Kiziltepe verteidigt Aussage zum "Nazi-Auto"-Aussage über Tesla

Und sonst? Innensenatorin Iris Spranger (SPD) verkündet, dass im Sommer nun doch einige Freibäder beheizt werden, Kultursenator Joe Chialo (CDU) hat offenbar seit September keinen Führerschein, weil er mehrfach zu schnell gefahren ist und Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) verteidigt ihre „Nazi-Auto“-Aussage über Tesla (siehe CP von gestern). „Ich halte an meinen Einschätzungen zu Elon Musk ausdrücklich fest. Selbstverständlich bedeutet das nicht, dass ich die Mitarbeitenden oder die Kunden Musks für dessen politische Positionen verantwortlich mache“, erklärte sie am Freitag – auf der Plattform von Tesla-Chef Elon Musk („X“).

Kritik erntete Kiziltepe aus Politik und Wirtschaft, Brandenburgs CDU-Landes- und Fraktionschef Jan Redmann forderte ihre Entlassung. „Wer Tesla als Nazi-Konzern bezeichnet, verharmlost das Menschheitsverbrechen der Nazi-Diktatur. Und wer als Regierungsmitglied auf diese Art und Weise die Beziehungen zwischen Berlin und Brandenburg belastet, gehört gefeuert“, sagte er. Für Berlins Fraktionschef Raed Saleh (SPD) hingegen ist die Sache schon wieder erledigt. Er kenne „niemanden in der SPD, die oder der Musk für einen lupenreinen Demokraten hält“, sagte er dem Tagesspiegel. „Etwaige Missverständlichkeiten Tesla betreffend“ habe die Senatorin ausgeräumt. 

Die Frage, die mit Blick auf den sozialdemokratischen Berlin-Machtkampf (um die Kandidatur zum bzw. zur Regierenden) bleibt: Wozu das Ganze? Strategie oder Patzer? Antworten hat Anna Thewalt – ihre Analyse lesen Sie hier. Stephan-Andreas Casdorff jedenfalls kommentiert: „Die Moral von der Geschicht’? Schwing die Nazikeule nicht. Am Ende trifft sie dich selbst.“