Für die Fortschritte bei der Verwaltungsreform wird Berlins Chief Digital Officer Martina Klement (CSU) parteiübergreifend gelobt. Doch nun könnte die Verwaltungsmodernisiererin die Berliner Landespolitik Richtung Bund verlassen. Nach Checkpoint-Informationen ist Klement als neue Bundestagsdirektorin im Gespräch. Sie würde damit Leiterin der Bundestagsverwaltung. Ein Karrieresprung – und ein Wechsel zurück in den Bundestag, wo Klement vor ihrer Zeit in der Senatskanzlei als Büroleiterin in der CSU-Landesgruppe tätig war.
Für Berlin könnte ihr Schritt ein Rückschritt sein. Dass es unter CDU-Führung endlich vorangeht mit der Verwaltungsreform schreiben viele auch der so pragmatisch wie strukturiert arbeitenden Klement zu. Mancher befürchtet, dass der ganze Prozess ohne sie ins Straucheln geraten könnte. Auch deshalb, weil ein Nachfolger zunächst Zeit brauchen dürfte, sich in die komplizierte Thematik einzuarbeiten.
Wie es aktuell noch in Berlins Verwaltung zugeht, zeigt folgender Fall: Seit dem 7. November 2024 steht im Rathaus Reinickendorf eine funktionsfähige Dokumentenausgabebox, ähnlich einer Paketstation für Reisepässe oder Personalausweise. Nur Dokumente darf sie bis heute nicht ausgeben. Dafür hat Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU) ihr vor lauter Ärger darüber längst eine rote Schleife verpasst. Was ist da los?
„Für den Betrieb neuer technischer Geräte – und insbesondere solcher Geräte, die sowohl an das Internet als auch das Berliner Landesnetz angeschlossen sind – müssen umfangreiche Konzepte u.a. zum Datenschutz und der IT-Sicherheit erstellt und Anträge für die Integration in das Berliner Landesnetz gestellt werden“, lässt uns ein Sprecher des Bezirksamts wissen. Seitens des Bezirks seien „inzwischen die nötigen Vorleistungen erbracht“, heißt es (Schritt 1). „Nun ist das Land Berlin am Zuge.“
Dort habe das ITDZ mittlerweile das letzte, fehlende Konzept an die Projektleitung in der Senatskanzlei übersandt (Schritt 2), so der Bezirkssprecher. Nun muss dort das Gremium „auf Basis der vielen erstellten Konzepte über die Zulassung der Integration in das Berliner Landesnetz entschieden“ (Schritt 3). „Wenn die Zustimmung von diesem Gremium vorliegt, kann die Dokumentenausgabebox endlich in Betrieb gehen“, teilte der Bezirk mit. Immerhin: Das könnte bald sein. Wohl „Ende April/ Anfang Mai“.
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Im schwarz-roten Senat ist der österliche Frieden lange Geschichte. Plötzlich krachts am laufenden Band. Für die Ankündigung von Arbeitssenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), ein Gesetz zur Ausbildungsplatzumlage auf den Weg zu bringen, hat sie erst vom Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) eine Rüge kassiert. Nun hat sich deshalb SPD-Fraktionschef Raed Saleh wiederum Wegner vorgeknüpft. Die CDU-Kritik sei eine „einseitige und unbegründete Blockadehaltung“, die nicht den Verabredungen aus dem Koalitionsvertrag entspreche. Da steht die Ausbildungsplatzumlage tatsächlich drin. Ob sie jetzt noch kommt? Ungewiss. Vorteil: Beide Seiten haben mal die Möglichkeit, sich verbal bei ihrer Klientel zu profilieren.
Und der nächste Streit folgt so gleich. Wieder beteiligt: Cansel Kiziltepe. Diesmal, weil ihr Haus sich bei der Neufassung der Sonderpädagogikverordnung aus der Bildungsverwaltung von Senatorin Katharina Günther-Wünsch trotz mehrfacher, schriftlicher Einwände übergangen sieht. Das Vorgehen sei „nicht nachvollziehbar und unkollegial“, schimpft Sozialstaatsekretär Aziz Bozkurt (SPD) in einem Brief an Bildungsstaatssekretärin Christina Henke (CDU). Weil die Bildungsverwaltung auch darauf nicht reagierte, fordert Kiziltepe ihre Senatskollegin Günther-Wünsch jetzt zum Showdown auf, berichtet Checkpoint-Kollegin Margarethe Gallersdörfer. Bei einem persönlichen Treffen soll der Fall geklärt werden. Am besten wohl gleich auf der Paar-Therapie-Couch.
Brandheiß wirkte der Plan der BVG, ihre Dieselbusse künftig CO2-arm mit altem Frittenfett zu betanken. Seit Sommer 2024 testen die Verkehrsbetriebe den Einsatz des darauf basierenden Kraftstoffs HVO100, um ihre Emissionen möglichst schnell zu senken. Nach einigen Versuchen scheint die Idee nun aber etwas ranzig zu sein. Zwar wäre „ein Einsatz grundsätzlich möglich“, teilt die BVG auf Checkpoint-Anfrage mit. Entscheidend sei jedoch auch die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. „Hier haben wir nach wie vor Fragen an den Markt hinsichtlich der Lieferketten/Zertifizierung, zur gesamthaften Nachhaltigkeitsbilanz und zur ausreichenden Verfügbarkeit und Preisstabilität des Treibstoffs.“ Busse mit Pommes-Tanke wird’s also erstmal nicht geben.
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Sportlich läuft es für Hertha diese Saison nicht. In einer anderen Statistik sind die Berliner aber immer noch internationale Klasse. Hertha schafft es unter die Top-25 Clubs weltweit mit der höchsten Zuschauerzahl – und zwar mit durchschnittlich 51.941 Besuchern aktuell auf Platz 23. Der großen Schüssel Olympiastadion sei Dank. Mit Schalke (Platz 11, 61.579 Zuschauer) und dem Hamburger SV (19., 56.234) stehen zwei andere deutsche Zweitligateams sogar noch weiter oben. Bei allem sportlichen Leid, das Hertha gerade erlebt, muss man zumindest das mal festhalten: Was die Fans betrifft, ist diese 2. Liga absolut erstklassig!


Mit unserer heutigen Osterüberraschung wird’s nass und sportlich! Im Wellenwerk Berlin können Wasserratten, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene, auf einer Indoor-Welle surfen. Unter professioneller Anleitung geht es aufs Board, um die ersten Wellen zu reiten oder neue Tricks zu lernen. Wir verlosen eine 90-minütige Session für die ganze Familie (2 Erwachsene & 2 Kinder). Wer aufs Brett will, schickt eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Die nächste Brückensperrung in Berlin – aber diesmal ganz planmäßig und nur temporär. Die Elsenbrücke wird von Samstag, 8 Uhr bis Sonntag, 16 Uhr für Autos dicht gemacht. Grund ist eine routinemäßige Wartung der Behelfsbrückenkonstruktion, teilt die Verkehrsverwaltung mit. Dazu müssen „ca. 20.000 Schraubverbindungen systembedingt inspiziert und bei Bedarf nachgezogen werden“.
Erst 36 Elektroautos sind für die Berliner Polizei im Einsatz (bei 2869 Fahrzeugen insgesamt). An mangelnden Ladesäulen liegts nicht. Auf den Wachen stehen schon 55 Ladepunkte (Q: schriftliche Anfrage Karsten Woldeit, AfD). Auch der Senat stellt fest: „Damit stehen in der Polizei Berlin aktuell mehr Ladepunkte als E-Fahrzeuge zur Verfügung.“
Auf der Suche nach einem neuen alten Wagen? 122 beschlagnahmte Fahrzeuge verwahrt das Bezirksamt Lichtenberg aktuell – holen die Eigentümer sie nicht bald ab, werden sie ab dem 16. Mai öffentlich versteigert. Neben verschiedenen Autos sind auch Mopeds im Angebot. Mehr als Altmetall ist in den meisten Fällen aber nicht übrig. „Die Fahrzeuge werden ohne gültige Kennzeichen versteigert und sind zum Teil nicht mehr fahrbereit“, schreibt das Bezirksamt im Amtsblatt. „Fahrzeugschlüssel und Fahrzeugpapiere sind in der Regel ebenfalls nicht vorhanden.“
Auch wenn alkoholfreies Bier immer beliebter wird (CP von Mittwoch), bleibt die Alltagsdroge Alkohol ein Problem: Derzeit sind rund 76.000 Berliner wegen Alkoholsucht in medizinischer Behandlung, zeigte eine Auswertung der Barmer Krankenkasse. Ob Sie selbst auch gefährdet sind, können Sie hier herausfinden.
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Der an Dreckecken nicht arme Bezirk Mitte lädt erneut zum Müllgipfel mit „frischen Ideen für ein sauberes und lebenswertes Umfeld in Berlin-Mitte“ ein. Wenn’s Ihnen über die aktuellen Zustände stinkt, machen Sie Ihrem Ärger in der dazugehörigen Umfrage zur Müllsituation Luft.
Vor gut einem Jahr eröffnete Rewe an der Warschauer Straße seine erste Filiale mit ausschließlich veganen Produkten. Mehr sollen es erstmal nicht werden, teilt die Kette auf Checkpoint-Anfrage zum einjährigen Bestehen mit. Die Filiale sei „ein einzelner Testmarkt“, in dem Rewe viel über seine Kunden lerne. Eine Erkenntnis: Veganer leben nicht zwangsläufig gesünder. Zu den beliebtesten Artikel im Markt zählen: Schokocroissants, Franzbrötchen und Kakaocremehörnchen.
Im Berliner Zoo haben die Erdferkel Memphis und Kito Nachwuchs mit „außergewöhnlichem Look“ (Berliner Zoo) bekommen. Das Junge sehe aus wie „eine haarlose, grunzende Mischung“ aus Ameisenbär, Schwein und Nacktmull und erinnere an den Elf „Dobby“ aus den Harry-Potter-Filmen. Aber sehen Sie selbst.
Korrektur: In unserer gestrigen Meldung zu Friedrich Merz‘ Fahrplan zur Macht haben wir uns selbst ein wenig verfahren. Der kleine Parteitag der CDU findet am 28. April statt (Mai wäre etwas spät gewesen). Die Begehung des Gasometers für die große Zeremonie stand an diesem Donnerstag an und Koalitionspartner der Union ist natürlich die SPD und nicht die FDP – aber bei kleineren Parteien kann man schließlich schonmal durcheinanderkommen.

Machen statt Meckern: Für unsere Serie „Berlin 2030“ haben wir 50 Ideengeber nach ihrer Vision für die Hauptstadt gefragt. Den Beitrag des Naturkundemuseum-Direktors Johannes Vogel lesen Sie hier. Alle Folgen und kreative Konzepte finden Sie täglich online unter tagesspiegel.de/berlin2030.
Und auch Sie schicken uns weiter spannende Ideen für die Zukunft Berlins. Leserin Carolin Batke schlägt vor: „Verarmte Boomer können in leerstehenden Krankenhäusern neue Lebensformen etablieren: In den nächsten Jahren werden einige Krankenhäuser geschlossen. Gleichzeitig können sich sehr viele Leute mit ihrer minimalen Rente ihre Wohnung in Berlin nicht mehr leisten. Anstatt alle auf die Straße zu entlassen oder in teuren Altersheimen zu versorgen, könnten diese Krankenhäuser für neue Wohnformen, nicht nur für alte Leute genutzt werden.“
Sie haben auch eine Idee? Schreiben Sie uns unter checkpoint@tagesspiegel.de.
Zitat
„Wer will auch ein Nazi-Auto fahren?“
, fragt Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) auf X mit Blick auf Tesla-Gründer Elon Musk und die schwachen Verkaufszahlen seiner Firma. Bei den Genossen in Brandenburg sorgt der Spruch für Empörung. Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) wirft Kiziltepe einen „historisch untragbaren Vergleich“ vor.
Stadtleben
Verlosung – 80 Jahre Kriegsende ... Ein großes und schweres Thema, zu dem es viele mögliche Zugänge gibt. Ein neuer Comic erzählt den Alltag im ver- und zerstörten Deutschland 1945 über Gegenstände: ein Salatsieb (vorher Stahlhelm), ein Brautkleid aus Fallschirmseide oder ein Kochtopf, der aus Wrackteilen eines Flugzeugs gemacht ist und zu vielen unbequemen Fragen am Küchentisch führt ... „Stell dir vor!“ ist kurz vorm Feiertag auch ein Statement gegen Geschichtsvergessenheit, an dem mehrere Künstler:innen aus Berlin beteiligt sind: Julia Bernhard, Mikael Ross und Melanie Garanin. Wir verlosen drei Exemplare! Bewerbungen bitte ans Checkpoint-Postfach.
Essen & Trinken – Ausflugstipp: In Bad Saarow lockt das „Kin“ mit einem hübsch komplizierten Küchenstil, denn bei Küchenchef Carlo Sannino fließen Italien und Asien auf unberechenbare Art zusammen. Zum Beispiel bei den schön knusprig ausgebackenen „Frühlingsrollen Osso buco“, gefüllt mit Fleisch, gekonnt garniert mit Pilzen, Frisée, Safranknusper und Parmesan. Der dünn aufgeschnittene Schweinebauch kommt, u.a. mit Sesam, Topinamburchips und Szechuan-Pfeffer, breitspurig daher wie ein Teller von Tim Raue. Eine erstaunliche, kreative Küchenleistung zu mehr als vernünftigen Preisen. Di-Sa 17-22 Uhr, im Velotel, Ulmenstraße 2, Bad Saarow
Last-Minute-Karten – Beim Thema Nachrichten geht es jungen Menschen auch nicht anders als Erwachsenen – irgendwie alles zu viel und zu negativ. Deswegen gründet die „Newsroom“-Crew im Theater an der Parkaue ein Start-up, das Nachrichten neu denkt: divers, zugänglich, partizipativ. Und legt sofort los, denn das Publikum kann und soll sich via Smartphone beteiligen. Spieler:innen von 16 bis 21 Jahren produzieren live auf der Bühne eine Nachrichtensendung. Vorausgegangen ist eine Recherchephase mit dem Theaterkollektiv Henrike Iglesias, jede Vorstellung ist anders. Heute und Montag (je 18 Uhr) kann die öffentliche Probe besucht werden, Premiere ist am Dienstag. Probenkarten kostenlos, reguläre Vorstellung 15/9 Euro, Parkaue 29, Tram-Haltestelle Rathaus Lichtenberg
Noch hingehen – Zum 54. Mal findet in Potsdam das „Sehsüchte“ statt, ein von Studierenden organisiertes internationales Filmfest. Noch bis Sonntag wetteifern Filme in zwölf Sparten um Preise, noch wichtiger ist das Festival aber wahrscheinlich als Treffpunkt und Schaufenster. Gucken kann man unter dem Motto „beyond“ vieles, das es sonst nirgends zu sehen gibt. Heute etwa „Let’s Leave This Place“ (ab 19.30 Uhr), ein Kurzfilmprogramm mit widerständigen Geschichten, die von der Suche nach einem besseren Leben erzählen. In „Shut Up And Suffer“ geht es zum Beispiel um zwei Aliens, die für eine Abtreibung eine Praxis auf der Erde besuchen müssen. 9/6 Euro, Marlene-Dietrich-Allee 11, Potsdam-Babelsberg
Grübelstoff – Nach den Osterferien geht es für Berliner Abiturient:innen weiter, am Dienstag schreiben sie Deutsch. Sofern Sie den Schulabschluss bereits hinter sich haben – träumen Sie manchmal noch, dass Sie wieder über einer Mathe- oder Englischklausur sitzen?
Kiekste
„Ach ja, wat solln dit sonst sein, Kolleje?“ Dank an Wolfgang Vieweg für sein Foto aus Tempelhof! Weitere paradoxe Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Königsheideweg (Baumschulenweg): In der Nähe des Heuberger Wegs (Wasserwerk Johannisthal) und in Höhe Späthsfelder Weg regeln jeweils Baustellenampeln den Verkehr (bis Anfang Mai).
Köpenicker Straße (Biesdorf): Die Straße ist bis Samstagabend in beiden Richtungen zwischen Alfelder Straße und Am Binsengrund für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die zuführenden Straßen sind abgehängt.
Tempelhofer Damm (Tempelhof): Stadteinwärts ist die Straße im Bereich der Anschlussstelle zur A100 von ca. 17.45-20 Uhr für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S5: Der bestehende Ersatzverkehr zwischen Strausberg Nord und Strausberg wird von 21.45 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr, bis Hoppegarten erweitert.
S41/S42, S45, S46, S47: Von 22 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1:30 Uhr, kommt es zu folgenden Fahrplanänderungen:
* Zwischen Baumschulenweg und Neukölln verkehrt nur die Linie S46 im 20-Minutentakt.
* Linien S41 und S42: Umstieg in beiden Fahrtrichtungen in Südkreuz (Weiterfahrt vom selben Gleis).
* Die Linie S45 ist zwischen Baumschulenweg und Südkreuz unterbrochen.
* Die Linie S46 ist zwischen Tempelhof und Westend unterbrochen.
* Die Linie S47 ist zwischen Schöneweide und Tempelhof unterbrochen.
Regionalverkehr – RE3 und RB24: Bis 30. Mai kommt es zu folgenden Verkehrseinschränkungen:
* Die Züge der Linie RE3 fallen zwischen Berlin Hbf und Bernau (b Berlin) aus.
* Die Züge der Linie RB24 fallen zwischen Berlin-Lichtenberg und Eberswalde Hbf aus.
RE3: In der Nacht von 20 bis 6 Uhr fallen die meisten Züge dieser Linie zwischen Stralsund Hbf und Berlin Hbf aus.
Demonstration – Für heute sind zwölf Demos angemeldet (Stand 24.4., 13.45 Uhr), u.a. „Klimawandel Eine Mahnwache für die Einhaltung des Pariser Abkommens. #FridaysForFuture“: zwölf Demonstrierende, Platz der Republik 1 (10-12 Uhr)
„Frieden, Gewaltfreiheit und Menschenrechte“: 50 Teilnehmende, Pariser Platz (13-19 Uhr)
„Israeltag 2025“: 800 Menschen, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Wittenbergplatz (15-19 Uhr)
„Happy-Baum-Hour-Demonstration am Tag des Baumes für die Bäume, ihren Wert für uns in Zeiten von Hitze, Dürre und Klimawandel und ganz speziell für den Erhalt von mindestens 100 Bäumen am Tempelhofer Damm wegen falscher Zahlen und Planung des Senats (...)“: 600 Demonstrierende, Baumentscheid, Tempelhofer Damm 104 (18-19.30 Uhr)
„Wir stehen an eurer Seite – Solidarisch gegen Antisemitismus“: 30 Teilnehmende, Nachbarschaftsinitiative, Brunnenstraße 33 (18.45-20.45 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 42 Demos, u.a. „Que(e)rstellen gegen rechten Aufmarsch – für eine solidarische, gerechte Politik!“: 1.500 Teilnehmende, Warschauer Platz, Persiusstraße, Simon-Dach-Straße, Annemirl-Bauer-Platz (12.30-22 Uhr)
„Berlin bleibt bunt!“: 2.000 Menschen, S-Bhf Ostkreuz, Frankfurter Tor, Rigaer Straße, Ostkreuz (13-20 Uhr)
„Flächendeckende Grenzkontrollen, Schutz der Bevölkerung, keine Taurus Lieferung, Wahrung der Meinungsfreiheit, keine weiteren Milliarden für die Ukraine, Schluss mit der Spaltung unserer Gesellschaft“: 3.500 Teilnehmende, Grunerstraße, Leipziger Platz, Mühlendamm (14-20 Uhr)
„Fahrraddemo zum Tag der lesbischen* Sichtbarkeit“: 100 Menschen, Monumentenstraße 13, Potsdamer Platz, Kleiststraße, Monumentenstraße (14.30-17 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind zwölf Demos, u.a. „Kundgebung zum 1. Mai Arbeiterkampftag“: zehn Menschen, Leopoldplatz (12-14 Uhr)
„Wiederverlegung von Stolpersteinen“: 50 Teilnehmende, Stolpersteingruppe Weißensee, Woelckpromenade 7 (14-15.30 Uhr)
„Solidarität mit den Proleten hinter Gittern.“: 100 Demonstrierende, Seidelstraße 39 (15-17 Uhr)
Gericht – Weil er einen Pächter eines Lokals massiv bedroht und 15.000 Euro erpresst haben soll, wird einem 51-Jährigen der Prozess gemacht. Bei dem mutmaßlichen Geschehen vor rund acht Jahren soll der Angeklagte wiederholt im Lokal des Pächters erschienen sein, ihn unter Druck gesetzt und schließlich die geforderte Summe kassiert haben (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 504).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Wir gratulieren dem ‚hoffentlich-bald-Berliner‘ Andreas aus dem Bergischen Land ganz herzlich zum Geburtstag. Den nächsten feiern wir hoffentlich zusammen. Alles Liebe und Gute wünschen wir Dir. Dieter + Claudia🙋♂️🙋♀️“ / „Wir gratulieren unserer Freundin Angela recht herzlich zum Geburtstag. Heute gibts's keinen Frankfurter Kranz und kein Grillgut, wie die Tradition es verlangt, dafür aber unsere allerbesten Wünsche für beide Knie – und überhaupt! Das Anstoßen mit Schampus wird nachgeholt.“ / „Tante Bärbel (68) hat die Sachen gepackt und beginnt ein neues Leben in Baden. Die Schmargendorfer wünschen alles Gute“ / Katharina Heyer (42), Schauspielerin („Früher oder später“), u.a. am Maxim-Gorki-Theater im Konzertabend „The Johnny Cash Songbook“ / „Sie lebe hoch, hoch, hoch: Unserer Freundin und Nachbarin Karen gratulieren wir von ganzem Herzen zu ihrem 50. Geburtstag“ / „‚Vergangenheit aus der Nähe betrachtet‘: Meinem lieben alten Schulfreund Johannes Lenz die besten Wünsche zum Geburtstag, Renate (Georg-Herwegh-Gymn.)“ / Markus Lüpertz (84), Maler und Bildhauer, seine Arbeiten sind in zahlreichen Museen zu sehen, 1974 organisierte er die 1. Biennale Berlin
Nachträglich: „Wir gratulieren unserer Familienfreundin Frau Elli herzlich zum Geburtstag, die wohl nicht zufällig am selben Tag geboren wurde wie unsere Uromi Lisbeth (Jg. 1908)!“
Sonnabend – Valter Chrintz (25), Handballspieler, spielt bei den Füchsen Berlin / Winfried Glatzeder (80), Schauspieler („Kundschafter des Friedens“), seine bekannteste Rolle ist die männliche Hauptrolle in „Die Legende von Paul und Paula“, spielte u.a. auch am Theater am Kurfürstendamm / „Für die Frau, der mein Herz gehört: Liebste Shmool, zu Deinem Geburtstag wünsche ich Dir vor allem stabile Gesundheit und Glück sowie Konstanz wie auch Veränderung in unserem Leben – mehr leichtfertige Unbeschwertheit und rationale Spontaneität. HH calling? Ich liebe Dich! Oliver“ / „Hartmann Vetter wird 80. Alles erdenklich Gute wünscht die Familie“
Sonntag – „Umarmungen, viel Lebensfreude und alles Liebe für Jakob Hartung zum 31. Geburtstag von der Familie nah und fern“ / Sally Hawkins (49), britische Schauspielerin, für „Happy-Go-Lucky“ erhielt sie den Silbernen Bären der Berlinale 2008 / „Unserer wunderbaren Kerstin Konnopka allerherzlichste Glückwünsche zum 47. von Mami & Achim“ / Leni Schmidt (20), Eishockeyspielerin, im Team der Berliner Eisbärinnen
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Angelika Kleeblatt, * 21. August 1947, verstorben am 26. März 2025 / Rebekka Schmidt, * 11. März 1954, verstorben am 1. April 2025
Stolperstein – Gerda Kafka, geb. Dressner, wurde 1920 in Berlin geboren. Sie war Verkäuferin, Mutter zweier Kinder und gehörte zum Berliner Arbeiterwiderstand. Für die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation überbrachte sie u.a. Flugschriften und versteckte gemeinsam mit ihrem Mann zwei Männer auf der Flucht. Von einem Einsatz im April 1945, bei dem sie Nachrichten überbringen wollte, kam sie nicht zurück und wurde 1947 mit Datum vom 25. April 1945 für tot erklärt. An Gerda Kafka erinnert ein Stolperstein in der Bergener Straße 1 in Prenzlauer Berg.
Encore
Ob Kino, Ausstellung, Spaziergang oder Kurztrip an den Stadtrand: Wer immer auf Begleitung wartet, verpasst viel. Deshalb: Einfach mal allein losziehen und mit Kopfhörern, Kamera oder einem Kaffee in der Hand Neues erleben. Mit der großen Gruppe im Biergarten sitzen kann man immer noch, wenn’s wieder allen passt – im nächsten Frühling vielleicht.
Gemeinsam mit uns unterwegs für den Checkpoint waren mit ihren Beiträgen heute Christoph Papenhausen und Antje Scherer (Stadtleben). Dass es auch allein gut geht, hat Fabian Schridde in der Frühproduktion bewiesen. Morgen bringt Sie hier Ann-Kathrin Hipp ins Wochenende. Bis bald und machen Sie es gut,
