Propalästinensische Demos am Wochenende ohne schwere Zwischenfälle - großer Zulauf für Solidaritätsdemo für Israel

Berlin startet in die erste Herbstferienwoche – nach einem unerwartet friedlichen Wochenende. Eine große propalästinensische Demonstration am Sonnabend verlief ohne größere Zwischenfälle, mit elf Festnahmen am Rande. Auch die Nacht zu Sonntag in Neukölln verlief ohne Ausschreitungen. Das lag auch an der dichten Präsenz und dem schnellen Eingreifen der Berliner Polizei, verstärkt von Bundespolizei und Kräften aus Brandenburg und Niedersachsen: 55 zumeist kurzzeitige Festnahmen meldeten die Sicherheitskräfte. Eine weitere große propalästinensische Kundgebung fand Sonntagabend auf dem Alexanderplatz statt – mit Schildern wie „We love Jews. We are just against Zionism“. Aber auch mit mindestens einem Redner, der zur islamistischen Israelhasser-Szene gehört.

Bei einer Solidaritätsdemo für Israel am Sonntag nahmen je nach Angaben 10.000 bis 25.000 Menschen teil. Es sprachen unter anderem der israelische Botschafter Ron Prosor, Angehörige der von der Hamas entführten israelischen Geiseln, und der Bundespräsident. „Der Schutz jüdischen Lebens ist Staatsaufgabe – und er ist Bürgerpflicht“, sagte Frank-Walter Steinmeier am Brandenburger Tor. „Ich bitte alle Menschen in unserem Land, diese Bürgerpflicht anzunehmen.“