Können wir nicht doch noch an die Ostsee, Frau Ministerpräsidentin?

Herbstferien in „Meckpomm“? Für Urlauber aus dem Risikogebiet Berlin nahezu unmöglich. Manuela Schwesig bedauert das – weist die Verantwortung aber zurück. Von Lorenz Maroldt

Können wir nicht doch noch an die Ostsee, Frau Ministerpräsidentin?
Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das „Beherbergungsverbot“ ist als wuchernde Corona-Wortkreatur so ansteckend, dass es selbst Schwierigkeiten hat, in diesem Corona-Herbst noch irgendwo unterzukommen – der Duden gewährt ihm jedenfalls kein Obdach („Leider gibt es für Ihre Suchanfrage im Wörterbuch keine Treffer“). Als Ferienkiller verbreitet es sich allerdings pandemisch quer durch die Republik, vor allem für Berliner (Neuinfektionsrate 56,4).  

Der Checkpoint hat Manuela Schwesig gefragt, wie die Aussichten darauf sind, unser Berliner Geld in den überteuerten Küstenhotels doch noch mit beiden Händen aus dem Fenster in die Ostsee werfen oder im Kamin verfeuern zu dürfen – hier die Antwort der Ministerpräsidentin:

Leider ist Berlin jetzt Risikogebiet und fällt damit unter die Regelung für Risikogebiete, die MV seit Monaten hat. Die Regelung von MV für Touristen ist nicht neu. Allerdings wurden gestern in der Kabinettssitzung Ausnahmen für Berufspendler beschlossen. Es tut mir wirklich außerordentlich leid für viele BerlinerInnen, die sich auf Herbstferien in MV gefreut haben. Aber dass Berlin Risikogebiet wird, hat MV nicht zu verantworten.“