Innensenatorin fordert Bedarfsprüfung für Schreckschusswaffen

Damit Rettungskräfte nicht wieder in Nahkämpfe verwickelt werden, verlangt Innensenatorin Iris Spranger (SPD) eine extra Hürde für den Kauf von Signalwaffen. Von Lotte Buschenhagen und Robert Ide

Innensenatorin fordert Bedarfsprüfung für Schreckschusswaffen
Ein Mann lädt eine Schreckschusspistole vom Typ „Walther P22“ mit einem Magazin. Foto: dpa/Oliver Killig

Ja, es gibt in Berlin auch viele bekloppte Leute. Wer zur Hölle braucht zum Beispiel eine Schreckschusspistole? Damit sich die Silvesternacht nicht wiederholt und Rettungskräfte in brutale Nahkämpfe verwickelt werden, sagt Innensenatorin Iris Spranger (SPD) den Schreckschusswaffen nun den Kampf an. Wie berichtet, will Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) den Erwerb der gefährlichen Pistolen an einen kleinen Waffenschein knüpfen.

Spranger fordert darüber hinaus eine zusätzliche Bedürfnisprüfung. „Die Signalwaffe wird oft auf Booten eingesetzt“, sagt ihr Sprecher Thilo Cablitz dem Checkpoint. „Das kann man ja durchaus belegen. Wenn ich aber sage, ich will sie eigentlich nur haben – dann wäre das zu dünn.“ Spranger will den Vorschlag in die Innenministerkonferenz einbringen, die nächste Sitzung findet allerdings erst im Juni statt. Waffenrecht ist Bundesrecht. Und Böllerdebatten gehen auch im Sommer krachen.