Was die BER-Eröffnung für Berlin bedeutet
Jahrelang wurde der BER als Parabel auf Berlin gesehen, noch vor wenigen Tagen zitierte die „New York Times“ Ex-Botschafter John Kornblum mit der Allegorie „charmant, respektlos, exzentrisch und völlig dysfunktional“ (CP v. 26.10). Tja, und was nun, da der BER fertig ist, die Stadt aber dazu verdammt bleibt, „immerfort zu werden und niemals zu sein“ (Karl Scheffler?). Was bedeutet die Eröffnung für Berlin? Der Flughafenchef selbst hält jede Art dieser Symbolik für übertrieben, und wahrscheinlich hat er recht: Ein Flughafen ist ein Flughafen, oder, in der kontemporären Form, eine Shoppingmall mit angeschlossener Startbahn. Außerdem ist der BER sowieso nur zu 33% ein Berliner. Der Rest geht auf Brandenburg und den Bund, aber wer mag über die schon lachen? Berlin bleibt eben doch Berlin.