Schwarz-Rot schweigt zum Neubau der Landesbibliothek
Unser Kollege Nikolaus Bernau hat auch etwas im Koalitionsvertrag entdeckt – und zwar: eine Bildungslücke: „Nichts ist darin zu lesen vom Neu- oder Erweiterungsbau für die Zentral- und Landesbibliothek. Dabei wird er seit mehr als einem halben Jahrhundert immer wieder von Senaten und Abgeordneten versprochen, als das wichtigste Projekt der Berliner Bildungspolitik seit 1990“, schreibt er heute im Tagesspiegel.
Wir haben mal nachgeschaut, und tatsächlich: Zumindest in den vorherigen drei Koalitionsverträgen war der Bau drin:
2011 (Rot-Schwarz): „Wir werden die Zentral- und Landesbibliothek am Standort Tempelhof realisieren.“
2016 (Rot-Rot-Grün): „Mit der Zusammenführung der Zentral- und Landesbibliothek wird die Koalition ein deutliches Zeichen für die kulturelle Bildung und lebenslanges Lernen in der Stadt setzen. Die Koalition wird über den Standort unter Berücksichtigung partizipativer Prozesse entscheiden.“
2021 (Rot-Grün-Rot): „Die Koalition wird die Planung des Neubaus einer Zentral- und Landesbibliothek 2026 beginnen.“
2023 (Schwarz-Rot): Nada, niente, nichts.