Und damit geben wir den Ball ab und machen weiter mit einer Nachlese zur Europawahl:

Die könnte für Michael Müller der Anfang vom Ende sein. Zumindest wenn es nach Annika Klose geht, die einige Sozialdemokraten für die bessere Spitzendkandidatin für Brüssel gehalten hätten. Die Berliner Juso-Chefin forderte den Regierenden Bürgermeister am Abend auf, im nächsten Jahr den SPD-Vorsitz abzugeben und in einem geordneten Verfahren für einen personellen Wechsel zu sorgen. Zuvor soll Müller das sozialistische Wahldebakel auf den Bundestrend zurückgeführt und für einen Ausstieg aus der Großen Koalition plädiert haben. Und wie geht es in Berlin jetzt weiter? „Wir machen Politik auf Grundlage der letzten Wahlergebnisse“, sagte Müller in der „Abendschau“.  Anm. d. Redaktion: Damit meint er wohl nicht die Europawahl.
13 Abgeordnete aus der schönsten Stadt der Welt gehen nach bzw. bleiben in Brüssel: auch CDU-Frau Hildegard Bentele, die bis zuletzt zittern musste. „Ich hab’s geschafft“, twitterte sie schließlich am frühen Montagmorgen, und dankte allen, „die an mich geglaubt haben“. In ihrem Bezirk Tempelhof-Schöneberg konnte die CDU das berlinweit stärkste Ergebnis einfahren: 36,5 Prozent gab’s zwischen Mariendorf und Marienfelde – rund um Daimler- und Werner-von-Siemens-Straße. Von solchen Zustimmungswerten kann die Union insgesamt nur träumen. Doch Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat den Schuldigen schon ausgemacht: die freie Meinungsäußerung im Netz, Stichwort Rezo-Video. „Regeln für den digitalen Bereich“ im Wahlkampf forderte sie bei einer Pressekonferenz am Montag. CP-Analyse: Politische Statements sind ab sofort nur noch per PDF erlaubt.