mit einem Knaller schrecken uns mehrere Bezirke auf: Das Böllern zum Jahreswechsel wird eingeschränkt. Statt ganztägig darf nur zwischen Silvester 18 Uhr und 7 Uhr am Neujahrsmorgen geknallt werden. Allerdings wäre es nicht Berlin, wenn genau an dieser Stelle nicht ein „allerdings“ folgen würde. Denn eigentlich gab es die Regelung schon in vergangenen Jahren und da landesweit. Mittlerweile aber wurde entschieden, es sei „zielführend, dass die Bezirke nunmehr in eigener Zuständigkeit für ihr Gebiet eine Allgemeinverfügung herausgeben“, sagte der Sprecher der Gesundheitsverwaltung, Stefan Strauß.
Aber machen sie das auch? „Wir sind noch in der Prüfung, wie zielführend das wäre“, sagt Mittes Ordnungsstadtrat Christopher Schriner (Grüne) nach dem Motto: Was nützen drakonische Strafen, wenn sie ohnehin keiner kontrolliert. Bislang haben erst Reinickendorf, Pankow, Marzahn-Hellersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg das Böller-Zeitfenster verkürzt und drohen bei Verstoß 50.000 Euro Bußgeld an. Ob es unter den anderen Bezirken noch Spätzünder gibt, ist derzeit offen. Es droht ein Flickenteppich.
Reicht Ihnen schon? Wir zünden trotzdem noch eine Stufe: Die Beschränkung gilt nur für Feuerwerk „mit ausschließlicher Knallwirkung“. Ist auch nur ein Funke Licht dabei, darf ganztägig geböllert werden, egal wie laut es ist. Hat da wer den Knall nicht gehört?
Freiheit gibt’s nicht umsonst. Aber was darf eine Ausstellung zum Thema Freiheit kosten? Mehr als 19,2 Millionen Euro, findet die schwarz-rote Koalition und will dafür diese Summe in den Doppelhaushalt 2026/27 einstellen. Mit dem Geld soll eine große „Freiheitsausstellung“ im Humboldt-Forum organisiert werden. Geplanter Start 2029 zum 40-jährigen Jubiläum der friedlichen Revolution.
„Dieses Glück des erfolgreichen Widerstands, die Freude über die Freiheit, die Erfüllung des Traums der deutschen Wiedervereinigung – dafür steht Berlin. Das kommunizieren wir über diese Freiheitsausstellung im Humboldt Forum in die ganze Welt“, sagt CDU-Fraktionschef Dirk Stettner. In den hohen Kosten sieht er kein Problem. „Große Ausstellungen, die zehn Jahre begeistern, kosten dieses Geld in der Entstehung. Sie sind diesen Aufwand in Vielfachem wert.“
„Das ist wahrscheinlich die teuerste Ausstellung, die es jemals gab“, hält Grüne-Kulturpolitiker Daniel Wesener dagegen. Es sei bizarr, dass Schwarz-Rot das Pferd von hinten aufzäume, schließlich habe dieselbe Regierung in ihren Koalitionsvertrag geschrieben, den Ausstieg aus dem Humboldt-Forum zu prüfen. „Man bewilligt Mittel für eine Ausstellung, bevor klar ist, wie die Zukunft des Humboldt-Forums aussehen soll und ob Berlin sich daran noch beteiligen wird.“ Was wo ausgestellt wird, hätten zudem die Einrichtungen zu entscheiden, nicht die Politik, findet Wesener. Und was denken Sie?

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Igor Levit (23.-25.3.), Yuja Wang (19.3.), Ivo Pogorelich (3.2.), Jan Lisiecki (10.3.). Ein Höhepunkt: Klaviersensation Hayato Sumino »Cateen« (20.4.). Außerdem: die Trommelsensation »KODO« (16.2.), Harald Lesch (6.3.), Wagner/Loriot »Ring an 1 Abend« (9.2.).
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Mit einem Eilantrag torpediert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die Tempo-50-Pläne des Berliner Senats. Hintergrund: Auf 22 Straßen hatte der Senat im September Tempo 30 mit der Begründung abgeschafft, die Luftreinhaltung erfordere kein Tempolimit mehr. Die DUH – die Tempo 30 einst vor Gericht erstritt - legte nun im Falle der Saarstraße in Schöneberg Widerspruch ein und begründet diesen stattdessen mit Verkehrssicherheit. „An der Kreuzung Saarstraße / Fregestraße gibt es weder Ampel noch Zebrastreifen, Autos kommen bergab gefahren und sind schlecht zu sehen, die Gefahren der Querung sind eklatant“, sagte Robin Kulpa, DUH-Leiter für Verkehr, dem Checkpoint.
Auch andere Berliner Tempo-30-Abschaffungen sind vor der DUH nicht sicher. Grundlage für weitere Anträge könne der Schutz sensibler Einrichtung und Schulwege sein (wie auf der Albrechtstraße in Steglitz) oder auf Verkehrslärm. „Was der Berliner Senat aktuell macht, ist Autoförderpolitik gegen die Menschen“, sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch dem Checkpoint. Nächste Ausfahrt: Verwaltungsgericht.
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Der Leopoldplatz im Wedding bleibt ein Hotspot für Drogen- und Beschaffungskriminalität. Zwischen Januar und Oktober 2025 registrierte die Polizei 2782 Straftaten (Q: Anfrage von Taylan Kurt und Laura Neugebauer, Grüne). Doch während die Zahl der Körperverletzungen und Diebstählen im Vorjahresvergleich stabil bleibt oder zurückgeht, haben die erfassten Drogendelikte (624 registrierte Straftaten) um fast 50 Prozent zugenommen. Dabei dominiert Crack. Die Polizei registrierte bisher 162 „allgemeine Verstöße“ und 75 Fälle „unerlaubten Handels“ mit der Droge. Immerhin: Immer häufiger konsumieren die Abhängigen unter Aufsicht. Fixpunkt zählte 2025 monatlich im Schnitt 380 „Konsumvorgänge“ in ihrem im Drogenkonsummobil. Und schließlich: Seit der Platz im Februar Waffenverbotszone wurde, beschlagnahmte die Polizei bei 2717 Kontrollen 88 Messer.
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Einen Teil der Drogenszene vom Leopoldplatz zieht es immer wieder zur nahen Osloer Straße. Die dortige City-Toilette gilt seit Jahren als inoffizieller Drogenkonsumraum und Schlafplatz. Damit ist jetzt Schluss. Um den Missstand zu beheben, wurde die Toilette abgerissen. Vor Ort erinnert nur noch frisch planierte Erde daran. Die Entscheidung sei vom Land und dem Bezirk Mitte getroffen worden, berichtet eine Wall-Sprecherin. „Wir vermuten, dass die Hauptursache wohl die starke Fehlnutzung sein dürfte.“ Das abgebaute Häuschen selbst steht jetzt an einem neuen Ort: dem Blochplatz am Bahnhof Gesundbrunnen. Sobald die Wasserleitung angeschlossen sei, soll der Betrieb losgehen.
Und noch ein paar Lese-Empfehlungen aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Checkliste für den Tag der offenen Tür: So erkennen Sie eine gute Berliner Schule.
+ Steuert Berlin in die nächste U-Bahn-Krise? Alte Wagen werden verschrottet, neue nicht bestellt.
+ Neues Wohnviertel in Prenzlauer Berg: So hoch wird der Turm am Berliner Thälmannpark.

Noch 15 Tage bis Weihnachten! Und wieder öffnen wir ein „Erlebnistürchen Berlin“ und verlosen Zeit zu zweit, mit der Familie oder Freunden.
Hinter Türchen Nr. 9 funkeln Weihnachten im Tierpark und Christmas Garden im Botanischen Garten um die Wette, mit bunten Lichtinstallationen gegen das Dezembergrau. Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind empfehlenswert, unterwegs gibt’s Essens- und Getränkestände. Wir verlosen jeweils 2x4 Tickets, die Sie bis zum 11. Januar einlösen können.
Wer will, schreibt eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. Viel Glück!
Berliner Schnuppen
Telegramm
Einige Autofahrer werden anderes vermuten, aber die Zahlen trügen nicht: Der Autoverkehr sinkt in Berlin immer weiter, seit 2015 um knapp zehn Prozent. Welche Straßen am stärksten betroffen sind, hat Checkpoint-Kollege Stefan Jacobs aufgeschrieben.
Berlin hat die mit weitem Abstand höchste Insolvenzquote Deutschlands. Auf 10.000 Unternehmen kamen in diesem Jahr 130 Pleiten (Q: Creditreform). Warum nur? „Das liegt nicht zuletzt an der hohen Standortdynamik, die die Fluktuation der Unternehmen treibt“, schreibt Lisa Frerichs, Sprecherin der Wirtschaftsverwaltung, dem Checkpoint. Gerade Start-ups und junge Selbstständige seien anfällig für wirtschaftliche Schwierigkeiten. Frerichs betont: Bei Unternehmensgründungen liege Berlin mit 84 Neugründungen pro 10.000 Einwohner bundesweit ebenfalls auf dem ersten Rang.
Apropos pleite: Das „Einstein Mommseneck“ in Charlottenburg schließt schon wieder. Nur acht Monate, nachdem die Alt-Berliner Kneipe als Kaffeehaus Wiener Art wiedereröffnete, hat der Betreiber des Ladens Insolvenz angemeldet. „Das Abendgeschäft war nicht ausreichend“, sagte ein Einstein-Sprecher.
Daaas ist die Berliner Luft, Luft, Luft: In einem Ranking zur Luftqualität sind zwei Berliner Straßen unter den schlechtesten 20 deutschlandweit gelandet (Q: Coway). An der Leipziger Straße überschritten die Feinstaubwerte an elf Tagen im Jahr die gesundheitlich bedenkliche Schwelle von 50 µg/m³, am Mariendorfer Damm an zehn Tagen.
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Stranger Things geschehen am Ku’damm. Bis zu zwei Stunden lang stellen sich Fans der gleichnamigen Netflix-Serie an, um in den „Hawkins Christmas Market“ zu gelangen. Am Montagabend reichte die rund 150 Meter lange Warteschlange bis um die Ecke Joachimsthaler Straße zur Augsburger Straße. Labubu-Faktor: 10/10.
Läuft auf Berlins Landes-PC bald Linux statt teurer Windows-Updates? Der Senat will weg von Microsoft & Co. und nach Checkpoint-Informationen in der heutigen Senatssitzung eine „Open-Source-Strategie“ für das Land Berlin beschließen. Bis 2032 sollen die Verwaltungsrechner zu 70 Prozent mit quelloffenen Programmen laufen. Wie es gehen könnte mit der digitalen Souveränität, zeigt Schleswig-Holstein (Tagesspiegel Background).
Einer Bürgerumfrage zufolge wären 44 Prozent der Menschen in Treptow-Köpenick bereit, für die Aufwertung der Grünanlagen im Bezirk Geld zu spenden. Die meisten wären bereit, zwischen 50 und 100 Euro beizusteuern. „Immer mehr Städte nutzen Crowdfunding, um trotz schwieriger Haushaltslagen zusätzliche Spielräume für gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung zu schaffen“, heißt es im Begleittext der Erhebung. Doch das fällt nicht bei allen auf fruchtbaren Boden, wie das Freitextfeld zeigt: „Was kommt als nächstes? Ehrenamtlich die Grünanlagen auch noch pflegen? Himmel hilf, wie neoliberal gebrainwasht kann man sein?“
Wohin ging’s 2025? Laut des neuen Uber-Atlas ließen sich Berlinerinnen und Berliner (abseits der Bahnhöfe) am liebsten ins Berghain, Sisyphos und KaDeWe kutschieren – ob in einem Rutsch, ist nicht bekannt. Außerdem hat Berlin den größten Fan des Fahrdienstvermittlers anzubieten: Er buchte 1150 Fahrten, mehr als drei pro Tag.
Kurz vor Abfahrt des alten Jahres zieht auch die Berliner S-Bahn Bilanz. Das Ergebnis: Berlinerinnen und Berliner verloren im vergangenen Jahr 2695 Taschen, 2054 Geldbeutel und 1146 Ausweise. Die beliebtesten Linien waren die S3, S41 und S42. Letztere umrundeten den Innenstadtring laut Bahn mehr als 70.000 Mal.
Die Tage des stinkenden Modders im Zehlendorfer Waldsees sind gezählt: Nachdem gestern mit der sogenannten „Einrichtung der Baustelleneinrichtungsflächen“ begonnen wurde, soll die eigentliche „Entschlammung“ im Januar beginnen. Wenn alles nach Plan läuft, könnten die Bauarbeiten Mitte Februar beendet sein, schreibt das Bezirksamt.
Das Hauptzollamt Braunschweig meldet: „Zoll stoppt Dönerspieße“. Auf dem Weg von Berlin nach Hannover wurde den 36 Spießen demnach zu warm: Statt bei vorgeschriebenen minus 18 Grad fuhren sie bei minus 6 Grad über die Autobahn.
Auch im kommenden Jahr verleiht die Gesundheitsverwaltung wieder einen Preis für die aufopferungsvolle Arbeit von „pflegenden An- und Zugehörigen“. Wer noch jemanden nominieren möchte, hier entlang.
Zitat
„Es gibt Illusionen, an denen ich zehn Jahre gearbeitet habe.“
Zauberer Alexander Merk verrät, wie viel Handwerk hinter seinen Tricks steckt.
Stadtleben
Verlosungen – Heinrich Bölls 1952 erschienene Geschichte „Nicht nur zur Weihnachtszeit“ nimmt Weihnachtsroutinen und das allgemeine Kopf-in-den-Sand-Stecken der deutschen Nachkriegsjahre herrlich aufs Korn. Der Text ist längst selbst schon ein Klassiker, der irgendwie zur Weihnachtszeit dazugehört. Am Renaissance-Theater gibt am Montag Schauspieler Dietmar Bär (Köln-„Tatort“) den launigen Erzähler, begleitet vom Schlagzeuger und Klangkünstler Stefan Weinzierl. Wir verlosen 2x2 Karten! Bewerben kann man sich beim Checkpoint-Postfach. 19.30 Uhr, Karten regulär ab 38 Euro, Knesebeckstraße 100, U-Bhf Ernst-Reuter-Platz
Essen & Trinken – Sie gab Friedenau seinen Namen: Während ihr Mann, der Baumeister Hermann Hähnel, den Bau einer Kolonie mit Landhäusern und viel Grün plante, erfand Auguste Hähnel die Bezeichnung für das Neubauprojekt. Friedenau sollte es heißen. Das Café direkt am S-Bahnhof Friedenau trägt jetzt ihren Namen: „Auguste Hähnel“. Die Traditionsadresse im Fachwerkgebäude wurde behutsam renoviert; man kann den Morgen dort mit französischem Frühstück beginnen, zum Kuchen vorbeikommen oder ein gegrilltes Sauerteig-Sandwich mit Pilzen, Gruyére und Estragon-Mayonnaise zum Bier oder Wein bestellen. Die Zutaten komen aus der Region, regelmäßig soll eine Menü-Reihe mit Gastköchen stattfinden. Mo-So 9-22 Uhr, Bahnhofstraße 4C, S-Bhf Friedenau
Noch hingehen – Im gestreiften Kleid steht Barbara frontal vor der Kamera, ihr unverstelltes Lächeln sorgt für eine starke Präsenz. Im Kontrast dazu steht ihr fast durchsichtig wirkender Ehemann auf der Bank daneben. Beide sind Teil der Serie „Immergrün“, für die Fotografin Loredana Nemes Paare ablichtete, die mindestens seit fünf Jahrzehnten verheiratet sind. Seinen Motiven müsse man mit Liebe begegnen, erklärte Nemes. Diese Liebe spiegelt sich in der Ausstellung „Haut und Holz“ (noch bis Sonntag) auch im Blick auf jene schmalen Buchen, die sich in der Serie „Graubaum“ auf Rügen über dem Meer auf den Klippen erheben. Haus am Kleistpark, Di-So 11–18 Uhr, Eintritt frei, Grunewaldstraße 6-7, U-Bhf Kleistpark
Last-Minute-Debatte – Vor fast exakt 50 Jahren, am 4. Dezember 1975, ist Hannah Arendt gestorben. Werk und Leben der politischen Philosophin beschäftigen Menschen bis heute – auch viele, die „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ nicht bis zu Ende gelesen haben. Über Arendts Bedeutung im Jahr 2025 diskutieren heute Abend im Literarischen Colloquium die Autorin Julia Franck und die Literaturwissenschaftlerin Eva Geulen, die im Herausgeberteam der Kritischen Gesamtausgabe ist. Im Anschluss wird das Filmporträt „Hannah Arendt – Eine Jüdin im Pariser Exil“ gezeigt, der Film läuft auch in der Arte-Mediathek. 19 Uhr, 9/5 Euro (Film frei), Am Sandwerder 5, S-Bhf Wannsee
Grübelstoff – Sind Sie ein Spiele-Fan? Es gibt Therapeut:innen, die für Familienfeste empfehlen, ein Gesellschaftsspiel in petto zu haben, um aufkommende Animositäten auf dem Spielfeld zu deeskalieren. Fällt Ihnen da mit Blick auf die Feiertage gleich was ein, das sich eignen könnte?
Kiekste
In Wilmersdorf ist die Landepiste für den Weihnachtsmann startklar. Gesehen und geknipst von Leser Martin Jacob. Schicken Sie Ihre Berlin-Fotos an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen Sie an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): In den folgenden Nächten (bis 12./13.12.) ist die Autobahn, jeweils von 21 bis 5 Uhr, in beiden Richtungen zwischen den Anschlussstellen Waidmannsluster Damm und Schulzendorfer Straße gesperrt.
Hämmerlingstraße (Köpenick): Bis Ende Januar 2026 ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Seelenbinderstraße und Friedenstraße für Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Karl-Liebknecht-Straße (Mitte): Bis Mitte Januar ist die Fahrbahn Richtung Unter den Linden zwischen Dircksenstraße und Spandauer Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Albrechtstraße (Steglitz): Ab 12 Uhr bis Ende März 2026 ist die Fahrbahn Richtung Bismarckstraße zwischen Stindestraße und Presselstraße für Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Onkel-Tom-Straße (Zehlendorf): Die Straße ist bis 15. Dezember Richtung Hüttenweg zwischen Wilskistraße und Argentinische Allee für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 14 Demos angemeldet (Stand 8.12., 16.30 Uhr), u.a. „Mahnwache für die Abschaffung aller Atomwaffen weltweit“: zehn Menschen, Pariser Platz (14-15 Uhr)
„Lassen Sie sich nicht provozieren!“: 30 Demonstrierende, Russisches Haus, Friedrichstraße 176 (15-22 Uhr)
„OmasgegenRechts Südwest – gegen Querdenker, Verschwörungsdenker und rechte Populisten“: 35 Menschen, Schloßstraße (17-18.30 Uhr)
„FREIHEIT FÜR MUMIA ABU-JAMAL! FREE THEM ALL! Kundgebung am 44 (!) Haftjahrestag des Journalisten“: 70 Protestierende, Pariser Platz (18-19 Uhr)
„On 4th Anniversary of December 9th: Uyghur Tribunal Demands Justice – End the Uyghur Genocide! Free Uyghurs!“: 80 Menschen, Jannowitzbrücke (18-20.30 Uhr)
Gericht – Weil er Pflastersteine an einer Brücke über der Tunnelausfahrt der A100 in Berlin-Schmargendorf auf Autos geworfen haben soll, kommt ein 31-Jähriger auf die Anklagebank. Sieben Fahrzeuge seien beschädigt worden. Personen seien nicht verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft strebt die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an (13.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A701).
Universität – Wie gelingt es Bürger:innen, ein Gefühl von Normalität aufrechtzuerhalten, wenn das Leben von existenziellen Bedrohungen geprägt ist? Und wie tragen Institutionen dazu bei, Repression und Krieg zu normalisieren? In ihrem Vortrag „Emotions and Citizenship in Societies in Turmoil: Juxtaposing Russia and Israel“ untersucht Julia Lerner (Ben-Gurion-Universität des Negev) diese Fragen anhand eines Vergleichs zwischen Putins Russland und dem zeitgenössischen Israel. Heute um 16 Uhr an der Freien Universität. Rost- und Silberlaube, Habelschwerdter Allee 45-47
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Auch in diesem Jahr wieder sehr herzliche Geburtstagsgrüße, liebe Barbara, von Susanne“ / Hazel Brugger (32), Kabarettistin, bespielt am 3. März 2027 die Uber Arena / Nina-Friederike Gnädig (48), Schauspielerin, wurde bekannt durch die Telenovela „Verliebt in Berlin“ / Hape Kerkeling (61), Komiker und Autor („Ich bin dann mal weg“), trat Ende der 90er-Jahre beim Regionalsender „TV. Berlin“ erstmals als Rico Mielke auf, erfand u.a. die Kunstfigur Horst Schlämmer / Johannes B. Kerner (61), Fernsehmoderator und Fußballkommentator / „Liebe Luise, heute wirst du schon 8 Jahre alt! Ganz herzliche Glückwünsche und viel Spaß beim Feiern senden dir Oma Gitti und Opa Günter“ / Benedikt Lux (44), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Jurist, bis 2023 und wieder seit 2025 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses / Michael Müller (61), Politiker (SPD), ehemaliger Regierender Bürgermeister von Berlin (2014-2021), bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages / Jochen Wegner (56), Chefredakteur der „Zeit“ (gemeinsam mit Giovanni di Lorenzo), Co-Host des Podcasts „Alles gesagt?“
Nachträglich: „Liebe Marina, wir wünschen Dir von ganzem Herzen zum Geburtstag alles Gute. Hab‘ ein wunderschönes neues Lebensjahr. Wir sind sehr froh, dass Du hier bist. Dieter+Claudia😘🙋♀️🙋♂️“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Christiane von Herder-Dahrendorf (geb. Kabisch), * 9. Mai 1945, verstorben am 29. November 2025 / Peter Jakob Gotthart Kumpan, * 13. August 1979, verstorben am 27. September 2025 / Manfred Kranz, * 20. Dezember 1930, verstorben am 13. November 2025 / Jan-Peter Krull, * 6. Juni 1944, verstorben am 27. November 2025
Stolperstein – Valentin Kroto geb. Krotoszyner (*1875) arbeitete nach dem Schulabschluss in der Firma seines Vaters, dieser war Direktor der Breslauer Spritfabrik. Valentins erste Ehefrau Gertrud starb bereits 1928, das Paar hatte zwei Söhne. 1919 zog die Familie nach Berlin. 1930 heiratete Valentin Ella Friedländer und deutschte seinen Nachnamen ein. Die Kinder emigrierten, auch Valentin und Ella planten eine Auswanderung. Dazu kam es aber nicht. Am 14. September 1942 wurden die beiden von den Nazis ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Valentin starb dort am 9. Dezember. An Valentin Kroto erinnert ein Stolperstein in der Landhausstraße 37 in Wilmersdorf.
Encore
Ist das noch Selbstironie oder schon ein Fiebertraum? Die Werbeabteilung der BVG präsentiert stolz ein schrilles Reality-Show-Format in RTL-Manier. Bei „Ich bin ein Fahrgast – Ich steig‘ gleich aus!“ messen sich vermeintlich typische Berliner in vermeintlich BVG-typischen Wettkämpfen wie „Extrem-Reindrängling“. Während die aufgebrezelte Candy über den Boden robbt und dabei einen falschen Fingernagel einbüßt, wehklagt Opa Ronald lautstark über sein Alter und setzt auf Mitgefühl – erfolglos.
„Sorry Berlin, wir haben euch in letzter Zeit ganz schön strapaziert“, heißt es in dem Video von den Moderatoren. „Aber wir arbeiten dran“. Bis Freitag wird täglich um 14 Uhr eine Folge veröffentlicht. Checkpoint-Urteil: Lieber nicht anschauen. Scherz und Schmerz liegen zu nahe beieinander.
Mit absoluter Zuverlässigkeit fuhren heute hingegen die Meldungen von Christoph Papenhausen und das Stadtleben von Antje Scherer ein. Und in der Frühproduktion steuerte Jasmine Dellé diese Ausgabe pünktlich in Ihr Postfach. Morgen sitzen hier Jessica Gummersbach und Daniel Böldt am Steuer. Bis bald und machen Sie es gut
