Deutlicher Zuwachs antisemitischer Taten in Berlin

Leider nicht verschwunden ist Antisemitismus – im Gegenteil. In Berlin sind antisemitische Taten deutlich angestiegen. Im ersten Halbjahr 2021 waren es 522 und damit 16,8 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres (447), wie die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Rias mitteilt. Im Durchschnitt sind es drei pro Tag. 15 Prozent (78) aller registrierten Vorfälle wiesen einen Bezug zur „Querdenker“-Szene auf. „Wie bereits 2020 werden aus Teilen des ‚Querdenker‘-Milieus antisemitische Verschwörungsmythen propagiert sowie die Schoa und die NS-Zeit relativiert und bagatellisiert“, sagte Sigmount Königsberg, Beauftragter gegen Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Zweitens häuften sich laut Rias antisemitische Vorfälle rund um den Israel-Palästina-Konflikt, der im Frühjahr erneut gewaltsam ausgebrochen war.