„Ewige Flamme“ darf doch wieder lodern: 12,5-tägige Abschaltung wegen Energiekrise durch Gasag beendet
Das Mahnmal gedenkt der Opfer von Vertreibung und Flucht. Wegen der Energiekrise war es kurzzeitig außer Betrieb. Die Checkpoint-Rechnung, was gespart wurde. Von Nina Breher und Lorenz Maroldt
Die doch-nicht-so-ewige Flamme auf dem Theodor-Heuss-Platz soll ab heute wieder brennen. Die Gasag hatte die „Ewige Flamme“, ein Mahnmal für die Opfer von Flucht und Vertreibung, Ende September abgeschaltet, um Gas zu sparen. Wie der Checkpoint erfuhr, soll sich die Regierende Franziska Giffey persönlich bei der Gasag dafür eingesetzt haben. Vielleicht hat die Gasag mittlerweile eh genug gegen die Energiekrise getan. Mathe mit dem Checkpoint: Bei einem Jahresverbrauch der Flamme von 210.000 kWh pro Jahr (Q: „BZ“) hat die Gasag in den 12,5 Tagen ohne „ewige“ Flamme 7192 kWh eingespart – ein wenig mehr als ein 100-Quadratmeter-Reihenhäuschen in sechs Monaten (14.000 KwH/Jahr, Q: Gasag) oder eine 40-Quadratmeter-Wohnung in zwölf (5600 kwH/Jahr, Q: Gasag). Was sind der Stadt ihre Symbole wert? In Zeiten von Energieknappheit ist diese Frage eine überraschend lebensnahe.