Von 115 gemessenen Jahren war 2022 das trockenste – und 2023 startet mit Rekord

Wenn Meteorologen einem ein nasses neues Jahr wünschen, ist das kein trockener Humor, sondern kühler Realismus. In diesem Fall kam der Wunsch von Jörg Riemann, Chefmeteorologe der „Wettermanufaktur“, verbunden mit der 2022er-Bilanz und dem ersten 2023er-Rekord: Mit 355,5 Liter pro Quadratmeter statt der normalen 590 war das vergangene Jahr in Berlin das trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen 1908 (bisher: 2018 mit 359 Liter), mit 11,09 Grad im Mittel außerdem das zweitwärmste. Und das neue Jahr startete mit dem wärmsten je gemessenen Januartag: 15,2 Grad waren zu überbieten, glatte 16 wurden gemessen. Bis auf Widerruf gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, solange es regnet.