Hubertus Knabe: Verteidiger sehen ein abgekartetes Spiel

Letztere hätte man auch der Gedenkstätte Hohenschönhausen gewünscht, aus der schon 2014 Frauen der Senatskulturverwaltung berichteten, sie seien sexuell belästigt worden (CP von gestern). Frühere Mitarbeiterinnen haben nun auch Vorwürfe gegen den damaligen Leiter Hubertus Knabe erhoben, der eine „Kultur des offenen Sexismus“ geduldet habe. Dass sich die Frauen nicht mit Namen in der Öffentlichkeit präsentieren (und damit erneut zum Opfer werden), empört derweil die Verteidiger Knabes. Sie sehen darin nicht nur ein abgekartetes SED/PDS-/Ex-DDR-Blockparteien-Spiel. „Spiegel Online“-Kolumnist Jan Fleischhauer zieht auch die Stasi-Karte aus dem Stapel: „Es ist eine böse Pointe, dass der Direktor (…) nach 17 Jahren an der Spitze mit Methoden zu Fall gebracht wird, die man aus der Zeit kennt, die seine Stiftungsarbeit dokumentieren soll.“