in der Redaktion haben wir ein geflügeltes Wort für potenzielle Berliner Großlagen: Wir sagen: „Wenn der Fernsehturm umfällt…“ Gestern Abend ist etwas passiert, das diesem Horror-Szenario nahekommt. Nicht in Berlin, aber in unserer Partnerstadt Paris. Nicht der Eiffelturm, aber die ebenfalls weltberühmte gotische Kathedrale Notre-Dame brannte – und der über 90 Meter hohe spitze Mittelturm, der unzählige Postkarten und Urlaubsbilder schmückt, stürzte ein. Die Bilder sind surreal. Doch während ein Teil des Alten Europas zerstört wurde und BBC, CNN und andere live berichteten, zeigte die ARD zunächst eine Tierdoku (Duell der Tiger) und das ZDF den „Fernsehfilm der Woche“. Was das Feuer ausgelöst hat, ist noch unklar. Möglicherweise waren es Renovierungsarbeiten. Tausende Pariser schauten fassungslos zu, wie die Feuerwehr zunächst kaum etwas gegen die Flammen ausrichten konnte. Um kurz nach 23 Uhr die Erleichterung: eine vollständige Zerstörung sei nicht zu befürchten. Doch auch am frühen Morgen war das Feuer noch nicht vollständig gelöscht.
Damit kommen wir nach Berlin.Hier gab es gestern wieder mal kein Durchkommen. Zur Sperrung des Flughafen-Tunnels auf der A111 seit dem Morgen kam am Nachmittag noch die der Oberbaumbrücke hinzu. Die wurde jedoch nicht von Bauarbeitern blockiert, sondern von rund 300 Klima-Aktivisten – und das an einem Montag. Die Forderung der Initiative „Extinction Rebellion“: CO2-Neutralität bis 2025. Die Bundesregierung solle den Klimanotstand ausrufen, um „die Wirtschaft auf schnellstem Wege klimafreundlich umzubauen“. Dass die „Tanzveranstaltung“ von der Verkehrslenkung untersagt wurde („Brücken sind schwingungsanfällig, so dass Schäden nicht auszuschließen sind“), ist Teil des Kalküls: Der gesellschaftliche Regelbruch sei „notwendig, weil er effektiv ist, weil er geil ist“, sagte ein Klimaaktivist, der die Truppe in einer Reihe sieht mit BürgerrechtlerInnen wie Rosa Parks und Martin Luther King. Apropos Selbstüberschätzung: Eigentlich wollte die „Rebellion gegen das Aussterben“ mit Vorbild London mehrere Spree-Brücken besetzen. In Kreuzberg war aber Schluss.
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Gehobenes Wohnen in Grunewald. Im Herzen des noblen Bezirks Grunewald unweit der berühmten Königsallee entsteht ein herrschaftliches Duo zweier Stadtvillen aus der Feder der Patzschke & Partner Architekten. Das ideale Zuhause für Familien und Paare mit hohem Anspruch ans Wohnen und dem Bedürfnis nach Natur und Freiheit. Besuchen Sie uns ab dem 21.4.2019 zur Vor-Ort Besichtigung immer von 14-16 Uhr in der Taubertstr. 15.
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Lernen von Kreuzberg (Vorsicht, Satire!) möchten derweil die Veranstalter von „MyGruni“, die im Netz zum Bürgerfest am 1. Mai im Grunewald aufrufen: „Mag der Wunsch nach Enteignung, Besetzung und umfassender Umverteilung auch noch so legitim sein – der Protest muss, kann und soll friedlich geäußert werden!“, heißt es da. Für „kriminelle Krawallos mit Konfetti, Stickern und ohrenbetäubendem Technogewummer“ sei in einer demokratischen Gesellschaft kein Platz: „Wir lernen aus Kreuzberg und befrieden die Mai-Krawalle mit einem friedlichen Bürgerfest: „myGruni!“ Die Idee: Begegnungszonen „im sozial abgehängten Bezirk“ schaffen, „den Dialog am Gartenzaun zu fordern und zu fördern“. Junge Randalierer sollen durch die Initiative „Burn Bratwurst – not Porsches“ erreicht werden, Opfer von Sticker-und Konfetti-Attacken am Infostand „Keine Gewald im Grunewalt“.
Damit spielen die Aktivisten auf knapp 100 Straftaten an, die bei der ersten „Grunewald-Demo“ am 1. Mai 2018 verübt wurden – darunter 82 Sachbeschädigungen wie mit Farbe besprühte Autos. Damals war die Polizei von knapp 3000 Demonstranten überrascht worden. In diesem Jahr könnte der Zulauf im Villenviertel noch größer sein. Schwerpunkt der Mai-Krawalle wird voraussichtlich aber der Wismarplatz in Friedrichshain. Tenor: „Gegen die Stadt der Reichen“. Die Befürchtung der Polizei: Die Wut über steigende Mieten und Verdrängung könnte nach den friedlichen Mai-Demos der vergangenen Jahre zu mehr Gewalt führen. Die Bezirksverordnetenversammlung von Charlottenburg-Wilmersdorf hat sich vor der Demo im Grunewald von linksradikalen Straftätern distanziert – gegen die Stimmen von Grünen und Linken.
Aus der Reihe „Was wir uns jeden Tag für Berlin wünschen“: Die Polizei hat vom 1. bis 12. April das Verhalten abbiegender Lkw-Fahrer gegenüber Radlern untersucht. Ergebnis der Schwerpunktaktion: 2662 Fahrer wurden nach einem Fehlverhalten angehalten, daraus resultierten 1845 Anzeigen. Darunter: 298 Abbiegeverstöße, 165 Rotlichtmissachtungen. Außerdem: verbotene Handynutzung, Missachtung der Gurtpflicht, Nichtbetätigen des Blinkers. Vier Lkw-Fahrer hatten beim Abbiegen kein freies Sichtfeld. Dass unachtsames Abbiegen lebensgefährlich ist, haben wir in den vergangenen Monaten häufig erlebt. Zuletzt wurde Ende Februar eine Radfahrerin in der Nähe des Alexanderplatzes von einem Lkw überrollt und getötet. Die Polizei überprüfte auch Radfahrer. Die Bilanz: 1102 Anzeigen (Überfahren einer roten Ampel: 572, Gehwegfahren: 319).
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Die Potsdamer Schlössernacht am 16. & 17. August 2019 unter dem Motto „Una Notte Italiana“:
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Gegen sich selbst ermitteln müssen die Beamten im Fall eines Unfalls auf der Kreuzbergstraße. In einer ersten Polizeimeldung hieß es, ein Radfahrer sei am Dienstag auf der Flucht vor der Polizei „ohne erkennbare Fremdeinwirkung“ von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Straßenbaum gestoßen. Er verletzte sich schwer. Ein Augenzeuge widersprach auf Facebook: "Der Motorradcop hat dann (…) versucht den Verfolgten abzudrängen." Dabei habe es "definitiv einen direkten Kontakt" zwischen Rad- und Motorradfahrer gegeben, woraufhin der Verfolgte stürzte. Die Polizei weitete die Ermittlungen daraufhin auf den „internen Bereich“ aus. Der Zeuge, Inhaber eines Fahrradladens, spricht von „grober Unverhältnismäßigkeit“.
Sicherheit für Radfahrer versprechen mit Pollern geschützte Radwege. Doch davon gibt es – auch ein Dreivierteljahr nach Inkrafttreten des Mobilitätsgesetzes – erst drei. Oder zweieinhalb, wenn es nach dem ADFC geht. Denn der Schutzstreifen an der Hasenheide, den Verkehrssenatorin Regine Günther und Kreuzbergs Bürgermeisterin Monika Herrmann heute Nachmittag medienwirksam einweihen wollen, ist dem Fahrradclub mit zwei Metern zu schmal zum sicheren Überholen.
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Barrigón – der „kleine Dicke“ – wirkt rätselhaft. Wahrscheinlich stellt der 800 Kilogramm schwere Geröllblock aus dem Küstentiefland Guatemalas eine Gottheit dar. Mit seinem Alter von annähernd 2.500 Jahren bringt er uns auf die Spur einer sehr frühen Besiedlungsphase Mittelamerikas.
Zukünftig zu sehen im Humboldt Forum. Mehr Infos hier
Auf der Bergmannstraße kann man davon nur träumen. Doch anstatt Parkplätze für Radwege zu opfern, hat der grüne Baustadtrat Florian Schmidt hier „Parklets“ genannte Stadtmöbel aufgestellt, die als „Begegnungszonen“ dienen sollen. Die fanden die meisten aber irgendwie doof (teuer: 883.000 Euro, Lärm-befördernd und – oh Wunder, Parkplatz-wegnehmend), die Bezirksverordnetenversammlung beschloss im Januar, die gelben Dinger Ende Juli wieder abzubauen. Doch Stadtrat Schmidt hat andere Pläne: Laut „BZ“ sollen die 15 Parklets bis mindestens November stehen bleiben – dann aber anders heißen. In den neuen alten „Diskussionsorten“ sollen Bürger die Gestaltung der Bergmannstraße besprechen und darüber abstimmen. Und warum wird der BVV-Beschluss ignoriert? Das Projekt stecke noch in der Bewertungsphase, es fehle noch eine Verkehrszählung. Bis es dazu kommt, müssen aber erstmal Bauarbeiten im Kiez abgeschlossen werden.
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Kreativer Streifzug durch Glashütte
Extreme Hitze, Sand, Pottasche und Natriumcarbonat – fertig ist die Glaskugel. Oder? Wie man das Kulturerbe Glasfertigung am Leben hält, probieren Familien und Kunstfreunde im Museumsdorf Baruther Glashütte selbst aus. Mit der kostenfreien App DB Ausflug und dem Brandenburg-Berlin-Ticket geht’s zum Kreativerlebnis. Jetzt informieren unter bahn.de/ausflug
Um Berlins Platzprobleme (Alexanderplatz, Gendarmenmarkt) ging es hier gestern schon. Am Leopoldplatz im Wedding beschweren sich Anwohner vor allem über Drogen, Alkohol, Urinieren, Vermüllung und Lärm. Mit Ordnungsamt und Polizei kommt der Bezirk nicht mehr hinterher. Deshalb soll es nun ein privater Sicherheitsdienst richten. Per öffentlicher Ausschreibung sucht das Bezirksamt Mitte einen „gemeinwesenorientierten Platzdienst“ – zur „Erhöhung der Regelakzeptanz und Konfliktreduzierung im öffentlichen Raum“. Die Hoffnung: Dass Menschen durch „aktive Ansprache“ (Aufgabe des Platzdienstes) ihr Verhalten ändern. Was sonst zur Job-Beschreibung gehört: Die „Dokumentation von örtlichen Problemfeldern, z.B.: wo wird wild uriniert“ und das Eingreifen bei Konflikten und Notfällen. Läuft es gut, kann der Sicherheitsdienst auch im Kleinen Tiergarten und im Hansaviertel zum Einsatz kommen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Noch 40 Tage bis zur Europawahl. Obwohl Berlin bekanntlich wächst, sinkt die Zahl derer, die wählen dürfen. Denn der Anteil der Deutschen an der Bevölkerung nimmt ab. Wo bleibt da das flexible Wahlrecht für Ausländer, fragt mein Kollege Ulrich-Zawatka-Gerlach.
Zum Abschluss eine Klatsche. Alba Berlin hat das entscheidende Spiel im Eurocup gegen Valencia deutlich verloren. Dabei begann alles so perfekt.
Wie viele Startups gibt es in Berlin? Eine Idee davon liefert die Startup-Map.Berlin, ein Projekt der Senatsverwaltung für Wirtschaft, das sich noch in der Pilotphase befindet. Stand gestern Nacht waren es 2343 Startups unter 10 Jahren, laut Senat „die umfangreichste Liste zu Berliner Startups, die je zur Verfügung stand“ (Q: Mitteilung zur Kenntnisnahme ans AGH, Drucksache 18/1835).
Böhmermann gegen Merkel. Heute verhandelt das Berliner Verwaltungsgericht die Unterlassungsklage des Satirikers gegen die Bundesregierung. Böhmermann will erreichen, dass die Kanzlerin ihre Einschätzung, sein Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdogan sei „bewusst verletzend“, zurücknimmt. Zurecht, findet mein Kollege Jost Müller-Neuhof.
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Interesse und Lust Tennis zu spielen?
Besuchen Sie unseren Tag der offenen Tür, wir freuen uns auf Sie! Von 12.00 bis 17.00 Uhr sind nicht nur die Türen, sondern auch die Tennisplätze für alle Interessierten geöffnet. Lernen Sie Trainer und Vereinsmitglieder kennen! Wir bieten ein LK-Turnier, Spiele mit und ohne Tennisschläger, leckeres Essen und vieles mehr.
Weitere Informationen unter www.grunewald-tennisclub.de
Scheitert der Senat mit der geplanten S-Bahn-Ausschreibung an einem fehlenden Grundstück? Das könnte sein. Denn der Monopolist Deutsche Bahn weigert sich, Konkurrenten seine Werkstätten zu öffnen.
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Tagesspiegel-Ostergewinnspiel
Manege frei für diesen Tagespreis: Gewinnen Sie einen Besuch für zwei im Chamäleon Theater Berlin.
Dort erwartet Sie eine Mischung aus Variete, Zirkus & Akrobatik. Ein echtes Show-Erlebnis.
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Tierisch aktuell, urst hintergründig: Unsere Bezirksnewsletter heute aus Marzahn-Hellersdorf, Spandau und Tempelhof-Schöneberg.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
"Wir werden Notre-Dame wiederaufbauen.“
Der französische Präsident Emmanuel Macron. Wer dafür spenden möchte, kann das hier tun.
Tweet des Tages
Ich überführte ein Bügelbrett von Hamburg nach Berlin - In HH alle so höhö Frau mit Bügelbrett na bügelste mein Hemd hehe In Berlin: - keinen juckts - beim Warten am Südkreuz fixiert ein laut Hip Hop hörender 50-Jähriger unaufgefordert das baumelnde Kabel mit seinem Haargummi
Stadtleben
Essen – Im rocket + basil in Tiergarten mischen sich nahöstliche Einflüsse in regionale, gesunde Küche. Und so steht auf der Speisekarte unter anderem ein Frühstückssalat mit geröstetem Gemüse, Linsen, Graupen, frischem Salat und pochiertem Ei oder ein Safran-Blumenkohl-Sandwich. Besonderer Wert wird auf gute Zutaten gelegt. Das Sauerteigbrot für die Sandwiches kommt vom Domberger Brot-Werk, die Zutaten für die persischen Eintöpfe und Salate aus der Markthalle Neun. Lützowstraße 22, U-Bhf Kurfürstenstraße Di-Fr 8-17 Uhr, Sa+So 10-16 Uhr
Trinken – Noch ist es abends nicht wirklich warm genug für Outdoor-Aktivitäten. Aber wer sich schon mal auf die anstehende Tischtennis-Saison vorbereiten oder die Getränkeaufnahme durch eine Runde Pingpong unterbrechen möchte, kann das heute Abend im Bohnengold tun. Schläger können selbst mitgebracht oder ausgeliehen werden. Die Bar in der Reichenberger Straße 153 bietet auch für größere Gruppen genug Platz, an anderen Abenden finden hier neben dem normalen Barbetrieb Indie- und Elektropartys in einem Hinterraum statt. U-Bhf Kottbusser Tor, Di-Sa ab 18 Uhr, Eintritt frei
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Oster-Special für Checkpoint-Leser: Lesen Sie jetzt 8 Wochen den Tagesspiegel und sparen Sie 35 %. Dazu schenken wir Ihnen einen Gutschein im Wert von bis zu 60 €: REWE, Amazon, MediaMarkt, IKEA, Kinogutscheine der Yorck Kinogruppe oder eine Jahreskarte für das Naturkundemuseum – Sie haben die Wahl. Zum Oster-Special
Last-Minute-Tickets – Die Pianistin Fidan Aghayeva-Edler ist in der Szene für zeitgenössische Musik gefeiert. Unter dem Titel „Zuwanderungen“ spielt sie heute Abend im BKA Theater bei der Konzertreihe „Unerhörte Musik“ ausschließlich Stücke von Komponistinnen – als Gegenprogramm zu klassischen Konzerten, bei denen männliche Komponisten stark überwiegen. Gespielt werden unter anderem Werke von Margarete Huber, Mayako Kubo oder Ruth Zechlin. Ein besonderer Fokus soll auf der Wiederentdeckung von Künstlerinnen liegen, die wegen ihres Geschlechts nicht als solche akzeptiert wurden. Verbindendes Element von Pianistin und allen ausgewählten Komponistinnen ist Berlin – alle waren oder sind hier tätig. Mehringdamm 34, U-Bhf Mehringdamm, 20.30 Uhr, 13/ 9 Euro
Berlinbesuch – Eine Ausstellung, so bedeutend, dass ihre Auswirkungen bis ins Kanzleramt reichen: In „Emil Nolde – Eine deutsche Legende“ zeigt der Hamburger Bahnhof die Nähe des Künstlers zum Nationalsozialismus. Die neuen Erkenntnisse über den expressionistischen Maler, der lange als dem Regime trotzender Eremit galt, veranlassten Angela Merkel dazu, ihre beiden Nolde-Gemälde dauerhaft an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz zurückzugeben. Denn Noldes moderne Kunst war zwar unter den Nazis umstritten bis verboten. Der Maler selbst aber war offenbar ein Bewunderer Hitlers, Antisemit und Mitglied der NSDAP. Bitte Zeit zum Anstehen einplanen! Invalidenstraße 50-51, S-Bhf Berlin Hauptbahnhof, Di, Mi, Fr 10-18 Uhr, Do 10-20 Uhr, Sa+So 11-18 Uhr, 8/4 Euro
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Pünktlich zum Fontane-Jahr inszeniert Robert Carstens für die Deutsche Oper Berlin eine neue zeitgenössische Oper: „Oceane von Parcefal“. Diese basiert auf einem Novellenfragment von Fontane. Mit der “fremden Frau am Meer“ schafft Fontane einen Gegenentwurf zur männerdominierten bürgerlichen Welt des 19. Jahrhunderts. Jetzt Premierentickets gewinnen und Tagesspiegel gratis lesen.
Geschenk – Gutes Werkzeug ist die halbe Arbeit – das gilt beim Kochen ganz besonders. Umso besser, wenn es dann noch hübsch aussieht. Der kleine Laden Küchenliebe verkauft alles, was die Tätigkeiten in der Küche angenehmer macht, von grafisch bedruckten Schürzen und Geschirrhandtüchern über scharfe Messer, Sparschäler (von denen kann man nie genügend haben!) bis zu Backformen. Aber auch hübsche Wein- und Sektgläser mit dezentem Blumenrand oder goldenes Besteck findet man im Sortiment. Die Shops befinden sich in Friedrichshain, Gärtnerstraße 28, U-Bhf Samariterstraße, Mo-Fr 11-20 Uhr, Sa 10.30-19 Uhr und in Kreuzberg in der Markthalle Neun, Pücklerstraße 34, U-Bhf Görlitzer Bahnhof, Di, Mi, Fr 12-18 Uhr, Do 12-22 Uhr, Sa 10-18 Uhr
Noch hingehen – „Wie werden Bühnen in der Zukunft aussehen?“, fragt die Ausstellung „Große Oper – viel Theater?“, die noch bis zum 25. April im geschichtsträchtigen Barockpalais Podewil zu sehen ist. Dabei wirft sie einen Blick in die Vergangenheit, auf die großen Theater und Opernhäuser Europas, von alten Prunkbauten bis zu modernen Gebäuden. Beleuchtet wird auch die Sanierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Heute Abend findet dort ab 19 Uhr eine kostenlose Podiumsdiskussion mit dem Titel „Oper für alle“ statt, zu der Kultursenator Klaus Lederer, Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Barrie Kosky, Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, eingeladen sind. Klosterstraße 68, U-Bhf Klosterstraße, tgl 10-18 Uhr, Eintritt frei
Mit diesem Stadtleben wünscht Jana Weiss einen schönen Tag.
Prominent verraten
Diese Neonpüschel hat unsere gesuchte Berlinerin in ihrem Lieblingsbastelladen gekauft. „Ich musste sie besitzen – keine Ahnung, wofür“, sagt die 44-Jährige. Vielleicht erinnern sie sie an ihre Zeit als Bravo-TV-Moderatorin?
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Mittwoch eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr – Nach zweieinhalbjähriger Bauzeit wird am Nachmittag auf der Potsdamer Chaussee (B1) die neue Autobahnbrücke Zehlendorfer Kleeblatt über die A115 für den Verkehr freigegeben. Mit der Eröffnung entfällt die jahrelang notwendige Umfahrung der Brücke für den Schwerverkehr. In Tiergarten wird für den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr das Reichpietschufer von 20 bis 21.30 Uhr ab der Stauffenbergstraße Richtung Klingelhöferstraße gesperrt. Auf der Köpenicker Straße in Biesdorf ist die Straße wegen eines Wasserrohrbruchs in beiden Richtungen zwischen Elsenallee und Eichenallee gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet. In Prenzlauer Berg steht zwischen 13 und 15 Uhr auf der Schönhauser Allee stadtauswärts nur ein Fahrstreifen in Höhe S-Bhf Schönhauser Allee zur Verfügung.
Demonstration – Unter dem Motto „Abrüsten statt Aufrüsten – Ostermarsch 2019“ protestieren sechs Teilnehmer von 15.30 bis 17 Uhr am Alexanderplatz zwischen der Weltzeituhr und der Tram-Haltestelle. Und 50 Teilnehmer protestieren vor dem Rathaus Lichtenberg von 18.30 bis 21.30 Uhr „Für den langfristigen Erhalt eines pädagogisch hochwertigen, erfolgreichen und sinnvoll gebundenen Ganztagesbetriebs an der Robinsonschule in Berlin-Lichtenberg“.
Gericht – Ein 52-Jähriger, der als Mitglied einer Bande an drei Wohnungseinbrüchen beteiligt gewesen sein soll, kommt auf die Anklagebank. Bei den Taten wurden Schmuck und sonstige Gegenstände im Wert von über 100.000 Euro erbeutet (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 306).
Universität – Der indische Tänzer und Choreograf Navtej Johar übernimmt im Sommersemester 2019 die Valeska-Gert-Gastprofessur an der Freien Universität Berlin. Dort unterrichtet er ein Seminar mit dem Titel „Crafting Poetic Ambiance: Methods of Designing and Wilfully Inhabiting an Autonomous Imaginary-World“ („Poetisches Ambiente gestalten: Methoden zur Gestaltung und zum bewussten Bewohnen einer autonomen imaginären Welt“). Bei der öffentlichen Eröffnungsveranstaltung, die heute ab 19 Uhr in der Akademie der Künste stattfindet, stellt Johar seine künstlerische Arbeit, sowie die Pläne für die Zusammenarbeit mit den Teilnehmern des Seminars vor.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Leonie Bartel (19), „super tolles Mädchen mit der Energie von 100 Löwen, von ihrer Mutter“ / Sibylle Lewitscharoff (65), Schriftstellerin / Léa Venezia Geisler (23), „beste Tochter der Welt“ / Anja Höppner, „Liebe und Partnerin fürs Leben, Simon“ / Christian Kloevekorn / Peter Liebers (31), Eiskunstläufer / Eberhard Panitz (87), Schriftsteller / Michael Ropers, „Senior Advisor, Ü60, vom Druiden und seiner Squaw: Schöne Feier auf der Insel!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Susanne Abt, * 28. Februar 1946 / Margote Backhaus, * 28. Juli 1931 / Werner Sokolowski, * 10. Januar 1927 / Knut Wehlend
Stolperstein – Abraham Loeser (Jhg 1856) lebte am Mehringdamm 86 in Kreuzberg. Im März 1943 wurde er nach Theresienstadt deportiert, wo er heute vor 76 Jahren starb.
Im Tagesspiegel
Er gilt als detailversessener Kontrollfreak – will aber von Betrug nichts gewusst haben. Davon muss Ex-VW-Chef Martin Winterkorn jetzt auch die Justiz überzeugen. Vier Jahre nach Aufdeckung des Dieselskandals. Lesen Sie das Portrait von Alfons Frese heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Weil das Bezirksamt Mitte die Pferdekutschen am Brandenburger Tor, die auch bei Hitze Touristen herumkutschieren, nicht pauschal verbieten durfte, prüft es nun den Einzelfall genauer: Denn vorgeschriebene Pausenzeiten gelten nicht nur für menschliche Arbeitnehmer, sondern auch für Kutschpferde. Weil ein Kutschen-Unternehmer gegen diese verstoßen haben soll, hat der Bezirk ihm jetzt verboten, wieder die Pferde zu satteln. „Tierwohl first“, sagt Bürgermeister Stephan von Dassel sinngemäß, und fordert seinen grünen Parteifreund, Justiz-und Verbraucherschutzsenator Dirk Behrendt, auf, die Berliner Leitlinien für Pferdefuhrwerksbetriebe noch vor der Sommerpause zu überarbeiten. Von Dassels Vorschlag: Nach Einbruch der Dunkelheit sollten die Pferde nicht mehr eingesetzt werden, weil sie auf Kunstlicht gestresst reagieren.
Ganz ohne Kunstlicht sollten Sie heute auskommen. Die Sonne scheint wieder und macht Laune aufs anstehende Osterfest. Bevor es so weit ist, sorgt Robert Ide hier morgen für gute Stimmung. Bis bald,
