Berlinovo stellt Konzept für Palais vor
Es gibt ein neues Konzept für das Palais am Festungsgraben – die landeseigene Wohnungsgesellschaft will aus dem historischen Gebäude „ein offenes Haus für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Veranstaltungen“ machen, einen multifunktionalen „Berliner Kultursalon“. Nach der Sanierung „soll jedes Berliner Projekt Flächen mieten können“, aber nur temporär: „Vom Kita-Sommerfest über Studenten-Initiativen bis zur Kunstausstellung mit internationaler Strahlkraft“ ist alles möglich, auch für Hochzeiten stehen die Säle zur Verfügung. Außerdem vorgesehen: ein Restaurant, eine Bar mit Dachterrasse, zwei möblierte Wohnungen zur kurzzeitigen Vermietung an Künstler oder Professoren und Co-Working-Arbeitsplätze für die Digital- und Kreativszene (alles Weitere zum Berlinovo-Konzept finden Sie hier).
Den Wünschen des Senats kommen die Berlinovo-Ideen entgegen: Laut Kalkulation ist mit Einnahmen von 642.284 Euro zu rechnen – in der Ausschreibung waren Zuschüsse ausgeschlossen. Zudem ist die Landesregierung ohnehin auf der Suche nach einem repräsentativen Gebäude, auf das sie gelegentlich Zugriff hat. Mit den Ideen der anderen Teilnehmer war der Senat dagegen bisher nicht so zufrieden – das Maxim-Gorki-Theater hatte ein Flüchtlingskonzept vorgeschlagen, die Humboldt-Uni ein „Forum für Religionsfragen“. Beiden Institutionen bietet Berlinovo (Aufsichtsratsvorsitzender: Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen) aber Nutzungsmöglichkeiten an. Nach dem Vorschlag eines Lenkungsgremiums entscheidet der Senat über das künftige Konzept endgültig im Sommer.