Deutsche Umwelt-Hilfe torpediert Tempo-50-Pläne des Senats

Mit einem Eilantrag torpediert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Tempo-50-Pläne des Berliner Senats. Hintergrund: Auf 22 Straßen hatte der Senat im September Tempo 30 mit der Begründung abgeschafft, die Luftreinhaltung erfordere kein Tempolimit mehr. Die DUH – die Tempo 30 einst vor Gericht erstritt - legte nun im Falle der Saarstraße in Schöneberg Widerspruch ein und begründet diesen stattdessen mit Verkehrssicherheit. „An der Kreuzung Saarstraße / Fregestraße gibt es weder Ampel noch Zebrastreifen, Autos kommen bergab gefahren und sind schlecht zu sehen, die Gefahren der Querung sind eklatant“, sagte Robin Kulpa, DUH-Leiter für Verkehr, dem Checkpoint.

Auch andere Berliner Tempo-30-Abschaffungen sind vor der DUH nicht sicher. Grundlage für weitere Anträge könne der Schutz sensibler Einrichtung und Schulwege sein (wie auf der Albrechtstraße in Steglitz) oder auf Verkehrslärm. „Was der Berliner Senat aktuell macht, ist Autoförderpolitik gegen die Menschen“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Checkpoint. Nächste Ausfahrt: Verwaltungsgericht.