Leider keine irdische Wiederauferstehung

Elf quälend lange Monate dauerte es, bis das Jugendamt Tempelhof-Schöneberg den Antrag auf Unterhaltsvorschuss einer alleinerziehenden Mutter endlich bearbeitet hatte – ihr Partner, Vater der zwei Kinder, war im vergangenen Jahr gestorben. Doch jetzt, schon zehn Wochen nach der Bewilligung, fordert das offenbar vom Aktenzusammenbruch genesene Amt eine Aktualisierung der Auskünfte - zur Prüfung, „ob die Anspruchsvoraussetzungen noch gegeben sind“. Auch ein telefonischer Hinweis auf die bereits nachgewiesenen Umstände änderte nichts: „Sie sind verpflichtet, mir diese Angaben zu machen, auch wenn sich keine Veränderung ergeben hat“ – bei Verweigerung würden die Leistungen eingestellt. Zack. Anmerkung: Aus Kenntnis des Falls kann ich hiermit bestätigen: Eine irdische Wiederauferstehung des Vaters hat bisher leider nicht stattgefunden.

Ok, es gibt eine Zugabe zur Meldung: Auf die Frage, warum bereits 10 Wochen nach Bewilligung eine Aktualisierung der Angaben nötig ist, lautet die Antwort: Weil der Antrag schon so alt ist. Wird unter „Realsatire“ abgeheftet.