Wieder Wahlchaos in Berlin – diesmal bei der Seniorenvertretung

Die Vorbereitungen zur Wahl der Seniorenvertretung wollen nicht recht gelingen. Empfohlen wird die Briefwahl, doch sie scheitert, noch bevor sie begonnen hat. Von Lorenz Maroldt

Wieder Wahlchaos in Berlin – diesmal bei der Seniorenvertretung
Die Briefwahl-Unterlagen sollten auch per E-Mail angefordert werden können – eigentlich. (Symbolbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Schauen wir uns dazu heute noch mal an, wie die Vorbereitung zur Wahl der Seniorenvertretung so läuft – beim Thema Wahlen hat Berlin ja einen Ruf zu verteidigen (auch der Start zur Seniorenwahl war eher disruptiv, wie hier im Checkpoint mehrfach berichtet). Nach einem weiteren Blick in die Checkpoint-Mailbox müssen wir leider vermelden: Berlin gibt sich jede Mühe, dass alles so bleibt, wie es ist: dysfunktional. Und das geht so:

Auf Grund der Pandemie“ empfiehlt das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten die Briefwahl – Unterlagen können demnach per Brief mit frankiertem Rückumschlag, per Fax (!) und „auch elektronisch per Email“ beim so genannten IT-Dienstleistungszentrum des Landes Berlin beantragt werden. Theoretisch jedenfalls. Aber nicht in Berlin. Aus allen Bezirken erreicht uns die gleiche Botschaft – die Mails kommen so vom Landesamt zurück: „Betreff: Unzustellbar. Das Postfach des Empfängers ist voll und kann zurzeit keine Nachrichten annehmen.“ Kleiner Trost: Mit einem ähnlichen Schicksal musste sich auch schon Elvis Presley herumschlagen („Return to sender, address unknown. No such number, no such zone.“). Praktischer Vorteil: Auf diese Weise werden schon im Vorfeld Fehler bei der Auszählung vermieden.