die juristischen und politischen Aufräumarbeiten nach dieser Silvesternacht dauern an. Polizei und Staatsanwaltschaft bündeln die Ermittlungen und wollen sich um schnelle Verurteilungen von Randalierern (gendern ist in diesem Fall nicht erforderlich) bemühen. Regiermeisterin und Innensenatorin wollen im Senat ein Paket einbringen, dessen Inhalt von mehr Jugendarbeit über 400 Körperkameras für Polizisten bis zu strengeren Regeln für Sprengstoff- und Waffenbesitz reicht. Stand Mittwochnachmittag liefen laut Polizei 281 Ermittlungsverfahren. Von 145 Festgenommenen waren 45 Deutsche. Die bisher daraus gezogenen Schlüsse richten sich nach dem politischen Lager. Die Begeisterung der Länder für ein von Berlin initiiertes Böllerverbot ist mäßig. Die gestern hier gestellte Frage, ob Berlin eins brauche, beantworteten bis zur Nacht mehr als vier Fünftel der fast 4000 Abstimmenden mit Ja.
Aus Sicht von Ralf Schaaf, Experte für Immissionsschutzrecht, ist die Böllerei längst verboten. Silvesterfeuerwerk beruhe nur auf einer Ausnahme in der Sprengstoffverordnung – die sich nur auf die Pyrotechnik beziehe, aber nicht aufs Begleitprogramm. Das reiche vom Berliner Immissionsschutzgesetz (mit definierter Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr) übers Wasserrecht, das schon das Autowaschen auf der Straße wegen potentiell wassergefährdender Stoffeinträge verbiete, zu denen Sprengstoffreste noch mehr zählen dürften als Shampoo. Weiter gehe es mit dem Verbot, Abfall zu hinterlassen bis zum Bundesnaturschutzgesetz, das verbietet, „wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen“.
Die Umweltverwaltung teilt auf CP-Anfrage dazu mit, dass es für die Pyro-Frage nur die Bundesregelung gebe und dass das Berliner Immissionsschutzgesetz Silvester nicht gelte, weil Bundesrecht (also die Böller-Ausnahme) dem Landesrecht (also der Nachtruhe) vorgehe. Das Bundesnaturschutzgesetz gilt demzufolge auch Silvester, aber mutwilliges Beunruhigen von Tieren sei rechtlich etwas anderes als fahrlässiges. Klingt nach einem Fest für interessierte Juristen.
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Die Eröffnungsausstellungen Wolfgang Mattheuer: Der Nachbar, der will fliegenund Stan Douglas: Potsdamer Schrebergärten im MINSK Kunsthaus in Potsdam widmen sich dem, durchaus politischen, Thema der Landschaft – einem Sujet, das eine zentrale Rolle innerhalb der Sammlung Hasso Plattner einnimmt, vom Impressionismus bis in die Gegenwart.
Zu sehen bis zum 15.01.2023. Mehr
Es gibt auch eine erfreuliche Nachricht aus der Silvesternacht, mit herzlichem Dank hinterlassen von einer Frau aus dem Kreuzberger Graefekiez auf nebenan.de: Sie berichtet von einer Silvesterfeier im Erdgeschoss des Seniorenhauses in der Boeckhstraße, die jäh beendet war, als Jugendliche ans Erdgeschossfenster klopften und von einem Feuer im obersten Stockwerk berichteten. Offenbar hatte eine Rakete einen Balkon in der 6. Etage in Brand gesetzt. Die jungen Leute hätten nicht nur geistesgegenwärtig das Feuer von einem Fenster aus gelöscht, sondern die ins Freie geflüchtete Feierrunde auch noch mit Stühlen, Decken und Getränken versorgt. Ein Sprecher der Bethanien Diakonie bestätigte auf CP-Anfrage den beherzten Löscheinsatz der Jugendlichen aus der Nachbarschaft.

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Die KW Institute for Contemporary Art präsentieren die Performance
Crack Nerve Boogie Swerve der Künstlerin Alexis Blake vom
27.–29.01.23.
Kunst, Tanz, Sound, Performance: Widerstand und Zerbrechlichkeit von Normen und Unterdrückung werden aus weiblicher Perspektive untersucht. Teil des CTM Eröffnungswochenende, Tickets online erhältlich bei den KW.
Wenn Meteorologen einem ein nasses neues Jahr wünschen, ist das kein trockener Humor, sondern kühler Realismus. In diesem Fall kam der Wunsch von Jörg Riemann, Chefmeteorologe der „Wettermanufaktur“, verbunden mit der 2022er-Bilanz und dem ersten 2023er-Rekord: Mit 355,5 Liter pro Quadratmeter statt der normalen 590 war das vergangene Jahr in Berlin das trockenste seit Beginn der Aufzeichnungen 1908 (bisher: 2018 mit 359 Liter), mit 11,09 Grad im Mittel außerdem das zweitwärmste. Und das neue Jahr startete mit dem wärmsten je gemessenen Januartag: 15,2 Grad waren zu überbieten, glatte 16 wurden gemessen. Bis auf Widerruf gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, solange es regnet.
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Ein Abend mit Jutta Brückner in der Akademie der Künste am Hanseatenweg. Lesung aus ihrem neuen Buch „Die melancholische Feministin und der alte weiße Mann“. Gezeigt wird Brückners Film „Hungerjahre“ (1980), den sie mit der Science-Fiction-Saga „Alien“ in einen fiktiven Dialog über das Thema Mütterlichkeit bringt. Dazu ein Gespräch mit Rüdiger Suchsland.
Donnerstag, 12.1., 19 Uhr
Tickets € 6 / ermäßigt € 4 Mehr
Eine Anwaltskanzlei, die u.a. die Nutzung von Blitzer-Apps empfiehlt und zur Strafe hier nicht genannt wird, hat die durchschnittliche tägliche Tempoblitzerdichte in 40 deutschen Großstädten untersucht und ins Verhältnis zur Straßenfläche gesetzt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 11,4 Blitzern pro Tag und 1000 Hektar Straßenland, Berlin kommt mit 5,4 nur auf den 30. Platz. Wuppertal führt die Liste an mit 26,1 Blitzern pro 1000 ha Straße, Hamburg liegt mit 11,8 auf Platz 16, Magdeburg mit 0,7 auf dem letzten. Berücksichtigt wurden sowohl stationäre (bei der Polizei erfragt) als auch mobile Geräte (über Apps erfasst). Da viele stationäre Geräte in Berlin teils über Monate kaputt sind, dürfte die reale Blitzerdichte hier noch geringer sein. Anmerkungen, die das Wort „Abzocke“ enthalten, bitten wir mit dem Hinweis auf die allgemein bekannten Tempolimits als erledigt anzusehen.
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Der neue Film vom Regisseur von „Brügge sehen… und sterben?“ mit Colin Farrell und Brandan Gleeson.
8 Golden Globe-Nominierungen: Auf einer abgelegenen Insel an der Westküste Irlands sind Colm und Padraic ein Leben lang miteinander befreundet. In einer ausweglosen Situation, beendet Colm abrupt die Freundschaft.
Mit alarmierenden Folgen für beide Männer. Eine gehörige Prise schwarzer Humor verfeinert die Geschichte über Schuld und Vergebung.
Oscar-verdächtig! Mehr erfahren
Neues von Murphy’s Baustelle, auf der vor Sanierungsbeginn ein Denkmal abbrannte, der Bauträger pleiteging und versehentlich ein Abwasserrohr zubetoniert wurde, bei dessen Reparaturversuch das Spezialwerkzeug zerbarst und eine Gasleitung beschädigt wurde (CP vom 14.09.22): Von den Prognosen der Wasserbetriebe hat sich leider weder die optimistische („Ende November“) noch die vorsichtige („Jahresende“) erfüllt. Die seit Sommer gesperrte Regattastraße in Grünau ist immer noch dicht, der Kiez ist teils nach wie vor nur zu Fuß im Parcours, aus dem Wald oder aus der Luft zu erreichen. Aktuelle Wasserstandsmeldung der BWB-Bauleiterin: Die Rohre wurden im November erneuert, danach die Reparatur der abgesackten Fahrbahn mit dem Tiefbauamt verabredet. Leider hätten die Straßenbauer bis 16.1. Ferien, aber Ende Januar könnte es klappen mit der provisorischen (!) Reparatur.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir schauen auf die von Russlands Terrorkrieg geschundene Ukraine.
+++ Frankreich will der Ukraine Spähpanzer liefern. Durch die Ankündigung aus Paris wächst auch der Druck auf die Bundesregierung, mehr militärische Unterstützung zu leisten.
+++ Russland verstärkt nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes seine Truppen im Norden der Krim, um den Landzugang zu der annektierten Halbinsel zu sichern.
+++ Russland hat nach eigenen Angaben eine Fregatte mit Hyperschall-Marschflugkörpern in Richtung Atlantik entsandt.
In unserem Liveblog informieren wir Sie jederzeit über die aktuellen Entwicklungen in dem Krieg.
Die Klimaaktivsten der „Letzten Generation“ waren gestern mit den falschen Mitteln an der richtigen Adresse: Mit Presslufthämmern wollten sie die Invalidenstraße vor dem Bundesverkehrsministerium aufreißen. Dessen Chef hat gerade vom Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages systematischen Verstoß gegen das Klimaschutzgesetz bescheinigt bekommen.
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Aus der Welt. Aus der Weltstadt: Mit dem neuen Tagesspiegel lesen Sie jetzt zwei Zeitungen in einer. Unser Anspruch: Alles Wichtige aus Berlin und der Welt. Wir werden so tief über globale und lokale Themen berichten wie keine andere Zeitung. Testen Sie jetzt wahlweise die gedruckte oder die digitale Zeitung 30 Tage gratis. Zum Angebot
Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf bittet um eine Klarstellung, nachdem der CP am 22.12. über bei Ebay-Kleinanzeigen angebotene Bürgeramtstermine berichtet hatte: Die Slots seien immer personalisiert und die Identität werde im Amt auch geprüft. Das Geld für den Terminkauf wäre also rausgeschmissen. Die gute Nachricht: Gestern Abend wurden auf Ebay gerade keine Termine angeboten. Die schlechte: Auf service.berlin.de auch nicht.
Ä Tännsch’n plies! Ab Samstag sammelt die BSR die schätzungsweise 350.000 ausrangierten Berliner Weihnachtsbäume ein. Geschreddert werden sie in Biomassekraftwerken in Berlin und Brandenburg zu Strom und Fernwärme verheizt. Während die BSR in früheren Jahren vereinzelt sogar Geld rausbekommen hat, müsse sie in diesem Jahr trotz der hohen Energiepreise wieder dafür zahlen, hieß es auf CP-Anfrage – „allerdings weniger als in den Vorjahren“. Die Elefanten im Zoo bekommen übrigens nur unverkaufte Bäume als Snack serviert, denn nicht in jedem Haushalt war früher mehr Lametta.
Das Ordnungsamt Mitte sucht Personal für die Parkraumüberwachung und wirbt dafür mit dem Slogan: „Du willst Falschparkern das Fürchten lehren?“ Das ist gleich mehrfach schräg, denn gesucht werden „Mitarbeitende“, die konsequenterweise „Falschparkende“ das Fürchten lehren müssten oder, in Ordnungsamtsgrammatik: „Falschparkenden“. Außerdem darf das Parkraumpersonal ausschließlich Autobesitzer(n) ohne Parkschein und Anwohnervignette das Fürchten lehren. Für Falschparker ist der Allgemeine Ordnungsdienst zuständig.
„Wie viele Polizistinnen und Polizisten und andere Mitarbeiter teilen sich durchschnittlich einen Trinkwasserspender?“, wollte Tobias Bauschke (FDP) vom Senat wissen. Antwort der Innenverwaltung: 374. Allerdings nicht im Durchschnitt, sondern in der Zentrale am Platz der Luftbrücke, wo sich der einzige Wasserspender der Behörde mit 27.000 Mitarbeiter/innen befindet. „Grundsätzlich ist jede Dienstkraft der Polizei angehalten, sich eigenständig mit Trinkwasser zu versorgen,“ teilt die Verwaltung mit. „In jeder Polizeidienststelle stehen an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossene Trinkwasserentnahmestellen zur Verfügung.“ Poetischer wurden Wasserhähne selten beschrieben.
„Traditionelles Silvester-Turmblasen wiederbelebt“, teilte die SPD-Fraktion Reinickendorf gestern Mittag per Presseinfo mit und bat um Berücksichtigung „in Ihren Publikationen“. Bitte sehr! Es ging ums vergangene Blasen, das wir nun leider verpasst haben. Aber schon in 360 Tagen ist es wieder so weit.
Die TU informiert: „Die Science Gallery Initiative der Technischen Universität Berlin gibt Niamh Schmidtke als Gewinner*in der dritten Runde des von der Schweizer Stiftung Fondation Didier et Martine Primat finanzierten Artist-in-Residence-Programms „Earth Water Sky“ bekannt. Mit dieser Reihe soll künstlerische Forschung unterstützt werden, die sich den großen Umweltfragen des 21. Jahrhunderts widmet. Während die ersten beiden Forschungsaufenthalte von Künstler*innen, „Water“ und „Sky“, an der Universität Ca' Foscari in Venedig stattfanden, wird der dritte in die Mineralogischen Sammlungen der TU Berlin führen: Der Schwerpunkt von „Earth“ liegt auf der Geologie des Planeten und dem philosophischen Konzept der geologischen Zeitskalen, auch bekannt als „Deep Time“.
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Eine junge Mutter verschwindet morgens auf dem Weg zur Arbeit. Man findet nur ihr Fahrrad und ihren Rucksack. In der 19. Folge von „Tatort Berlin“, dem True-Crime-Podcast des Tagesspiegels, berichtet Mordermittlerin Katharina Tomalla, wie sie den Fall gelöst hat. Jetzt kostenlos auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de
Polizeifahrzeuge sind auch nicht mehr, was sie mal waren: In Kreuzberg wurde ein 29-Jähriger festgenommen, als er ein angeschlossenes Fahrrad klauen wollte. Es handelte sich ums Dienstrad eines Zivilfahnders, der in der Gegend zu tun hatte.
Die FDP hat am Neuköllner Eingang zum Tempelhofer Feld ein Großplakat aufstellen lassen, auf dem neben einem Foto von Sebastian Czaja riesig steht: „Warum bei Neuwahlen alte Probleme wählen.“ Das ist missverständlich, insbesondere wenn man den Mini-Zusatz „Wählen wir neu“ übersieht, aber der Schillerkiez hat das in Eigenverantwortung geregelt und nur die Worte „Sebastian Czaja Warum“ übriggelassen, wie Fotos eines lokalen Twitterers zeigen.
Zitat
„Den Vergleich mit anderen europäischen Metropolen braucht Berlin bezüglich des Silvesterfeuerwerks nicht zu fürchten. Denn auch hier zeigt sich, dass Berlin als tolerante und weltoffene Stadt den Bürgerinnen und Bürgern sowie den feiernden Gästen zutraut, gewissenhaft und gebrauchsgerecht mit Feuerwerk umzugehen."
Aus einer Antwort der Senatskanzlei an eine Bürgerin, die sich beim damaligen Regiermeister Michael Müller über gezielten Beschuss von Balkonen mit Feuerwerk beklagt hatte. Im CP vom 2. Januar 2019 hieß es: „… sah sich auch diesmal die Landespolitik nicht in der Lage, der gesetzlosen Böllerei zu Silvester die Lunte zu ziehen, mit absehbarem Ergebnis. Aber der politische Druck wächst, Privatfeuerwerk in Teilen der Innenstadt zu verbieten und Verstöße konsequenter zu ahnden.“ Vielen Dank an Leserin Margrit J., die die alte Meldung ausgebuddelt hat.
Tweet des Tages
Hol mit dem Elfjährigen die Schwester von der Schule ab. Me: ‚Ist es nicht uncool, wenn du meine Hand hältst?‘ Er reißt Hand hoch, brüllt: ‚Ich halte die Hand meiner Mutter, hat hier wer ein Problem damit? Ist meine Mutter, ihr Opfer!‘ Wir sind ja alle etwas durch gerade.
Stadtleben
Essen & Trinken – Das Familienunternehmen mit dem Namen „Hasina Eatery“ kredenzt mexikanische und bengalische Küche. Auf großer Schlemmer-Weltreise werden vegane, vegetarische und Fleischgerichte für den schnellen Hunger zubereitet. Lieblingsvorspeise der Gäste: hausgemachte Samosa. Ab 17 Uhr reiht sich Naan-Pizza unter die Hauptgerichte. Mo-Fr 12-21, Sa/So 15-21 Uhr. Ofener Straße 2, Wedding, U-Bhf Rehberge
Berlinbesuch zum Durchatmen – Im Gropius Bau ist derzeit Ayumi Pauls Installation „The Singing Project“ zu sehen. Im Obergeschoss des Ausstellungshauses sind fünf frei zugängliche Räume zum gemeinsamen Singen konzipiert. Grundlage Pauls Arbeit ist die Überschneidung von Klang, Komposition und Wahrnehmung. Im Übungsraum leitet die Komponistin und Künstlerin ab heute und bis zum 8. Januar jeweils von 11 bis 11.30 Uhr die Meditation „being sound“. Interessierte können kostenfrei teilnehmen, eine Anmeldung ist nicht nötig. Niederkirchnerstraße 7, Kreuzberg, S-Bhf Anhalter Bahnhof
Anhören – Alle 14 Tage zur Mittagszeit von 11.50 Uhr bis 13 Uhr startet „Studio 9“ von Deutschlandfunk Kultur mit einem engagierten Gespräch über die Themen des Tages und die Fragen unserer Zeit. Eingeladen werden wechselnde Gäste aus Medien, Kultur oder Politik. Live aus dem Humboldt Forum kommt heute der deutsch-türkische Journalist und Publizist Deniz Yücel zu Wort und eröffnet die Podiumsrunde in diesem Jahr. Kostenlos online reinhören oder vor Ort in der Foyer Halle zuschauen und mitdiskutieren: Schloßplatz 1, Mitte, U-Bhf Museumsinsel
Last-Minute-Tipp – Im C/O Berlin residiert momentan die Ausstellung „Queerness in Photography“. Zu sehen sind drei Expositionen, die sich mit der fotografischen Darstellung von Identität, Geschlecht und Sexualität auseinandersetzen. Für mehr Know-how zum Themenschwerpunkt verhilft die heutige After-Work-Sonderführung mit Erfrischungsgetränk im hausinternen Café. Während der zweistündigen Tour bekommen Sie, neben Hintergrundinformationen, interessante Einblicke in die Ausstellungstrilogie. Karten erstehen Sie für 17 Euro. Wir verlosen 1x2 Karten für das Event um 19 Uhr! Hardenbergstraße 22-24, Charlottenburg, S/U-Bhf Zoologischer Garten
Grübelstoff – Noch zweimal Arbeiten und die erste Woche im neuen Jahr ist geschafft. Um sich vom stressigen Alltag zu erholen, müssen Körper und Geist auch mal richtig abschalten. Ob Me-Time mit Yoga, Meditation oder Autogenem Training: Welche Tipps und Tricks helfen Ihnen für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag?
Berlin heute
Verkehr – Landsberger Allee (Marzahn): Die Fahrbahnverengung in Höhe B158 Märkische Allee (Marzahner Knoten) stadteinwärts wird voraussichtlich bis zum 13. Januar fortbestehen. Im Berufsverkehr ist mit Stau zu rechnen.
Tempelhof und Kreuzberg: Zum Abend hin kann es auf dem Columbiadamm zwischen Platz der Luftbrücke und Golßener Straße zu Verkehrseinschränkungen kommen.
Demonstration – Für heute sind 13 Demonstrationen (Stand 4.1., 14 Uhr) angemeldet, u.a. „Aufklärung rechter Straftaten“: 15 Teilnehmende, basta! e.V., Tempelhofer Damm 12 (8.30-9.30 Uhr)
„Wir sind für die Freiheit von Julian Assange, der seit über drei Jahren ohne Urteil im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh sitzt, und gegen seine Auslieferung an die USA wegen journalistischer Tätigkeiten.“: Acht Personen, Pariser Platz (12-18 Uhr)
„Im Gedenken an Celalettin Kesim: Nichts und niemand ist vergessen“: 50 Protestierende, Deutsche Kommunistische Partei (DKP), Reichenberger Straße (16.30-18.30 Uhr)
„Mahnwache für Rundfunkfreiheit“: 20 Demonstrierende, Leuchtturm ARD, Masurenallee (18-20 Uhr)
Gericht – Einer Klimaschutz-Demonstrantin wird wegen mutmaßlicher Straftaten bei fünf Aktionen der Gruppe „Letzte Generation“ der Prozess gemacht. Die 24-Jährige soll sich in einem Fall in einer Galerie an den Rahmen eines wertvollen Gemäldes festgeklebt haben (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 143).
Universität – Die Freie Universität lädt zum Vortrag „Normativität und Kritik“ im Rahmen der Ringvorlesung „Kritik als Praxis. Praxis als Kritik – Künste, Sprache, Recht, Religion und Moral“. Von 18.15 bis 19.45 Uhr informiert Prof. Dr. Stefan Gosepath vom Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften über die Konzeption von Standards und ihrer Kritik. Habelschwerdter Allee 45 (Hörsaal 1a), Dahlem, U-Bhf Freie Universität
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Sabine Bleise: Trotz allem und im Gedenken an unsere schöne Hundezeit beste Glückwünsche zum Geburtstag und alles Gute weiterhin! Salve Web“ / „Frau Doris Gaa (68) GF des Saar-Pfalz-Park Technologiezentrum in Homburg. Beeindruckende Frau mit Charisma, Herz und Familiensinn. Es ist schön,dass es Dich gibt. Herzliche Glückwünsche zum neuen Lebensjahr. Armin F.“ / „Shiho Marlene Krech, Autorin, diplomierte Journalistin und wunderbare Tochter. Das Herz Deines Vaters sehnt sich nach Dir.“ / Kader Loth (50), deutsches Fotomodell, Moderatorin, Popsängerin / „Liebster Jörg,von Herzen wünsche ich dir zu deinem ersten Geburtstag als Privatier alles erdenklich Liebe und Gute und zum Hochzeitstag danke ich dir für die bisherigen wundervollen 17. Jahre in großer Liebe, deine Silke“ / Jochen Sandig (55), Regisseur, Kulturunternehmer und Gründer von Kulturinstitutionen in Berlin u.a. Tacheles und die Sophiensaele / Angelika Schöttler (60), stellvertretende Bezirksbürgermeisterin für Tempelhof-Schöneberg und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung und Facility Management (SPD) / Markus Söder (56), Ministerpräsident des Freistaates Bayern und Parteivorsitzender der CSU / Frank-Walter Steinmeier (67), Bundespräsident / Marc Walter (21), Handballspieler bei den Füchsen Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Brigitte Müller, * 12. Mai 1938 / Waltraut Panknin, geb. Muhnkopf, * 24. Juni 1923 / Raimund Pfeiffer, * 20. September 1938 / Dr.-Ing. Mariano Pelagalli, * 1. August 1945
Stolperstein – Josef Arndt (Jg. 1897) wohnte in der Sybelstraße 44 in Charlottenburg. Am 17. März 1943 deportierten die Nationalsozialisten ihn vom Bahnhof Grunewald zunächst ins Ghetto Theresienstadt. Ende September 1944 wurde er weiter nach Auschwitz verschleppt und dann in das Konzentrationslager Dachau bei München gebracht, wo er heute vor 78 Jahren erschossen wurde.
Encore
CP-Leser Markus H. bittet um ein reichlich munitioniertes Exemplar der „Scheckschusspistole“, von der hier am Dienstag irrtümlich die Rede war und mit der – fürs Protokoll, Rubrik Ehrenrettung – die Rechtschreibprüfung in Word kein Problem hat. Manche haben sich vielleicht scheckig gelacht über den Vertipper, aber wir sind vor Scheck gleich in Deckung gegangen und haben ein R gekauft. Jetzt muss es nur noch korrekt eingebaut werden in die Scheckschusspistrole.
Munition für diesen CP hat Thomas Lippold geliefert. Das Stadtleben hat Sophie Rosenfeld zugeschossen, bevor Lionel Kreglinger die geballte Ladung frühmorgens gezündet hat. Morgen scheckt hier Nina Breher die Lage.

