Dragoner-Areal geht wohl morgen an Berlin
Wir kommen zur beliebten Rubrik „Mathe lernen mit dem Checkpoint“. Frage: Macht Berlin ein gutes Geschäft, wenn das Land am Mittwoch sieben Kultureinrichtungen, darunter die Akademie der Künste, das Haus der Kulturen der Welt, das Jüdische Museum und der Martin-Gropius-Bau, im Wert von 179,6 Millionen Euro an den Bund abtritt, und dafür das Kreuzberger Dragoner-Areal im Wert von 36,8 Millionen Euro bekommt? Antwort: Ja, denn die Kultur geht nicht verloren, bezuschusst werden muss sie aber künftig vom Bund. Und Berlin bekommt perspektivisch mindestens 500 Wohnungen, gebaut von landeseigenen Unternehmen, und ebenfalls dringend benötigten Platz für Gewerbe. Auf einem Filetgrundstück mitten in der Stadt. Wenn der Haushaltsausschuss den Deal nicht vereitelt, endet morgen ein seit viereinhalb Jahren andauernder Streit um ein Geschäft, das so heute kaum noch vorstellbar ist: Im Februar 2015 hatte die Bundesanstalt für Immobilien das 47.000 Quadratmeter große Grundstück hinter dem Rücken der politisch Verantwortlichen an eine Firma mit Sitz in Wien verkauft.