bezirksamt nicht hinnehmen. Die ordnet die grüne Bezirksbürgermeisterin Maren Schellenberg an – wegen der Pandemie, Sie wissen schon. Anwalt Hippe sah sich in seinen Grundrechten eingeschränkt und zog in eigener Sache vors Verwaltungsgericht – und scheiterte. Die nächste Instanz, das Oberverwaltungsgericht, wies jetzt seine Beschwerde zurück und machte die Sache erst richtig kompliziert: Geht Hippe als Bürger ins Bezirksamt, sei das Tragen der Maske eine erträgliche Unannehmlichkeit. Ist er als Bezirksverordneter im Bezirksamt, muss er keine Maske tragen, so das Gericht. „Das ist absurd“, sagt Hippe. Übrigens: 2005 hatte die Landes-CDU Hippe vorgeworfen, sich nicht ausreichend von der rechtsextremen NPD abzugrenzen. Er hatte die Opfer des Nazi-Terrors mit den deutschen Opfern des Bombenkriegs und der Roten Armee gleichgesetzt. Auch das ist absurd.