Wo die Berliner Polizei gegen die „Querdenker“-Szene jetzt vorgehen sollte
Regelrecht überrannt wurde die Berliner Polizei bei der „Querdenker“-Demo am Sonntag. Auch andere Beispiele zeigen: Die Szene wird immer radikaler. Der Checkpoint-Kommentar von Lorenz Maroldt
Die Polizisten, die in der Bergmannstraße Radfahrer kontrollierten, fehlten dann gestern bei der wilden „Querdenker“-Demo – sie wurden schlicht überrannt. Trotz massenhafter Verstöße gegen die Infektionsschutz-Auflagen führte die Route unangemeldet über die Karl-Marx-Allee. Der „Spiegel“ zitiert den Einsatzleiter so: „Natürlich hätten wir sie aufhalten können. Aber wir wollen diese Bilder nicht.“ Tja, dafür bekam er andere Bilder, die auch in den eigenen Reihen demoralisierend wirkten: „Das hat doch alles keinen Sinn hier“, hörte unser Kollege Julius Geiler einen Beamten zu seiner Kollegin sagen (seine Videos der Demo finden Sie hier).
Hier drei Beispiele, warum entschlossene Einsätze gegen die immer radikaler werdende Szene „Sinn machen“ machen würden:
1) Ein Verschwörungsschwurbler (hier auf dem Bild mit Bill-Gates-Plakat) teilte unserem Reporter mit, dass er „nach dem Umsturz wie alle anderen Systemjournalisten an einem Baum hängen“ werde.
2) Die Abgeordnete Anne Helm (Linke) wurden in einem Bus von einer Maskenverweigerin angespuckt.
3) Bei Flashmobs in S-Bahnen und Einkaufszentren wurden Maskenträger drangsaliert und attackiert.
Wer den Brandanschlag aufs RKI verübt hat, ist noch unklar (aber eine Ermittlungshypothese dürfte nicht so schwer zu erstellen sein).