Klima-Aktivisten besetzen Oberbaumbrücke

Damit kommen wir nach Berlin.Hier gab es gestern wieder mal kein Durchkommen. Zur Sperrung des Flughafen-Tunnels auf der A111 seit dem Morgen kam am Nachmittag noch die der Oberbaumbrücke hinzu. Die wurde jedoch nicht von Bauarbeitern blockiert, sondern von rund 300 Klima-Aktivisten – und das an einem Montag. Die Forderung der Initiative „Extinction Rebellion“: CO2-Neutralität bis 2025. Die Bundesregierung solle den Klimanotstand ausrufen, um „die Wirtschaft auf schnellstem Wege klimafreundlich umzubauen“. Dass die „Tanzveranstaltung“ von der Verkehrslenkung untersagt wurde („Brücken sind schwingungsanfällig, so dass Schäden nicht auszuschließen sind“), ist Teil des Kalküls: Der gesellschaftliche Regelbruch sei „notwendig, weil er effektiv ist, weil er geil ist“, sagte ein Klimaaktivist, der die Truppe in einer Reihe sieht mit BürgerrechtlerInnen wie Rosa Parks und Martin Luther King. Apropos Selbstüberschätzung: Eigentlich wollte die „Rebellion gegen das Aussterben“ mit Vorbild London mehrere Spree-Brücken besetzen. In Kreuzberg war aber Schluss.